Dies ist ein solides veganes Grundkochbuch. Man findet alltagstaugliche Rezepte, die Einkaufsliste ist bei den meisten Gerichten ĂŒberschaubar, und die Zutaten sind weitgehend fast ĂŒberall erhĂ€ltlich. Besonders begeistert hat mich die groĂe Auswahl an Desserts und GebĂ€ck, denn gerade diese Themen werden oft in veganen KochbĂŒchern ein wenig vernachlĂ€ssigt. SĂŒĂes Backwerk aus rein veganen Zutaten, das empfinden viele als schwierig. Ich habe den Apfelkuchen mit Marzipan ausprobiert und als sehr lecker empfunden. Auch die WeihnachtsbĂ€ckerei war mit den Rezepten fĂŒr Vanillekipferl und MarmeladenplĂ€tzchen Ă€uĂerst erfolgreich, und die Zubereitung ist m. E. sogar einfacher als bei herkömmlichen Backrezepten.
Endlich habe ich auch ein richtig gutes Rezept fĂŒr veganen Kaiserschmarrn, und auf meiner To-do-Liste fĂŒr demnĂ€chst steht ganz oben der Cheesecake mit zimtigen BratĂ€pfeln. Auch der cremige Schokoladenpudding konnte mich begeistern, und die Autorin hat noch jede Menge an tollen Snacks auf Lager, nicht nur sĂŒĂ, sondern auch herzhaft wie die GemĂŒsemuffins, Crispy Tofu Sticks oder Flammkuchen-Herzen, wobei ich hier keine Herzen ausgestochen, sondern den Flammkuchen im Ganzen serviert habe. Das Rezept selbst habe ich unverĂ€ndert umgesetzt, und der Belag mit Hokkaido-KĂŒrbis und Cherrytomaten war sehr lecker.
Auch die Hauptgerichte haben viel Gutes zu bieten. Von den winterlichen Rotkohlrouladen habe ich mir bisher erst einmal die Bratensauce abgeschaut, denn sie lÀsst sich mit vielen anderen Gerichten ergÀnzen und schmeckt sehr gut. Diese Rotkohlroulade, ebenso wie die Wirsing-Roulade, die ebenfalls im Buch ist, wird demnÀchst auf jeden Fall auch ausprobiert.
Bereits gekocht und fĂŒr gut befunden habe ich die cremige Brokkolipasta und den Kartoffel-Hack-Auflauf sowie das schnelle Backofen-Risotto. Bei Letzterem wie auch bei einigen anderen Gerichten ist jedoch beim WĂŒrzen Vorsicht geboten, denn die Autorin verwendet gerne und oft Paprika rosenscharf und geht damit auch nicht gerade geizig um. Das Backofen-Risotto ist fĂŒr sechs Portionen gedacht, und hier verwendet die Autorin einen Teelöffel Paprikapulver rosenscharf. Ich habe das Rezept halbiert und nur eine Messerspitze des scharfen Paprikapulvers zugegeben, aber das war m. E. schon zu viel. Mein Mann isst eigentlich gerne etwas schĂ€rfer, aber hier war es ihm fast schon zu heftig. Ich selbst esse gar nicht gerne scharf und hatte schon zu kĂ€mpfen, denn auĂer SchĂ€rfe habe ich nichts geschmeckt. Ich habe das Gericht einige Zeit spĂ€ter noch einmal gekocht und das Rosenpaprika-Pulver durch mildes Paprika ersetzt. So hat es uns dann sehr gut geschmeckt.
Ich werde also kĂŒnftig vorsichtig sein, und wenn ich die Kichererbsen-Ratatoille ausprobiere, werde ich auf vier Portionen ganz sicher keine zwei Teelöffel Paprika rosenscharf zugeben! Hier scheint das Geschmacksempfinden der Autorin ein ganz anderes zu sein als mein eigenes. Aber letztendlich ist es fĂŒr mich kein Problem, Rezepte aus KochbĂŒchern nach eigenen Vorlieben abzuwandeln.
Was mir sehr zusagt, ist das Kapitel ĂŒber Salate. Hier gibt es verlockende Rezepte wie sommerlicher Brotsalat, griechischer Nudelsalat oder orientalischer Salat. Ich werde sie alle ausprobieren, denn schon die ganzseitigen Farbfotos lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und animieren zum Nachkochen.
Nicht unerwĂ€hnt lassen möchte ich auch das Kapitel mit FrĂŒhstĂŒcksideen. Hier findet man neben schokoladigen Baked Oats und MĂŒsli-Cupcakes auch Rezepte fĂŒr diverse FrĂŒhstĂŒcksbrötchen, die sehr einfach zuzubereiten sind und ein Fit-und-Gesund-Brot, das ganz ohne Mehl auskommt.
Es gibt viel zu entdecken in diesem Kochbuch, und ich werde es sicher hÀufig nutzen.






