Nina Sankovitch

 4 Sterne bei 49 Bewertungen

Alle Bücher von Nina Sankovitch

Nina SankovitchTolstoi und der lila Sessel
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Tolstoi und der lila Sessel
Tolstoi und der lila Sessel
 (49)
Erschienen am 09.03.2012
Nina SankovitchTolstoy and the Purple Chair
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Tolstoy and the Purple Chair
Tolstoy and the Purple Chair
 (0)
Erschienen am 19.06.2012
Nina SankovitchSigned, Sealed, Delivered: Celebrating the Joys of Letter Writing
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Signed, Sealed, Delivered: Celebrating the Joys of Letter Writing

Neue Rezensionen zu Nina Sankovitch

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Federfees avatar

Rezension zu "Tolstoi und der lila Sessel" von Nina Sankovitch

Jeden Tag ein Buch zur Bewältigung von Trauer – funktioniert das?
Federfeevor 2 Jahren

Nina Sankovitch hat es geschafft, jeden Tag ein Buch zu lesen und darüber in einem Blog zu berichten – und das, obwohl sie eine Familie mit vier Kindern hat. Sie hat sich einen genauen Plan zurecht gelegt: die Lesezeiten geplant und die Seitenzahl auf maximal 300 beschränkt.

Und warum das Ganze? Vor drei Jahren war ihre geliebte Schwester an Krebs gestorben und Nina wurde mit der Trauer nicht fertig. Drei Jahre lang hatte sie auf der Überholspur gelebt, hatte ihr und das Leben ihrer Familie mit allzu vielen Aktivitäten gefüllt. Doch nichts half. Sie entkam dem Schmerz nicht und fühlte sich schuldig, dass SIE lebte und ihre Schwester nicht.

Zur Ruhe kam sie erst durch die Bücher, in die sie sich vertiefte und aus denen sie Weisheit schöpfte. Sie erkannte, dass sie dem Schmerz nicht ausweichen kann, sondern ihn in sich aufnehmen muss und wie wichtig Erinnerungen sind. Ihr wurde klar, wie heilsam es ist, zurückzuschauen und sich an die schönen Momente des Lebens zu erinnern, um Mut für die Zukunft zu schöpfen.

"Ich merkte, wie ich mich durch die Begegnung mit den verschiedenen Romanfiguren und den Konsequenzen ihres Handelns veränderte. Ich entdeckte neue Möglichkeiten, mit den Kümmernissen und Freuden des Lebens umzugehen." 169/170

Über die Bücher, die sie liest, erfährt man im Buch relativ wenig, sondern mehr über ihre Erinnerungen und die ihrer Eltern. Das fand ich langweilig und hätte mir mehr zu den Büchern gewünscht. Zitate zum Unterstreichen gibt es allerdings reichlich. Alles in Allem war ich etwas enttäuscht.

Das Umschlagcover ist hübsch, aber warum der Sessel braun und nicht lila ist, wie es der Titel nahe legt und warum dieser Titel überhaupt, weiß ich nicht ... 

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BuecherKaterTees avatar

Rezension zu "Tolstoi und der lila Sessel" von Nina Sankovitch

Nina Sankovitch: Tolstoi und der lila Sessel
BuecherKaterTeevor 2 Jahren

Nur drei Monate

hatte Nina Zeit, sich mit der tödlichen Krankheit ihrer Schwester zu befassen, nur drei Monate Zeit hatte die Familie noch mit der großen Schwester Anna - Marie.

Nina versucht in den kommenden Jahren der Trauer zu entkommen. Sie kümmert sich mit großem Aufwand um ihre große Familie und versucht allen über ihre Trauer hinwegzuhelfen. Sich selber rettet sie mit ihrem Aktionismus nicht.

Nach drei Jahren kommt Nina zu der Überzeugung, dass sie nicht vor der Trauer davonrennen kann. Deswegen entwickelt sie eine Idee:

Die Bücher sollen ihr helfen.

Nina, die mit Büchern aufgewachsen ist und mit ihrer verstorbenen Schwester in regem Austausch über Literatur stand wird in den kommenden zwölf Monaten täglich ein Buch lesen und auf ihrem Blog rezensieren, allerdings

"...mehr als 2,5 cm dick darf es nicht sein."

