Nina Pourlak Besser als nix

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Inhaltsangabe zu „Besser als nix“ von Nina Pourlak

Tom ist in seiner Heimat ein Alien. Er trägt schwarz - immer. Er hört melancholische Musik. Mit den Menschen um ihn herum kann er nichts anfangen, seine Mutter ist gestorben, und mit seinem Vater hat er sich nichts zu sagen. Da ist es fast kein Wunder, dass die Berufsberatung ihm vorschlägt, Bestattungsfachkraft zu werden. Zuerst ist Tom geschockt, aber immer noch "Besser als nix"! Nicht zuletzt um die junge Referendarin Sarah zu beeindrucken lässt sich Tom auf das Abenteuer ein und beginnt eine Ausbildung bei Bestattungsinstitut "Heimkehr"- und gerät dabei in ebenso tragische wie aberwitzige Situationen. Der Roman von Nina Pourlak ist die Vorlage für den Kinofilm "Besser als nix", der am 21.8.2014 in den Kinos startet. Die filmreife Geschichte von Tom und der Suche nach seinem Platz im Leben! (Quelle:'Flexibler Einband/06.08.2014')

unrealistischer, ruehrseliger Roman über einen Jugendlichen zur Zeit des Schulabschlusses/Beginn der Ausbildung

— Bücherwurm
Bücherwurm

Abwechslungsreiche Erzählung über den Weg zum Erwachsenwerden und einen ungewöhnlichen Beruf!

— mabuerele
mabuerele

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    Besser als nix
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    15. March 2014 um 16:02

    Wo fange ich an? Dem Buch "Besser als nix", der preisgekrönten Autorin Nina Pourlak konnte ich nicht so viel abgewinnen. Es war für mich sehr schwer eine Beurteilung abzugeben, die ersten Seiten tendierten zu 4 Sternen, dann fiel das Buch stetig ab auf 2 Sterne, also ich nehme die goldene Mitte, wobei 3 Sterne ein besseres Buch vorgaukeln. Tom ist Schulabgänger, Halbwaise, nicht sonderlich intelligent, wenig sportlich, eigentlich -für Jungs sehr aussergewöhnlich- ausschliesslich grüblerisch veranlagt. Der Roman ist nur aus seiner Sicht erzählt, in einer Art Gespräch mit Tagebuch, wobei Tom sicher ist, dass seine tote Mutter mitliest, vielleicht auch der Grund, warum er seine Gefühle nicht offenbart. Die Schule ist aus, Tom gehört zu einer recht grossen Anzahl Jugendlicher, die in einer deutschen Kleinstadt nicht wissen, wie es weitergehen soll. Wenig Interessen, kaum Energie, kein Engagement oder Zukunftsträume, auch nicht wirklich die No-Future-Aktivität, die es ja bei Jugendlichen in den 80igern gab. Man lässt sich eher treiben, ein Zustand, den ich so gar nicht kenne und nur schwer, grade in dem Alter nachvollziehen kann. Tom füllt einer jungen Lehrerin zuliebe Formulare aus, die seine Interessen und Eignung berufsmäßig erfassen sollen, und tatsächlich, der Computer ermittelt nicht nur den idealen Job, es sind sogar Ausbildungsplätze frei! Was humorvoll beginnt und wirklich das Rüstzeug für einen tiefgründigen Roman über das Wesentliche im Leben hatte, verkommt mehr und mehr zu einer völlig unrealistischen und mehr rührseligen Story auf plattem Niveau. Ich hatte während des Lesens das Bild eines Puzzles im Kopf. Während für mich das Leben aus vielen zusammengewürfelten Puzzle mit Minimum zwanzigtausend Teilen besteht, bei dem es mehr zufällig zum Finden von zwei passenden Stücken kommt, so habe ich hier ein Puzzle von maximal 500 Riesenteilen, die sich nahezu problemlos in ihre Position fügen. Kurzum: Es war langweilig, vorhersehbar, nicht berührend, ein Buch, das man schnell vergisst und sicher kein zweites Mal lesen wird. Daher sind 3 Sterne eigentlich einer zu viel.

