Nnedi Okorafor Wer fürchtet den Tod

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Inhaltsangabe zu „Wer fürchtet den Tod“ von Nnedi Okorafor

Der Debüt-Roman von Nnedi Okorafor, der Autorin des Überraschungserfolgs „Lagune“, verbindet Fantasy mit afrikanischer Kultur und schafft so ein Endzeit-Abenteuer der Spitzenklasse.

In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu (dt.: Wer fürchtet den Tod) auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter.

Wie der erste Roman wieder ein Fantasy-Highlight der besonderen Art.

— Kugeni

Ein sehr ungewöhnliches Buch, dass auf jeden Fall lesenswert ist.

— Vivi300

Schwer zu fassende Charaktere

— raveneye

Eine ungewöhnliche Mischung aus Fantasy und Zukunftsvision

— TamiraS

Wenig Fantasy, viel Realität

— marpije

Die Zerissenheit eines Kontinents Afrika, in magischen Worten erzählt.

— dicketilla

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  • Wer fürchtet den Tod

    Wer fürchtet den Tod

    abetterway

    19. November 2017 um 10:32

    Inhalt:"In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu (dt.: Wer fürchtet den Tod) auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter."Meinung.Leider konnte ichd as buch nur quer lesen, da es mir von Anfang an nicht gefallen. Die Charaktere sind für mich nicht stimmig. es ist irgendwie zu dunkel, zu düster, zu erschreckend gewesen. Leider!Fazit:Leider konnte ich mit der Geschichte nichts anfangen.

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    • 1723
  • Ein sehr ungewöhnlicher Roman.

    Wer fürchtet den Tod

    Vivi300

    26. September 2017 um 15:38

    Onyesonwu - Wer fürchtet den Tod?Inhalt:In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu (dt.: Wer fürchtet den Tod) auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter.Mein Fazit:Dieses Buch bereitet gesellschaftsrelevante Themen in einem beeindruckenden und zu Teilen eigenartigen Setting auf. Rassismus, Hass, strikte Hierarchie und die Rolle der Frau darin und noch viele andere spannende Dinge werden hier porträtiert.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, aber was mir am allerbesten gefallen hat, andere Leser aber eventuell von dem Buch abschrecken lassen könnte, ist die wundersame Verarbeitung fantastischer Elemente. Es ist halt alles eher dezent gehalten. Mich konnte das Buch von Anfang an mitreißen. Auch Onyesonwu, die Protagonistin, ist wohl beinahe so wundersam, wie das Buch. Ich fand sie sehr sympathisch und habe mit ihr mitgefiebert. Ihr Eifer und ihre Liebe zu ihrer Mutter haben mich sehr beeindruckt. Insgesamt finde ich das Buch wirklich sehr gelungen, man muss sich aber wirklich auf die Geschichte einlassen. Negativaspekte, die in anderen Rezensionen angesprochen werden, kann ich zum Teil doch nachvollziehen (Die Fantasy-Elemente seien viel zu schwach ausgeprägt gewesen; Onyesonwus Antrieb sei nicht immer nachvollziehbar gewesen etc.).Dennoch kann ich es wärmstens empfehlen ;)

