Nina LaCour Ich werde immer da sein, wo du auch bist

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Inhaltsangabe zu „Ich werde immer da sein, wo du auch bist“ von Nina LaCour

Das Tagebuch der besten Freundin ist tabu. Es sei denn, die Freundin hat sich das Leben genommen und das Buch unter deinem Bett versteckt. Dann musst du es lesen.Als ihre beste Freundin sich das Leben nimmt, bricht Caitlins Welt auseinander und ihr Herz gleich mit. Warum hat sie das getan? Warum hat sie nichts gesagt? Hätte Caitlin ihr nicht helfen können? So viele Fragen, die unbeantwortet bleiben. Doch dann macht Caitlin eine Entdeckung und erfährt Dinge über ihrer Freundin, von denen sie nicht einmal geahnt hat. Fast mehr, als sie ertragen kann. Und dann kann sie endlich Abschied nehmen.

Was, wenn die beste Freundin Selbstmord begeht? Eine einfühlsame Geschichte, bei der einfach alles passt. Traurig und wunderschön zugleich!

— Betsy
Betsy

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  • Kraftvoll und melancholisch

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Caydence

    Caydence

    07. July 2017 um 13:28

    Für Caitlin beginnt das neue Schuljahr ohne ihre beste Freundin Ingrid, die sich das Leben genommen hat. Caitlin versteht nicht, warum sie das getan hat und ertrinkt in ihren Schuldgefühlen, weil sie nichts gemerkt und es verhindert hat. Alles was in ihrem bisherigen Leben wichtig war, ist plötzlich bedeutungslos geworden. Den Führerschein machen, tolle Fotos für den Fotokurs schießen und über die Lehrerin lästern. Alle diese Dinge haben sie immer zusammen gemacht und jetzt ist Caitlin allein. In ihrer Trauer blockt sie die gutgemeinten Ratschläge und Gesprächsversuche ihrer Eltern ab und verzieht sich fast jede Nacht in ihr verwaistes Auto. Man kann die Melancholie und die Verzweiflung Caitlins aus jeder Zeile des Buches spüren. Sie beschreibt ihre alltäglichen Tätigkeiten fast emotionslos und ohne über ihre Gefühle zu sprechen. Das ist auch das ganze Problem in ihrer Familie. Die Eltern versuchen zwar ansatzweise sie zu verstehen, belassen es aber bei halbherzigen Zuwendungen. Eine professionelle Therapie lehnt Caitlin ebenso ab, die aber durchaus eine wertvolle Hilfe dargestellt hätte. Als Elternteil hätte ich darauf bestanden, dass meine Tochter diese in Anspruch nimmt. So schleichen alle nur vorsichtig umeinander herum und nichts ändert sich an der Situation. Der Vater kauft ihr einfach ein paar Holzbretter und meint, dass sie "etwas" damit machen soll - als Alternativtherapie... Im Prinzip keine schlechte Idee, aber es wäre besser gewesen, sie vorher zu fragen und etwas gemeinsam mit ihr zu bauen. Noch schlimmer ist die Reaktion ihrer Lehrerin, die sie nicht beachtet und mit keinem Wort den Tod ihrer Freundin erwähnt, obwohl diese ihre Lieblingsschülerin war. Es wird zwar später erklärt warum sie so reagiert, aber in meinen Augen hätte eine pädagogisch ausgebildete Lehrerin einen anderen Weg finden müssen. Zum Glück findet sie nach einigen Anfangsschwierigkeiten in Dylan eine neue Freundin, die ebenfalls mit einem schweren Verlust zu kämpfen hat und Caitlin deshalb gut versteht. Auch Taylor, ein Junge in den sie sich verliebt, unterstützt sie dabei, das Geschehene zu akzeptieren und einzusehen, dass sie keine Schuld daran trägt. Mit Hilfe des von Ingrid unter ihrem Bett zurückgelassenen Tagebuchs, versteht Caitlin nach und nach warum sie so verzweifelt war und nicht mehr leben wollte. Ich fand die Passagen sehr bewegend und konnte mich besser in die beiden hineinversetzen. Allerdings konnte ich überhaupt nicht verstehen, was Caitlin zum Schluss mit dem Tagebuch gemacht hat. Das hat mich sehr schockiert und verstört. Doch trotz des traurigen Themas schließt dieses Buch voller Hoffnung und Kraft und lässt den Leser mit einem positiven Gefühl zurück.

