Nina Schindler Das Cape aus rotem Samt

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Inhaltsangabe zu „Das Cape aus rotem Samt“ von Nina Schindler

Vom Schicksal geschlagen, ins Glück gefallen

Bremen um die Jahrhundertwende: Dreizehn Jahre lang hat Marguerite das Leben einer reichen Bremer Kaufmannstochter geführt. Über Nacht verliert sie alles, was sie liebt: ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre beste Freundin. Allein und mittellos muss Marguerite schuften, bis ihr die Finger bluten. Als sie zufällig mitbekommt, dass die Tochter des Konsuls entführt werden soll, will sie sie warnen. Eingehüllt in ein Cape aus rotem Samt wird Marguerite mit ihr verwechselt und selbst entführt. In letzter Sekunde gelingt ihr die Flucht. Plötzlich wendet sich das Blatt: Konsul Poggenpohl, der Freund ihres Vaters, wird als skrupelloser Betrüger entlarvt, und Marguerite erhält ihr Erbe zurück.

Nette und schön erdachte Geschichte, wenn auch der Plot etwas vorhersehbar war.

— sternblut

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  • Wie ein Cape zum Verwechslungsgrund (und plot twist) wurde

    Das Cape aus rotem Samt

    sternblut

    22. July 2017 um 23:35

    Marguérite ist noch ein Kind als ihre Eltern an einer Diphterieepidemie starben. Mit ihnen verlor sie alles: ihre Familie, ihre Gouvernante, ihr Zuhause, ihre beste Freundin und ihr schönes Leben. Bei ihrem Onkel, der unter der Fuchtel seiner Frau steht, findet sie ein neues Heim, in dem ihr der Hass der Tante unentwegt das Leben schwer macht. Doch dann erfährt sie, dass ein reiches Kind entführt werden soll und macht sich auf den Weg, das Mädchen zu warnen - und wird dabei geradewegs selbst entführt.Als wildes Buch aufgegriffen, war ich schon sehr gespannt auf das Buch, dessen Klappentext mir sehr zugesagt hat. Erst als ich das erste Mal reingeschaut habe, ist mir eigentlich klar geworden, dass es sich um ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch handelte, da die Seiten sehr groß und mit vergleichsweise wenig Text beschrieben sind. War jetzt aber an sich auch kein Problem - so konnte ich das Buch in kurzer Zeit durchlesen und hatte mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis, nachdem ich die letzte Zeit eher weniger zum Lesen komme.Entsprechend des ersten Eindrucks war die Sprache des Buches tatsächlich relativ einfach gehalten. Dennoch zeichnet es sich durch eine Kleinigkeit aus, die ich persönlich eigentlich immer sehr nett finde: die Personen sprechen im entsprechenden Dialekt. Bremen als norddeutsche Stadt gehört in den Bereich, in dem besonders die in dieser Zeit herrschende niederere Bevölkerungsschicht eher Plattdeutsch spricht und so ist besonders bei Jörn der Dialekt vermehrt vertreten. Toll ist dabei der Effekt, als er sie zum ersten Mal bei ihrer Schweizer Arbeitgeberin besuchen kommt und dabei wegen seiner Aufregung immer mehr in den Dialekt verfällt, wie im Text selbst angekündigt wird. Auch die Gouvernante als Französin wird geschrieben wie man sie sich sprechen vorstellt. Das macht das Bild von den Menschen irgendwie klarer, realistischer und greifbarer. Es verrät schon viel über die Charaktere, ohne dass viel über sie gesagt wird. Ein wirklich schöner Effekt. Nur bei einer Person hab ich mich ein bisschen schwer getan, mir das Gesprochene im Geschriebenen vorzustellen und das war bei der Milchbäuerin:"Jetzt setz dich an den Tisch und iss erst mal was. Das sieht ja ein Blinder mit 'nem Krücks-tock, dass du kurz vorm Verhungern büst. Und dat wollen wir doch nicht - hm?" (S. 143)An und für sich vorstellbar, sie ist allerdings eher... inkonsequent dargestellt. An manchen Stellen kann man sich die Norddeutsche im Gesprochenen richtig gut vorstellen, auch der anderen Seite gefühlt eben nur so halb. Auch die Geschichte des Buches ist sehr einfach gestrickt. Es gibt keine großen Brüche, sondern man bleibt als Leser immer bei Marguérite, aus deren Perspektive gesprochen wird. Es sind ihre Gedanken, ihre Erfahrungen, ihre Geschichte die wir mitverfolgen. Es ist auf jeden Fall sehr konsequent. So erfahren wir beispielsweise was aus Jörn geworden ist erst, als Marguérite ihn das nächste Mal trifft, statt es aus seiner oder einer allwissenden Perspektive schon im Voraus gesagt zu bekommen. Dadurch erhält das Buch meiner Meinung nach eine einheitlich chronologische Linie, die es auch grundsätzlich (bis auf an einer Stelle, an der sie erzählt, wie sie in ihre Situation gekommen ist - der Tod der Eltern, der Verlust ihres Lebens,...) einhält. Allerdings ist die Geschichte auch sehr vorhersehbar und das Ende mir ein bisschen zu perfekt. Ich kann mir vorstellen, dass gerade wesentlich jüngere Menschen als ich mit solchen Geschichten ein bisschen mehr anfangen können, weil sie einfacher zu verstehen sind - für mich war es ein bisschen zu reibungslos. Immer wenn es ein Problem zu geben scheint, ist die Lösung ganz einfach und liegt auf der Hand. Zufälle gehen miteinander einher und machen alles noch ein bisschen einfacher. Sie wird entführt und zufällig sind die Bedingungen um die Entführung so gestrickt, dass Jörn sie begleiten und sofort retten kann. Zum Beispiel. Der plot twist nach der Entführung war eigentlich ganz spannend, wenn auch hier mir alles zu einfach war. Die Milchbauern nehmen sie einfach auf. Die Gouvernante hat ganz schnell eine Alternative. Und so weiter. Sie baut sich ihr Leben nach oben wieder auf als wäre es das einfachste auf der Welt. Natürlich ist es schön für sie, dass es so ist. Für mich ist es nur ein bisschen unrealistisch und das Ende ein bisschen zu "happy" gewesen. Was ich wiederum sehr schön fand, waren die Zitate, die die Autorin in das Buch eingebaut hat. Sie alle haben irgendwie einen motivierenden Charakter. Einzig dachte ich, dass es nicht nötig gewesen wäre, zu Beginn eines jeden Kapitels ein neues Zitat zu bringen, weil es doch in gewisser Weise ein Bruch ist, der die Geschichte aus ihrem Fluss löst. Hier hätte ich wohl eher Sinnabschnitte gewählt, die durch Zitate miteinander abgetrennt sind, also nur alle paar Kapitel. Aber das ist vermutlich auch mehr Geschmackssache. "Das Cape aus rotem Samt" ist meiner Meinung nach eine nette Geschichte für Zwischendurch, die bestimmt auch für jüngere Menschen sehr, sehr gut geeignet ist. Sie ist sehr einfach gestrickt, es ist ein Einfaches, sich in die Handlung und die Charaktere hineinzuversetzen und auch wenn es für mich etwas vorhersehbar war, hab ich doch meine Freude daran gehabt.

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