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  • Wer fürchtet den Tod

    Wer fürchtet den Tod

    Ayda

    24. September 2017 um 18:48

    Bewertet mit 4,5 SternenInhalt:In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu (dt.: Wer fürchtet den Tod) auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter.Meine Meinung:Auf die Autorin bin ich durch das Buch "Lagune" aufmerksam geworden,das in Buchforen gezeigt wurde. Daher war ich sehr interessiert an "Wer fürchtet den Tod". Die Autorin beschreibt hier eine Welt und Gesellschaft, in der Gewalt und Machtkämpfe an der Tagesordnung sind,es geht vor allem ums nackte Überleben. Themen wir Rassismus,Hass,Abwertung, die Rolle der Frau in afrikanischen Ländern,um Hoffnung, Liebe und Tod. Der Schreibstil ist sehr flüssig und schön zu lesen. Manchmal fand ich es zu detailliert und es zog sich etwas in die Länge. Insgesamt ein sehr besonderes Buch, in das die Autorin  viel Wissen und aktuelle Themen aus Krisenregionen mit einbringt. Es gibt auch brutale Szenen,die einen nicht unberührt lassen,zumal es Bezug zur Realität gibt und diesen Gedanken hatte ich immer im Hinterkopf. Die Hauptprotagonistin Onyesonwu war mir sehr sympahtisch,vor allem die Liebe zu ihrer Mutter hat mich sehr gerührt. Ich fand das Buch sehr besonders und finde es wichtig,dass AutorInnen über diese Zustände sensibilisieren und Themen angesprochen werden,die man lieber verdrängen möchte.Auch wenn der Fantasy bzw. Dystopieaspekt nur wenig aufkommt,es in der Mitte ein wenig Längen gab, habe ich "Wer fürchtet den Tod" gerne gelesen und würde mich freuen, mehr von der Autorin lesen zu dürfen. Von mir gibt es 4,5 Sterne und ich danke dem Crosscultverlag, vor allem auch die wundervolle Gestaltung des Covers :) Lagune und Das Buch des Phönix stehen schon auf meiner Wunschliste.

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  • Leserunde zu "Wer fürchtet den Tod" von Nnedi Okorafor

    Wer fürchtet den Tod

    Cross-Cult_Verlag

    Die Postapokalypse in Afrika - eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction!Die nigerianisch-amerikanischen Autorin Nnedi Okorafor feierte mit ihrem Roman „Lagune“ einen Überraschungserfolg. Nun legt Cross Cult auf Deutsch mit ihrem Debütroman nach „Wer fürchtet den Tod“!Wir finden uns in einem postapokalyptischen Afrika wieder. Zwei feindlich gesinnte Völker stehen sich: die hellheutigen Nuru unterdrücken die dunkelhäutigen Okeke auf’s Bitterste. Zu diesen gehört das Mädchen Onyesonwu, deren Name übersetzt so viel bedeutet wie „Wer fürchtet den Tod“. Onyesnowu begibt sich auf einen gefährlichen Rachefeldzug. Sie will den Mann töten, der ihrer Mutter großes Leid angetan hat, der sie vergewaltigt hat …Nnedi Okorafor entführt ihre Leser in eine postapokalyptische Welt auf dem afrikanischen Kontinent, die voller Magie und Gefahren steckt. Eine gelungene Mischung aus Science Fiction und dystopischer Fantasy. Zur Autorin:Die nigerianisch-amerikanische Schriftstellerin Nnedi Okorafor ist Professorin für Creative Writing an der University of Buffalo. Ihre Werke gehören zu den Genres Science-Fiction, Fantasy und Afrofuturismus. Bei Cross Cult ist ihr überraschender Erfolg „Lagune“.Und darum geht’s genau in „Wer fürchtet den Tod“:In einer nicht näher definierten post-apokalyptischen Zukunft werden die dunkelhäutigen Okeke von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Um sich an der Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen und ihr Volk zu befreien macht sich das Mädchen Onyesonwu auf eine lange Reise voller Magie und Gefahren. Ihr Ziel: Den mächtigen Zauberer Daib zu töten - ihren Vater und Vergewaltiger ihrer Mutter.Und so könnt ihr teilnehmen:Beantwortet uns bis einschließlich 23. Juli 2017 die folgende Frage und gewinnt eines von 10 Exemplaren*:Welche Eigenschaft muss eine Romanfigur für euch haben, um in einer postapokalyptischen Welt überleben zu können?* Bitte denkt dran, die Teilnahme an der Leserunde beinhaltet selbstverständlich einen Austausch innerhalb der Leseabschnitte sowie eine Rezension zum Buch. Wir freuen uns auf eine tolle Diskussion!

