Der Tag wird kommen

von Nina Vogt-Østli 
3,5 Sterne bei74 Bewertungen
Der Tag wird kommen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (40):
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Schöne Idee, spannend geschrieben.

Kritisch (13):
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So ein Quatsch! Und ich dachte es würde hier um das Thema Mobbing gehen...aber hier hat die Autorin sich wohl was zusammenfantasiert :D

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Inhaltsangabe zu "Der Tag wird kommen"

Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.
Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783649613862
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Coppenrath
Erscheinungsdatum:01.01.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Erstausgabes avatar
    Erstausgabevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne Idee, spannend geschrieben.
    Schöne Idee

    Anhand des Klappentextes hatte ich erst eine andere Geschichte erwartet.
    Trotzdem hat mich die Idee dann fasziniert und die Umsetzung sowieso. 4-Sterne deshalb, weil ich es wahrscheinlich nicht gelesen hätte, hätte ich anfangs gewusst, um was es tatsächlich geht. Trotzdem war ich dann plötzlich mittendrin und wollte nicht mehr raus. Wirklich gelungen.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr guter Jugendroman
    Wodurch wird ein Mensch böse?

    Jugendbücher sind in der Regel nicht mein bevorzugtes Genre.Bei diesem Buch hat mich die Leseprobe sehr neugierig gemacht. Der fünfzehnjährige Hans Petter hat kein leichtes Leben.Er lebt mit seiner Mutter zusammen,zum Vater hat er nur sporadisch Kontakt. Von seinen Mitschülern ,allen voran Andreas ,wird er ständig gemobbt.Er versucht ,obwohl sehr intelligent,schlechte Noten zu bekommen ,um nicht noch mehr aufzufallen. Eines Tages lernt er in einem Chatroom Fera kennen.mit ihr entwickelt sich ein intensiver Gedankenaustausch.Mit ihr kann er über alles reden,was ihm sonst nicht möglich ist.Das Besondere an ihr ist ,sie kommt aus der Zukunft.Sie eröffnet ihm Einblicke in sein Leben und vermittelt Erkenntnisse ,die er so nicht hatte. Von der weiteren Geschichte möchte ich nichts vorwegnehmen,um die Spannung zu erhalten. Fazit: Ein ungewöhnliches Buch ,was mich sehr nachdenklich zurückläßt. Buchtitel: Der Tag wird kommen

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    Ekcnews avatar
    Ekcnewvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein großartiger Jugendroman! Klare Empfehlung zum Lesen!
    Ein großartiger Jugendroman!


    Dieses Jugendbuch wird aus der Sicht von Hans Petter erzählt. Er ist 15 Jahre alt und hochbegabt. Seine Eltern waren nie ein Paar. Seinen Vater sieht er nur sporadisch. Hans Petter war auch nie bei seinem Vater zu Hause. Sie treffen sich meistens in Restaurants und Kneipen. Die Gespräche mit seinem Vater tun ihm gut. Hans Petter findet, dass er und seine Mutter sich überhaupt nicht ähnlich sind. Seine Mutter ist laut und auffällig und er hält sie für ungebildet. Er verbringt gerne gemütliche Fernsehabende mit seiner Mutter. Es wird sich ein Film ausgesucht, es gibt Knabbereien für Hans Petter gibt es Cola und für seine Mutter Wein. Er genießt diese Abende.

    Die Schule ist für Hans Petter der Alptraum. Er ist das Mobbing-Opfer von einer Truppe, von der Andreas der Anführer ist. Andreas ist von Natur aus groß und stark gebaut. Schon in der Grundschule entstehen die Probleme im Kontakt zu Andreas und auch in der weiterführenden Mittelschule kann sich er sich dem nicht entziehen. Es wird immer schlimmer, wenn er sich jemandem anvertraut, z.B. seiner Mutter, seinem Vertrauenslehrer Gunnar oder dem Psychologen. Am besten geht es ihm, wenn er sich möglichst unauffällig verhält. Er macht wenig Hausaufgaben, denn es könnte passieren, dass seine Hausaufgabe vor der gesamten Klasse vorgetragen würde, was nur wieder einen neuen Anlass für die Attacken von Andreas und seiner Truppe bedeuten würde.

