Nino Haratischwili

 4,4 Sterne bei 542 Bewertungen
Autorin von Das achte Leben (Für Brilka), Die Katze und der General und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Deutsch-georgisches Gedankengut der Dramatikerin und Autorin Nino Haratischwili: Nino Haratischwili wurde 1983 in Georgien geboren und fühlte sich von Beginn an sowohl ihrer Heimat als auch Deutschland verbunden. Bereits im Alter von 15 Jahren gründete sie den deutsch-georgischen Theaterverein „Fliedertheater“. Sie schrieb und inszenierte Stücke für das Ensemble, die meist in Georgien und teilweise bei Gastspielen in Deutschland aufgeführt wurden. 2003, nach dem Abschluss ihres Studiums der Filmregie in Tiflis, verließ sie Georgien und das "Fliedertheater" und zog in ihre Wahlheimat Hamburg. Hier studierte sie bis 2007 Theaterregie an der Theaterakademie. Seitdem inszenierte sie mehrere Uraufführungen an bekannten Hamburger Theatern wie "Kampnagel" und dem "Thalia Theater". Nebenher schreibt sie weiterhin eigene Stücke. Ihr erster Roman erschien 2010. „Juja“ beruht auf einer wahren Geschichte und erzählt vom Potenzial der Literatur, Leben zu verändern. Er erhielt den Debütpreis des Buddenbrookhauses. Der Nachfolgeroman „Mein sanfter Zwilling“ wurde ebenfalls mit Preisen ausgezeichnet. 2014 erschien das dritte Werk „Das achte Leben (Für Brilka)“. Das Familienepos folgt sechs Generationen einer georgischen Familie. Haratischwili erhielt dafür unter anderem den Bertolt-Brecht-Preis und das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung, dass ihr Recherchen in Russland und Georgien ermöglichte. Mit "Die Katze und der General" steht sie 2018 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Neue Bücher

Cover des Buches Löwenherzen (ISBN: 9783548074917)

Löwenherzen

Erscheint am 01.10.2026 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Nino Haratischwili

Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)

Das achte Leben (Für Brilka)

(275)
Erschienen am 08.09.2017
Cover des Buches Die Katze und der General (ISBN: 9783627002763)

Die Katze und der General

(68)
Erschienen am 05.03.2020
Cover des Buches Das mangelnde Licht (ISBN: 9783627002930)

Das mangelnde Licht

(58)
Erschienen am 25.02.2022
Cover des Buches Mein sanfter Zwilling (ISBN: 9783442745500)

Mein sanfter Zwilling

(60)
Erschienen am 12.08.2013
Cover des Buches Juja (ISBN: 9783548287928)

Juja

(29)
Erschienen am 13.05.2016
Cover des Buches Das mangelnde Licht (ISBN: 9783548066707)

Das mangelnde Licht

(10)
Erschienen am 11.01.2024
Cover des Buches Löwenherzen (ISBN: 9783627003258)

Löwenherzen

(7)
Erschienen am 18.10.2024
Cover des Buches Mein sanfter Zwilling (ISBN: 9783548066714)

Mein sanfter Zwilling

(6)
Erschienen am 28.07.2022

Auf Georgienreise mit...

Nino Haratischwili ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Autorinnen Georgiens der Gegenwart. Sie fühlt sich ihr ganzes Leben lang sowohl Deutschland, als auch ihrer Heimat verbunden und wächst mit einem Band zu beiden Ländern auf. Als sie 2003 nach Hamburg zieht, beginnt sie, eigene Texte zu schreiben. In ihren Romanen verarbeitet Haratischwili häufig wahre Geschichten und eigene Erfahrungen in Bezug auf ihr Heimatland. Mit „Die Katze und der General“ steht sie 2018 sogar auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Und der Zeitpunkt könnte nicht passender sein, ist doch Georgien in diesem Jahr das Gastland der Frankfurter Buchmessse. Wir haben Nino Haratischwili zum Interview getroffen und ihr einige Fragen gestellt. Lest selbst:

Liebe Frau Haratischwili, was ist das schönste Feedback, das Sie von Lesern erhalten haben?

