Nina Simon

 3,3 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf

Nina Simon ist ein Multitalent: Sie war NASA-Ingenieurin, Slam-Poetin, Mystery-Game-Designerin und Museumsdirektorin. Sie ist Ashoka-Stipendiatin und Gründerin einer globalen Non-Profit-Organisation, die digitale Tools entwickelt, um Organisationen dabei zu unterstützen, inklusiver und nachhaltiger zu werden. Nina ist außerdem eine gefragte Autorin und Rednerin zum Thema Öffentlichkeitbeteiligung in Museen, Bibliotheken, Parks und Theatern. Über ihre Arbeit wurde bereits im Wall Street Journal, in der New York Times, bei NPR und auf der TEDx-Bühne berichtet. Nina ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen und lebt inzwischen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Bergen von Santa Cruz. »Der Mutter-Tochter-Mörder-Club« ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nina Simon

Cover des Buches Der Mutter-Tochter-Mörder-Club (ISBN: 9783365005569)

Der Mutter-Tochter-Mörder-Club

(11)
Erschienen am 25.06.2024

Neue Rezensionen zu Nina Simon

Cover des Buches Der Mutter-Tochter-Mörder-Club (ISBN: 9783365005569)
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Rezension zu "Der Mutter-Tochter-Mörder-Club" von Nina Simon

Havers
Drei Frauen auf Columbos Spuren

Wenn ihr auf der Suche nach neuem Lesestoff seid, schaut ihr euch auch manchmal die Empfehlungen von englischsprachigen Buchclubs an? Ich schon, weil ich immer auf der Suche nach Büchern bin, die noch nicht übersetzt sind.

Klassiker und anspruchsvolle Lektüre findet man in „The Queen’s Reading Room“, „Richard and Judy’s Book Club“ konzentriert sich auf Neuerscheinungen und stellt querbeet aktuelle Romane und Krimis/Thriller vor. Aber dann gibt es ja auch noch „Reese Witherspoon‘s Book Club“, in dem leichte Unterhaltung, nach der mir manchmal auch der Sinn steht, zu finden ist. Allerdings habe ich schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die dortigen Empfehlungen mit Vorsicht zu genießen sind, da sie bei mir eher selten ins Schwarze treffen, was mich aber nicht daran hindert, dann doch zu dem einen oder anderen empfohlenen Buch zu greifen. Auch „Der Mutter-Tochter-Mörder-Club“ war ein solcher Fall, beworben als „Cosy Crime mit Witz und starken Frauen“. Leider sollten sich aber meine Erwartungen bestätigen.

Lana Rubicon ist eine erfolgreiche Unternehmerin aus L.A., hat nach der Trennung von Mann und Tochter ein Immobilienimperium aufgebaut. Der Kontakt zu ihrer Tochter Beth kocht seither auf Sparflamme, aber es gibt Situationen im Leben, in denen man vertraute Menschen um sich herum benötigt. In Lanas Fall ist das die Krebsdiagnose mit nachfolgender Chemotherapie. Und so lässt sie sich dazu überreden, zu Beth, ausgebildete Krankenschwester, und deren Tochter Jack in das verschlafene Küstenstädtchen zu ziehen. Langeweile pur für die rekonvaleszente Lana.

Doch das Blatt wendet sich, als ihre Enkelin Jack bei einer ihrer Bootstouren eine Leiche entdeckt. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Mann keines natürlichen Todes gestorben ist. Die Ermittler haben keine weiteren Anhaltspunkte, sind aber auch wenig engagiert, und so bleibt es nicht aus, dass plötzlich Jack zur Hauptverdächtigen wird. Diese Situation weckt den Columbo weckt in Lana und Beth, war das Anschauen dieser TV-Serie doch eine ihrer wenigen Gemeinsamkeiten während ihrer familiären Vergangenheit. Und ganz im Stil des verhuschten Detektivs machen sich die Frauen daran, Jacks Unschuld zu beweisen und den wahren Mörder dingfest zu machen.

Versprochen wurde ein Kriminalroman, aber leider trifft diese Genre-Zuordnung nur in Ansätzen zu, da eigentlich durchgängig die Spannung fehlt. Ursache dafür ist die Konzentration der Autorin auf die Beziehungen innerhalb der Familie, insbesondere auf die Spannungen, die innerhalb dieser Dreierkonstellation auftreten. Mutter-Tochter, im Doppelpack, da gibt’s natürlich einiges an ungelösten Konflikten aus der Vergangenheit. Dies wird auch immer wieder gerne speziell von Autorinnen thematisiert. Aber Nina Simon betrachtet auch die allmähliche Wiederannäherung von Lana und Beth durch die Sorge um Enkelin/Tochter. Der Krimihandlung hingegen kommt so nur eine Nebenrolle zu. Man könnte nun einwenden, dass es den einen oder anderen Plot-Twist gibt. Stimmt, aber erfahrene Krimileserinnen können die eingestreuten Hinweise entsprechend interpretieren, so dass Überraschungen weitestgehend ausbleiben.

