Nina Medved

 5 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor*in von Gleitende Welt.

Lebenslauf

Nina Medved, geb. 1989, ist eine Dichterin, Übersetzerin und Fotografin. Sie gewann den Titel der „vielversprechendsten jungen Autorin“ auf dem slowenischen nationalen Literaturfestival junger Autoren Urška (2019). Anschließend wurde ihr Debüt-Gedichtband Drseči svet (Gleitende Welt) im Jahr 2020 mit dem Öffentlichen Fonds für kulturelle Aktivitäten (JSKD) veröffentlicht. Es wurde als bestes Debütbuch der slowenischen Buchmesse (2021) nominiert und für das Programm des Festivals Pranger (2021) ausgewählt. Ihre Gedichte wurden auch in anderen Sprachen wie Englisch, Französisch, Griechisch und Tschechisch veröffentlicht. Das Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft und der französischen Sprache gab ihr den Boden für ihre Entwicklung. So ist sie Mitgestalterin mehrerer Literaturfestivals und -programme in Slowenien und Frankreich. Sie ermutigt junge literarische Stimmen und sie übersetzt hauptsächlich aus dem Französischen. Im Jahr 2021 erhielt sie den internationalen Pont-Preis für vielversprechende literarische Autoren für die „existenzielle Tiefe und Renaissance-Breite“ ihrer Arbeit.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nina Medved

Cover des Buches Gleitende Welt (ISBN: 9783991380382)

Gleitende Welt

(1)
Erschienen am 30.09.2023

Neue Rezensionen zu Nina Medved

Cover des Buches Gleitende Welt (ISBN: 9783991380382)
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Rezension zu "Gleitende Welt" von Nina Medved

Trishen77
Lyristix

Wie, ja, wie? Mit einem Wie beginnen Sie nämlich, die Gedichte von Nina Medved (übersetzt von Boštjan Dvořák). "Wie" im Sinne von Art und Weise, aber eben auch als Frage, die über allem schwebt: wie lebt man, während man lebt? Womit und wohin? Denn gerade erst herangeweht, geht es, weht es uns schon weiter. Was wir dazwischen an Boden unter den Füßen haben, manchmal fest, manchmal unsicherer als das Verwehtwerden (z.B. weil es wehtut oder weil es gut tut, aber wie lang?), das sind die Momente, die Nina Medved in ihren Gedichten umreißt, deren Spannung (und manchmal Einreißen) sie beschreibt.

Virtuos und doch authentisch, bewegt sie sich dabei zwischen Gedankenwelt und echter Welt. Wobei: was ist echter, was steht uns näher: Gedanke oder Ding, Konstrukt oder Bewegung? Die Welt erfassen und sich von ihr erfassen, anfassen lassen, lässt sich das kombinieren? Kann das nebeneinander existieren?

Es klingt immer etwas abgegriffen von berührenden Gedichten zu sprechen, aber Medveds Gedichte haben mich berührt, mitunter sehr. Vermutlich, weil sie so sehr aus dem heillosen und doch reichen Moment heraus erzählen. Ihr Vergewissernwollen, ihre Unsicherheit, ihre Versuche, das alles betrifft mich, ohne mich direkt zu betreffen. Es trifft mich, es erfasst mich.

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