Nino Haratischwili Mein sanfter Zwilling

(33)

Lovelybooks Bewertung

  • 34 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(11)
(11)
(8)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Mein sanfter Zwilling“ von Nino Haratischwili

Eine Liebe, die nicht sein darf und die doch alles verschlingt.
Ivo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch, ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser fatalen Liebe und enthüllt dabei Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet.

Inspirierend, aber auch deprimierend...

— Vilja2013

Wieder ein WOW zu einem Ihrer Bücher. Ich war komplett gefangen in der Geschichte, in Ihrer Schreibweise, in Ihrer Erzählweise!

— Lilkakalilka

Ein melancholischer abgründiger Roman um Liebe, Verlust, Schicksal & Tod. Der Schluss hat mich mitgenommen in seiner Dramatik.

— simone_richter

Eine Geschichte voller Hass und Liebe. Es dauert etwas aber das Ende erklärt alles.

— buchhase

Ein verstörender Roman, der einen mit seinen Rückblenden und langsamen Enthüllungen in den Wahnsinn treiben kann.

— Marapaya

Bei diesem Buch wollte ich nach den ersten 100 Seiten nicht weiter lesen, weil ich Angst hatte dass es jemals vorbei sein könnte. Genial!!!

— Ronne

Stöbern in Romane

Lied der Weite

Was ist ein gelingendes Leben? Warmherziger Roman um diese Frage; Figuren, die man mit nach Hause nehmen möchte. Großartig!

alasca

Die Hauptstadt

Geistreich, ja, stellenweise amüsant, aber zu großen Teilen zäh und verzettelt. 3-4 Sterne.

Apfelgruen

Der verbotene Liebesbrief

Kein klassisches Buch von Lucinda Riley aber dennoch unglaublich fesselnd!

Miii

Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Eindrückliche Biografie über einer Kindheit zwischen Alkoholismus, Gewalt, Vernachlässigung, Geschwisterliebe, Freiheit und Träumen.

black_horse

Underground Railroad

Ein bedrückendes Buch, dass leider noch immer aktuell ist.

sofalxx

Und es schmilzt

Intensiv. Verstörend. Lesenswert. Die nüchterne Sprache und die emotionale Distanziertheit der Protagonistin bilden eine perfekte Symbiose.

Wiebke_Schmidt-Reyer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zu sanft, zu anders

    Mein sanfter Zwilling

    oberhuukeksi

    09. September 2014 um 19:35

    Der Schreibstil ist nicht schlecht, eher ganz im Gegenteil. Es ist nur so... ich konnte dem Thema und der Handlung nicht viel abgewinnen. Wie gesagt, super geschrieben etc., meiner Mama hat das Buch beispielsweise super gefallen, aber für mich war es gar nichts.


