Eisige Flut

von Nina Ohlandt 
4,4 Sterne bei36 Bewertungen
Eisige Flut
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (31):
S1lv3rw0lfs avatar

Wieder sehr spannend, aber teilweise ziemlich zäher Handlungsfluss, Überraschende Auflösung, leider insgesamt ziemlich unrealistisch..

Kritisch (2):
Z

die Lösung liegt auf der Hand. Das Buch ist dazu mindestens 100 Seiten zu lang.

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Inhaltsangabe zu "Eisige Flut"

Eiskalte Morde an der Küste - der neue John-Benthien-Krimi von Spiegel-Bestsellerautorin Nina Ohlandt

An einem bitterkalten Februarmorgen wird John Benthien zu einem einsamen Haus in der nordfriesischen Marsch gerufen. Der Kommissar traut seinen Augen nicht: Vor der Tür des Hauses steht eine Tote, von Kopf bis Fuß in Eis gehüllt. Die geschockten Hausbewohner identifizieren sie als ihre seit Wochen vermisste Tochter. Doch warum hat der Mörder ihre Leiche auf so groteske Weise inszeniert? Benthiens Ermittlungen verlaufen zunächst ergebnislos, bis zwei weitere "Eisleichen" auftauchen, die letzte auf Amrum. Nach und nach entschlüsselt der Kommissar das bizarre Rätsel - und entdeckt eine Verbindung zu seiner eigenen Vergangenheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176373
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:26.01.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.01.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    lesemaedelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Regionalkrimi
    Skulpturen-Schnitzeljagd

    Eine makabere "Opfer-Schnitzeljagd" hält das Team um John Benthien auf Trapp. Das es sich um einen sehr persöhnlichen Fall für das Team handeln wird, weiß niemand so recht zu Beginn. Ich bin direkt mit dem fünften Band  in der Reihe eingestiegen und hatte zumindest dahin keine Probleme. Alles Wichtige aus dem privaten Umfeld der Ermittler und alter Fälle, wird - wenn nötig erklärt. Die Idee mit den Mordopfer und den Eisskulpturen finde ich auch super. Nur die beiden Hauptkomissare standen schon arg auf dem Schlauch. Die Krimireihe gehört auch nicht zur Kategorie Hardcore unter den Regionalkrimis.
    Alles in allem, ein solider Fall mit einer durchdachten Entwicklung, der sich schnell weglesen lässt - nur hat sich bei mir nicht die Neugierde auf die anderen Teile eingestellt.
    Einfach für sich entdecken und entscheiden.

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 6 Monaten
    nicht so gut wie erwartet

    Das Coverbild gefällt mir sehr gut.
    Der Schreibstil gefällt mir - ich kenne ihn schon von einem anderen Buch der Autorin.

    Die handelnden Personen finde ich gut gestaltet. Ich mag es, wenn man in einem Buch auch etwas von dem Privatleben erfährt. Aber in diesem Band war das für mich zu viel.

    Der Fall beginnt spannend und ich war gespannt, was hinter den mysteriösen Skulpturen steckt. Leider gab es für mich, auch wegen dem Fokus außerhalb der Ermittlungen - ein paar Längen.

    Das Ende empfand ich als teilweise gut, aber auch teilweise zu konstruiert.

    Schade, dieses Buch war für mich nur mittelgut. Ich bin aber auf den nächsten Band gespannt. 

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    Julitraums avatar
    Julitraumvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender und lesenswerter Krimi, zum Ende hin auch relativ schlüssig
    Spannender Krimi mit einem interessanten Ermittlerteam

    Es ist kalter Winter. Kommissar John Benthien und sein Team werden frühmorgens in die nordfriesische Marsch gerufen. Es handelt sich um einen Mord an einer Frau in mittleren Jahren. Doch das Bizarre ist die Auffindsituation der Toten. Die Leiche wurde von Kopf bis Fuß in Eis gehüllt und vor die Haustür der Eltern gestellt. Dabei sieht es so aus, als ob die Tote gerade auf den Klingelknopf ihres Elternhauses drücken wollte. Die Mutter der Toten, die ihre Tochter so fand, erleidet einen Schock, der Vater einen Herzanfall. Auch die Ermittler sind mehr als geschockt und irritiert. Was hat das zu bedeuten? Mit was für einem Täter haben sie es hier zu tun? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch bringen keine Erkenntnisee. Die Tote führte ein unscheinbares Leben, hatte nicht viele soziale Kontakte, ein Mordmotiv findet sich nicht wirklich. Schon bald gibt es die nächste "Eisleiche", wieder grotesk, diesmal in aller Öffentlichkeit platziert. Auch hier bleiben die Ermittlungen stecken. Es gibt keine Verbindung zwischen den Opfern, keinen einzigen gemeinsamen Nenner. Um was geht es hier? Treibt ein Serienmörder hier sein Unwesen? Es bleibt nicht bei den beiden Toten und der Druck auf die Ermittler wächst. Was Kommissar Benthien noch nicht ahnen kann, ist daß der Schlüssel zum Täter auch mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun hat...