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    • 101
  • Ungewöhnlich, stimmungsvoll und eindringlich

    Wer fürchtet den Tod

    Kugeni

    04. September 2017 um 19:47

    „Wer fürchtet den Tod“ ist bereits der zweite Roman der nigerianisch-amerikanischen Autorin Nnedi Okorafor der auf Deutsch erscheint. Mit dem Buch hat die Autorin den World Fantasy Award sowie den Nebula Award gewonnen. Außerdem hat sich HBO die Serienfilmrechte an dem Buch gesichert, an diesem Projekt soll sogar George R R Martin mitarbeiten.   INHALT In einem postapokalyptischen Afrika macht sich das Mischlingsmädchen Onyesonwu auf, um ihr Volk die Okeke von der Unterdrückung der Nuru zu befreien. Für die Versklavung ist der Mann verantwortlich der vor Jahren auch ihre Mutter vergewaltigte und somit ihr Erzeuger ist. Im Laufe der Reise wird immer klarer, dass Onyesonwu alles andere als ein gewöhnliches Mädchen ist.   LESEEINDRUCK Wie bereits die erste deutsche Veröffentlichung der Autorin wirkt auch diese Geschichte von der Erzählweise und Atmosphäre her sehr magisch und märchenhaft, dass obwohl das Thema der Handlung alles andere als märchenhaft ist. Die Autorin prangert brandaktuelle Themen an, nämlich Missstände wie Rassismus und die Unterdrückung und Misshandlung der Frau. Verwoben in die Geschichte sind Elemente der afrikanische Kultur, Magie, sowie Fantasy. Die Grenzen zwischen Realität und Magie sind hierbei schwimmend, fast gewinnt man den Eindruck sich in einem heutigen, „realen“ Afrika zu befinden. Allein dadurch dass man sich in Afrika in einer Geschichte zwischen afrikanischen Stämmen befindet wirkt der Roman anders und fremdartig gegenüber anderen Büchern dieses Genres. Man hat fast das Gefühl eine afrikanische Sage zu lesen. Auch dadurch dass nie ganz eindeutig ist ob man sich nun in einer Fantasiewelt oder der Realität befindet wirkt die Geschichte anders. Die magischen Elemente sind so in die Handlung verwoben das sie ganz natürlich wirken. Onyesonwu als Hauptfigur hat mir sehr gefallen, obwohl sie als Charakter etwas sperrig ist. Sie ist schnell aufbrausend und lässt sich durch ihr hitziges Temperament immer wieder zu Handlungen hinreißen die sie in Schwierigkeiten bringen. Ihre Handlungen wirken jedoch immer authentisch da sie gut zu ihrem Wesen passen. Ansonsten hat sie das Herz am rechten Fleck. Ihre Ansichten sind in einer streng traditionsbewussten Gesellschaft sehr modern und emanzipiert. Sie lässt sich nicht davon abhalten etwas zu tun das sie für richtig empfindet nur weil sie es nicht sollte da sie eine Frau ist. Was ich bereits aus „Lagune“ kenne und hier wiederfinde ist, dass sich die Autorin nicht davor scheut Gewalt sehr schonungslos darzustellen. Dies ist jedoch nie sensationslüstern sondern immer zum Thema und der Handlung passend. Die Geschichte wird glaubhafter und erschüttert.   FAZIT Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen. Ich mag die Art des märchenhaften Erzählen mit der gleichzeitigen Behandlung ernster, zeitgenössischer Themen. Dadurch bewegt und erschüttert die Geschichte und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Unter den aktuellen Fantasyautoren ist Nnedi Okorafor wirklich etwas ganz besonderes und vermag es wie keine andere ihren ganz eigenen, persönlichen Erzählstil zu erschaffen. Für mich ein absolutes Highlight! Wer „Lagune“ kennt und wem Okorafors spezielle, „andere“ Art von Fantasyliteratur gefällt dem wird auch dieser Roman wieder gefallen. Wer jedoch die typische, westliche Art der High Fantasy a la  „Game of Thrones“ erwartet wird enttäuscht werden.

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  • So voller Wut

    Wer fürchtet den Tod

    raveneye

    27. August 2017 um 14:35

    Im postapokalyptischen Afrika wird das Mädchen Onyesonwu geboren. Doch sie hat es nicht leicht, den sie ist Ewu - ein Kind das durch einen Akt der Gewalt gezeugt wurde und nun als Böse angesehen wird.Schlichtes Cover, das trotzdem Ausdrucksstark daherkommt.In einer Welt in der die hellhäutigen Nuru über die Dunkelhäutigen Okeke herrschen, sie unterdrücken und auch töten wird die Ich-Erzählerin Onyesonwu geboren. Mit dem Sichtbaren Makel ihrer sandfarbenen Haut gezeichnet wird sie von vielen gemieden und mit abscheu betrachtet, doch in Onyesonwu reift auch Zauberkraft heran.Onyesonwu versucht ihren Platz in dieser Welt voller Vorurteile und Aberglaube zu finden, in der sie für etwas gemieden wird, für das sie reingarnichts kann. Aber es ist gar bekannt, das gerne denen die Schuld gegeben wird, wie sich nicht wehren können. Sie sind einfach am leichtesten zu erreichen und bekommen deswegen die Wut zu spüren.Und Wut ist ein großes Thema in diesem Buch. Viele der Charaktere strahlen die ganze Zeit nichts als Wut aus. Sei es Onyesonwu, Mwita, Aro oder auch eine Gruppe Dorfbewohner. Mal triff die Wut offen zu Tage, mal brodelt sie nur unter der Oberfläche, ist aber deutlich zu spüren. Und Wut ist es auch, die viele der Handlungen der Charaktere antreibt, die ich manchmal nicht nachvollziehen konnte und für mich unlogisch erschienen. In ihrer Wut waren sie teils wie geblendet und für nichts anderes zugänglich.Die Autorin hat hier eine dystopische Welt erschaffen in der sich Realität mit fantastischen Elementen verbindet und dies in einer unaufgeregten Art - es ist einfach so. Und obwohl diese Geschichte alles hat, was ich an einer Geschichte mag, bin ich doch bis zum Ende nicht recht mit ihr und den Charakteren warm geworden. Eben weil mir viele Handlungen nicht logisch erscheinen und diese beständige Wut mich teilweise schon genervt hat, sie war einfach immer da, man konnte ihr nicht entfliehen.

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  • Eine spannende Odyssee voller außergewöhnlicher Einfälle