    Hans Petter hat keine Freunde, er verbringt zu Hause viel Zeit an seinem Computer. Er kann sich z.B. stundenlang mit Computerspielen beschäftigen.

    Der Vertrauenslehrer Gunnar möchte, dass Hans Petter an einem Projekt mitarbeitet. Hans Petter möchte das jedoch nicht, das würde bedeuten, dass man auf ihn aufmerksam wird und das möchte er verhindern. Es gelingt ihm allerdings nicht. Das Projekt entpuppt sich als eine Art Gruppentherapie. Die Außenseiter aus seinem Jahrgang sind die Projektteilnehmer. Sie sollen offen in der Runde über die eigenen Probleme reden. Das funktioniert natürlich nicht so, wie sich das Gunnar vorgestellt hat. Hans Petter ist nur einmal dabei.

    Im Chat lernt Hans Petter Fera kennen. Sie weiß, wie er heißt, dass er wie sie auch 15 Jahre alt ist. Sie verrät nicht, woher sie ihn kennt. Hans Petter ist sich sicher, dass sich hinter Fera kein 15-jähriges Mädchen verbirgt, ist es Andreas?

    Immer wieder taucht Fera im Chat auf. Die Kommunikation mit ihr gefällt Hans Petter. Es entsteht eine virtuelle Freundschaft und er möchte gerne herausfinden, wer sie wirklich ist. 

    Fera schreibt aus der Zukunft. Sie erwähnt eine Katastrophe, die fast zum Auslöschen der Menschheit geführt hätte.

    Die Angriffe von Andreas und der Truppe werden heftiger. Eines Tages auf den Nachhauseweg von der Schule wird er von Andreas in den Dreck gestoßen. Der Fuß von Andreas steht auf seiner Schläfe und die Ankündigung, dass das noch nicht alles war.

    Zu Hause wird Hans Petter noch von dem Geständnis seiner Mutter überrascht: Seine Mutter und der Lehrer Gunnar haben sich ineinander verliebt. Hans Petter leert an dem Abend eine Flasche Wein und plant seine Rache. Am nächsten Tag muss er seinen Kater auskurieren. Er kann nicht verstehen, warum man Alkohol trinkt, wenn es einem anschließend so schlecht geht. Seine Mutter ist ihm nicht böse. Sie ist viel zu freundlich zu ihm.

    Es kommt der Tag, der das Leben von Hans Petter verändern soll.

    Ich finde diesen Jugendroman großartig! Der Spannungsbogen ist gut über das gesamte Buch verteilt, bis zum Schluß. Ein Buch, das sehr gut in die heutige Zeit hineinpasst und zum Nachdenken anregt. Die gesamte Gestaltung des Buches finde ich sehr gelungen!

    Klare Empfehlung zum Lesen!

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    S
    silencia86vor 3 Jahren
    Wenn man sich darauf einlässt ....

    Hans Petter ist ein typisches Mobbingopfer. Er wird von seinem "Erzfeind" Andreas tagtäglich schikaniert und gedemütigt. Doch dann lernt er via Chat Fera kennen, ein Mädchen, mit dem er sich unglaublich gut versteht und die erste, die wirklich einmal nett zu ihm ist.

    So weit so gut. Nach dieser Inhaltsangabe und dem Buchtitel dachte ich, dass Hans Petter irgendwann explodiert; mit Fera schlimmste Rachepläne schmiedet und alles in Tränen und Chaos endet. Doch weit gefehlt, denn Fera kommt aus der Zukunft. Eine große Katastrophe hat die Menschheit beinahe ausgelöscht und Fera möchte ein bisschen mehr aus der Vergangenheit erfahren.
     Das hat mich ganz schön überrascht und zu Beginn fand ich das so abwegig und komisch, dass ich das Buch am liebsten weggelegt hätte. Aber nach und nach entwickelt sich Beziehung zwischen den beiden zu etwas ganz Besonderem und man erlangt durch Fera einen objektiven "Blick von oben" auf unsere heutige Welt. Durchaus interessant und ebenso lehrreich.