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  • Tom auf dem Weg zum Erwachsenwerden

    Besser als nix
    mabuerele

    mabuerele

    11. October 2013 um 20:22

    Tom ist mit Mike befreundet. Beide sind im Fußballverein. Während Mike einer der Stars ist, geht Tom nur seinem Vater zuliebe mit. Außerdem ist Tom auf der Suche nach einer Lehrstelle. Leider weiß er nicht, was er werden will. Als er bei der Berufsberatung das Anforderungsprofil mit seinen Wünschen ausfüllt, wird ihm die Lehrstelle als Bestattungsfachkraft angeboten. Das Buch ist in Form eines Tagesbuches von Tom geschrieben. Tom träumt davon, dass seine Mutter das Tagebuch lesen könnte. Sie ist vor etlichen Jahren gestorben. Zwischendurch sind kursiv Worte eingefügt, die Tom mit seiner Mutter in Gedanken spricht. Der Autor hat die Protagonisten sehr gut charakterisiert. Tom ist ein normaler Junge unserer Zeit. Er begeistert sich für dunkle Markenbekleidung, fährt Fahrrad und ist mit seinen Freunden unterwegs. Sein Umgang mit anderen Menschen macht ihn für mich sympathisch. Auf locker-leichte Art erzählt er von seinen Erfahrungen im neuen Beruf. Obwohl das Buch mit Humor geschrieben ist, schimmert immer ein gewisser Ernst durch. Das Zusammenleben mit dem Vater ist eher ein Nebeneinander als ein Miteinander. Der Tod der Mutter hat viel in der Familie geändert. Dazu gehört auch, dass sich der Vater von der Kirche abgewendet hat. Sarah, die neue Referendarin der Schule, zu der sich Tom hingezogen fühlt, ist nicht nur 6 Jahre älter als er, sie ist die Tochter des Pfarrers. Im Gegensatz zum Vater aber ist Tom offen für Gespräche. Sehr gut gefallen hat mir die realistische Darstellung des Berufsbildes. Für Tom war es eine Überraschung, dass er durch den Beruf plötzlich zum Gespräch seiner Freunde wurde. Behutsam und sehr sparsam werden Fragen des Glaubens angesprochen. Freundschaft und Verantwortung, Zuneigung und Eifersucht sind weitere Themen des Buches. Tom wird während seiner Probezeit nicht nur erwachsen, er wirkt positiv auf die Stimmung in der Firma. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor versteht es, die Situation von Jugendlichen, ihre Wünsche, Träume und Erwartungen in einer abwechslungsreichen Handlung darzustellen. Er scheut sich nicht, zu thematisieren, dass auch der Tod zum Leben gehört. Das Cover passt. Das helle Blau überstrahlt den Friedhof.

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  • Leserunde zu "Besser als nix" von Nina Pourlak

    Besser als nix
    Arwen10

    Arwen10

    Und heute gibt es mal etwas ganz anderes aus dem christlichen Brendow Verlag: Besser als Nix von Nina Pourlak  Zum Inhalt: Bestattungsfachkraft sei doch wohl genau das Richtige für ihn, meint die sympathische Referendarin Alice bei der Berufsberatung. Tom fällt aus allen Wolken! Denn dass er für seine Karriere buchstäblich über Leichen gehen müsste, hatte er nicht gedacht … Sicher, er zieht die Gesellschaft schweigsamer Menschen manchmal der seiner Mitschüler vor, er trägt gerne schwarz und fährt lieber langsam als schnell Auto. Und ja, durch den frühen Tod seiner Mutter hat er sich schon in jungen Jahren mit dem Sterben auseinandersetzen müssen. Trotzdem: ob der Job zu ihm passt? Er versucht es jedenfalls – nicht zuletzt, um Alice zu beeindrucken – und gerät in ebenso tragische wie witzige Situationen. Gerade, als Tom merkt, dass er vielleicht gar nicht so verkehrt ist in dieser Welt der Trauer und des Trostes, geschieht das Unfassbare: Sein bester Freund kommt bei einem Unfall ums Leben, nachdem er betrunken Auto gefahren ist. Im ersten Moment will Tom nichts mehr von seiner Arbeit wissen – und hält dann sogar die Ansprache auf Mikes Beerdigung. Tom lernt im wahrsten Sinne des Wortes einen todsicheren Job und findet dabei seinen Platz im Leben und vielleicht sogar die große Liebe … Hier könnt ihr schon mal einen ersten Blick auf die Filmbesetzung werfen. Im Herbst soll der Film zum Buch ins Kino kommen: http://www.filmstarts.de/kritiken/214377.html Vorraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde, das Posten der Leseeindrücke in den einzelnen Abschnitten und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension sind Autorin und Verlag sehr dankbar ! Ein großes Dankeschön an den Brendow Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Ich lese das Buch selbst und brauche daher 2 interessierte Mitleser, die Interesse haben, sich darüber auszutauschen, auch wenn ich aus zeitlichen Gründen hier nicht so posten kann. Mein Exemplar geht bei aureichendem Interesse als Wanderbuch auf die Reise. Interessenten am Wanderbuch tragen sich bitte oben ein ! Bitte bewerbt euch bis zum 29.07.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 30.07. im Laufe des Tages.