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  • Ich werde immer da sein, wo du auch bist

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    miah

    miah

    17. June 2017 um 12:52

    Inhalt: Caitlins beste Freundin Ingrid hat sich das Leben genommen. Für Caitlin bricht die Welt zusammen. Sie versteht nicht, warum ihre Freundin das getan hat. Sie zieht sich zurück und lässt niemanden mehr an sich heran. Meine Meinung: Caitlins Trauer ist von Anfang an greifbar. Sie bestimmt ihr Leben, weil sie einfach nicht verstehen kann, warum ihre beste Freundin Ingrid Selbstmord begangen hat. Sie fühlt sich schuldig, weil sie nicht gemerkt hat, dass es ihrer Freundin so schlecht ging. Die ganzen Sommerferien über lässt Caitlin niemanden an sich heran, obwohl sich ihre Eltern wirklich Mühe geben. Ihr Vater kauft Holzbalken, weil Caitlin gut im Handwerken ist. Er möchte ihr so eine Aufgabe geben, die sie von ihrer Trauer ablenkt. Aber ihre Eltern drängen sie auch nicht. Sie lassen ihr ihren Freiraum. Zum Beispiel verbringt Caitlin die Nächte auf der Rücksitzbank ihres Autos. Schlafen kann sie allerdings kaum. Als Caitlin Ingrids Tagebuch in ihrem eigenen Zimmer unter dem Bett findet, lernt sie ihre beste Freundin von einer anderen Seite kennen. Eine Seite, die ihr Ingrid so nie gezeigt hatte. Aus Angst, von Caitlin nicht mehr gemocht und verstanden zu werden. Caitlin erkennt, wie sehr Ingrid gelitten hat. Auch wenn hier vieles nur angedeutet wird, zeigt sich, dass man einen Menschen nur so gut kennt wie er es selbst zulässt. Ingrid litt unter Depressionen. Ich hätte gerne noch mehr von ihr erfahren. Caitlin beginnt sich zu öffnen. Sie sieht, dass auch andere sehr unter dem Tod von Ingrid leiden. Der Junge, der in Ingrid verliebt war. Ihre Lehrerin aus dem Fotografie-Kurs. Und sie erkennt, dass auch andere unter dem Verlust von geliebten Menschen zu leiden haben. Caitlin findet einen Weg zurück ins Leben. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich habe mit Caitlin mitgefühlt. An einigen Stellen hatte ich sogar Tränen in den Augen. Eine spannende Handlung gibt es nicht, aber die braucht es auch gar nicht, denn das Buch lebt von Emotionen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ließ sich sehr schnell und flüssig lesen. Das lag vielleicht auch an den eher kurzen Kapiteln, die mir sehr gefallen haben. Die Emotionen wurden sehr gut vermittelt. Caitlins Gefühle, ihre Trauer und ihr Handeln waren für mich zu jeder Zeit nachvollziehbar.

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  • Freundschaft kann nicht nur das Beste sein, es kann auch zerstören

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    LivCanavan

    LivCanavan

    05. June 2017 um 11:00

    Das Buch "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" ist eine Neuerscheinung des FISCHER-Verlages aus dem Jahr 2017. Geschrieben wurde es von Nina LaCour. Abschied von der besten Freundin zu nehmen ist schwer. Egal ob es nur für ein paar Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre sind. Aber sich für immer von der besten Freundin verabschieden zu müssen ist unvorstellbar schwer. Doch am schwersten ist es, wenn die beste Freundin sich selbst das Leben genommen hat und man nicht weiß warum. Genau dies ist Caitlin ist gerade passiert. Ihre beste Freundin Ingrid hat sich ihre Pulsadern aufgeschnitten und liegt nun unter der Erde in einem Sarg. Caitlin ist am Boden zerstört und im neuen Schuljahr meidet sie sogar ihre Lieblingslehrerin. Insgesamt lässt sie keinen mehr an sich ran.Doch dann fällt ihr etwas unters Bett und beim Wiederhervorholen findet sie das Tagebuch von Ingrid dort unten liegen. Erst dann beginnt sie sich wieder etwas zu öffnen und findet Antworten auf ihre Fragen. Das Buch beginnt nach Ingrids Tod und sofort wird der Leser in Caitlins Gedanken eingeführt. Sie ist eigentlich immer ein lebenfrohes Mädchen gewesen, dass die Fotografie geliebt hatte. Doch durch Ingrids Tod wird ihre gesamte Welt auf den Kopf gestellt. Jeder sieht in ihr nur das Mädchen mit der toten Freundin und auch ihre Lieblingslehrerin, ihre Lehrerin für Fotografie, scheint sie zu irgnorieren. Ich konnte mich immer sehr gut in Caitlins Gedanken einfinden und habe sie ehrlich gesagt immer etwas bewundert, wie sie mit der ganzen Situation, mit ihrem Verlust umgeht. Ingrid selbst spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, so kommt sie in Caitlins Erinnerungen und natürlich in den Tagebucheinträgen vor. Für sie empfand ich irgendwie mehr Mitleid, als für Caitlin. Es tat mir einfach im Herzen weh zu lesen, dass sich jemand so traurig fühlen kann.Aber es gibt da auch noch Dylan, die Neue an der Schule. Wenn ich ehrlich bin, ich hätte auch gerne Dylan als Freundin. Zwar ist sie von Anfang an in der Schule als komisch abgestempelt, aber sie ist meiner Meinung nach der eigentliche Grund, warum Caitlin ihre tiefe Trauer überwinden konnte und deswegen muss man sie einfach lieben. Ich mochte es sehr, wie die Autorin an das Thema Selbstmord heran gegangen ist und wie gut sie Caitlin dargestellt. hat. Jeder ihrer Emotionen war vorhanden und toll beschrieben. Auch hat es mir wirklich besonders gefallen, dass zwar Dylan und Taylor, ein Junge in den sie sich nach und nach verliebt, eine wichtige Rolle spielen, aber nicht den roten Faden der Geschichte verdrängen, nämlich ihre Selbstfindung und Heilung. Die Sprache ist gut zu lesen und insgesamt ist das Buch ein für Jugendliche, wie mich, fantastisch. Denn auch wenn das Thema sehr ernst ist, verleiht die Autorin ihr noch etwas frischen und lebensfrohes. Auch wenn es nämlich hauptsächlich um Selbstmord geht, wird auch Hoffnung, Lebensfreude und Freundschaft als wichtige Themen gesetzt, was mir die Geschichte noch schmackhafter gemacht hat.Leider wurde ich von der Geschichte nicht wirklich gefühlsmäßig eingenommen, auch wenn sie mich ein oder zweimal zu Tränen gerührt hat und ich nicht genau weiß, woran es genau lag.Deswegen gibt es von mir nur vier statt fünf Sterne. Fazit: Dieses Buch ist eine sehr gefühlvoller Roman über Trauer und Verlust mit sehr besonderen Charakteren.

