Nina Schindler

 3.5 Sterne bei 120 Bewertungen
Autorin von Spinnenfalle, Die Schöne und der Boss und weiteren Büchern.
Nina Schindler

Lebenslauf von Nina Schindler

Nina Schindler wurde 1946, als Älteste von fünf Kindern geboren. Ihre Schuldzeit verbrachte Sie in Idstein im Taunus. Nach dem Abitur studierte sie Deutsch, Kunstgeschichte und Französisch an der Universität Gießen und arbeite anschließend als Lehrerin an einer Gesamtschule. Mittlerweile lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin zusammen mit ihrem Mann, ihren Kindern und deren Kindern.

Alle Bücher von Nina Schindler

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Spinnenfalle

Spinnenfalle

 (23)
Erschienen am 20.09.2010
Das Cape aus rotem Samt

Das Cape aus rotem Samt

 (6)
Erschienen am 01.10.2009
Mann oh Mann

Mann oh Mann

 (5)
Erschienen am 06.11.2006
Liebe mit Hindernissen

Liebe mit Hindernissen

 (4)
Erschienen am 09.02.2006
Jennys Pferdesommer

Jennys Pferdesommer

 (2)
Erschienen am 25.07.2005

Neue Rezensionen zu Nina Schindler

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Rezension zu "Das Cape aus rotem Samt" von Nina Schindler

Wie ein Cape zum Verwechslungsgrund (und plot twist) wurde
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Marguérite ist noch ein Kind als ihre Eltern an einer Diphterieepidemie starben. Mit ihnen verlor sie alles: ihre Familie, ihre Gouvernante, ihr Zuhause, ihre beste Freundin und ihr schönes Leben. Bei ihrem Onkel, der unter der Fuchtel seiner Frau steht, findet sie ein neues Heim, in dem ihr der Hass der Tante unentwegt das Leben schwer macht. Doch dann erfährt sie, dass ein reiches Kind entführt werden soll und macht sich auf den Weg, das Mädchen zu warnen - und wird dabei geradewegs selbst entführt.


Als wildes Buch aufgegriffen, war ich schon sehr gespannt auf das Buch, dessen Klappentext mir sehr zugesagt hat. Erst als ich das erste Mal reingeschaut habe, ist mir eigentlich klar geworden, dass es sich um ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch handelte, da die Seiten sehr groß und mit vergleichsweise wenig Text beschrieben sind. War jetzt aber an sich auch kein Problem - so konnte ich das Buch in kurzer Zeit durchlesen und hatte mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis, nachdem ich die letzte Zeit eher weniger zum Lesen komme.

Entsprechend des ersten Eindrucks war die Sprache des Buches tatsächlich relativ einfach gehalten. Dennoch zeichnet es sich durch eine Kleinigkeit aus, die ich persönlich eigentlich immer sehr nett finde: die Personen sprechen im entsprechenden Dialekt. Bremen als norddeutsche Stadt gehört in den Bereich, in dem besonders die in dieser Zeit herrschende niederere Bevölkerungsschicht eher Plattdeutsch spricht und so ist besonders bei Jörn der Dialekt vermehrt vertreten. Toll ist dabei der Effekt, als er sie zum ersten Mal bei ihrer Schweizer Arbeitgeberin besuchen kommt und dabei wegen seiner Aufregung immer mehr in den Dialekt verfällt, wie im Text selbst angekündigt wird. Auch die Gouvernante als Französin wird geschrieben wie man sie sich sprechen vorstellt. Das macht das Bild von den Menschen irgendwie klarer, realistischer und greifbarer. Es verrät schon viel über die Charaktere, ohne dass viel über sie gesagt wird. Ein wirklich schöner Effekt. Nur bei einer Person hab ich mich ein bisschen schwer getan, mir das Gesprochene im Geschriebenen vorzustellen und das war bei der Milchbäuerin:

"Jetzt setz dich an den Tisch und iss erst mal was. Das sieht ja ein Blinder mit 'nem Krücks-tock, dass du kurz vorm Verhungern büst. Und dat wollen wir doch nicht - hm?" (S. 143)

An und für sich vorstellbar, sie ist allerdings eher... inkonsequent dargestellt. An manchen Stellen kann man sich die Norddeutsche im Gesprochenen richtig gut vorstellen, auch der anderen Seite gefühlt eben nur so halb. 