    Angenehm fand ich die Charaktere in diesem Buch. Sie wirken alle sehr authentisch, haben einen ganz normalen Alltag und ich denke jeder Leser kann eine Person seines Lebens hier wieder erkennen. Dazu noch ein ein einfacher, flüssiger Sprachstil und man hat das Buch in einem Rutsch weg gelesen.

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    N
    Nessi0808vor 4 Jahren
    Mobbing?- Fehlanzeige

    Inhalt: Hans-Peter wird von Andreas gemobbt. Aus Frust flüchtet er in ein Chat, in dem er Fera kennenlernt. Fera behauptet, sie käme aus der Zukunft. Hans-Peter flüchtet immer mehr in den Chat und verändert sich total. Fera hat zudem ein Geheimnis, welches sie Hans-Peter erst am ENde anvertraut.

    Bewertung: Ein Person, der über längeren Zeitraum gemobbt wird, verändert sich nicht nur durch einen Chat. Des Weitern finde ich es total komisch, dass Hans- Peter sich durch den Chat mit Fera verändert.
    Das Buch ist nicht mein Fall. Es war zwar gut zum Lesen, aber thematisch hat es mich total enttäuscht.

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    Haihappen_Uhahas avatar
    Haihappen_Uhahavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: So ein Quatsch! Und ich dachte es würde hier um das Thema Mobbing gehen...aber hier hat die Autorin sich wohl was zusammenfantasiert :D
    Totaler Quatsch!

    Handlung:

    Hans- Petter wird in der Schule gemobbt. Hauptsächtlich von Andreas. Er flüchtet in den Chat mit Fera. Fera behauptet aus der Zukunft zu sein.

    Doch dann passiert was, was Hans- Petter ändert. Und der Leser erkennt ihn nicht mehr wieder.


    Fazit: So ein Quatsch! Und ich dachte es würde hier um das Thema Mobbing gehen...aber hier hat die Autorin sich wohl was zusammenfantasiert :D

    Es geht hauptsächlich und das was Fera Hans-Petter schreibt und darum ob er ihr Glauben schenken soll. Die ganze Geschichte wird immer absurder und ist relativ früh total vorhersehbar. Hans- Petter wir einem immer unsymphatischer und am Ende war er nicht besser als Andreas.

    Das Buch zu Lesen -> Zeitverschwendung!

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    D
    Dini98vor 4 Jahren
    Das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen ...

    Inhalt:

    Der 15-jährige Hans Petter ist hochbegabt und ein Außenseiter an seiner Schule. Er wird von seinen Mitschülern tyrannisiert und versucht, sich möglichst unsichtbar zu machen. Doch vor allem sein Klassenkamerad Andreas hat es auf ihn abgesehen. Er droht Hans Petter Prügel an und macht ihm das Leben zur Hölle.

    Seine einzige Freundin sieht Hans Petter in Fera, die er im Internet kennengelernt hat und die behauptet, aus der Zukunft zu stammen. Zunächst glaubt er Fera nicht, doch mit der Zeit muss er feststellen, dass ihr Kennenlernen kein Zufall war.

    Figuren:

    Schon von Anfang an konnte ich mich gut in Hans Petter hineinversetzten. Er ist ein Jugendlicher, der sich trotz seiner Reife nicht besonders stark von anderen Jugendlichen unterscheidet, denn auch er hat mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen: Sein Vater hätte ihn am liebsten abtreiben lassen, seine Mutter fängt eine Beziehung mit seinem Vertrauenslehrer an und dann ist da natürlich noch Andreas…

    Handlung:

    „Der Tag wird kommen“ ist ein lesenswertes spannendes Buch, aber leider wird es gegen Ende immer schwächer. Es wird unrealistischer und kommt total vom eigentlichen Handlungsstrang ab. Ein Geheimnis, das der Leser allerdings bereits zuvor erraten haben müsste, wird aufgedeckt und dann ist es zu Ende. Einfach so. An dieses etwas seltsame Ende könnte meiner Meinung nach auch kein zweiter Band anschließen, was schade ist.