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  • wunderbar gefühlsvoll

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Sweetheart_90

    Sweetheart_90

    03. May 2017 um 08:04

    Für mich war das Buch sehr berührend und emotional. Es hatte genau den richtigen Hauch an Gefühl und führt uns direkt in die Welt des Verlustes der besten Freundin. Caitlin ist komplett am Boden zerstört, weiß nicht warum Ingrid das getan hat. Es war doch alles okay, oder hat sie vielleicht einiges nicht mitbekommen. Jedenfalls ist Ingrid nicht mehr da, sie kann nicht mehr zu ihr gehen und sie auch nicht mehr um Rat fragen. Caitlin ist total in sich verschlossen und spricht eigentlich so gut wie mit niemand mehr, selbst ihre Lieblingslehrerin für Fotografie meidet sie. Als Caitlin das Tagebuch von Ingrid unter ihrem Bett findet, liest sie immer nur seitenweise um länger etwas von ihr zu haben und versteht so schön langsam was mit Ingrid los war. Anfangs geplagt davon, dass sie Tag für Tag wieder Freude zulässt muss sie erst wieder lernen, dass dies auch ohne Ingrid wieder okay ist. Es war wirklich schön zu sehen, wie Caitlin jeden Tag aufs Neue mehr sie selbst wird und wieder ins Leben zurückfindet. Selbst was die Tagebuchseiten mit ihren Gefühlen getan haben. Auch Dylan hat mir extrem gut gefallen, denn sie war genau der richtige Typ Mensch den Caitlin gebraucht hat und sie können beide füreinander eine tolle Stütze sein. So ein Buch würde ich sofort wieder lesen!!!

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  • Sensibles Thema wunderbar verarbeitet

