Binti

von Nnedi Okorafor 
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
Binti
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Das neue Buch von Nnedi Okorafor erscheint am 1. Januar 2019 mit dem Titel "Binti" als Taschenbuch bei Cross Cult.

Neue Kurzmeinungen

hauntedcupcakes avatar

Toll geschrieben, wunderbare Charakterentwicklung. Und doch lässt es mich ratlos und verwirrt zurück...

R

Wundervoll! 😍 genialer Abschluss der Trilogie.

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Inhaltsangabe zu "Binti"

Die Sammlung der drei Novellen „Binti – Allein“, „Binti – Heimat“ und „Binti – Maskerade“.

Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Aber diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.
Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die Medusen hinter sich und Bintis Reise zwischen den Sternen lässt sie dieser Spezies näherkommen, als ihr lieb ist. Wenn Binti das Vermächtnis eines Krieges überleben will, mit dem sie nichts zu tun hatte, wird sie die Gaben ihres Volkes brauchen und die Weisheit, die sich in der Universität selbst verbirgt – aber zuerst muss sie es bis dorthin schaffen, lebendig.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959816564
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Cross Cult
Erscheinungsdatum:01.01.2019

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    Talliannas avatar
    Talliannavor 17 Tagen
    Eine seltsame Reise

    Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Aber diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.
    Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die Medusen hinter sich und Bintis Reise zwischen den Sternen lässt sie dieser Spezies näherkommen als ihr lieb ist. Wenn Binti das Vermächtnis eines Krieges überleben will, mit dem sie nichts zu tun hatte, wird sie die Gaben ihres Volkes brauchen und die Weisheit, die sich in der Universität verbirgt - aber zuerst muss sie es bis dorthin schaffen, lebendig. (Klappentext)


    Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.

    Als ich von diesem Roman erfuhr, wollte ich ihn unbedingt lesen, denn immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass es sich um „afrikanische Science-Fiction“ handeln würde und ich war neugierig, wie sich das auswirken würde.
    Tatsächlich ist es schwer in Worte zu fassen, aber die Geschichte fühlt sich anders an, vermutlich auch schon dadurch, dass Binti eine Himba ist. So interessant das ist, es hat mir doch den Zugang zu den Bräuchen und Eigenheiten, die beschrieben werden, erschwert. Das ist für mich kein neues Phänomen, habe ich es doch schon früher bei asiatischen Filmen und Büchern kennen gelernt. Trotzdem fällt es mir schwer, das Buch vorbehaltlos zu mögen, denn mir gefällt nicht, wie ihre Familie und ihr Stamm mit Binti umgeht, nur weil sie lernen möchte und deswegen ihre Heimat verlässt. Da kocht in mir schon mal der Zorn auf und ich mag gar nicht weiter lesen.

    Die Story selbst ist überhaupt nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hat und ich weiß immer noch nicht, ob mir der gewalttätige Unterton in der Geschichte gefällt oder nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es plausibel finde, dass Binti sich so schnell mit jemandem anfreundet, der ihr so viel genommen hat.
    Des Öfteren habe ich das Gefühl, dass die Handlung zu hastig erzählt wird und dabei einige erklärende Dinge herausgefallen sind. So habe ich bis zum Schluss ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben, das aber gar nicht erwähnt wurde.
    Mir fehlt auch der Hintergrund, so z. B. in was für einer Welt lebt Binti? Es wird erzählt, die Seen ihrer Heimat seien ausgetrocknet, aber warum? Wie sieht es jetzt auf der Erde aus? Selbst die nähere Umgebung ihrer Heimat wird nur erwähnt, aber nie wirklich beschrieben. Infodumping ist immer schlecht, aber ich mag es nicht, wenn es zu wenig Informationen gibt.
    Auch das Ende war für mich ein wenig unbefriedigend, denn irgendwie hat sich ja nichts wirklich an der politischen Situation geändert.

    „Binti“ verfolgt eine spannende Idee, die leider für mich nicht ganz nachvollziehbar umgesetzt wurde. Dieses Buch ist auf jeden Fall anders, als andere Science-Fiction Literatur und ist es wert, gelesen zu werden und sich eine eigene Meinung darüber zu bilden.

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    hauntedcupcakes avatar
    hauntedcupcakevor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Toll geschrieben, wunderbare Charakterentwicklung. Und doch lässt es mich ratlos und verwirrt zurück...
    Binti

    Inhalt
    Als erste ihrer Familie, als erste ihres Volkes überhaupt, wird Binti an der Oomza Universität, einer der besten Schulen der Galaxis angenommen. Um dorthin zu gelangen, muss sie jedoch mit ihrer Familie, ihren Freunden, ihrer Tradition brechen. Denn Himba, wie Binti eine ist, verlassen ihre Heimat nicht. Doch die Aussicht auf all das Wissen, das dort draussen auf sie wartet, bringt die junge Frau dazu, sich nachts davonzustehlen und eine Reise ins Ungewisse anzutreten. Auf dem Flug nach Oomza wird das Raumschiff von den Medusen angegriffen - einer Spezies, die seit jeher im Krieg mit den anderen steht. Sie sieht ihren Tod schon als gewiss - aber sie hat nicht damit gerechnet, dass ihre Andersartigkeit als Himba auch mal ein Vorteil sein kann...

