Nis-Momme Stockmann Der Fuchs

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Inhaltsangabe zu „Der Fuchs“ von Nis-Momme Stockmann

Finn Schliemann rettet sich auf ein Dach, als die norddeutsche Kleinstadt Thule, in der er aufgewachsen ist, von einer gewaltigen Flut überrascht wird. Über den Trümmern seiner Heimat, unter einer gnadenlos brennenden Sonne und mit dem Lärm des sprudelnden Wassers im Ohr beschwört er die verdrängten Bilder seiner Kindheit herauf:

Finn hat einen toten Vater, einen behinderten Bruder und wenige Freunde. Einzig Tille, ein wachstumsgestörter Albino, Diego, ein fetter Junge, dem ein Zeh fehlt, und der für sein Alter riesige Baumann geben sich mit ihm ab. Als Finn eines Nachmittags in die Hände der örtlichen Rowdys zu geraten droht, tritt Katja auf den Plan und in sein Leben. Sie ist phantasievoll, selbstbewusst und mutig.
Die Geschichten, die sie sich ausdenkt und die die beiden in einem Buch festhalten, bereichern Finns Welt: Sie selbst sei Zeitreisende, Thule ein bedeutungsvoller mystischer Ort, eine Art Achse im Raum-Zeit-Gefüge, die von einer Gruppe von Männern – Agenten des 'Büros' – überwacht werde, um den Verlauf der Geschichte gemäß einer geheimnisvollen Agenda zu gewährleisten. Doch was als Spiel beginnt, dringt immer tiefer in ihr Leben: Sie entdecken Symbole auf Wänden, im Dorf lebende Männer tauchen auf 100 Jahre alten Fotografien auf, und Finns sprachunfähiger Bruder formuliert orakelhafte Hinweise. Katja treibt dieses Spiel auf die Spitze und landet schließlich in der Psychiatrie. Finn zieht sich zurück. Erst Jahre später, auf dem Dach gestrandet, greift er ihre Geschichten wieder auf. Denn Katja hat diese Flut kommen sehen.

Grandioser Auftakt mit einer phantastischen Gesellschaftskritik der am Ende mit zu vielen offenen Fragen endet.

— LeniLeseeule

Apokalypse in der norddeutschen Provinz

— Heldentenor

Fesselnde Geschichte, viel Stoff zum Nachdenken. Großartig!

— FrauGonzo

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  • phantastischen Gesellschaftskritik

    Der Fuchs

    LeniLeseeule

    22. May 2016 um 17:57

    In dem Buch der Fuchs von Nis Momme Stockmann geht es primär um den Untergang des Ortes Thule bei einer Springflut. In vielen Handlungssträngen auf unterschiedlichsten Zeit- und Raumebenen wird die Ursache für diesen Untergang gesucht. Es ist dabei jedoch nie ganz klar, was nur den Gedanken des Hauptprotagonisten entsprungen ist und was wirklich der Realität entspricht.   Stockmann gibt mit diesem Buch eine Gesellschaftskritik ab und impliziert, dass es so etwas wie den Zufall nicht gibt. Die unterschiedlichen Sprach- und Schreibstile ermöglichen es dem Leser den Figuren des Romans sehr nah zu kommen und verursachen immer wieder starke Emotionen. Gerade das macht den Roman so lesenswert.   Die unterschiedlichen Geschichten in diesem Buch werden bis zu einem gewissen Punkt immer weiter voran getrieben und vernetzen sich zum Teil miteinander. Am Ende bleiben jedoch zu viele Fragen offen.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Und am Ende bleibt nur ein Fuchs.

    Der Fuchs

    Heldentenor

    15. May 2016 um 11:03

    Kurz und unzureichend gesagt, wird über eine Jugend in der norddeutschen Provinz erzählt. Die in einer Akopalypse endet. Hervorgerufen von babylonischen Göttern. Und am Ende bleibt nur der Fuchs. Erschütternd sind Klarheit und Präzision der Sprache und Empfindungen des Haupterzählers - eines Außenseiters - im Gegensatz zur rohen Gewalt, dem Alkoholismus und dem Verfall der dörflichen Umgebung. Sämtliche Protagonisten, egal auf welcher Erzählebene, sind eigentlich Versehrte. "Du bist auf dich selbst angewiesen, um da rauszukommen, auf dich selbst, also auf den Menschen, dem du am wenigstens zutraust. Den man, wäre jemand anders, niemals um Hilfe bitten würde." Der Roman spielt auf verschiedenen Ebenen und man weiß eigentlich nie, ob die ganze Handlung nur in einem wirren Kopf stattfindet. Und am Ende sind viele Fragen offen, wunderbar. Die besondere Schönheit des Buches sind indes der extreme Anspielungsreichtum und die Assoziationen und Erinnerungen, die es bei mir weckte: genannt seien nur Oskar Matzerat, der Thule-Mythos, Hoffmannsthals Elektra ...

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  • Wahnsinnsgeschichte zwischen Sinnsuche und "Hirnfick"

    Der Fuchs

    FrauGonzo

    "Hirnfick", das Wort fällt im Roman ein paar Mal. Es beschreibt auch ganz gut, was dieses Buch mit dem Leser macht. Was ist real? Was der Phantasie Finns entsprungen? Kann man seiner Wahrnehmung trauen? Und was hat die eingeflochtene Geschichte der Götter Tiamat und Abzu mit all dem zu tun? "Der Fuchs" von Nis-Momme Stockmann gibt einen fortwährend Rätsel auf und das hat das Buch für mich zu so einem außergewöhnlichen Leseerlebnis gemacht. Lange hat mich kein Buch mehr so sehr zum Nachdenken gebracht. Die Handlung beginnt mit einem Katastrophenszenario: Ein Sturmflut hat das Heimatdorf Thule des Protagonisten Finn Schliemann verschluckt und eventuell auch den Rest des Landes. Die Story bildet den Rahmen für Finns Erinnerungen an seine Kindheit am Arsch der Welt, wo nichts passiert außer Schicksalsschläge. Ein toter Vater, ein behinderter Bruder, Außenseiterdasein, Zielscheibe der Dorfrowdys – Finns Leben plätschert trostlos bis deprimierend dahin. Bis Katja kommt. Plötzlich scheint alles in neuen Farben zu leuchten. Sie ist so anders und überzeugt: Thule ist nicht der Arsch der Welt, sondern der Ort, an dem sich der entscheidende Kampf zwischen Chaos und Ordnung entscheiden wird. Finn lässt sich immer tiefer in diese Phantasie hineinziehen, bis er - und der Leser - am Ende nicht mehr sicher ist, was Real ist und was Einbildung. Diese Erklärungen von Katja, sie sind so verlockend, denn plötzlich scheint alles Sinn zu machen. Hier liegt für mich das Hauptmotiv des Buches: Die Suche nach Erklärungen, das Bedürfnis, dem Leben Sinn zu verpassen. Es scheint alles so viel leichter zu ertragen, wenn man sich einbilden kann, die Dinge passieren nicht willkürlich, sondern aus einem bestimmten Grund. Warum ist Finns Vater damals mit seiner Familie an diesen trostlosen Ort gezogen? Die Frage stellt sich Finn immer wieder. Die Geschichte von Katja bietet eine Antwort: Weil Finn eine tragende Rolle im Kampf der Götter spielt. Hat sie Recht? Lesen!

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