  • Rezension zu "Mein sanfter Zwilling" von Nino Haratischwili

    Mein sanfter Zwilling

    Wolkenatlas

    12. September 2012 um 12:01

    Abbitte? In der Literatur gibt es immer wieder Protagonisten, die man ungern privat auf einen Kaffee treffen möchte. Dennoch ist ein solcher Protagonist noch überhaupt kein Indiz dafür, einen schwachen Roman vor sich zu haben. Glaubhaft psychotische, hysterisch paranoide oder im Wahn sexbesessene literarische Akteure können genauso wichtig für die Literatur sein, wie der zerstoßene Kreuzkümmel in der indischen Küche oder Hmeli Suneli und Suluguni in der georgischen Küche. Im Zentrum des zweiten Romans der deutsch-georgischen Schriftstellerin Nino Haratischwili stehen ein Mann und eine Frau. Sie bereits verheiratet, mit Sohn, er ein, man denke positiv, sich herumtreibender Reporter. Stella geht es mit ihrer Familie vermeintlich gut. Dann taucht plötzlich Ivo auf, und es gibt leider nichts mehr, was Stella davon abhalten könnte, sich in Ivo zu verlieren. Und auch Ivo bleibt der Linie des Romans treu, ohne Skrupel nimmt er Stella. Das soll alles auf die große Leidenschaft hinauszielen. Narzisstisch und egoistisch soll ihre Handlungsweise womöglich sein, natürlich durch das gemeinsame Erlebnis der Jugendjahre heraufbeschworen. Allerdings scheint es im Verhalten der Protagonistin sowieso einige wirklich äußerst fragwürdige Problemstellen zu geben. Der Vorgesetzte Stellas wird einfach versetzt und weiter fallen gelassen, obwohl er sowieso bereits mehr Verständnis für Stella aufbringt als der überdurchschnittlich freundliche Vorgesetzte es je tun würde. Dass es Stella an einem Mindestmaß an Verantwortungsbewusstsein fehlt, ist dem Leser da aber längst mehr als klar. "Ich erwachte aus meinem komatösen Zustand mit einem dunkelblauen T-Shirt in der Hand und zog es mir über. Es erinnerte mich an meinen Mann, an mein Kind, daran, dass ich im Hier war, im Jetzt, und dass alles, woran sich mein Hirn gerade festklammerte, vergangen war. Ich atmete tief durch und zwang mich zu einem Lächeln, ich musste wieder Boden unter den Füßen spüren." Ein wenig später sitzt die Protagonistin mit der Bild ihres Sohnes in der Hand da, heulend, das Bild quasi als letzter Anker, bevor die ach so wilde Strömung sie ins Reich der so verbotenen Leidenschaft mitreißt. Prophylaktisches Selbstmitleid bereits hier, bevor es später im Raum dann immer schlimmer wird. Nach dem Heulen meldet sich Ivo zu einem Besuch an, und schon, kaum ist er etwas später eingetreten, wird das Leben der Stella ins Lächerliche gezogen. Spießig sei es, mit kleinen humoristischen Ausrutschern, zum Beispiel dem, dass inmitten der übermäßigen Spießigkeit eine unspießige Theke in der Wohnung vorhanden sein soll. Natürlich läuft das alles darauf hinaus, dass Stellas Mann ein absolut stinklangweiliger Spießer sein soll. Das macht es der Protagonistin vermeintlich leichter, in ein Verhältnis bzw. eigentlich nur einige, im Übrigen ungemein unschöne, Sexszenen mit Ivo zu flüchten. Stella scheint nicht in der Lage zu sein, ein Verhältnis zu führen. Ebensowenig scheint sie in der Lage zu sein, Mutter oder Ehefrau darzustellen. "Zu dritt fuhren wir im Auto meines Mannes zum Fußballplatz meines Sohnes. Von außen betrachtet schien das Bild zu stimmen, mit einer kleinen Ausnahme: Der Mann stimmte nicht ... Wie viel riskierte ich für eine vergangene, niemals irgendein Glück verheißende Beziehung zu einem Menschen, für die ich in den sechsunddreißig Jahren, die ich auf der Welt war, keinen Namen gefunden hatte." Langsam, Schritt für Schritt erweitert die Autorin den Blick auf die Vergangenheit; man erfährt, dass Stellas Vater mit Ivos Mutter ein Verhältnis hatte, Ivos Mutter durch Ivos Vater getötet wurde, Ivos Vater deshalb ins Gefängnis musste und dass Ivo daher bei Stellas Vater, denn auch Stellas Mutter entpuppt sich als eklatante, aber liebenswürdige Mutterversagerin, die in New York Karriere macht, die beiden Schwestern bleiben dank eigener Entscheidung in Deutschland beim Vater, zusammen mit Stella und ihrer Schwester aufwächst. Wer meint, das sei alles ein wenig konstruiert, dem pflichtet der Rezensent bei, allerdings hätte er damit auch keine Probleme, wenn er zumindest auch nur ganz kurz an die Leidenschaft zwischen Stella und Ivo glauben könnte. Das ist nämlich das größte Manko dieses eigentlich recht schmissig geschriebenen Romans, die fehlende Glaubwürdigkeit. Stellas Verhalten wirkt schlichtweg infantil und wenig geistreich, hysterisch labil und einfach gestört. Diese Störung wirkt allerdings aufgesetzt. Das Verhalten ihres Mannes, der ihr Chance um Chance einräumt, ihr die Möglichkeit einer Entscheidung gibt, wird weiter in Richtung Spießertum karikiert, damit das noch mehr Wirkung erreicht, werden die natürlich noch spießigeren Schwiegereltern auch mit ins Boot genommen. Soll das durch den Kakao Ziehen der Gattenfamilie der Protagonistin etwa Wind und Rückendeckung des Lesers erhaschen? Klischee folgt auf Klischee. Auch die Klischees wären verdaulich, wenn man auch nur ansatzweise daran glauben könnte, dass da zwischen Ivo und Stella wirklich diese "besondere Bindung" bestehen würde. Eine Bindung, die durch ein schweres Kindheitstrauma entstanden ist, die nur durch eine Art Triebhaftigkeit gebändigt oder in Zaum gehalten werden kann ... Im zweiten Teil spitzt sich alles in Georgien zu. Stella verlässt Kind und Mann, versucht mit Ivo in Georgien ein neues Leben zu beginnen. In diesem Teil kommen auch einige wirklich gute Passagen dieses Romans, der voraussehbar katastrophal endet. "Auf dem Boden sitzend, betrunken, erstickt in meinem Elend, in Selbstmitleid ertrinkend, fragte ich mich, warum ich es nie geschafft hatte, uns zu vergeben. Warum ich ihn nie um Verzeihung gebeten hatte, warum ich in dieser verdammten, klebrigen Schuld stecken geblieben war ..." Die Frage nach Schuld und Sühne ist natürlich ein ewiges Thema, bekanntlich kann Nichterwähntes zu Tragödien führen, wie auch absichtlich Erwähntes ein Menschenleben kosten kann. Das soll, wenn im Inneren herumgetragen, zu Tragödien führen. Das ist allerdings ein Thema, welches in der Literatur bereits unzählige interessantere und glaubhafte Lösungen inspiriert hat. Da müssen gar nicht nur die russischen Klassiker herhalten. Es ist relativ offensichtlich, was die Autorin mit diesem Roman wollte. Leider geht die Rechnung in den Augen dieses Rezensenten aber nicht auf. Zu dick, zu psychotisch, zu übertrieben gewollt dramatisch wird hier mit dem Pinsel aufgetragen, alles im Zeichen der vermeintlichen Leidenschaft, oder der noch vermeintlicheren Liebe; dadurch liegt eine dicke Farbschicht über den Worten, unter der dem Text der Autorin die Luft ausgeht. (Roland Freisitzer; 09/2011)