Ich fühle mich immer sehr demütig und irgendwie auch überfordert, wenn mir Menschen Persönliches erzählen – ob es ihre Familiengeschichten sind, an die sie durch mein Buch bzw. Texte erinnert wurden oder irgendeine Veränderung in ihrem Leben, die sie nach der Lektüre vollbracht haben. Auch die Tatsache, dass z.B. viele nach der „Das achte Leben“ Lektüre nach Georgien gereist sind bzw. noch reisen ist ein großes Geschenk.

Wann kommen Ihnen die besten Ideen?

Unterschiedlich, manchmal vollkommen unvermittelt, manchmal in völlig unpassenden Momenten, aber die kommen nie in der ersten Tageshälfte. Ich bin erst ab nachmittags so richtig „wach,“ davor funktioniere ich nur. Und die produktivste Zeit sind für mich die Abend- bzw. Nachtstunden. Das frühe Aufstehen war noch nie meins und wird es auch nie mehr werden.

Haben Sie ein Lieblingswort?

Im Georgischen verwende ich sehr oft das Wort „codoa,“ das im direkten Sinne „armselig,“ bedeutet, aber ich verwende es anders und zwar im Sinne von „rührend.“ Mittlerweile benutzen es auch einige meiner deutschen Freunde.

Welchen anderen Job würden Sie gerne für einen Tag ausüben?

Ich wäre gerne einen Tag lang eine Wissenschaftlerin, die an etwas Wichtigem forscht oder eine entscheidende Entdeckung macht. Da ich einen vollkommen unwissenschaftlichen Blick auf die Welt habe und für diesen Weg viel zu ungeduldig bin – würde es mich reizen etwas derart Entgegengesetztes zu tun.

Haben Sie für uns einen Tip für eine gute Fernsehserie?

Oh, da gibt es viele. „Game of Thrones“ natürlich, aber auch „House of Cards“ habe ich sehr genossen. „The Killing“ fand ich großartig. Momentan habe ich eine neue Krimi-Serie angefangen „Sharp Things“ – die bisher auch ziemlich vielversprechend zu sein scheint.

Welches Buch verschenken Sie gerne?

„Der Gott der kleinen Dinge“ hab ich schon öfters verschenkt, aber auch aktuelle deutschsprachige Bücher. Ich versuche die Bücher immer individuell auszusuchen, denn nicht jedes Buch passt zu jedem Leser. Und überlege mir im Vorfeld was der Mensch, dem ich ein Geschenk mache, an Literatur mag bzw. mögen könnte.

Wohin sollen wir unbedingt einmal reisen und welches Buch soll uns begleiten?

Oh, die Auswahl ist endlos. Wenn ich nach Indien reisen würde, würde ich auf jeden Fall die besagte Arundhati Roy mitnehmen oder „Mitternachtskinder“ von Rushdie, für Russland würde ich u.a. auch „Meister und Margarita“ empfehlen, für Kolumbien muss es Marquez sein, Philip Roth würde mich in die USA begleiten. „Vielleicht Esther“ von Katja Perowskaja würde ich jedem Ukraine-Reisenden ans Herz legen wollen… Es gibt so unendlich viele gute Bücher…

Gibt es etwas, was Sie gerne lernen würden?

Ich hätte nichts dagegen in Mathematik besser zu sein – Zahlen waren leider noch nie meine Stärke. Und ich wäre grundsätzlich gerne geduldiger.

Was ist das Besondere an georgischer Literatur?

Sie ist vielfältig und großteils noch ziemlich unentdeckt. Die moderne georgische Literatur ist ebenfalls sehr heterogen und sie kann einem definitiv dabei helfen einen Zugang zu dem Land zu bekommen.

Warum können wir uns auf die Buchmesse mit dem Gastland Georgien besonders freuen?