    Wer fürchtet den Tod

    TamiraS

    21. August 2017 um 22:48

    Die bereits mit dem World-Fantasy-Award ausgezeichnete Autorin Okorafor verwebte auch schon in ihrem ersten Roman, der uns hier vorliegt, eine düstere Version unserer Zukunft mit Fantasy-Aspekten - hier sogar noch etwas phantastischer, als in ihrem Roman Lagune.In dem Roman folgen wir der Icherzählerin Oneysonwu. Ihr Name bedeutet frei übersetzt: Wer fürchtet den Tod. Und die Protagonistin wird mit ihrem Charakter dieser rhetorischen Frage mehr als Gerecht.Geboren als Vergewaltigungskind einer dunkelhäutigen Okeke-Mutter und einem weißhäutigen Nuru-Vater ist sie eine gesellschaftliche Außenseiterin. In dem Dorf, in dem sie und ihre Mutter sich niederlassen, wird sie gemieden. Doch als ihre Mutter, obwohl durch die schreckliche Vergewaltigung - verständlicherweise - geschädigt, erneut heiratet, erfährt auch Onyesonwu durch ihren Stiefvater die Liebe eines Vaters. Als sie sich - entgegen den Willen ihrer Eltern - dem Ritual der Beschneidung unterzieht, findet sie sogar Freundinnen.Als ihr Vater jedoch stirbt, bricht das, was schon immer in Onyesonwu geschlummert hat und sich ab und an in kleineren Dingen gezeigt hat, heraus ...Wir belgeiten unsere Protagonistin in diesem Roman durch ein Meer aus Gewalt, Trauer und Krieg. An unzähligen Punkten ihrer Reise trifft die Gruppe auf grausame Menschen, die sich ihnen und auch gegenseitig die schlimmsten Dinge antun. Es finden Massenvergewaltigungen statt, Menschen werden gesteinigt und verstümmelt. Das sollte man wissen, bevor man mit der Lektüre startet, denn es handelt sich teilweise um starken Tobak, den die Autorin - verpackt in einer sehr direkten Sprache - dem Leser vorwirft. Für zart besaitete ist dieses Buch wahrlich nichts.Doch mit der Brutalität in der magischen Welt, die uns Okorafor aufzeigt, weist sie natürlich auf Dinge hin, die auch in unserer nicht richtig ablaufen. Die Frage stellt sich dadurch: Will ich das haben, wenn ich einen Fantasy-Roman lese? Das ist schwer zu beantworten. Einerseits war es mir teilweise etwas zu brutal. Die Beschneidung der Protagonistin, wenn auch von ihr selbst als gar nicht so schrecklich empfunden und auch nicht als etwas Furchtbares dargestellt, hat mich echt mitgenommen. Andererseits jedoch gibt es der Geschichte einen sehr realitätsnahen Touch, trotz der Magie, den Gestaltwandeln und den Visionen.Wären mir die Charaktere stärker ans Herz gewachsen, wären viele der Punkte mit Sicherheit "to much" gewesen.Kommen wir also zu meinem eigentlichen Kritikpunkt: Die Charaktere.Leider schafft es die Autorin nicht, dass mir Onyesonwu im Laufe der 500 Seiten wirklich ans Herz wächst. Sie ist ein herrischer und sehr empfindlicher Mensch. Sie reagiert häufig aus meinen Augen völlig überzogen und aggressiv. Mehrfach dachte ich: In der Realität könnte man so einen Menschen unmöglich ertragen. Doch nicht nur die Protagonistin bleibt mir sehr unsympathisch, auch ihre Freunde bleiben, wenn nicht blass, dann zumindest dem Leser gleichgültig. Ich erwarte auch bei phantastischen Romanen keine heroischen Prots, die unbesiegbar, höflich und charismatisch sind - doch einen mögenswerten Charakterzug sollten sie schon haben.Das klingt sehr hart, sieht man jedoch von den Personen, die mich einfach nicht packen konnten, einmal ab, wird man mit einer spannenden Geschichte belohnt, die nicht zuletzt wegen des außergewöhnlichen Settings und der spannenden Einfälle außergewöhnlich ist.So lässt sich zum Schluss nur sagen, dass ich hervorragend unterhalten wurde und ich die Autorin auf jeden Fall weiter im Auge behalten werde.P.S.: Netterweise wurde mir das Buch als Leseexemplar hier auf LB zur Verfügung gestellt, wobei ich mich bei dem Verlag noch einmal ganz herzlich bedanken möchte. :)

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  • Ganz andere Fantasy

    Wer fürchtet den Tod

    marpije

    20. August 2017 um 08:44

    Onyesonwu - wer fürchtet den Tod , ist ein Kind aus Vergewaltigung, in Afrika heißt das ganze Leben Außenseiter sein, ganze Leben mit die Vorurteilen kämpfen, ganze Leben von die anderen gespottet sein. Ihre Mutter hat die Weite von die Menschen gesucht, die erste Jahre sie  haben in die Wüste verbracht, später in einem Dorf gewohnt. Onyesonwu spürt schon als Kind dass sie anders ist, sie kann sich in Vogel verwandeln und sie fühlt sich ständig beobachtet durch zwei rote Augen, sie will eine Ausbildung beim Zauberer Aro machen und ihr Vater finden...Die Geschichte ist eigentlich eine Fantasy Geschichte , aber von Fantasy ist hier wenig, die Autorin beschäftigt sich mehr mit Rassismus, Glaube und Aberglaube und mit die Rolle von Frau in die afrikanischen Welt. Das ganze ist umgehült mit eine mysteriöse Atmosphäre aber die Realität und die Grausamkeit nehmen hier die Oberhand. In die Geschichte ist sehr viel Gewalt und Brutalität, was leider heutzutage in Afrika ist, ein Stamm hasst den anderen , die ewige Krieg dauert immer und die Leute leben in ständigen Angst.Der Schreibstil ist flüssig und sehr plastisch, die Szenen welche die Autorin beschreibt habe ich ganz genau vor meinen Augen.Bis zum hälfte war für mich die Spanungsbogen sehr groß, später hat ein bisschen nachgelassen, aber die letzte Seiten waren schon wieder sehr temporeich.Die Protagonistin ist sehr stark, mutig und sehr selbstbewusst, sie weiß was sie will und sie macht alles um der Ziel zu erreichen. Ihre Begleiter auf die Reise stehen zu ihr in der Kontrast, die haben ganz andere Charakteren, aber die alle wissen dass Onyesonwu etwas besonderes ist und sie fügen sich an.Das Buch hat eine sehr traurige , drückende Stimmung und obwohl das alles passiert in Zukunft ich weiß das die Autorin die Gegenwart beschrieben hat.Die Geschichte hat mir gut gefallen, aber für mich war zu viel Gewalt.

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  • Onyesonwus Schicksal

    Wer fürchtet den Tod

    dicketilla

    18. August 2017 um 18:47

    "Für die Ahnen, die Geister und diesen Ort, der so oft "Afrika" genannt wird."Diese Worte schreibt Nnedi Okorafor in ihrer Danksagung.Ihre Geschichte ist voller afrikanischer Mythen, und mit viel Fantasy gespickt.Für mich keine einfache Geschichte, die mich öfter stocken liess, um deren Sinn zu begreifen. Ein Vergleich mit dem heutigen Sudan, ist sicher gewollt, was auch sicher den ganzen Kontinent einschliesst, mit seinen vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.Eine Änderung nur möglich ist, man deren Gedanken voller Hass, Gewalt in ihren Köpfen auslöscht. Eben ein neues Buch schreibt, in dem die Menschen im Frieden miteinander leben.Nnedi Okorafors Heldin Onyesonwu wurde durch Gewalt gezeugt, von einem Nuru Krieger.Ihr Name bedeutet "Wer fürchtet den Tod".Solche gezeugten Kinder nennt man Ewu, da sie durch ihr goldbraune Haut, wie ein Wüstengeist aussehen. Ihre Okeke Mutter muss um ihr Leben bangen, flieht mit ihr in die Wüste, bis sie mit ihr in die Stadt Jwahir geht, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.Dort lernt sie Binta, Luyu und Diti während ihrer Beschneidung kennen, und sie werden zu engen Verbündeten.Durch den Jungen Mwita erkennt sie, dass sie eine Eshu ist. Sie kann ihre Gestalt verändern, Leben zurückgeben.Mwita ein Kind der Liebe, aber auch ein Ewu, lernt beim Zauberer Aro.Onyesonwu Hartnäckigkeit führt dazu, dass dieser sie die Großen Mystischen Punkte lehrt.Es wird von einer Prophezeihung erzählt. Ein Nuru wird das Buch neu schreiben. Das Leben für Nuru und Okeke zum Guten wenden.Doch diese Prophezeihung stimmt nicht, da sie falsch übermittelt wurde.Mit ihren Freunden begibt sich Onyesonwu auf eine gefahrvolle Reise, immer von Daib, ihrem Erzeuger, mit seinem rotem Auge, beobachtet."Viele von uns tun das nicht. Alle, die fünfmal am Tag beten, das Große Buch lieben und fromme Menschen sind, wissen, dass das nicht Anis Wunsch sein kann." (S.495)Hier zeigt sich wieder einmal, dass falsche Auslegungen nur dem Bösen zu Nutze gemacht wird, was sich sicher in vielen Relegionen wiederspiegelt. Es wird gemordet, gebrandmarkt, vergewaltigt. Das Anderssein verdammt, zerstören, ausrotten will.Bei Nnedi Okorafor ist Zauberei im Spiel, die die Menschen blendet, zu Feinden macht.Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.Für mich ein sehr brisantes Buch, sicher nicht einfach, aber dennoch bemerkenswert.Eine Geschichte, wie von einer afrikanischen Geschichtenerzählerin berichtet, man sollte ihr zuhören.

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    • 3
  • Endzeitlich, mystisches Afrika

    Wer fürchtet den Tod

    Lia_Luna

    16. August 2017 um 11:59

    Nach "Lagune" führt uns Nnedi Okorafor in ein postapokalyptisches Afrika. Die dort ansässigen dunkelhäutigen Okeke werden von den hellhäutigen Nuru erbarmungslos verfolgt, ausgeraubt und unterdrückt. Dabei vergewaltigen sie bei ihren Überfällen die Frauen der Okoke, um dabei sogenannte "Ewu" zu erschaffen - Vergewaltigungskinder, entstanden aus Schmerz. So wie die kleine Onyesonwu (dt. Wer fürchtet den Tod), erschaffen durch die Vergewaltigung ihrer Mutter durch Dajib, einem Zauberer der Nuru, bei einem der zahlreichen Überfälle auf ihren Stamm. Als sie erfährt was ihrer Mutter widerfahren ist, hat Onyesonwu nur eines im Sinn und zwar Daib zu finden und seine Tat zu rächen. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn Onyesonwu ist ein Mischlingskind und diese sind bei den Okeke nicht gern gesehen und somit kann sie sich eingangs auch an niemanden wenden, um ihren Plan mit jemanden zu teilen und weiter auszuarbeiten. Als ihr oftmals in den Nächten ein rotes Auge erscheint, ihr Vater, der sie umbringen will, wendet sie sich über Jahre hinweg immer wieder, mit der Bitte sie in den großen mystischen Punkten auszubilden, an den örtlichen Zauberer Aro. Doch dieser weist sie jedes Mal ab, mit dem Hinweis, er bilde grundsätzlich keine weiblichen Ewu aus. In der Zwischenzeit unterzieht sie sich dem örtlichen Beschneidungsritual "Das elfte Ritual", welches Mädchen im Alter von 11 Jahren bevorsteht. Lernt den Ewu Jungen Mwita kennen, den Aro unter seine Fittiche genommen hat, und sie bemerkt, dass sie u.a. die magische Fähigkeit besitzt sich in Tiere verwandeln zu können. Als sie eines Tages abermals zu Aro geht, um ihn wieder einmal um eine Ausbildung zu bitten und er sie abermals abweist, rastet sie aus und verletzt ihn dabei schwer. Glücklicherweise überlebt er den Angriff und alsbald bittet er sie zu sich, um ihr die Ausbildung in den großen mystischen Punkten zukommen zu lassen. Dabei stellt sich heraus, dass er keineswegs ihr Feind war, wie eingangs angenommen, sondern von ihrer Geburt an der Beschützer vor ihrem Erzeuger Dajib, dem mächtigen Zauberer der Nuru und Vergewaltiger ihrer Mutter. Im Laufe der Zeit, wendet sich das Blatt und Onyesonwu findet immer mehr Freunde in der Stadt, die ihr dabei helfen wollen, ihren Plan, ihren Erzeuger zu finden und zu töten, in die Tat umzusetzen. Und somit nimmt die lange, gefährliche und magische Reise, von Onyesonwu und ihren Freunden, ihren Lauf. Fazit: In einer bildgewaltigen Sprache, einem flüssigen Erzählstil und kurzen und eingängigen Kapiteln, führt uns Nnedi Okorafor in ihrem neuen Roman "Wer fürchtet den Tod" durch eine endzeitliche afrikanische Welt. Ich würde diesen Roman jedem ans Herz legen, der gern einmal etwas Neues am Fantasyhimmel lesen möchte. Dieses Buch ist nämlich definitiv etwas Außergewöhliches, denn die Autorin schafft es Realität mit endzeitlicher, magischer Fantasy zu vermischen. Wir finden uns nicht nur in einem postapokalyptischen Afrika wieder, sondern sie würzt ihren Roman obendrein auch noch mit einigen, aktuellen Themen des Weltgeschehens. Wie z.B. die Beschneidung und Wertstellung von Frauen, sowie den Rassenhass und Völkermord. Von mir gibt es dafür 4 Sternchen und natürlich eine Leseempfehlung.Einen lieben Dank an den Cross Cult Verlag für das Überlassen eines Rezensionsexemplar.

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