    Meine Meinung
    Schon lange wollte ich mich an ein Buch der Autorin wagen, sie sprechen mich alle an! Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir Binti "reingezogen". Das Buch besteht aus drei Kurzgeschichten, die bereits alle einzeln als eBooks erschienen sind - bisher hatte ich diese aber noch nicht auf dem Radar. Der Schreibstil ist etwas eigen, sehr bildhaft, und lässt sich dennoch gut und flüssig lesen. Definitiv mal was anderes.

    Binti ist gehört dem Stamm der Himba an und ist die Tochter eines angesehenen Harmoniemeisters. Als solche soll sie eines Tages sein Vermächtnis antreten. Dass sie dank ihrer grossen mathematischen Begabung an der Oomza Universität auf einem fremden Planeten angenommen wird, freut ihre Familie zwar, aber als Himba hat sie ihr Heimatdorf nicht zu verlassen. Also beschliesst Binti, sich gegen die Tradition zu stellen und schleicht sich des Nachts davon. Gemeinsam mit anderen Schülern reist sie an die Oomza Akademie - doch ihr Schiff wird angegriffen, und Binti als einige der einzigen nicht getötet. Die Medusen, quallenähnliche intelligente Wesen, wollen auch die junge Frau töten, aber sie haben die Rechnung nicht mit Binti und ihrer Begabung gemacht...

    Speziell. Dieses Wort umschreibt "Binti" wohl ganz gut. Einerseits bin ich verliebt in den Schreibstil, das Setting, gewisse Charaktere, all das Neue, das es zu entdecken gibt. Andererseits bin ich verwirrt. Sehr verwirrt. So viel Mathematik, so viele Eigenwörter (was Otijze ist, weiss ich mittlerweile, aber was Okuoko ist, ist mir bereits wieder entfallen, bevor ich mir das einprägen konnte), so viel. Einfach ein wenig zu viel, denke ich. Auch für einen Sci-Fi-Roman ist es ein wenig too much, ist es doch auch mit Fantasy gespickt, mit Intrigen, mit Brutalität und Krieg. Ich habe mich nicht immer zurecht gefunden und erst recht nicht immer wohl gefühlt bei dieser Geschichte.

    Setting
    Die Schauplätze von "Binti" sind zum einen Bintis Heimat, ein Ort am Rand der Wüste Namib auf der Erde, andererseits die Oomza Universität, die auf einem eigenen, viel kleineren Planeten untergebracht ist. Auch lebende Raumschiffe hat das Buch zu bieten, wobei mich diese noch mehr verwirrt haben.

    Das Setting und Worldbuilding hat mir im Grossen und Ganzen aber sehr gut gefallen! Interessante Rassen und Wesen, schöne Schauplätze, knifflige Technik. Alles was das Sci-Fi-Herz höher schlagen lässt.

    Charaktere
    Binti ist ein ganz normales Mädchen, zumindest zu Beginn der Geschichte. Ihre Entwicklung ist wirklich ausserordentlich. Ich schätze Bücher mit guter Charakterentwicklung sehr, und hier kann "Binti" definitiv punkten!

    Die anderen Protagonisten waren vielschichtig, interessant, manchmal grausam, manchmal unterhaltsam. Ich möchte nicht zu viel verraten hier, schliesslich will ich nicht spoilern und niemandem den Spass am Entdecken der Geschichte und seiner Bewohner nehmen. Nur so viel: Die Charaktere haben mir gut gefallen!

    Fazit
    Ein gelungenes Worldbuilding, eine Unmenge an fremder Kultur und ausgefallener Rassen, vielschichtige Charaktere, die sich stets weiterentwickeln - all das bietet "Binti". Und dennoch - zu 100% konnte mich das Buch nicht überzeugen. Zu viele Fragezeichen in meinem Kopf, zu viel Verwirrung, zu wenig erklärt. Ja, "Binti" lässt mich ratlos und zwiegespalten zurück...