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Kagali

    Kagali

    29. April 2017 um 13:22

    Meine Meinung Selbstmord, Verlust und Trauer sind immer schwierige Themen, umso mehr wenn sie sich an ein jugendliches Publikum richten. Mit ihren Buch gelingt es Nina LeCour dieses sensible Thema treffend und berührend zu verarbeiten.Mit dem Selbstmord ihrer besten Freundin Ingrid ist für die 16-jährige Caitlin eine Welt auseinandergebrochen. Das Mädchen, dass früher lebensfroh und offen war zieht sich zurück. Sie redet kaum noch mit jemanden, schottet sich ab in ihrer Trauer. Als eines Tages das Tagebuch ihrer verstorbenen Freundin findet lernt sie eine ganz neue Seite von der Person kennen, von der sie dachte sie kenne sie in und auswendig. Mit der Unterstützung der Neuen Dylan und des Jungen Tylors beginnt für Caitlin eine Zeit des Trauerns, des Verarbeitens, des Verstehens und Hoffens.Dieser Roman hat mich sehr berührt. Die Autorin findet die genau richtigen Worte um die unterschiedlichsten Gefühle der Protagonisten zu veranschaulichen. Dabei fasst sie sich weder zu kurz, noch driftet sie ins melodramatische ab. Sie findet eine jugendliche Sprache die mit gelungenen Metaphern ausgeschmückt ist, aber an keiner Stelle zu dick auftragen wirkt, wie es bei vielen Büchern dieser Art passiert.Der Fokus der Handlung weniger auf den Hintergründen von Ingrids Selbstmord (wobei man auch da einiges erfährt) sondern vielmehr um den Schmerz und die Trauer der Zurückgebliebenen, speziell ihrer besten Freundin Caitlin.Caitlin die trauert, die wütend, die unglücklich ist. Sie hat einen tiefen Verlust erlitten und weiß nicht wohin mit ihrer Trauer und ihren Schmerz. Sie schläft nur noch draußen im Auto, wiederholt im Geiste Biofakten um nichts zu denken und schottet sich von allen und jedem ab. Hinzu kommen Fragen der Schuld und „Hätte ich mehr tun können?“ Das finden des Tagebuch und das Lesen der ersten Einträge verstärken diese Gefühle noch.In diese ersten Phase ist Caitlin sicher nicht der einfachste Charakter, aber das war auch gut so. Denn Trauer und Schmerz sind nicht einfach und da ist es nur realistisch, dass sie auch mal unsinnig wütend oder schroff ist.Der Unterschied zu nervtötenden Charakteren liegt in der Entwicklung! Und diese ist in diesem Buch ganz hervorragend gelungen. Man ist an Caitlins Seite, wie sie immer mehr von Ingrids dunkler Seite kennen lernt, wie sie zarte Anfänge einer Freundschaft zu Dylan knüpft und erste romantische Erfahrungen mit Tylor sammelt. Schritt für Schritt findet sie sich selbst und nimmt wieder am Leben teil.Die Entwicklung geschieht in einem sehr realistischen Tempo. Es gibt Höhen und Tiefen und auch Rückschläge und das ist völlig ok, sogar richtig gut.Mir hat es auch sehr gut gefallen, dass die Nebenhandlungsstränge wie z.B die Beziehung zu Tylor oder die neue Freundschaft zu Dylan zwar eine wichtige Rolle spielen und entscheiden für den „Heilungsprozess“ von Caitlin sind, sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Caitlins Selbstfindung ist der rote Faden und alles andere fügt sich harmonisch darin ein.Und trotz der ernsten und schmerzvollen Themen schafft das Buch es auch einen Eindruck von tiefer Freundschaft, von Hoffnung und Lebensmut zu erwecken. Besonders mit dem Thema Fotografie, dass eine wichtige Rolle spielt, wird die Freude am Leben und die Schönheit des Simplen betont. Dieser Kontrast verleiht dem Buch trotz trauriger Grundstimmung eine gewisse Leichtigkeit und etwas künstlerisches. Fazit  Ich werde immer da sein, wo auch du bist ist ein berührender Roman über Verlust und Trauer aber auch über Freundschaft und Hoffnung, der mich seinen realistischen Charakteren überzeugt hat.

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  • Wenn die beste Freundin für immer verschwindet

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Betsy

    Betsy

    26. April 2017 um 19:13

    "Für sie ist es so leicht, überhaupt nichts mehr zu fühlen, einfach verschwunden zu sein, so kann sie nicht mehr sehen, was sie mir angetan hat. Sie konnte einfach verschwinden, und mir ist, als müsste ich gleich in Flammen aufgehen." Es ist ein ganz besonderes Band, welches 2 beste Freundinnen verbindet und wenn es durchtrennt wird, kann es einen bis ins Innerste erschüttern. Auch Caitlin muss diese Erfahrung machen, nachdem ihre beste Freundin Ingrid Selbstmord begangen hat. Gefangen in ihrer Trauer und der Frage nach dem Warum?, findet sie Ingrids Tagebuch unter ihrem Bett, welches diese wohl für sie dort deponiert hat. Hin- und hergerissen was sie darin erfahren könnte und der Angst davor, dass diese letzten geschriebenen Worte zu Ende gehen, lässt sie sich Zeit damit und genauso wie sie Stück für Stück erneut anfängt wieder zu leben, so erkundet sie Eintrag für Eintrag was wirklich in Ingrid vorging und warum sie ihre beste Freundin für immer verlieren musste. Dieses Buch ist wirklich wunderbar geschrieben und auch sehr liebevoll gestaltet, was man an den hervorgehobenen Tagebucheinträgen sieht, den gezeichneten Bildern und der Unterteilung in Jahreszeiten, die Caitlins erstes Jahr ohne Ingrid zeigen. Es ist in einem flüssigen Schreibstil geschrieben, der aber trotzdem sehr viel in wenigen Worten vermittelt und dennoch nicht überdramatisiert. Wir erleben Caitlin kurz nachdem sie erfahren musste, was passiert ist und wie sie sich in sich selbst zurückzieht. Gefolgt von den quälenden Fragen, ob sie nicht etwas hätte tun können, wenn sie nur gewusst hätte, dass ihre Freundin solche Probleme hatte bzw. warum sie bei manchen Dingen nicht stärker nachgehakt hat und es einfach stillschweigend akzeptierte, weil es eine Sache unter Freundinnen ist, über die man mit den Eltern oder anderen Erwachsenen einfach nicht spricht. Erst nach und nach durch die einzelnen Tagebucheinträge bekommt man Einblicke davon wie sehr Ingrid zu kämpfen hatte und wie sehr sie sich selbst wünschte es wäre anders und sie könnte ein ganz normales Mädchen sein, einfach glücklich und schrecklich aufgeregt, wenn sie an einen ganz bestimmten Jungen denkt, doch diese Zeiten währen nicht lange und sie versinkt wieder in ihrem eigenen Alptraum, aus dem ihr nicht mal Medikamente helfen können und fühlt sich abgesondert von der Welt. "Ich wusste nicht, welche schreckliche Angst sie quälte. Aber ich hätte es wissen sollen, weil Freundinnen das tun: Sie merken, was los ist. Sie sind füreinander da. Sie sehen das, was Eltern nicht sehen." Während Caitlin versucht nach den Ferien wieder in den Schulalltag hineinzukommen und dabei doch ständig ihre gemeinsame Zeit mit Ingrid vor sich hat,besonders in ihrem Fotografiekurs, gibt es dennoch Menschen die bei ihr sind und versuchen ihr zu helfen, auch wenn die meisten etwas unbeholfen wirken und Caitlin nicht darüber reden will. Als sie dann Kontakt mit einer neuen Schülerin knüpft, hat sie mit Schuldgefühlen zu kämpfen wegen dem Gefühl, dass es Ingrid gegenüber nicht fair wäre so schnell wieder glücklich zu sein und eine neue Freundin zu finden. Dies lässt sie auf Abstand gehen und verletzt damit nicht nur sich selbst mit ihrem Verhalten. Erst ein neues Projekt und das Erkennen, dass sie die Gesellschaft von einer echten Freundin vermisst, die sie hier so grob zurückgestoßen hat, geben ihr die Kraft, endlich wieder vorwärts zu gehen. Es ist ein sehr berührendes Buch, das zeigt, dass es auch unter selbst besten Freundinnen voreinander noch Geheimnisse geben kann, nicht immer alles so rosig ist und man manchmal sogar genervt voneinander ist oder ärgerlich, besonders wenn ein Junge die Zweisamkeit stört. Trotz all der traurigen und ernsten Momenten in dieser Geschichte ist sie dennoch wunderschön zu lesen, zeigt sie doch, dass man nie so alleine ist, wie man es vielleicht denkt und es auch andere gibt, die schon schwere Verluste erlitten haben. Es ist schön zu verfolgen wie Caitlin lernt ihr Herz wieder zu öffnen und nach der ganzen Trauerzeit auch wieder lachen kann. Aber nicht nur Caitlin wurde hier mit ihren Gefühlen sehr gut beschrieben, auch alle anderen Charakter, der Schulalltag und die Situation zu Hause werden sehr gut vermittelt und auch wenn anfänglich manches Verhalten Rätsel aufgibt, ergibt alles zusammen am Ende ein sehr stimmungsvolles Gesamtbild und wird in jeder Hinsicht perfekt abgeschlossen, indem Caitlin Abschied nimmt, zugleich wieder im Hier und Jetzt lebt, mit neuen Freunden, ihrer Familie, neuen Träumen und Hoffnungen, sowie neu entdecktem Engagement für etwas, ohne dabei die gemeinsame Zeit mit Ingrid je zu vergessen. Fazit: Ein unglaubliches Buch, das mich von der ersten Seite an begeistert hat und ein sehr sensibles Thema sehr einfühlsam und stimmungsvoll vermittelt. Man kann sehr gut Caitlins Schmerz nachvollziehen, besonders wenn man sich versucht vorzustellen wie man wohl selbst in dieser Lage reagieren würde, und begleitet sie auf ihren schweren Weg zurück ins Leben ohne Ingrid. Angefangen davon wieder in die Schule zu gehen und sich den Mitschülern zu stellen, neue Freundschaften zu knüpfen, wieder etwas gerne zu tun, sich zu verlieben, zu begreifen, dass man nicht als Einzige unter dem Verlust zu leiden hat, es auch durchaus Menschen gibt, die ähnliches durchgemacht haben, dem Versuch Ingrids zu gedenken und letztendlich sich an die vielen schönen gemeinsamen Momente zu erinnern und dennoch sein eigenes Leben weiterzuführen. Für mich ein wirkliches Highlight, welches ich kaum aus der Hand zu legen vermochte und nur jedem empfehlen kann, der ein berührendes Buch zum Thema Freundschaft lesen möchte.

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  • Ein wunderbares Buch - lest es!!