    Stil und Sprache:

    Ist ein Mensch von Grund auf böse oder ist es seine Umgebung, die ihn zu dem macht? Diese und ähnliche Fragen wirft das Buch auf. Die Autorin erzählt mit einem packenden Schreibstil die Geschichte eines Jungen, in den man sich schon nach der ersten Seite hineinfühlen kann und ganz nebenbei pflanzt sie dem Leser noch interessante Zukunftsvisionen in den Kopf.

    Fazit:

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn das Ende leider alles andere als gelungen ist.

     

    Mehr Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://nadinemoench.com/

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    VeroNefass avatar
    VeroNefasvor 5 Jahren
    Eine unerwartete Geschichte, interessantes Thema aber leider Schwächen bei der Umsetzung

    Inhalt
    Hans-Petter hat es nicht leicht: Andreas, der Rowdy der Schule, hat ihn auf der Abschussliste und macht ihm das Leben zur Hölle. Demütigungen und Prügel gehören zum Alltag. Seinen Eltern leben getrennt und seiner Mutter will er sich nicht anvertrauen, aus Angst alles noch schlimmer zu machen. Die Freizeit verbringt er am Liebsten allein am Computer. Aber tief in seinem inneren weiß er, dass seine Zeit noch kommen wird. Irgendwann wird er es allen zeigen und bis dahin muss er nur überleben.

    Kritik
    Die Bewertung dieses Buches ist nicht einfach: Einerseits eine großartiges Idee, eine in weiten Teilen interessante und vor allem unerwartete Umsetzung eines brisanten Themas und andererseits ein derart unsympathischer Protagonist, dass man das Verhalten seiner Mitschüler fast nachvollziehen kann. Gerade für ein Buch, das ein Opfer von Gewalt als Hauptfigur hat, wäre es aber doch von Vorteil, wenn man sich in den Charakter hineinversetzen könnte. Aber Hans-Petter wirkt eingebildet, so von sich selbst überzeugt, dass es einen nur wundern kann, dass er sich überhaupt derart unterdrücken lässt, statt sich zu wehren. Zudem hält er sich für überaus klug, ist angeblich sogar hochbegabt, verhält sich aber eigentlich wie ein riesiger Idiot – und das ist nun wirklich nicht nur dem Alter geschuldet.
    Schade ist auch, dass die Geschichte hauptsächlich außerhalb der Schule spielt und so Hans-Petters Qualen kaum zum Ausdruck kommen. Vielleicht hätte ein etwas tieferer Einblick in seinen Schulalltag es vermocht mehr Sympathien zu wecken. Hin und wieder schafft es die Autorin dann aber doch dem Leser ein wenig Einblick in sein Seelenleben zur gewähren und ihn in einem anderen, traurigen, tragischen Licht erscheinen zu lassen, was nicht nur gut, sondern sehr nötig war um die Geschichte zu tragen.
    Trotzdem habe ich das Buch gerne und sehr schnell gelesen, da es – trotz dieses wirklich schwer zu verstehenden Protagonisten – sehr eingängig geschrieben ist und sich leicht weglesen lässt. Außerdem ist die Umsetzung des Themas, die Handlung des Buches so faszinierend, dass man gar nicht anders kann als herauszufinden, was dahinter steckt. Das Ende hingegen lässt einen nachdenklich, sprachlos, wütend und seltsam unbefriedigt zurück. Und das schadet dem Buch nicht – im Gegenteil. Gerade das macht seinen Reiz aus. Die große Frage nach dem “Was wäre wenn?”

    “Den Schulhof zu überqueren, ist immer gefährlich. [...] Ich wähle den kürzesten Weg, quer durch das dichteste Gewühl. Versuche, mich schnell zwischen den Cliquen durchzuschlängeln, ohne aufzufallen. 
    Ich bin mittlerweile ein bisschen paranoid. Wenn irgendwo gelacht wird, versuche ich herauszufinden ob sie über mich lachen.” (Seite 50)

    Fazit
    Eine etwas andere Art sich dem Thema “Mobbing” zu nähern. Auch wenn einem der Protagonist über weite Teile der Geschichte seltsam fremd, wenn nicht gar unsympathisch, erscheint, ist es ein Buch, das man lesen sollte. Die Herangehensweise ist ungewöhnlich und die Kernfrage des Romans eine sehr wichtige, die sich im Nachhinein wohl jeder stellt und jeder für sich selbst beantworten muss. Ein Buch, das nachdenklich zurück lässt, wenn auch auf ganz andere Weise als man das vor dem Lesen erwartet.

    Und mein ernst gemeinter Rat: Lest den Klappentext nicht. Ich weiß nicht WER den verfasst hat, aber mit dem Buch hat er so gut wie gar nichts tun.


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    KTeas avatar
    KTeavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Unbedingt bis zum Schluss durchhalten! Erst darin besteht der wahre Wert der Geschichte. Ich habe sogar das Ende zuerst gelesen.
    Ein Buch über Mobbing?

    Gleich zu Beginn weise ich darauf hin, dass diese Rezension ein SPOILER ist! Das heißt, der Ausgang des Buches wird verraten. Wer sich lieber überraschen lassen will, sollte nur bis zur Sternchenmarkierung lesen. Normalerweise versuche ich, das Ende eines Buches nicht zu verraten, doch in diesem Fall scheint es mir von Bedeutung zu sein.

    Meine Neugier auf Der Tag wird kommen hätte größer kaum sein können. Auf meinem Tisch im Konferenzzimmer lagen eine Leseprobe des Verlages und der Hinweis, das Buch sei neu für die Schulbibliothek angeschafft worden. Das Cover und der Klappentext haben mich gereizt, aber auch gleich konkrete Erwartungen in mir geweckt:

    Quelle: www.coppenrath.de
    "Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich eindreschen, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst. Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten - und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst, Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben."

    Darunter steht in roter Schrift:
    "Nach Janne Tellers Nichts ein neuer beeindruckender Jugendroman aus Skandinavien - ein erschreckendes Gedankenspiel, das einen so schnell nicht wieder loslässt."

    Im Rahmen der Autoreninfo über Nina Vogt-Østli findet sich außerdem die Informationen: "'Der Tag wird kommen' ist ihr erster Jugendroman und entstand noch vor den Breivik-Attentaten in Norwegen."

    Die Lektüre hat mich vorerst enttäuscht. So hart wie Cover und Klappentext vermuten lassen, ist der Inhalt nicht.
    Der Protagonist, Hans Petter (sic!), ist ein 15-jähriger Schüler. Seit seiner Kindheit wird er von seinem Klassenkameraden Andreas schikaniert. In der Unterstufe hat er noch versucht, sich gegen das Mobbing zu wehren. Hans Petters Mutter June stieg auf die Barrikaden, hat Lehrer und Eltern eingeschaltet und so versucht, dem Leiden ihres Sohnes ein Ende zu setzen. Doch dieser musste erkennen, dass all das Andreas und seine Freunde nur noch mehr angespornt hat. Nun ist Hans Petter in der "Mittelstufe", die er nach diesem Schuljahr beenden wird. Er hat gelernt, sich möglichst unsichtbar zu machen, bloß nicht aufzufallen. So hofft er möglichst uninteressant für seine Angreifer zu sein. Das hat auch einigermaßen funktioniert - bis sein Vertrauenslehrer Gunnar ihn zum Treffen einer "Projektgruppe" einlädt, und das auch noch vor der ganzen Klasse.
    Durch die vermeintliche Gunst des Lehrers wird Hans Petter wieder zum beliebten Opfer von Drohungen, weshalb er versucht, seinen Peinigern aus dem Weg zu gehen und hofft, nicht auf dem Heimweg abgefangen zu werden. Ironischerweise ist die von Gunnar gegründete "Projektgruppe" eine Ansammlung von Schülern, die er auf Grund ihrer Außenseiterrolle ausgewählt hat, um ihnen ein Forum zu bieten und sie bei der Selbsthilfe zu unterstützen. Der Lehrer meint, seinen Schülern dadurch helfen zu können, macht sich in ihren Augen damit aber eher lächerlich, da er dadurch für sie offenbar macht, dass er das Ausmaß des Mobbings nicht überschauen kann.
    Soziale Kontakte hat Hans Petter kaum. Die Mitschüler ziehen es vor, ihn zu meiden, schließlich will niemand selbst zur Zielscheibe von Gemeinheiten werden. Zu Hause vertieft sich der 15-Jährige sich in die Welt eines Computerspiels und verbringt die Abende mit seiner Mutter vor dem Fernseher, was er angesichts der Situation in der Schule genießt. Er ist überzeugt, intelligenter als alle anderen zu sein, selbst seine eigene Mutter betrachtet er als einfältig.

    Eines Tages wird Hans Petter von einer Unbekannten angechattet. Ihr Name ist Fera und sie scheint ihn zu kennen. Das lässt bei Hans Petter natürlich alle Alarmglocken klingeln, vor allem als Fera ihn nach Andreas Strømme fragt. Doch wie sich herausstellt, ist das Mädchen ungefährlich. Sie ist im gleichen Alter wie Hans Petter und die beiden verstehen sich nicht schlecht, doch Fera scheint verrückt zu sein: Sie behauptet, in der Zukunft zu leben, in Zeit, nachdem die Menschheit sich durch einen Krieg beinahe selbst ausgelöscht hat. Darüber kann der Schüler jedoch hinwegsehen. Die Freude, jemanden gefunden zu haben, mit dem er offen reden kann, überwiegt und er spielt dieses Spiel eine ganze Weile mit. Die Gespräche mit Fera lassen ihn seine Probleme zeitweise vergessen. Sie bestärken ihn sogar in dem Vorhaben, Andreas' Gewaltherrschaft ein Ende zu setzen und es gelingt ihm, den Schlägertypen beim liebevollen Schmusen mit einem Kätzchen zu filmen. Doch das scheint Andreas nicht großartig zu beeindrucken und Hans Petters Probleme sind damit nicht gelöst.
    Stattdessen kommen neue hinzu: June gesteht ihrem Sohn, dass sie und sein Lehrer Gunnar ein Paar sind, sein Vater macht die unüberlegte Bemerkung, er sei immer noch verärgert darüber, dass June sich nicht für eine Abtreibung entschieden und ihn so ungefragt zum Vater gemacht habe - was er nie sein wollte. In seinen Gesprächen mit Fera, dem geheimnisvollen Mädchen aus der Zukunft, spricht sich Hans Petter Mut zu und eines Tages bricht es aus ihm heraus.

    Der Tag wird kommen bringt viele Themen ins Spiel: Erwachsenwerden, Mobbing, Gewalt, die Probleme einer Patchwork-Familie. In Feras Berichten aus der Zukunft geht es außerdem um den Umgang mit der Natur und den Mitmenschen, um die ideale Gesellschaft und darum, was aus der Welt, in der Hans Petter lebt (in der auch der Leser lebt) wird/wurde. Dabei ist der Erzählstil teilweise sehr belehrend.
    Der Protagonist Hans Petter wirkt über weite Strecken unsympathisch und arrogant, was in seiner Opferrolle teilweise unverständlich scheint.
    Obwohl der Roman weitgehend vorhersehbar wirkt, sollte man ihn in jedem Fall bis zum Ende lesen, da erst dann sein eigentlicher Wert offenbar wird.