Cover des Buches Der Mutter-Tochter-Mörder-Club (ISBN: 9783365005569)
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Rezension zu "Der Mutter-Tochter-Mörder-Club" von Nina Simon

library_of_dennis
Interessanter Ansatz, aber zu langsam

Bei diesem Debütroman handelt es sich um Cosy Crime. Jedoch nicht in die eher lustige Richtung, sondern weil dieser Krimi langsam erzählt wird.

Er handelt von Lana, 57, Beth, 33 und Jack, 15. Großmutter, Mutter und Tochter. Lana, gut betucht, aus der Immobilienbranche, lebt in LA und zieht aufgrund ihrer Krebserkrankung zu Tochter und Enkelin zum Elkhorn Slough, einem Salzsumpfgebiet in Kalifornien. Eines Tages findet Jack beim Kajakfahren eine Leiche und wird von der Polizei selbst verdächtigt. Das will Lana nicht so stehen lassen und fängt selbst an zu ermitteln, um den wahren Mörder ausfindig zu machen.

Die Protagonistinnen sind echt toll geschrieben worden. Alle drei Frauen haben unterschiedliche Charaktere und es hat Spaß gemacht sie kennenzulernen. Das Verhalten untereinander und deren persönliche Geschichten nahmen sehr viel Platz ein, vor allem die Krebserkrankung von Lana.

Der Fall selbst war interessant, da viel von der Lokalität mit eingeflossen ist. Man lernt viel vom Sumpf und den Gegebenheiten kennen, auch was Ranches und Grundstücke betrifft. Die Story hat auch ein paar Überraschungen parat und das Finale war sehr spannend inszeniert.

Die Kapitel waren sehr unterschiedlich lang. Manche gingen lediglich über zwei-drei Seiten und andere waren um die zehn Seiten lang. Mir was das dadurch zu uneinheitlich und wirkte nicht sehr flüssig.

Mir war der Krimi leider zu langatmig bzw. zu langsam erzählt. Bei dieser Geschwindigkeit hätte es ruhig einige Seiten kürzer sein können. Grundsätzlich macht man mit diesem Krimi aber definitiv nichts falsch, wenn man Lust auf einen Familien-Ermittler-Team hat.

3,5 von 5 / 7 von 10
🛶🛶🛶🛶🛶🛶🛶

Cover des Buches Der Mutter-Tochter-Mörder-Club (ISBN: 9783365005569)
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Rezension zu "Der Mutter-Tochter-Mörder-Club" von Nina Simon

krimi_wahnsinn
Wenn Generationen ermitteln

Inhalt:
Für die erfolgreiche Immobilienmaklerin Lana Rubicon steht die Welt kopf, als sie ernsthaft Krank wird und pausieren muss. In dieser Zeit möchte sie sich bei Ihrer Tochter Beth und Enkelin Jack, die in einem verschlafenen Küstenstädtchen leben, erholen. Doch an Erholung ist nicht mehr zu denken, als Jack bei einer Kanu-Tour einen Toten findet. Die 15-jährige wird schnell zu einer der Verdächtigen, weil der Tote auf einer ihrer Touren gewesen sein soll. Jedoch kann Jack sich nicht mehr an den Mann erinnern. Natürlich können die Frauen das nicht auf sich sitzen lassen und stürzen sich in eine chaotische Ermittlung. Natürlich wollen sie den Schuldigen finden, doch dann kommt es zu einem weiteren Todesfall, der mit der ersten Leiche erst auf den 2. Blick zusammenhängt. Die Amateur-Detektivinnen folgen einer Spur, die sie schneller in Gefahr bringt als ihnen lieb ist.

Meinung:
Das Cover ist schon durch seine grellen Farben ein absoluter Hingucker und der Leser erkennt das Genre eigentlich sofort. Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, jedoch hat es mir manchmal an Dynamik gefehlt, da es teilweise mit den Ermittlungen nicht voranging. Die Charaktere empfand ich als sehr gut dargestellt, wobei Beth mir teilweise eher als Helikopter-Mutter im Gedächtnis geblieben ist. Schön fand ich aber den Zusammenhalt in der Familie, der nach und nach stärker geworden ist. Mit dem Ende habe ich ehrlich gesagt schon ein bisschen gerechnet, weil ich den Täter schon recht früh im Verdacht gehabt habe. Trotzdem empfand ich dieses Buch als eine spannende Lektüre, die eich euch gerne weiterempfehlen möchte.

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