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Leseeule96

    Leseeule96

    21. April 2017 um 21:40

    Ich verstehe nicht, wie es sein kann, dass dieses Buch schon einige Jahre existiert hat, ohne dass ich es jemals irgendwo einmal gesehen oder davon gehört hätte. Denn das Taschenbuch ist zwar gerade erst erschienen, aber die Hardcover-Ausgabe gibt es schon länger und ich verstehe nicht, warum dieses Buch dafür so unbekannt ist. Es ist einfach so unglaublich toll. Ich würde sagen, es kommt unter die Top 3 der besten Bücher, die ich in meinem ganzen Leben je gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes. Ehrlich und direkt, aber trotzdem einfühlsam und einfach wunderschön.Dieses Buch hat mich emotional zerstört, aber auf eine positive Weise. Es war ein positiver Schmerz, den ich beim Lesen verspürt habe. Als wenn alles schlechte aus meiner Seele herausgespült wird, durch jede Träne, die ich beim Lesen vergossen habe.Also Leute: lest dieses Buch! Kauft es euch, kauft es euren Freunden, Geschwistern, Eltern, Tanten, Onkel und allen Menschen, die ihr kennt. Dieses Buch verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Einfach eine unglaublich tolle aber traurige Geschichte. Mit Worten, die so schön sind, dass du erst merkst wie traurig ihre Bedeutung ist, wenn du sie schon in dein Herz gelassen hast.

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  • Tiefgründig und Hoffnungsspendend

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Lucciola

    Lucciola

    20. March 2017 um 16:36

    Caitlin ist am Boden zerstört als ihre beste Freundin Suizid begeht. Hätte sie ihr nicht helfen können? War ihre Freundschaft so wenig wert? Doch dann findet Caitlin das Tagebuch ihrer Freundin, das diese unter ihrem Bett versteckt hat. Und Stück für Stück versteht Caitlin.Ein Buch über Freundschaft. Trauer. Hoffnung. Suizid. Probleme eines Teenagers. Wir begleiten Caitlin auf ihrem Weg zurück ins Leben. Zuerst weiß sie nicht mehr, wo sie überhaupt hingehört. Sie fühlt sich schuldig und hoffnungslos. Hat sie nicht gut genug zugehört? Freundschaften sind wichtig. Sie können helfen. Doch wie oft ist man zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt? Hört der Freundin nicht richtig zu? Und fragt sich hinterher, ob das vielleicht ein Fehler war? Genauso geht es Caitlin. Der Schreibstil ist in kurzen, einfachen Sätzen. Dadurch kann man das Buch schnell lesen. Da das Buch jedoch sehr tiefgründig ist, wird es nicht langweilig oder "zu einfach". Die Kapitel sind recht kurz, was mir gut gefallen hat. Die Charaktere sind detailliert und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Caitlin ist eine starke Persönlichkeit und wirkt sehr authentisch und real. Die Thematik ist auf den Punkt gebracht. Aktuell. Mitten im Leben. Gerade mir, die auch unter Depressionen leidet, hat das Buch gut gefallen. Da die Gesellschaft diese Thematik aber immer noch etwas ausschließt, sind gerade solche Bücher unglaublich wichtig. Sie bringen das Thema an junge Menschen, die vielleicht noch nie darüber nachgedacht haben. Trotz der traurigen Thematik ist das Buch nicht deprimierend oder tieftraurig. Es ist traurig, ja, aber genauso witzig, amüsant, hoffnungsvoll und lebensbejahend. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Pubertät, Depressionen, Suizid, Verlust und Trauer. fazitEin tiefgründiges Buch mit aktueller Thematik. Nicht nur für Jugendliche! Sehr berührend und wundervoll geschrieben. Mal lacht man aus tiefstem Herzen, dann weint man zutiefst - ein Wechselbad der Gefühle! Ein Buch, das zum Nachdenken einlädt, für das Leben plädiert und Hoffnung spendet. http://lucciola-test.blogspot.de/2016/07/books-nina-lacour-ich-werde-immer-da.html

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  • Eintönig, trotz hohem Potential!

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    KleineElfe12

    KleineElfe12

    28. January 2017 um 18:09

    Inhalt:Abschied und NeuanfangDas Tagebuch der besten Freundin ist tabu. Es sei denn, die Freundin hat sich das Leben genommen und das Büchlein unter deinem Bett versteckt. Dann musst du es lesen. Verstörend, hoffnungsleer und voller Sehnsucht – ein Abschied in Skizzen und kurzen Briefen. Ein Abschied vom Leben. Du bleibst allein zurück, allein mit deiner Trauer und dem Unverständnis für die Entscheidung deiner Freundin. Doch du hättest sie nicht retten können. Und du kannst lernen, wieder nach vorn zu sehen. So wie Caitlin.Cover:Das Cover, welches ein Mädchen in einer befreienden Pose zeigt, wirkt ansprechend, es lädt zum Lesen ein und weckt Interesse.Meine Meinung:Das Potential, welches dieses Buch aufgrund des Themas besitzt, wurde durch die schwache Umsetzung leider verspielt. Es fällt dem Leser schwer, in einen Lesefluss zu finden, ich musste das Buch mehrmals aus der Hand legen, weil ich mich einfach nicht konzentrieren konnte. Die Charaktere trugen ihren Teil dazu bei. Ich persönlich fand sie nicht ganz rund. Das Thema; wie man mit dem Tod seiner besten Freundin umgeht und einen Neuanfang startet, ist an sich nicht schlecht. Aber leider hat Nina LaCour es nicht geschafft, mich zu überzeugen. Wer etwas für zwischendurch mag, ohne Spannung, der ist hier an der richtigen Adresse. Aber wer mehr erwartet (aufgrund der Thematik) wird leider enttäuscht. 