    Dieser Krimi unterhält wirklich sehr gut. Er ist sehr gekonnt und mitreißend geschrieben. Lebensnahe Dialoge, ein kleiner Einblick in das Privatleben der Ermittler, die dem Leser diese Figuren näher bringen und ein mehr als außergewöhnlicher Fall. Es werden viele Spuren und Fährten verfolgt und der Leser kann wunderbar mitfiebern und miträtseln. Die Handlung wird immer wieder durch Rückblicke des Täters in die Vergangenheit, die er zu Papier bringt, aufgelockert, so daß man auch eine gute Sicht auf das Innenleben des Mörders erhält, dennoch aber längere Zeit im Dunkeln tappt, wer der Täter sein könnte. Noch einige Zeit vor dem Ende aber konnte ich den Täter bereits ausmachen, einfach aus dem Ausschlußprinzip heraus und da nicht so viele Möglichkeiten zur Verfügung standen, daher auch der Stern Punktabzug von mir. Dennoch blieb es bis zum Ende spannend, wenn auch ein paar Kleinigkeiten etwas unrealistisch für mich daher kamen.

    Kurzum gute und spannende Krimiunterhaltung mit einem tollen und interessanten Ermittlerteam, das ich gerne weiterempfehle und von dem ich gerne die vorherigen und hoffentlich noch folgenden Fälle lesen möchte.

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    Reesvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder ein sehr gut durchdachter Nordseekrimi
    Im wahrsten Sinne eisig

    Wieder ein neuer Fall für Benthien und sein Team. Wie schon bei den vorhergehenden Fällen  ist die Stimmung sehr toll eingefangen. Land und Leute werden so realistisch und nah beschrieben, dass man sich dort wähnt und richtig mit dabei ist. Man ist sozusagen mitten im Geschehen und fiebert mit, verfolgt die Fährten ,geht den Spuren nach , bangt um die Opfer und versucht den Täter zu lokalisieren.

    Auch Benthien und sein Team sind einem mittlerweilen schon sehr vertraut und man mag sie, mit all ihren Schwächen und privaten Problemen, die auch immer wieder zum Vorschein kommen  und ihre Launen stark beeinflussen.

    Sie alle haben ja auch ihr Leben, das man so nebenbei mitbekommt,....es macht die Protagonisten so menschlich und echt.

    Doch in diesem Fall geht es um die Eisleichen, deren Ermordung und Platzierung alle nach demselben Schema ausgeführt wurden. Alle wurden sie öffentlich präsentiert und mit einer dünnen Eisschicht überzogen, so dass sie wie eine Eisstatue aufgefunden werden.

    Nebenbei liest man die Briefe, die der unbekannte Täter an seine Tochter schreibt und erkennt bald, dass er ein sehr verletzter Mensch sein muss, der sich nun an seinen Mitmenschen rächt und seine kranken Gedanken in die Tat umsetzt.

    Doch wie das Ermittlungsteam , tappt auch der Leser bis zum Schluss im Dunkeln .

    Ein gut durchdachter Krimi , stimmig und überraschend.

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    wampys avatar
    wampyvor 7 Monaten
    Überzeugend und grundsolide

    Buchmeinung zu Nina Ohlandt – Eisige Flut

    „Eisige Flut“ ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt, der 2018 bei Bastei Entertainment erschienen ist. Dies ist der fünfte Fall für das Team um Hauptkommissar John Benthien.

    Zum Autor:
    Nina Ohlandt wurde in Wuppertal geboren, wuchs in Karlsruhe auf und machte in Paris eine Ausbildung zur Sprachlehrerin, daneben schrieb sie ihr erstes Kinderbuch. Später arbeitete sie als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Marktforscherin, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben im Land zwischen den Meeren, dem Land ihrer Vorfahren.

    Klappentext:
    An einem bitterkalten Februarmorgen wird John Benthien zu einem einsamen Haus in der nordfriesischen Marsch gerufen. Der Kommissar traut seinen Augen nicht: Vor der Tür des Hauses steht eine Tote, von Kopf bis Fuß in Eis gehüllt. Die geschockten Hausbewohner identifizieren sie als ihre seit Wochen vermisste Tochter. Doch warum hat der Mörder ihre Leiche auf so groteske Weise inszeniert? Benthiens Ermittlungen verlaufen zunächst ergebnislos, bis zwei weitere "Eisleichen" auftauchen, die letzte auf Amrum. Nach und nach entschlüsselt der Kommissar das bizarre Rätsel - und entdeckt eine Verbindung zu seiner eigenen Vergangenheit ...


    Meine Meinung:
    Dies ist mein erster Benthien und er wird nicht der letzte bleiben. Schon die Aufbereitung der ersten Leiche spricht für den Ideenreichtum der Autorin. Von Beginn an hat man das Gefühl, das der Täter mit der Polizei spielt. Er ist den Ermittlern generell mindestens einen Schritt voraus. Neben den stockenden Ermittlungen gehören auch persönliche Geschichten unabdingbar zu dieser Serie. John Benthien kennt die meisten Kollegen schon Längere Zeit, teilweise schon seit der Kindheit. Ein netter Nebenschauplatz ist der Food-Blog seines Vaters Ben, Aber nicht alles läüft rund und Beziehungsprobleme spielen eine Rolle. Trotzdem funktioniert die Zusammenarbeit des Teams gut, bis auf einen Kollegen, der seine eigenen Wege geht. Es geschehen weitere spektakuläre Mordkompositionen und die Ermittlungen kommen nicht recht voran. Im Buch sind Briefe des Täters an seine Tochter enthalten, die das Motiv des Täters verdeutlichen. Er ist in seiner Jugend heftig von anderen Jugendlichen auf einer Jugendfreizeit gemobbt worden. Dies ist den anderen Beteiligten aber nicht bewußt, auch weil nicht die Teilnehmer direkt getötet werden. Die Spannung bleibt auf einem hohen Niveau und man spürt die aufkommende Verzweiflung bei den Ermittlern.

    Gekonnt wird der harte Jahrhundertwinter in die Handlung eingebaut und persönliche Geschichten lockern den recht harten Kriminalfall auf. Beziehungen spielen im privaten Bereich und bei den Ermittlungen eine große Rolle. Die Ermittlungen decken traurige Schicksale auf und es dominiert eine dunkle Stimmung.

    Der Fall ist gut geplottet und die Auflösung ist vollständig, überraschend und überzeugend. Die Figurenzeichnung gefällt und die Figuren haben Ecken und Kanten, wozu viele Grautöne der Figuren beitragen. Manchmal handeln die Figuren mehr menschlich als vernünftig.

    Fazit:
    Ein überzeugender Krimi aus dem Norden der Republik, der gekonnt Ermittlungen und Privatleben miteinander verknüpft. Von mir gibt es gute vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung.

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    Muschelvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach klasse
    Sehr soannend

    Diese Krimireihe um John Benthien gefaellt mir sehr gut. Sowohl John und sein Vater wie auch das kriminalistische Team sind sehr ansprechende Charaktere, die ich gerne die Reihe ueber begleite. Dieser neue Band ist besonders bildhaft und sehr spannend. Eine wirklich lesenswerte Krimireihe.

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor 7 Monaten
    Eisige Flut

    Bereits einige Wochen ist Anja Derling verschwunden, als sie eines Morgens vor ihrem Elternhaus tot aufgefunden wird. Als Eisstatue steht sie vor dem Haus, die Hand zur Klingel ausgestreckt. Hauptkommissar John Benthien und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Warum wurde das Opfer so zur Schau gestellt? Schon bald gibt es eine weitere Leiche und auch, wenn eine Verbindung zwischen den Opfern nicht auf Anhieb ersichtlich ist, so scheint es sich doch um eine Mordserie zu handeln, denn bei den Toten wird jeweils im Bauchnabel eine Beigabe gefunden. Den Ermittlern fällt es schwer einen Zusammenhang herzustellen.

     

    In „Eisige Flut“ ermittelt John Benthien bereits zum fünften Mal. Das aber fällt gar nicht auf und so kommen hier auch Neueinsteiger voll auf ihre Kosten. Der Autorin ist es gut gelungen die privaten Details der handelnden Charaktere so in die Handlung einzuflechten, dass jeder damit gut klarkommen kann. Im Vordergrund steht zwar die Ermittlung, aber auch die privaten Befindlichkeiten der Ermittler bekommen hier genügend Raum. Dies ist interessant, weil viele von ihnen sich schon lange kennen und auch eine enge Beziehung zueinander pflegen.

     

    Als schön herausgearbeitet habe ich persönlich auch die Gegend in der der Roman angesiedelt ist, empfunden. Hier wird deutlich wie man im hohen Norden lebt und wie die Menschen miteinander umgehen.

     

    Es wird nie langweilig in diesem Kriminalroman, der auch einige falsche Fährten aufzuweisen hat und den Leser damit mehr als einmal in die Irre führt. Der Täter ist jedenfalls nicht auf Anhieb zu durchschauen.

     

    „Eisige Flut“ ist ein spannender Roman mit wechselnden Handlungssträngen und überraschender Auflösung. Wer die Vorgänger der Reihe noch nicht kennt, bekommt hier bestimmt Lust darauf auch diese zu lesen.

     

    Copyright © 2018 by Iris Gasper

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    Pucki60s avatar
    Pucki60vor 7 Monaten
    Eisleichen

    Eisige Flut ist bereits der 5. Teil der Krimireihe um das Team von John Benthien. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man das Buch gut lesen.
    Anja Derling, eine Frau in den 50ziger Jahren wird seit 4 Wochen vermisst. Dann steht sie morgens als Eisstatue vor der Haustür der Eltern und es sieht aus, als wolle sie gerade klingeln. Sie ist komplett durchgefroren und mit Wasser übergossen worden.. Anja hat ein sehr zurückgezogenes Leben geführt und nur zwei alte Jugendfreunde, Johannes und Martha. Auch mit diesen gab es in letzter Zeit Differenzen. Dann tauchen zwei weitere Eisleichen auf, Arthur Peters auf einem Marktplatz und die junge Levke Bronnen als Balletttänzerin hergerichtet, auf Amrum. Bei den Obduktionen werden im Bauchnabel der Toten jeweils Beigaben gefunden.
    John und sein Team stehen vor einem Rätsel und durch Zufall entdecken sie die Verbindung zu einer 30 Jahre zurückliegenden Kinderfreizeit, an der auch John und sein Kollege Fitzen teilgenommen haben.
    Es werden immer Briefe eingefügt, die der Täter an seine Töchter, die er Mausezähnchen nennt, schreibt. Darin berichtet er ihr von seinem Leben.
    Als dann auch noch der Mörder Fitzens Tochter Jenny kidnappt, ist Eile geboten.
    In dem Buch geht es auch wieder um die Beziehung zwischen John und seiner Kollegin Lilli. Lillis früherer Freund taucht wieder auf und dadurch kommt es zu Spannungen zwischen John und Lilli.
    Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und lässt sich gut und schnell lesen. Das Team steht vor einem Rätsel und es gibt keine Anhaltspunkte für die Ermittlung. Dann spielt der Zufall eine Rolle und sogar ein Unfall aus einem vorherigen Fall bekommt eine ganz andere Bedeutung.
    Hier geht es wie in den anderen Fällen dieser Reihe nicht nur um den Fall, sondern auch das Privatleben der Ermittler spielt eine Rolle. Besonders interessant ist der Foodblog von Johns Vater, für den er verschiedene exotisch zusammengestellte Mahlzeiten ausprobiert.
    Der Schluss überrascht dann besonders, denn den wahren Täter hatte ich nie im Visier und er lag außerhalb meiner Überlegungen.
    Für das Buch vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich habe die Zeit mit John und seinem Team genossen und warte schon gespannt auf die Fortsetzung.

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    VroniCaspars avatar
    VroniCasparvor 7 Monaten
    Eisleichen auf Schritt und Tritt

    Eisige Flut von Nina Ohlandt


    Benthiens fünfter Fall führt ihn an die Nordseeküste, wo ein eisiger Wind weht und es zu einer seltsamen Begegnung mit einer Eisskulptur kommt. Erst nach näherem Betrachten entpuppt sich diese als Leiche, in einen Eispanzer gehüllt. Schaurig sieht sie aus, wie sie da so an der Hauswand ihrer Eltern lehnt um Einlass bittend, als wolle sie gerade nach Hause kommen. Für Benthien und sein Team ein schier unlösbares Rätsel, wo soll er mit den Ermittlungen ansetzen? Und plötzlich sieht er sich von weiteren kuriosen Eisskulpturen umgeben. Nichts verbindet diese so unterschiedlichen toten Menschen miteinander, oder doch? Warum wurden sie alle auf makabre Art und Weise zur Schau gestellt, nur eines ist offensichtlich, alle wurden mit einem kleinen Geschenk in den Tod geschickt. Erst spät wird klar, dass die Ursache der Morde in der Vergangenheit liegen muss.

    Es ist wahrhaftig eine „Eisige Flut“ von Leichen deren Tod Benthien hier aufzuklären hat. Mit akribischer Sorgfalt geht er mit seinem Team den kleinsten Spuren nach. Eine schier endlose Befragung der Bevölkerung wird eingeleitet, mögliche DNA Spuren gesichert, Tag und Nacht bis zur Erschöpfung ist das Team unterwegs in diesen mysteriösen Fällen eine Spur zu finden, die zur Aufklärung verhilft.

    Nina Ohlandt liebt die Kälte und die Nordsee, was anhand ihrer bisher erschienenen Titel zu ersehen ist und ich war neugierig auf diese Autorin.

    Allerdings so spannend der Kriminalroman begonnen hat, je mehr ich gelesen habe, umso enttäuschter war ich vom fehlenden Spannungsaufbau und auch die Dramatik hielt sich in Grenzen. Mir saß kein Nervenkitzel im Nacken, und leise Vermutungen oder Ahnungen haben mich nicht gefesselt. Ansehnlich turbulent wurde die Auflösung der Fälle dann zum Finale hin, so dass sich die Ereignisse dann überschlugen.

    Die vielen agierenden Personen im Krimi erschienen mir etwas blass und hinterließen deshalb bei mir keinen nachhaltigen Eindruck.

    „Eisige Flut“ ist für mich ein seichter Krimi und unblutig, für sanfte Gemüter zu empfehlen. Gefallen haben mir die Personenlisten am Anfang und am Ende des Krimis, sodass ich schnell die Bedeutung der einzelnen Personen nachschlagen konnte.

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    eigervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eiskalte Morde an der Nordsee geben Rätsel auf
    Kommissar Benthiens persönlichster Fall

    „Eisige Flut“ ist der fünfte Nordsee-Krimi mit Hauptkommissar John Benthien von Nina Ohlandt. 

    Der Autorin ist wieder eine äußerst spannende und ungewöhnliche Kriminalgeschichte gelungen. An der Nordsee ist ein eisiger Winter mit viel Schnee angekommen und Hauptkommissar Benthien wird ein im wahrsten Sinne des Wortes bizarrer Fall übertragen.
    Die seit längerer Zeit vermisste Anja Derling ist als Eisskulptur vor dem Haus ihrer Eltern platziert. Ein Schock, nicht nur für die Eltern. Warum hat der Mörder dieses Szenario gewählt? 

    Routiniert und akribisch ermitteln Benthien und seine Leute im privaten und beruflichen Umfeld der getöteten Frau. Sie war nicht bei jedem beliebt, hat langjährige Freunde menschlich enttäuscht – aber ist hier ein Motiv und der Täter zu finden?

    Unterbrochen werden die Ermittlungen immer wieder von kursiv gedruckten Briefen, die ein Unbekannter an seine Tochter Mäusezähnchen schreibt. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer der Verfasser war. Die Überraschung ist der Autorin gelungen.

    Gekonnt legt sie falsche Fährten und lässt den Leser überrascht zurück. Auch das Team von Kommissar Benthien steckt immer noch in Details fest, als die nächste Eisleiche entdeckt wird. Auch hier führen die Ermittlungen weiter ins Leere.

    Es scheint keinen Zusammenhang zwischen den Ermordeten zu geben und auch die Arrangements der Ermordeten bringen keine neuen Erkenntnisse. Doch es sind nicht die letzten Toten und der Zeitdruck, unter dem die Ermittler stehen, wächst permanent.
    Aufgelockert wird die angespannte Arbeit der Polizei, durch reichhaltige Informationen zum Privatleben der Ermittler und der Opfer. Ein buntes Kaleidoskop von gut geschilderten und authentischen Charakteren lernt der Leser kennen. Den passenden Rahmen stellen die wunderbaren Beschreibungen von Ortschaften und Landschaften dar.

    Als die Ermittlungen noch immer keine verwertbaren Ergebnisse vorzeigen können, geschieht ein weiteres Unglück. In einem dramatischen und rasanten Finale findet sich der Leser wieder und fiebert mit. Die Lösung ist schlüssig und in sich stimmig. Jetzt passen auch die einzelnen Puzzlestücken der so unterschiedlichen Fälle zusammen.

    Die Autorin erzählt mit Liebe zum Detail eine äußerst spannende und gut ausgedachte Kriminalgeschichte, die sofort fesselt. Ihr angenehmer und flotter Erzählstil ist wunderbar zu lesen.
    Mit „Eisiger Flut “ ist Nina Ohlandt eine außergewöhnliche und spannende Geschichte gelungen, die aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung ist.

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