Ich denke und hoffe, dass die Georgier das Land mitsamt seiner Literatur so präsentieren werden, dass man Lust bekommt sie weiter zu entdecken, dorthin zu reisen, sie kennenzulernen und das lohnt sich ein für alle Male!

Ihr georgisches Lieblingsbuch:

Auch da gibt es viele. Von den Klassikern mag ich Iwane Dschawachischvili sehr, ein Autor, der leider den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen ist. Von den Gegenwartsautoren würde ich viele empfehlen können: Lasha Bugadze, Tamta Melaschwili, Archil Kikodze, Ana Kordsaia, etc Auch die georgische Lyrik, ist sehr intensiv und eigen. Die Lyriker der Künstlergruppe/Strömung „Die blauen Hörner“ sind großartig.

Ihr Lieblingsort in Georgien:

Die Vera und das Sololaki-Viertel sind ein Teil meiner Kindheit und haben demnach einen besonderen Stellenwert für mich. Überhaupt die Altstadt von Tbilissi bietet so viele Schönes, das man sich erschließen muss und das man entdecken kann. Es gibt nicht den einen Ort, eher sehr viele und das ist immer auch von der Stimmung abhängig, in der man grade ist.

Ihr Lieblingsort in Hamburg:

Ich liebe den gesamten St. Pauli Bereich und den Blick vom Park Fiction auf die Elbe. Da fühle ich mich immer sehr wohl.

Ein Satz über Ihr neues Buch:

Puh, das fällt mir schwer.

Ein Satz aus Ihrem neuen Buch:

Auch das überlasse ich gerne Ihnen.

Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie gemeinsam unternehmen?

Meine ganze Kindheit lang wollte ich Pippi Langstrumpf treffen und mit ihr zu großen Abenteuern aufbrechen. Ich fand Anika immer nervig und wünschte mir, ich wäre an ihrer Stelle :) Shabatt aus „Shabatts Theater“ hätte ich gerne irgendwo in einer New Yorker Bar getroffen. Der ist meine liebste „Antifigur“ und der Roman – einer der Größten des 20. Jahrhunderts.

Neue Rezensionen zu Nino Haratischwili

Cover des Buches Löwenherzen (ISBN: 9783627003258)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Löwenherzen" von Nino Haratischwili

Hubertus_Feldmann
Fünf Sterne – mit Diamanten

Eine Geschichte, die es schafft, in dunkle Zeiten Licht zu bringen und die Herzen zu erwärmen. Wer braucht nicht hin und wieder ein wenig Zuspruch und eine Geschichte, die gut ausgeht. Hier haben wir eine solche. Und das bemerkenswerte daran ist, dass diese Jung (ab etwa zehn Jahre, dann aber mit „Lesebegleitung“) und Alt zu begeistern vermag. 

Sie beginnt in den Slums von Dhaka (Bangladesch) und endet auch dort. Es ist berührend wie hier ein 8-jähriger Junge, Anand, mit Hilfe eines Stofflöwen, für dessen Augen er verantwortlich ist, sich in seiner Fantasie (im Gespräch mit dem Löwen) eine bessere Welt vorstellt und dies in einem Brief an den „Herrn Gott, in Oropa“ adressiert (im Wortlaut): „Meine Ma hat nemlich eine gute Arbeit bekommen, nur das Blöde ist, dass sie neun Monate weg sein muss […], sie geht in das ‚Haus der Freude‘ nach Deli. Aber wenn sie wiederkommt, haben wir ein nigelnagelneues Leben, sagt sie. Sie geht ihren Bauch vermieten. Und wir müssen jezd jezt beten, das jemand ihren Bauch mieten will.“ Was hier anklingt, steigert sich im weiteren Verlauf der Geschichte zu einem emotional anrührenden Höhepunkt. 