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  • Herzzerreißend

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    KimMarie

    KimMarie

    26. August 2016 um 22:14

    Das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, dessen beste Freundin sich selbst das Leben nahm. Dann findet sie das Tagebuch ihrer Freundin und beginnt Sachen über sie zu erfahren, die sie niemals erwartet hätte. Unglaublich schönes, aber auch trauriges Buch, das sehr auf Gefühle eingeht.

  • Die beste Freundin begeht Selbstmord

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Ernie1981

    Ernie1981

    10. June 2016 um 21:22

    Inhalt: Abschied und Neuanfang Das Tagebuch der besten Freundin ist tabu. Es sei denn, die Freundin hat sich das Leben genommen und das Büchlein unter deinem Bett versteckt. Dann musst du es lesen. Verstörend, hoffnungsleer und voller Sehnsucht - ein Abschied in Skizzen und kurzen Briefen. Ein Abschied vom Leben. Du bleibst allein zurück, allein mit deiner Trauer und dem Unverständnis für die Entscheidung deiner Freundin. Doch du hättest sie nicht retten können. Und du kannst lernen, wieder nach vorn zu sehen. So wie Caitlin. Persönliche Meinung: Ein junges Mädchen kämpft sich nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin zurück in das Leben. Trauriges Buch, aber sehr empfehlenswert!!!

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  • Eintönig, Langatmig

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Annealmighty

    Annealmighty

    27. April 2015 um 17:44

    "Abschied und Neuanfang Das Tagebuch der besten Freundin ist tabu. Es sei denn, die Freundin hat sich das Leben genommen und das Büchlein unter deinem Bett versteckt. Dann musst du es lesen. Verstörend, hoffnungsleer und voller Sehnsucht – ein Abschied in Skizzen und kurzen Briefen. Ein Abschied vom Leben. Du bleibst allein zurück, allein mit deiner Trauer und dem Unverständnis für die Entscheidung deiner Freundin. Doch du hättest sie nicht retten können. Und du kannst lernen, wieder nach vorn zu sehen. So wie Caitlin."Ich habe mir viel erhofft, aufgrund der guten Bewertung. Habe aber leider nicht ansatzweise etwas bekommen. Die Geschichte hat keine richtige Story, geschweige denn einen Spannungsbogen. Es ist die Geschichte von Caitlin, die ihre beste Freundin verloren hat. Seitdem ist Caitlin desinteressiert und hat auf nichts mehr Lust. Bis sie Dylan kennenlernt, die Neue auf der Schule. Dylan ist eine Außenseiterin, weil sie sich anders kleidet und lesbisch ist. Auf halben Weg verliebt sich Caitlin auf einmal in Taylor und er auf einmal in sie. (gefühlt auf 3 Seiten) Dylan und Caitlin haben irgendwie einen Streit, wo ich nicht mal den Grund nennen kann, weil er so dämlich war. Und werden dann wieder Freunde. Caitlin baut zwischendurch ein Baumhaus.Die Geschichte hätte noch gerettet werden können, hätte Caitlin in irgendeiner Art und Weise pessimistische Gedanken gehabt. ABER NEIN! Sie baut ein Baumhaus und erzählt auf gefühlten 100 Seiten wie ein Schraubenschlüssel funktioniert. Dann geht sie in den Baumarkt, dann mal kurz zu Dylan, dann zu Taylor. Einfach langweilig. Ihre Gefühle werden kaum beschrieben, sondern ausschließlich ihre Aktivitäten, die echt langweilig sind. Ich hätte einen Stern gegeben, wären nicht die letzten 50 Seiten ganz ok gewesen.