Nina Sankovitch hat mit ihrem Blog  "ReadAllDay.org" einen der erfolgreichsten Blogs in Amerika erstellt. In ihrem Buch "Tolstoi und der lila Sessel" erzählt sie, wie sie die Liebe zur Literatur und den Büchern, die ihre Familie schon seit ihrer Kindheit pflegt und auslebt, nutzt, um ihre tiefe Trauer zu bewältigen.

Das Buch strotzt vor Leseempfehlungen, die müssen aber gar nicht aus dem Buch herausgeschrieben werden, denn im Abspann wird eine komplette Bücherliste mitgeliefert. Es rührt sehr an, wenn Nina ihre Leseerlebnisse in die Reflexion um das Leben und Sterben, das alltägliche Miteinander und vielleicht auch das Entdecken des Sinns des Lebens verknüpft.

"Das Jahr, in dem ich jeden Tag ein Buch las, war mein Jahr im Sanatorium,"

sagt Nina Sankovitch in ihrem Buch. Dazu beigetragen hat ihre Familie, die ihr den Rücken freigehalten und auf manche Zuwendung verzichtet hat.

Mich hat die Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt. Der Tod kommt immer so plötzlich. Haben wir alles getan, um die verbleibende Zeit gut miteinander zu verbringen? Haben wir die Möglichkeiten genutzt um Positives zu bewirken? Mir ist aufgefallen, dass die Familie um Nina herum sehr aus dem "einander" - dem Miteinander und Füreinander existiert. Als Nina einem ihrer Söhne sagt, dass sein kleiner Bruder es gut habe, da er die Trauer noch nicht versteht, sagt ihr Sohn:

"Aber er hat Tante Anne - Marie nicht kennen lernen können, das ist für ihn sehr schade."

Ein kluger Junge..


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Keksisbabys avatar

Rezension zu "Tolstoi und der lila Sessel" von Nina Sankovitch

Bücher ersparen den Therapeuten
Keksisbabyvor 3 Jahren

Nachdem Tod ihrer Schwester verfällt Nina in blinden Aktionismus, als müsse sie ein Leben im Schnelldurchlauf führen. Genau drei Jahre geht das gut und dann merkt sie, dass sie etwas ändern muss. Aufgewachsen mit Büchern, sucht sie Halt und Kontemplation in ihnen. Ein Jahr lang setzt sie sich jeden Tag in ihren lila Sessel und liest ein Buch. Den nächsten Morgen schreibt sie über das Gelesene. Das erfordert eine Menge Organisation, wenn man Kinder hat und einen Haushalt um den man sich kümmern muss. Aber schon bald lernt sie aus den Geschichten und die Bücher kommen zu ihr und lehren sie über das Leben, aber auch mit ihrem Verlust umzugehen.

 

Manchmal findet man nicht das Buch, sondern das Buch findet einen. So erging es mir damit. Ziellos streifte ich durch die Regale meiner Bibliothek. Ich habe nicht einmal etwas zum Lesen gesucht, denn mein Körbchen war ohnehin schon wieder randvoll. Da griff ich nach diesem Werk und begann nur mal so die ersten drei Sätze zu lesen. Aus den ersten drei Sätzen wurden die ersten drei Seiten, wurden die ersten drei Kapitel. Es fiel mir schwer das Werk aus der Hand zu legen und so las ich dieses Buch an einem Tag durch und war mehr als bewegt von Ninas Reise durch die Literatur. Viele sagen, dass Bücher ja nur Fiktion seien und das richtige Leben außerhalb stattfindet, aber diese Buch zeigt eindringlich, dass Bücher auch therapeutische Wirkung besitzen. Ich bewundere Frau Stankovitch für ihr Durchhaltevermögen und ihr Organisationstalent. Gleichzeitig wurde auch mein Horizont erweitert, denn wie Nina die Lehren dieser Geschichten auf ihr Leben anwendet, ließen mich Bücher aus einem anderen Blickwinkel betrachten.  

 

Ich bin froh, dass dieses Buch mich gefunden hat und bin froh zu erleben, dass es noch andere Buchverrückte wie mich gibt. Auch wenn ich doch nie dazukommen würde ein Jahr lang jeden Tag ein Buch zu lesen, dazu habe ich einen viel zu großen Hang zu richtigen Schwarten und ich bin nicht schnell genug, als das 24 Stunden ausreichen würden.

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