Wie überhaupt die gesamte Geschichte von „Wahrheiten“ und Emotionen lebt, die das Ungerechte nicht verschweigen, aber zugleich Lösungen und Hoffnungen anbietet. Auch wenn es nur ein Märchen, eine sehr gut erzählte Geschichte ist, so schafft es diese doch, sich mit einigen Problemen der Menschen zu befassen. Und immer ist es der „Löwe mit dem schiefen Auge“, dem es gelingt den jeweiligen Kindern beizuspringen, um erlebte Dinge zu erzählen, Verbindungen herzustellen und Hoffnungen zu wecken. Auf seiner „Weltreise“, die u.a. nach Deutschland, den Senegal und Spanien führt, sorgen die unterschiedlichsten Abenteuer dafür, dass die Verbindung zum Guten, trotz aller tragischen Momente, nie verloren geht. Ein Meisterwerk der Erzählkunst wie auch der Illustrationen.

(19.4.2026)

Cover des Buches Europa, wach auf! (ISBN: 9783627003357)
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Rezension zu "Europa, wach auf!" von Nino Haratischwili

Hubertus_Feldmann
„Dass wir uns auf das besinnen, was uns vereint“

Bereits die ersten Seiten dieser Sammlung von Essays und Reden der Autorin klingen wie ein Donnerhall, und rütteln an den Grundfesten der eigenen Vorstellungswelt. Es sind die hier gestellten Fragen, auf die es zunächst kaum befriedigende Antworten zu geben scheint, denn zu sehr hat sich „der Westen“ in seiner Selbstgenügsamkeit eingerichtet, auch oder gerade auf Kosten anderer, und weigert sich, wie ein störrisches Kind, die eigene Komfortzone zu verlassen, um für etwas einzustehen, was wie nie gefährdet erscheint: in Freiheit ein selbstbestimmtes Leben zu führen – unter Achtung der Freiheit anderer. Der Weckruf: „Europa, wach auf!“ ist allerdings nur der Auftakt zu einer sehr persönlichen, von den Erfahrungen der (in Georgien geborenen Autorin) geprägten Auseinandersetzung mit der aktuelleren Geschichte (Konflikte Russland-Georgien, um nur den wichtigsten zu nennen) und dem eigenen Leben in Übergangszonen: Wo gehöre ich eigentlich hin, was trennt, was vereint uns und wie können wir aus den je eigenen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen? 

Die Texte und Reden, die in den Jahren 2013 bis 2025 geschrieben bzw. gehalten wurden, geben einen guten Überblick über die Verfasstheit „der Welt“, hier heruntergebrochen auf die Dinge, die meist unter der Wahrnehmungsschwelle des Lebens bleiben, da sie sich im eher persönlichen Bereich abspielen. Sie bilden dennoch exemplarisch und anschaulich das reale Leben ab, das anfassbare und damit verstehbar(er)e Leben. Die vielfach ausgezeichnete Autorin schafft es mit ihren Texten den existentiellen Fragen auf den Grund zu gehen, sie auszuleuchten, und so zu diskutieren, dass man mitgehen, mitstreiten, ja, auch mitleiden kann. Manchmal in einer solchen Wucht vorgetragen, dass einem schwindelig wird oder man laut losschreien möchte, beispielsweise bei „Bürokraten“, die sich hinter ihrem Regelwerk verstecken (auch vor ihren eigenen Schwächen), und damit eine menschlich „vernünftigere“ Lösung verhindern – und sei es nur bei der Weigerung einen Studienausweis auszustellen: „Er sagt, ich könne kein Deutsch und solle einen Deutschkurs machen, ich sage: Sie hören doch, dass ich Deutsch kann, ich rede doch mit ihnen, hier, hier, sehen Sie mein Sprachattest, alles nach feinen deutschen Gesetzen erstellt und geprüft. Nein, es kann ja eine Fälschung sein, wissen Sie, der ganze Ostblock, dort ist man ja nicht gerade bekannt für … nun ja, Sie wissen schon. […] Und am Ende lerne ich: Deutsche Vorschriften gelten nicht für alle. […] Ich lerne: Manche Menschen können nur eine Sprache – die der Macht.“ So ihre Erfahrungen, im Jahr 2 ihres Lebens in Deutschland, 21 Jahre alt und voller Hoffnungen … Und schließlich im 11. Jahr: „[…], die Duldung ist aufgehoben, ich bin ein bisschen mehr willkommen, vielleicht habe ich lange genug bewiesen, dass ich doch nicht so ‚Ostblock‘ bin – denn ‚dort ist man ja nicht gerade bekannt für … nun ja, Sie wissen schon …‘.“