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    Smilla507

    Smilla507

    24. September 2013 um 12:24
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    cho-ice schreibt Von Anfang an fand ich es interessant, dass die AutorIN aus der Perspektive eines jungen MANNES schreibt - ich glaube, ich hätte immer das Gefühl, mich nie komplett in das andere Geschlecht ...

    Stimmt! Jetzt, wo Du es schreibst fällt es mir auch auf! :) Wirklich ungewöhnlich gut macht sie das.

  • ein gelungener Coming-of-Age-Roman!

    Besser als nix
    cho-ice

    cho-ice

    23. September 2013 um 19:11

    Der etwas exzentrische Tom hat gerade die Schule hinter sich und keinen Plan, was er beruflich machen soll. Der süßen Referendarin Sarah, nur wenige Jahre älter als er, ist es wohl zuzuschreiben, dass Tom bald beim Bestatter seines Dorfs eine Ausbildung beginnt – als Bestattungsfachkraft. Was zu Beginn eher wie ein schlechter Witz klingt (und seinem Vater, einem Ex-Fußballprofi, ganz und gar nicht zusagt), wird für Tom zu einem Befreiungsschlag. Wenigstens keine langweilige Routine! Doch wird er sich auf Dauer seinen eigenen Erfahrungen mit dem Tod stellen können? Und was geschieht, als der erste Mensch stirbt, der ihm wirklich nahesteht? „Besser als nix“ ist insgesamt ein wirklich schöner Roman, gut geschrieben und definitiv originell. Obwohl sich die Geschichte im Kern um einen Jugendlichen dreht, der vom Tod seiner Mutter traumatisiert ist und im Rahmen seiner Ausbildung ständig wieder mit dem Sterben konfrontiert wird, vermittelt sie sehr viel Hoffnung und Lust auf das Leben. An vielen Stellen ist der Roman sogar richtig witzig! Nina Pourlak gelingt es, in ihrem spannenden und berührenden Coming-of-Age-Roman nicht ins Seichte oder Pietätslose abzugleiten. Kein Wunder, dass sie dafür den C. S. Lewis-Preis gewonnen hat, denn „Besser als nix“ ist im besten Sinne unterhaltsam.  Der einzige Aspekt, der für nur 4 Sterne spricht: Der Glaube wird zwar immer wieder aufgegriffen, die Gespräche gehen jedoch am Kern vorbei. Hier hätte man noch mehr draus machen können, ohne dabei gleich die fromme Keule zu schwingen. Schade.