Auch die Geschichte des Buches ist sehr einfach gestrickt. Es gibt keine großen Brüche, sondern man bleibt als Leser immer bei Marguérite, aus deren Perspektive gesprochen wird. Es sind ihre Gedanken, ihre Erfahrungen, ihre Geschichte die wir mitverfolgen. Es ist auf jeden Fall sehr konsequent. So erfahren wir beispielsweise was aus Jörn geworden ist erst, als Marguérite ihn das nächste Mal trifft, statt es aus seiner oder einer allwissenden Perspektive schon im Voraus gesagt zu bekommen. Dadurch erhält das Buch meiner Meinung nach eine einheitlich chronologische Linie, die es auch grundsätzlich (bis auf an einer Stelle, an der sie erzählt, wie sie in ihre Situation gekommen ist - der Tod der Eltern, der Verlust ihres Lebens,...) einhält. 

Allerdings ist die Geschichte auch sehr vorhersehbar und das Ende mir ein bisschen zu perfekt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade wesentlich jüngere Menschen als ich mit solchen Geschichten ein bisschen mehr anfangen können, weil sie einfacher zu verstehen sind - für mich war es ein bisschen zu reibungslos. Immer wenn es ein Problem zu geben scheint, ist die Lösung ganz einfach und liegt auf der Hand. Zufälle gehen miteinander einher und machen alles noch ein bisschen einfacher. Sie wird entführt und zufällig sind die Bedingungen um die Entführung so gestrickt, dass Jörn sie begleiten und sofort retten kann. Zum Beispiel. Der plot twist nach der Entführung war eigentlich ganz spannend, wenn auch hier mir alles zu einfach war. Die Milchbauern nehmen sie einfach auf. Die Gouvernante hat ganz schnell eine Alternative. Und so weiter. Sie baut sich ihr Leben nach oben wieder auf als wäre es das einfachste auf der Welt. Natürlich ist es schön für sie, dass es so ist. Für mich ist es nur ein bisschen unrealistisch und das Ende ein bisschen zu "happy" gewesen. 

Was ich wiederum sehr schön fand, waren die Zitate, die die Autorin in das Buch eingebaut hat. Sie alle haben irgendwie einen motivierenden Charakter. Einzig dachte ich, dass es nicht nötig gewesen wäre, zu Beginn eines jeden Kapitels ein neues Zitat zu bringen, weil es doch in gewisser Weise ein Bruch ist, der die Geschichte aus ihrem Fluss löst. Hier hätte ich wohl eher Sinnabschnitte gewählt, die durch Zitate miteinander abgetrennt sind, also nur alle paar Kapitel. Aber das ist vermutlich auch mehr Geschmackssache. 


"Das Cape aus rotem Samt" ist meiner Meinung nach eine nette Geschichte für Zwischendurch, die bestimmt auch für jüngere Menschen sehr, sehr gut geeignet ist. Sie ist sehr einfach gestrickt, es ist ein Einfaches, sich in die Handlung und die Charaktere hineinzuversetzen und auch wenn es für mich etwas vorhersehbar war, hab ich doch meine Freude daran gehabt.

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Sternenlicht_s avatar

Rezension zu "Help! Einbrecher!" von Nina Schindler

Ein Kinderkrimi in deutscher und englischer Sprache. Humorvoll, spaßig und spannend.
Sternenlicht_vor 3 Jahren

Inhalt:

Das junge Mädchen Lili verbringt seine Ferien bei ihren zwei Tanten in deren Villa im Wald am Teufelsmoor. Dort trifft sie ihre englischsprachige Cousine Frankie und erlebt mit ihr ein richtiges Krimiabenteuer.