Dieser etwas länger Ausschnitt zeigt exemplarisch, wie man Leben unnötig einzwängen, an seiner Entfaltung behindern, es gar in seiner möglichen Vielfalt verhindern kann. Und man kann es auch so formulieren: Was wäre „uns“ (als Leser:innen) vorenthalten worden, hätte es die Autorin nicht geschafft, sich diesen Zwängen zu entwinden!? 

(12.4.2026)

Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
B

Rezension zu "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili

Barbara_Nelting
Licht und Schatten

Ein Buch, was allein durch seinen Umfang schreckt und entsprechend lang bei mir lag, bevor ich mich herangewagt habe. Tja, was soll ich sagen: Ich habe nicht bereut, es gelesen zu haben und vermutlich werden mich die lebensnah geschilderten Protagonistinnen und ihre Schicksale sowie wie vor allem ihre Welt (Georgien als Teil der Sowjetunion über das 20. Jahrhundert hinweg) noch lange begleiten. Auch mochte ich den teils poetischen Schreibstil und, wie alles miteinander verwebt war.

Mehr als 3 Sterne kann und mag ich dennoch nicht geben. Allzu sehr schimmerte durch die Geschichten aller beschriebenen Frauen ein Fatalismus, eine Tragik, eine Schicksalsergebenheit, die meines nicht ist und die ich der Autorin als Eigenschaft unterstelle. Ja, die Zeiten waren hart und schwierig. Ja, es gab Tod, Folter, Vergewaltigung, persönliches Unglück. Aber MUSS denn deshalb wirklich jede einzelne Person dieses Buches eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, gebrochen sein und fortan unfähig zu Glück, Selbstliebe, etc.? Ich finde: nein, und hätte mir in all dem Schatten mehr Licht gewünscht. Leider war es jedoch über all die mehr als 1200 stolzen Seiten des Romans so, dass, wenn man einmal glaubte, dass es jetzt endlich mal für eine der geschilderten Frauen ganz gut liefe, man sicher sein konnte, dass das Unglück nicht fern war, oft durch eigenes Zutun. Das ermüdet und nervt sogar mit der Zeit, und schmälert die unglaubliche Leistung der Autorin, über 100 Jahre georgischer und europäischer Geschichte mit berührenden, miteinander zusammenhängenden Einzelschicksalen zu verknüpfen, leider arg.

Gespräche aus der Community

Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen! Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor.

Heute möchte wir euch in unserer Buchverlosung
Nino Haratischwili mit ihrem nominierten Titel "Die Katze und der General" vorstellen. Mit etwas Glück könnt ihr eines von zwei Exemplaren von "Die Katze und der General" gewinnen!

Verratet uns heute am 22.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, warum ihr gerne das neue Buch von Nino Haratischwili lesen möchtet und landet somit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners!

Mehr zum Buch
Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. »Die Katze und der General« ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.



83 BeiträgeVerlosung beendet
-nicole-s avatar
Letzter Beitrag von  -nicole-
Nun habe ich das Buch gelesen - die atmosphärisch dichte Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Die Aution hat die anfangs scheinbar so losen Fäden gekonnt miteinander verknüpft. :) Meine Rezension gibt es auf meinem Blog und natürlich hier bei Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Nino-Haratischwili/Die-Katze-und-der-General-1563443246-w/rezension/1816806215/ Liebe Grüße Nicole

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