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  • Ich mag solche Bücher

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    Miia

    Miia

    11. April 2015 um 12:28

    Inhalt:  Das Tagebuch der besten Freundin ist tabu. Es sei denn, die Freundin hat sich das Leben genommen und das Büchlein unter deinem Bett versteckt. Dann musst du es lesen. Verstörend, hoffnungsleer und voller Sehnsucht – ein Abschied in Skizzen und kurzen Briefen. Ein Abschied vom Leben. Du bleibst allein zurück, allein mit deiner Trauer und dem Unverständnis für die Entscheidung deiner Freundin. Doch du hättest sie nicht retten können. Und du kannst lernen, wieder nach vorn zu sehen. So wie Caitlin. Meine Meinung:  Ich lese gerne Bücher, die um Freundschaft gehen. Ich mag aber auch Bücher, die sich mit Trauer, Suizid, Schwächen einer Freundschaft und den Schwierigkeiten des Jung-Seins beschäftigen.  Und genau so ein Buch haben wir hier.  Wir erleben Caitlin, die nach dem Selbstmord ihrer Freundin, irgendwie nicht mehr weiß, wo sie hingehört. Die sich schuldig fühlt, weil sie so vieles nicht bemerkt hat, vieles einfach mal hätte ansprechen sollen, zu oft nicht hingehört hat und zu oft nicht da war. ich denke jeder kann sich in diese Situation hineinversetzen. Egal, was für eine starke Freundschaft man zu jemanden hat, einem selbst ist es auch schon oft passiert, dass man vielleicht nicht genau genug hingehört hat und zwischendurch vielleicht auch mehr an sich selbst als an den anderen gedacht hat. Meistens hat das nicht so starke Konsequenzen, manchmal aber schon - so wie hier in dieser Geschichte.  Mich hat das Buch an sehr vielen Stellen sehr berührt. Ich mag den Schreibstil. Die kurzen, aber tiefgründigen Sätze. Die schnellen Kapitel, die aber nie überflüssig sind. Ich hätte zwar gerne doch mehr von Ingrid mitbekommen - ich finde, dass sie als Charakter doch noch etwas oberflächlich beschrieben wird und man zu ihr keine richtige Beziehung aufbauen kann. Dafür finde ich Caitlin als Charakter sehr stark und gut durchdacht. Sie wirkt authentisch und real.  Die Thematik ist wichtig und sollte viel mehr im Vordergrund stehen. Depressionen sind in unserer Gesellschaft noch viel zu sehr verhöhnt und werden verdrängt und nicht ernst genommen. Gerade Jugendliche sollten diese Art Bücher viel öfter lesen, um zu sehen, dass das Teenagerleben nicht nur für sie allein schwer ist und um zu sehen, dass Depressionen eine richtige Krankheit sind und nicht nur daher kommen, dass jemand mal gerade nicht gut drauf ist.  Fazit:  Tolle Thematik, tolle Geschichte. Viele kurze Kapitel, die alle einen tieferen Sinn haben. Mich hat das Buch sehr berührt. Es geht um Freundschaft, aber auch um Schwierigkeiten des Jung-Seins, um Suizid und um Trauer. Sehr berührend und wichtig. 5 Sterne!

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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  • Ab damit in euer Buchregal!!!

    Ich werde immer da sein, wo du auch bist
    sueglanzner

    sueglanzner

    18. November 2014 um 05:20

    Caitlins beste Freundin Ingrid ist tot. Sie hat sich umgebracht. Und plötzlich ist alles anders. Caitlin weiss nicht, wohin mit sich und ihren Gefühlen, mit ihrer Trauer, ihrer Wut und ihren offenen Fragen. Die große Frage die bleibt ist: Warum?? Wieso hatte Ingrid nie etwas gesagt? Oder hätte Caitlin einfach nur besser zuhören müssen? Ein großartiges Buch, das das schwere Thema von verschiedenen menschlichen Seiten und Reaktionen zeigt. Eines Tages findet Caitlin zufällig Ingrids Tagebuch, das diese vor ihrem Tod offenbar unter dem Bett ihrer Freundin versteckt hatte. Darin liest sie Dinge, die sie aufwühlen: Persönliches, erschreckendes, tröstendes und auch einen Abschiedsbrief. Was tun wenn der Mensch, den man dachte so gut zu kennen, Lebewohl sagt? Weitermachen oder still halten, sich nicht bewegen? Caitlin versucht, den Verlust ihrer besten Freundin zu ignorieren, zu kompensieren, zu verarbeiten. Das klappt an manchen Tagen gut, an anderen überhaupt nicht. Zuerst ist sie verunsichert, denn sie kann die Reaktionen ihrer Umwelt auf Ingrids Tod genauso wenig einordnen, wie ihre eigenen Gefühle. Bis sie langsam den Mut fasst, sich zusammen mit Ingrids Hilfe in Form von Ingrids Tagebuch auf eine Art Abschiedsreise zu wagen und Stück für Stück feststellt, dass sie nicht die einzige ist, die trauert und dass es gemeinsam vielleicht sogar leichter ist, ein neues Leben zu beginnen. Ein Leben ohne Ingrid. Ein sehr sensibles Buch, das mit einem schweren Thema so menschlich umgeht, wie es nur möglich ist. Wut, Trauer, Selbstmitleid… da ist alles drin, was dieses Thema hergibt und eben so schwer macht. Ich selbst habe mit Caitlin getrauert, geweint und gelacht… denn ihr verzweifelter Kampf, mit dem Tod der Freundin und ihrem eigenen Leben danach ihren Frieden zu machen, ist so emotionsgeladen dargestellt, dass man sich diesem Gefühl beim Lesen kaum entziehen kann.

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