    ****************************************************

    Doch die Vermutung, Hans Petter werde in der Schule ein Blutbad anrichten, sich an Lehrern und Schülern für seine Leiden rächen, bewahrheitet sich nicht. Vergeblich wartet man auf die ach so vorhersehbare Rache an Andreas. Stattdessen lässt Hans Petter seine aufgestaute Aggression an Gunnar aus: Als dieser ihn wieder einmal vor der Klasse zum persönlichen Gespräch nach dem Unterricht einlädt, dreht der Schüler den Spieß um und stellt den Freund seiner Mutter bloß. Auf's Unflätigste beschimpft er ihn, fordert seine Mitschüler auf, auf ihre Mütter zu achten und gibt ihm den Spitznamen "Pervo-Gunnar", der in der Schule bald in aller Munde ist. Dieser Ausbruch bringt Hans Petter Andreas' Wohlwollen ein, ohne darauf abgezielt zu haben. Der einstige Feind präsentiert sich nun als Mitstreiter und Freund. Andreas stachelt Hans Petter noch am selben Tag zu einer Schmier-Aktion im Konferenzzimmer an: "Pervo-Gunnar ist scharf auf deine Mutter, deine Tochter und deine Hündin. Verrammelt die Türen und seid wachsam!", schreibt er an ein Plakat, das Andreas dann an die Pinnwand heftet.
    Von da an leben die beiden in einer fragwürdigen Symbiose. Andreas spielt sich als Freund auf, nutzt Hans Petter jedoch im Grunde als Werkzeug aus, um den unliebsamen Lehrer Gunnar fertig zu machen. Hans Petter hat das gleiche Ziel und fühlt sich durch Andreas endlich stark genug. Während Andreas Gunnar erst verprügeln will, überzeugt Hans Petter ihn schnell davon, den Freund seiner Mutter psychisch zu attackieren und sein Leben zu ruinieren: Er will den Vertrauenslehrer als Pädophilen hinstellen und ihn so zerstören. Bestärkt von Andreas und seinen Kumpels ist er es schließlich auch, der die Tat durchführt, obwohl er dabei bereits an seiner Idee zweifelt.

    Der Roman endet mit einer E-Mail von Fera, der es inzwischen gelungen ist, Hans Petter davon zu überzeugen, dass die Welt in der sie lebt, über 300 Jahre in der Zukunft liegt. Sie gesteht ihrem Freund aus der Vergangenheit, dass sie ihn ganz bewusst kontaktiert hat und eine Freundschaft mit ihm nie beabsichtigt war. Sie schreibt ihm, dass der Diktator, der die Menschheit in seinem Krieg beinahe vernichten wird, er ist und dass Andreas ihm dabei zur Macht verhelfen wird. Dann bricht sie den Kontakt zu Hans Petter ab.

    Erst im Anschluss an die Lektüre lässt sich die eigentliche Handlung überblicken: Beschrieben wird nicht ein Mobbing-Fall, sondern die Entwicklung einer Persönlichkeit - einer Persönlichkeit, die in ihrer Grausamkeit so weit geht, den Planeten Erde beinahe zu zerstören. Fera nennt den Diktator "ein[en] abgrundtief böse[n] Mensch[en]" (S. 238), der Leser kann das Böse, das in Hans Petter schlummert, nur erahnen. Wie verlockend diese Macht, die Fera ihm vorausgesagt hat, für das ehemals gepeinigte Mobbing-Opfer ist, lässt Nina Vogt-Østli offen und lässt somit Raum für Spekulationen, die sicher auch den Deutschunterricht bereichern können.

    "Ganz langsam beginnt sich eine Ruhe in mir auszubreiten.
    Ich weiß, wer ich bin.
    Ich habe Fera verloren. Aber die Zukunft gehört mir." (S. 240)

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    Cadizs avatar
    Cadizvor 5 Jahren
    Es kommt immer anders als man denkt...