Meinung:

Help! Einbrecher! ist ein lustiges, charmantes Buch für Kinder (ca. 9-14 Jahre) und Kinderbücher liebende Erwachsene. Das Cover und der Titel haben sofort mein Interesse geweckt. Die Geschichte ist spannend, witzig, mit vereinfachter Krimihandlung und schönen Illustrationen an den passenden Stellen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war eine kurze Lektüre von wenigen Stunden für zwischendurch. Die kurzen englischsprachigen Textpassagen habe ich sehr genossen, sie boten eine gewisse erfrischende Abwechslung. Diese Textstellen in Englisch wurden auch sinngemäß in Deutsch meist widergegeben, so dass Nicht-englischsprachige mit dem Buch keinerlei Schwierigkeiten haben. Zum Selberlesen oder auch Vorlesen ist das Buch super geeignet, denn die Sprache ist simpel, die Handlung leicht verständlich und die Illustrationen sind wirklich hübsch gestaltet. Fazit: Ein fröhliches, charmantes Buch, das Spaß macht. Bitte mehr davon!

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ducedas avatar

Rezension zu "Zickenalarm" von Nina Schindler

Ganz schön zickig!
ducedavor 4 Jahren

Inhalt

Drei sind definitiv eine zuviel! Das findet jedenfalls Linda, die schon seit Ewigkeiten mit Holle befreundet ist. Denn seit Alix aufgetaucht ist, die Neue in der Klasse, kennt Linda ihre Holle nicht wieder! Holle dagegen kann gar nicht verstehen, was Linda bloß hat – Alix ist doch supernett! Und Alix? Die hat eigentlich nur Augen für Nico, und den will sie weder Linda noch Holle kampflos überlassen

Meine Meinung

Das Cover finde ich zwar schön, aber ganz so gut passt es nicht zum Buch, weil die Geschichte nur von drei Freundinnen handelt und nicht von vieren, darauf hätte man doch sicher Rücksicht nehmen können.

Der Schreibstil war okay, das Buch ließ sich leicht, flüssig und sehr schnell lesen, es war alles verständlich und kurzweilig, und ich fand es gut, dass immer abwechseln aus Alix, Holles und Lindas Sicht erzählt wurde, so konnte man sich das Ganze besser vorstellen. Aber ich fand, dass die Geschichte viel zu abrupt angefangen hat und dass alles viel zu schnell ging, mir haben die Hintergrundinformationen gefehlt und ich hatte das Gefühl, dass das Buch nur so von einer Sache zur nächsten raste.

Die Charaktere fand ich wie alles andere auch okay, aber eben mit gewissen Mängeln, Erst mal fand ich die Namen nicht wirklich super, das tut zwar nicht viel zur Sache, aber ist trotzdem etwas, was ich bemerken möchte. Dann waren sie mir alle drei zu naiv, oberflächlich und pubertär, ich konnte zu keinem der drei Mädchen einen richtigen Zugang finden und sympathisch waren sie mir auch nicht immer, sie waren mir zu wenig detailliert und einfach zu wenig ausgefeilt, als dass ich mich mit ihnen hätte anfreunden können.
Das Buch insgesamt war schön, die Idee fand ich super umgesetzt und das Buch war abwechslungsreich und interessant. Doch trotzdem ging mir alles viel zu schnell, es wurden zu viele Probleme geklärt und es tauchten zu viele auf, als dass man sie auf den 160 Seiten zufriedenstellend hätte vertiefen können. Als das Buch fertig war, war ich total perplex, weil ich eigentlich dachte, es müsste noch ewig weitergehen, die Situation war nicht wirklich beendet und es blieben noch sehr viele offene Fragen zurück.

Ich fand das Buch im Großen und Ganzen okay, es war unterhaltsam und kurzweilig und da ich wahrscheinlich sowieso schon zu alt dafür bin, nehmen ich darauf Rücksicht, ich denke jüngeren Mädchen könnte die Geschichte trotzdem sehr gut gefallen und gebe dem Buch gute 3 Sterne

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Zusätzliche Informationen

Nina Schindler wurde am 17. August 1846 in Deutschland geboren.

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