Noëlle Châtelet Mit dem Kopf zuerst

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Inhaltsangabe zu „Mit dem Kopf zuerst“ von Noëlle Châtelet

Geheimnisse des Körpers Denise hasst Röcke und tobt am liebsten mit den Jungs herum. Ihr Vater, der sich einen Sohn gewünscht hatte, geht spielerisch auf ihre Bedürfnisse ein, die Mutter jedoch wird zunehmend besorgter. Denn am Ende der Kindheit zeigt sich deutlich, dass im Körper von Denise zwei existieren- ein Mädchen und ein Junge. Schon immer war dieses Anderssein für sie schmerzhaft spürbar gewesen, aber nun fällt mithilfe der Eltern eine Entscheidung. Er hat zu sich selbst gefunden. Er heißt Paul. Mit der ihr eigenen Sensibilität und ohne jeglichen Voyeurismus erzählt Noëlle Châtelet von einem ungewöhnlichen Leben, von Leiden und Erniedrigungen, aber auch von der Liebe.

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  • Die Unordnung der Dinge

    Mit dem Kopf zuerst
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 19:45

    Denise mag keine Puppen, wenn der Vater sie zu sportlichen Leistungen auffordert fühlt sie sich gut. Der Vater der einen Jungen wollte, die Mutter, die das anders sein in ihr nicht akzeptieren möchte. Sich verstellen zu müssen ist anstrengend, bis sie als Zehnjährige einen Stimmbruch erlebt, Und beschließt kein Mädchen mehr zu sein. Geneviéve , eine Freundin, tauft sie Paul, nachdem sie gemeinsam “ Paul und Virginie” gelesen hatten. Sie , die seine strammen Schenkel, aber auch seine langen Wimpern liebt. Doch dann wird er zum Monster, wie er sich empfindet, indem die Natur Denise mit ihren Brüsten wieder den Vorrang gibt. “ Nichts passt zueinander. Hier ein Stück Frau, dort ein Stückchen Mann, ein Mischmasch von Fehlern und Unstimmigkeiten. Zu zweit in einem Körper.” ( S.65 ) Die Geschichte beginnt rückwirkend, das Leben und das Leiden von Paul zu erzählen. Und es ist ein langer, schmerzvoller Weg , bis er endlich den entscheidenden Schritt wagt. Erniedrigungen , aber auch Liebe füllen sein Leben . Die Autorin vermag, durch ihre sensible Schreibweise , uns an seinem Schicksal behutsam teil zu nehmen. Ein außergewöhnliches Buch, was mich sehr berührt hat. Ich hatte noch nie ein Buch gelesen, was sich mit dem Thema beschäftigt hat. Und kein angeblicher Makel an uns, den wir uns einreden, ist vergleichbar, mit der Laune der Natur, die solch ein Leben abverlangt. 

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  • Denise wird Paul

    Mit dem Kopf zuerst
    Sabine17

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:10

    Denise spielt sehr gut und mit Begeisterung Klavier. Sie liebt es aber auch, wenn ihr Vater sie zum Turnen begleitet. Schon früh merkt sie, dass sie kein typisches Mädchen ist und auch keines sein möchte. Ihre Schulfreundin Geneviève akzeptiert Denises Wunsch lieber ein Junge zu sein und findet für sie den Namen Paul. Ein Arzt bestätigt, dass Denise sowohl Mädchen als auch Junge ist. Doch Denise möchte Paul sein, sie möchte ihre Brüste abschneiden und endlich ihre Zweigeteiltheit ablegen: "Nichts passt zueinander. Hier ein Stückchen Frau, dort ein Stückchen Mann, ein Mischmasch von Fehlern und Unstimmigkeiten. Zu zweit in einem Körper." (Seite 65) Jahrelang führt Paul diesen inneren Kampf und mit bildgewaltigen Worten lässt uns Frau Châtelet daran teilhaben. Dies ist bereits mein dritter Roman von der Schriftstellerin und ich war wieder von neuem von ihrem wunderbaren Schreibstil beeindruckt. Beeindruckend mit welcher Intensität Frau Châtelet dieses Thema umgesetzt hat. Fazit: unbedingt lesen!

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  • Intersexualität

    Mit dem Kopf zuerst
    Rosha

    Rosha

    26. September 2013 um 18:41

    Als Denise wird sie geboren, doch es ist von Anfang an nicht die ganze Wahrheit. Doch was ist die Wahrheit? Lange Jahre begreift das Kind, das ein Mädchen sein soll, aber ein Junge sein möchte, selbst nicht, was los ist. Das Begreifen ist ein langer, schmerzlicher Prozess, der nicht mit dem Verstehen abgeschlossen ist. Das Hadern mit dem Schicksal bleibt: Denise, die sich ab einem bestimmten Zeitpunkt Paul nennt, ist intersexuell. Sie/er hasst die weibliche Ausprägung ihres/seines Körpers, empfindet sich als Monster, weil bei ihrem/seinem Körper nichts zusammen passt. Vieles bleibt im Text nur angedeutet, wird symbolisch dargestellt, die Autorin arbeitet mit Metaphern. Die allmähliche, seelische Zerrüttung von Paul überschreitet im Studentenalter eine Grenze, die in die Notwendigkeit medizinischer Versorgung mündet. Dieser Übergang wird derart nebensächlich und abstrakt-bildhaft geschildert, dass er erst nach einer Weile ins Bewusstsein des Lesers sickert. Hier hätte ich mir greifbarere und eindeutigere Worte gewünscht. Insgesamt ist es ein berührendes Buch, das gerade durch die Knappheit der Darstellung Eindringlichkeit erzeugt. Hier eine Textstelle, die den Tenor des Roman aufgreift: S. 97 Die Normalität der anderen ist ermüdend, wenn man nicht so ist wie sie, und man wird es schließlich leid, sich anzustrengen, träumt manchmal sogar davon, nur noch mit solchen Menschen zusammenzuleben, die einem ähnlich sind und die wie ich zum Wirrwarr in Körper oder Kopf verdammt sind.

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  • Frage zu Ria Klug

    RiaKlug

    RiaKlug

    Kennt jemand noch eine Autorin oder einen Autor, dieder einen Transmenschen als Prota hat?

    • 4
    Solaris

    Solaris

    12. February 2011 um 19:50
  • Rezension zu "Mit dem Kopf zuerst" von Noëlle Châtelet

    Mit dem Kopf zuerst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2009 um 20:31

    Ein recht verstörendes und aufwühlendes Buch. Es hat einen ganz bestimmten Reiz - was vermutlich an der Eingänglichkeit der beschriebenen Gefühle liegen mag. Ein Mädchen, gefangen in einem Zwitterkörper - die sich entscheidet, Mann sein zu wollen. Ein paar Seiten nur - beschrieben wird ein halbes Leben - bis zu dem Punkt, an welchem die Protagonistin DEN entscheidenden Schritt wagt - eine Entscheidung trifft. Die Gedanken scheinen wirr, sollen vielleicht auch verwirren, in Anbetracht der Thematik. Auch, wenn einem der Zugang schwer fällt, kann man dieses Buch nicht zur Seite legen. Doch am Ende weiß man nicht wirklich, was man gelesen hat ... man ist sich nur dieser zerreißenden Gefühle bewusst, diesem verworrenen Suchen nach sich selbst.

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