    „Manchmal frage ich mich, wieso ich überhaupt noch zur Schule gehe. Nur um den anderen einen Gefallen zu tun? Damit sie jemanden fertigmachen können und sich selbst nicht so klein vorkommen? Es kostet viel Energie, nicht aufzufallen, nicht zu existieren. Ich habe tausend Dinge, für die ich meine Zeit besser verwenden könnte. Bücher lesen. Am Computer spielen. Filme gucken. Aber wer weiß. Vielleicht sind es genau diese Jahre, die mich das lehren, was im Leben zählt.“

    *~***********************************************~*

    Inhalt: Hans Petter ist ein Außenseiter und wird von seinem Mitschüler Andreas fertig gemacht. Hinzu kommt, dass sein Vertrauenslehrer ihn mit Gruppensitzungen nervt. Nicht schlimm genug, dass genau dieser Lehrer auch was mit seiner Mutter anfängt. Aber die Spitze ist, dass er im Internet ein Mädchen kennenlernt, das behauptet, aus der Zukunft zu sein. Hans Petter hält das für einen Scherz. Weiß gar nicht, wo er anfangen soll in seinem Lebenschaos und ahnt nicht, dass alles irgendwie miteinander zusammen hängt…

    Zum Buch: Die Geschichte lockt auf verschiedene Fährten und ist deshalb seltsam vorhersehbar unvorhersehbar. Erst denkt man, es geht vor allem um die Mobbing-Geschichte des Protagonisten, aber dann kommt noch diese skurrile Kennenlern-Sache mit dem Mädchen aus der Zukunft dazu und man fragt sich, was das denn nun eigentlich miteinander zutun hat. Bis am Ende dann der große AHA-Effekt kommt und man denkt: Wow.

    Das Buch lässt sich rasch lesen, ist kein bisschen langweilig, hat interessante Figuren- eigentlich alles da. Man mag auch die Hauptfigur, den sehr introvertierten Hans Petter, der irgendwie nicht so recht weiß, was er nun mit seiner Angst vor dem Täter tun soll. Er fühlt sich ziemlich im Stich gelassen. Von seiner Mutter. Und dem Vater. Alles nicht so einfach. Na, immerhin gibt es Fera, die ihm schreibt. Aber irgendwie scheint die ein Rad abzuhaben. Hans Petter mag ihr nicht so recht glauben. Nur- eine Freundin kann er gerade dringend gebrauchen, auch, wenn er diese wohl nicht kennenlernen wird, also so richtig. Stammt ja angeblich aus der Zukunft, die Gute. Die Chatgespräche der beiden sind gekonnt und unterhaltsam in die Story verwoben und spaßig, sind teilweise echt interessant, verrückt und machen nachdenklich.

    „Der Tag wird kommen“ punktet eindeutig durch seine Leichtigkeit, die aber trotzdem sehr stark ist. Mit wenig wird viel erzählt. Und das Ende ist einfach sehr gelungen. Ein tolles Buch!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    In ihrem Jugendroman "Der Tag wird kommen" beschäftigt sich die norwegische Autorin Nina Vogt-Østli mit einem gleichermaßen nachdenklichen wie wichtigen Thema. Wie kommt man als junger Mensch damit zurecht, wenn es zugleich Probleme in der Familie und der Schule gibt und man keinen Rückhalt hat? Ihr Buch erzählt die Geschichte vom 15-jährigen Hans Petter, dem es genau so ergeht.

    Mehr zum Inhalt:
    Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.

    Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten - und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.


    --> Leseprobe

    Wenn ihr diesen bewegenden Jugendroman lesen und erfahren möchtet, wie es mit Hans Petter weitergeht, habt ihr ab sofort die Möglichkeit, euch als Testleser zu bewerben. Unter allen Interessenten vergeben wir zusammen mit dem Coppenrath Verlag 25 Exemplare von "Der Tag wird kommen". Beantwortet für die Chance auf eines der Bücher einfach die folgende Frage bis zum 29. Januar 2014:

    Habt ihr in eurer Schulzeit selbst erlebt, dass einzelne Mitschüler eher Außenseiter waren und kaum Freunde hatten? Wie sind sie damit umgegangen und wie haben sich die Mitschüler & ihr selbst ihnen gegenüber verhalten?
    VeroNefass avatar
    Letzter Beitrag von  VeroNefasvor 5 Jahren
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