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  • Der Tod hat nicht das letzte Wort

    Besser als nix
    Smilla507

    Smilla507

    07. August 2013 um 18:21

    Tom trägt gerne Schwarz, hört gerne Gitarrenmusik, hasst Fußball und ist ohnehin ganz anders als die restliche Dorfjugend. Und er hat keine Idee, welchen Beruf er erlernen soll. Deshalb unternimmt die gutaussehende Referendarin Sarah mit ihm und einem Teil seiner Klassenkameraden einen Ausflug zum Arbeitsamt: Berufsberatung. Den Fragebogen füllt er wie folgt aus: „Ich will Anzüge tragen, das stell ich mir irgendwie vor, aber nicht in der Bank arbeiten. Ich würde gerne auch handwerklich tätig sein, etwas richtig bauen oder herstellen, aber nicht nur rackern. Im Büro sitzen, aber auch draußen unterwegs sein. Manchmal habe ich gerne mit Menschen zu tun wenn sie nicht so viel reden und ich auch mal meine Ruhe haben kann. Ich will etwas tun, woran ich glaube, etwas, das für die Menschen wichtig ist, und einen sicheren Arbeitsplatz, nix, was nächstes Jahr abgeschafft wird. Und ich will immer gerne einen Abschluss. Etwas, das auch Mal zu Ende geht, wo man sich das Ergebnis angucken kann.“ Als die Berufsberaterin Tom den Zettel mit dem Tätigkeitsprofil in die Hand drückt, kann er es erst einmal gar nicht fassen. Darauf steht: „Bestattungsfachkraft“! Doch Sarah motiviert ihn bei den Bestattungsfirmen anzurufen und sich vorzustellen. Und weil er Sarah imponieren will, macht er sich gleich ans Werk. Prompt hat er eine Zusage. Doch wie soll er das seinem Vater begreiflich machen, der ihn eher in einer Bank oder ähnlichem sieht? Überhaupt ist die Situation zwischen Vater und Sohn sehr angespannt, seit dem Tod von Toms Mutter... Das Cover des Buches macht einem nichts vor. Es zeigt, worum es geht: Um den Tod. Um Beerdigungen. Gräber. Tom hat schwer zu tragen an dem Tod seiner Mutter. Deshalb schreibt er eine Art Tagebuch und erzählt seiner Mutter darin, wie es ihm geht, was er so tut und dass er eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft macht; wie es dazu kam. Die ersten Seiten fand ich das ein wenig verwirrend, denn ich fühlte mir als Leser ständig angesprochen, wenn im Buch vom „Du“ die Rede war. Doch ich konnte mich rasch in diese sehr jugendliche, teilweise auch etwas zynische und ironische Schreibweise reinlesen. Nebenbei bekommt man noch einen Einblick in die Tätigkeit eines Bestatters, was ich sehr interessant fand. Tom lässt tief in seine Seele und Gedankenwelt blicken. Er hat viel zu verarbeiten. Nicht nur den schon erwähnten Tod seiner Mutter, sondern auch das zurückhaltende und desinteressierte Verhalten seines Vaters. Dann stirbt auch noch eine Person, die er sehr mochte. Er fängt an Gott und das Leben zu hinterfragen. Seine Ausbildung würde er auch am Liebsten an den Nagel hängen! Doch der Pastor, dem er berufsbedingt öfter über den Weg läuft, ist ein guter Seelsorger und kann ihm helfen, seine Trauer zu überwinden. Und zum Schluss gibt es auch fast so etwas wie ein Happy End, auch wenn natürlich offen bleibt, wie Tom sein Leben weiterhin meistert. Nina Pourlak hat für ihen Roman „Besser als nix“ den C.S. Lewis Preis bekommen, der alljährlich verliehen wird für Romanprojekte, die sich in herausragender Weise mit Perspektiven des christlichen Glaubens befassen. Das Buch soll angeblich dieses Jahr (2013) noch verfilmt werden. Ich bin darauf gespannt, wie es dem Regisseur gelingen wird, diesem großartigen Roman gerecht zu werden! Auch wenn er recht dünn ist mit gerade mal 158 Seiten, so steckt er doch voller Input und Emotionen. Ich würde ihn u.a. Jugendlichen empfehlen, die trauern und einen Verlust zu verarbeiten haben.