    Mehr
  • Rezension zu "Mein sanfter Zwilling" von Nino Haratischwili

    Mein sanfter Zwilling

    Buchhandlung_Thomas_Schmitz

    31. October 2011 um 23:19

    Stella ist sechs, als sie Ivo kennenlernt. Ihr Vater und seine Mutter haben ein Verhältnis. Das erste Mal verliebt sie sich in Ivo mit 6, das Geheimnis der Elternteile verbindet sie. Das zweite Mal als er neun war und aufhörte zu sprechen. Das dritte Mal geschah neun Monate später, als Ivo die ersten Worte zu Stella sprach und das vierte Mal, als sie ihn mit 15 beim Baden sah... Jahre vergehen. Ivo geht nach Kiel, wo er seinen Zivildienst leistet. Stella lässt sich treiben, geplagt von der Sehnsucht nach Ivo. Bis sie bei Abi endlich ein wenig Ruhe findet, sie beginnt zu studieren und entdeckt den Spaß am Leben und an sich selbst. Dann eine erneute Begegnung mit 22. Nach jeder Begegnung fühlt sich Stella hohl, hasst ihr Leben. Sie begegnen sich wieder, wohnen anderthalb Jahre zusammen, scheitern aber als Paar und Stella versucht, sich umzubringen. Jahre vergehen, Stella hat ihre Ruhe scheinbar bei Mark und ihrem gemeinsamen Sohn Theo gefunden, aber immer noch ist Ivo in ihrem Leben präsent... Stella und Ivo können nicht ohne einander sein, sind sie aber beisammen, endet es jedes Mal in Verletzungen und Schmerzen. Für Stella ist es immer klar gewesen, dass es allein ihre Schuld ist, dass sich die Eltern getrennt haben, Ivos Mutter erschossen wurde, ihr Vater dem Alkohol und immer jüngeren Frauen zusprach und nichts kann sie von dieser Schuld befreien. Auch nicht Ivos Versuch, in Georgien gemeinsam einem ähnlichen Schicksal nachzugehen. Das Buch entwickelt einen ganz eigenen Sog, zieht uns in eine Geschichte hinein, die sich zunächst zögerlich Schicht um Schicht vor uns aufblättert und sich letztendlich mit voller Wucht entfaltet. Eine gefühlsintensive Geschichte über Familienbande, die Abgründe der Liebe, über Schuld und Absolution, die tief berührt. (sandra rudel)

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks