Noël Martin Nenn es: mein Leben

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Inhaltsangabe zu „Nenn es: mein Leben“ von Noël Martin

Die hier vorliegende Autobiografie ist das außergewöhnliche Dokument eines außergewöhnlichen Lebens. Eindringlich und schonungslos schildert Noël Martin seine von Armut geprägte aber glückliche Kindheit in Jamaika, das monotone Leben als Migrant in England und den Rassismus, den er bereits hier als Konstante seines Lebens erfahren muss.

Trotz vieler negativer Erfahrungen gelingt es ihm, sein eigenes Leben aufzubauen und als Leiter eines florierenden Handwerksbetriebs erfolgreich zu werden. So kommt er auch nach Deutschland, wo sein Leben eine dramatische Wende erfährt.

Am 16.6.1996 greifen Neonazis ihn und seine Freunde im brandenburgischen Mahlow an. Ein Anschlag mit katastrophalen Folgen: seit diesem Tag ist Noël Martin vom Hals an querschnittsgelähmt, sein Leben wird zum Alptraum.

Dennoch gibt er nicht auf. Um aktiv etwas gegen den Rassismus zu tun, initiiert er - gemeinsam mit Freunden und Förderern - den Noël-und-Jacqueline-Martin-Fonds, der die Begegnung und den Austausch zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Nationen und Hautfarben unterstützt.

„Nenn es: mein Leben“ ist ein erschütterndes und bewegendes Zeit-Dokument. Ein Buch, das Zeugnis gibt von Gewalt und Verzweiflung, aber auch von unbeugsamem Mut und Widerstand.

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  • Rezension zu "Nenn es: mein Leben" von Noël Martin

    Nenn es: mein Leben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. January 2010 um 10:29

    In der Autobiographie "Nenn es: mein Leben" reist der Leser durch Noel Martins Leben. Mit 10 Jahren wird er aus seiner von Armut geprägten, aber doch einigermaßen glücklichen, Kindheit in Jamaika heraus gerissen, um mit seinen leiblichen Eltern, die er bis dahin nicht einmal kennt, nach England zu gehe, um dort ein besseres Leben zu führen. Während er in Jamaika mit einfacher Landwirtschaft zufrieden war, versucht er in England gegen Intoleranz, Rassismus und Gewalt zu kämpfen und trotz aller Widrigkeiten nicht als simpler Fabrikarbeiter dahin zu existieren, sondern mehr aus seinem Leben zu machen. Wider aller Gegenwehr schafft es Martin, dank seiner Intelligenz und Willenskraft, einen sehr gut florierenden Handwerksbetrieb aufzubauen, dessen Aufträge ihn schließlich auch nach Deutschland führen. Hier wird er wie von klein auf erneut mit dem tief verwurzelten Hass vor allem anders artigen konfrontiert und schlussendlich am 16.06.1996 in Mahlow Opfer eines Angriffs mehrerer Neonazis. Aus dem Koma erwachend, muss er sich der Tatsache stellen, für den Rest seines Lebens vom Hals an abwärts querschnittsgelähmt zu sein. Er erfährt, wie es ist, seine Menschenwürde, um die er sein ganzes Leben gekämpft hatte, zu verlieren, erfährt weitere schwere Schicksalsschläge und findet trotz allem noch die Kraft, nicht aufzugeben, sondern sich aktiv am Kampf gegen Rassismus zu engagieren und schlussendlich noch einen Lebenstraum zu verwirklichen. Dieses Buch hat mich sehr bewegt und nachdenklich gemacht. Vor allem ein Satz hat es mir angetan: "Es gibt nur eine Rasse- die menschliche". Ich ziehe meinen Hut und verneige mich vor solch einer starken Persönlichkeit. (Rezension vom 26.07.2009)

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