    3.5 Sterne

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Science Fiction mal anders

    Ihr wisst, ich liebe Science-Fiction-Geschichten, die von der Norm abweichen. Die neues Terrain sondieren. Sei es in Form einer Hauptfigur, die nicht dem klassischen Null-Acht-Fünfzehn-Schema entspricht oder Aliens, die nicht einfach nur ein bisschen anders aussehende Menschen sind. Nnedi Okorafor ist in der Scifi-Szene schon seit geraumer Zeit ein Name, der beide Punkt verspricht. Interessante Hauptfiguren und interessante Aliens. Überhaupt, interessante Ansätze, was das Thema Scifi betrifft. Mit „Binti“ hat sie eine geniale Novelle abgeliefert, die den Leser in eine Welt entführt, die den Menschen der industrialisierten westlichen Länder selbst fremd ist, weil sie weit weg ist. Afrika. Nicht irgendein Afrika sondern das Afrika des Himba Volkes, das die meisten Leute, die wie ich in einer kleinen Blase der heilen Welt leben, höchstens von Bildern kennt und aus Beschreibungen wie „das sind die, die sich mit Erde ihre Haut rot einreiben“. Da merkt man schnell, dass man selbst als Vielleser von vielen Dingen Null Ahnung hat. Und genau deswegen braucht es Schriftsteller, die nicht weiß und hetero sind, sondern durch ihre eigenen ethnischen Zugehörigkeiten einen Blickwinkel in die Geschichten bringen, die den meisten weißen Lesern bisher verborgen geblieben sind. Es wundert mich nicht, dass viele Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe sich selten in der Kultur repräsentiert fühlen. Sie werden kaum repräsentiert. Ein Captain Kirk war ein männlicher Weißer. Lang hats gedauert, bis auch Frauen Hauptrollen bekamen, in denen sie nicht nur das Dummchen von nebenan waren. Genauso wie eine Nichelle Nichols durch ihre Rolle als Lt. Uhura in Star Trek ganze Generationen von nicht-weißen Frauen inspiriert und repräsentiert hat, weil sie nicht die Dienstmagd oder die Sklavin war sondern einen militärischen Rang inne hatte und ein Teil der Brückencrew der Enterprise war.


    Ja, wir brauchen Diversity in der Kultur. Wir brauchen Vorbilder und Idole für alle ethnischen Gruppen, damit alle Menschen sich mit etwas identifizieren können. Binti ist so eine Figur. Nicht nur, dass sie Afrikanerin ist, nein, sie ist auch noch Teil einer kleinen Untergruppe mit einer ganz eigenen Kultur. Sie weiß, was sie möchte und sie kämpft nicht nur gegen die Traditionen und Beschränkungen innerhalb dieser Gruppe und ihrer Familie sondern auch gegen die allgemeine Einstellung der restlichen Welt gegenüber den Himba. Auf den nur 90 Seiten dieser Novelle schafft Nnedi Okorafor es, den Leser in eine Welt zu entführen, die irgendwie ein Teil unserer Welt ist aber irgendwie auch wieder nicht. Eine Welt, in der Raumfahrt weit fortgeschritten ist und dieser Fortschritt mit Tradition kollidiert. Eine Welt, in der eine junge Frau für sich Entscheidungen treffen muss, die sie nur auf einen von zwei Wegen lenken können. Binti ist mutig. Sie ist klug. Und sie lehnt sich gegen Traditionen auf, wohl wissend, dass sie nach einer möglichen Rückkehr ein Außenseiter ist. Sie wagt den Schritt in eine Welt, in der sie ebenfalls ein Außenseiter ist, weil sie die erste ihres Volkes ist, die überhaupt je zu den Sternen reist.


    Nichts geht dabei so glatt, wie es soll. Und Binti findet sich schnell in einer Situation, die wohl jeden anderen Menschen ebenfalls überfordert hätte. Doch sie macht das Beste, sie gibt nicht auf und erreicht damit etwas, was zuvor noch niemand erreicht hat.


    All das geschieht auf nur 90 Seiten in einer Sprachgewandtheit und einem Erzählstil, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.


    Fazit:
    Leider konnte ich keine deutsche Ausgabe finden. Das Taschenbuch fand aber nach langer Zeit endlich seinen Weg zu mir und ich musste es nochmal lesen, um es hier vorzustellen, denn von Autorinnen wie Nnedi Okorafor, die mit althergebrachtem brechen und dabei dem Leser zeigen, dass es soviel mehr gibt, als das was uns Bücher und Filme bisher gezeigt haben, muss es mehr geben. Es soll andere inspirieren, outside-of-the-box zu denken. Es soll Lesern zeigen, dass SciFi kein rein westliches, weißes Genre ist, sondern Menschen auf der ganzen Welt inspiriert und zusammenführt.


    Auf nur 90 Seiten stellt Nnedi Okorafor das Denken der typischen SciFi-Leser auf den Kopf und das ist absolut hervorragend.

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    Roebbevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wundervoll! 😍 genialer Abschluss der Trilogie.
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