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  • Besser als nix! (Nina Pourlak)

    Besser als nix
    LieLu

    LieLu

    07. August 2013 um 14:11

    Brendow Verlag Die Autorin Nina Pourlak ist 35 Jahre alt und lebt sowohl in München als auch Berlin. Sie arbeitet als Drehbuchautorin und ist derzeit bei der Bavaria Film in München angestellt und wurde für einige Filmprojekte bereits auf verschiedenen Festivals ausgezeichnet. Besser als nix Tom, klein, dünn, blass, ist der typische Außenseiter, im Klassenverband, in der Schule, irgendwie auch zu Hause. Wegen der Röhrenjeans, die er immer trug, in schwarz natürlich, wurde er früher ausgelacht, jetzt tragen sie alle! Auch sein Kumpel Mike nimmt ihn nicht ernst, hält in vermutlich für seltsam, nur weil er mal mit Kajal experimentiert hat. Natürlich ist Tom auch seinem Vater, der unbedingt will, dass er eine gute Lehrstelle bekommt, ein Rätsel. Doch Tom will seinen eigenen Weg gehen, arbeiten im Autohaus oder bei der Post? Nichts für ihn. Als die Berufsberatung ihm dann auch noch den Tipp gibt, doch Bestattungskraft zu werden, traut Tom seinen Augen nicht. Nach einem Vorstellungsgespräch stellt er sich jedoch die Frage: „Wieso eigentlich nicht?“ und beginnt eine Ausbildung zum Bestattungshelfer, denn das ist besser als nix. Als dann jedoch ein tragischer Unfall passiert, steht für Tom die Welt Kopf. Doch seine Entscheidung steht fest: diesmal will er bei der Beerdigung dabei sein. Fazit Das Buch strahlt von Beginn an eine große Trauer aus, denn man kann förmlich mitfühlen, wie unverstanden und außenvor sich Tom fühlt. Der Leser steigt zu Beginn in den Gedanken Toms ein und findet so schnell heraus, wie er eigentlich fühlt. Interessant sind die kursiv gedruckten Passagen, von denen der Leser vermutet, dass es sich um Toms Gefühlswelt handelt, diese Textteile beinhalten jedoch Nachrufe, in welchen Tom direkt seine tote Mutter anspricht, deren Tod er nicht verkraftet hat. Erzählt wird aus der Perspektive des 18jährigen Tom, der den Roman in typisch jugendlichem Slang verfasst. Sein Lieblingsmensch ist scheint seine Oma zu sein, da er sie sehr oft besucht und auch oft von ihr spricht, sie ist zu Beginn die Einzige, die ihn versteht. Das Verhältnis zu seinem Vater ist gänzlich schlecht und man hat das Gefühl, dass dieser seinen Sohn für einen Versager hält. Dies ändert sich jedoch grundlegend im Verlauf des Romans. Als Hauptmotiv des Romans würde ich die Auseinandersetzung mit dem Tod wählen, nicht nur dass Toms Mutter an Krebs gestorben ist, was er noch lange nicht verarbeitet hat, sondern auch, weil Tom nur schwarz trägt und einen Ausbildungsplatz als Bestatter vorgeschlagen bekommt. Da er diesen auch annimmt, ist er tagtäglich mit dem Tod konfrontiert. Allerdings ändert sich dies zum Ende zu und aus dem düsteren, stillen und eher traurigen Roman wird ein etwas hellerer und flüsternder Roman. Im Grunde genommen ist es die Geschichte eines Außenseiters, der Bestattungshelfer wird und zurück ins Leben findet. Ein wunderbar, gefühlvolles und emotionales Buch, welches ich geradezu verschlungen habe.

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  • Rezension zu "Besser als nix" von Nina Pourlak

    Besser als nix
    Marion

    Marion

    15. April 2010 um 14:55

    Bei der Berufsberatung wird Tom verkündet, dass Bestattungsfachkraft der ideale Beruf für ihn sei. Weil ihm auch nichts anderes einfällt, wagt er den Versuch und bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz. Zitat: "Ich hätte nie gedacht, dass ich über Leichen gehen muss, um Karriere zu machen." Dieser schnodderige und flapsige Ton macht den Reiz des Buches aus. Unfreiwillige Komik, tragikomische Situationen und eine erste Liebe, die auch noch Konsequenzen nach sich zieht - dieses Buch ist nie langweilig. Es ist amüsant, absurd und locker weg zu lesen.

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