Meine Meinung
"Wer vom Teufel spricht" ist ein Thriller, der mich zwiegespalten zurücklässt. Die Ausgangssituation ist sofort fesselnd: sieben Frauen, ein abgelegenes Hotel und der tote Jamie Spellman, ein Mann, der sie alle auf unterschiedliche Weise verletzt hat. Die Idee, jede Figur aus ihrer eigenen Perspektive erzählen zu lassen, ist interessant sorgt nochmal für extra Spannung und Verwirrspiel.
Allerdings habe ich beim Lesen gemerkt, dass die vielen Perspektivwechsel und Zeitsprünge manchmal zu verwirrend waren. Es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge klar werden, und gerade zu Beginn wirkte das Buch etwas langatmig. Die Spannung steigert sich zwar nach und nach, aber sie wird durch die verschachtelte Struktur nicht immer konstant gehalten.
Die Figuren selbst sind vielschichtig, was positiv ist, aber teilweise hätte ich mir gewünscht, dass ihre Motive klarer herausgearbeitet werden. Jamie Spellman ist überzeugend als manipulativer und toxischer Charakter, doch seine Präsenz wirkt manchmal eher als "Schattenspiel", anstatt wirklich greifbar zu sein.
Die Autorin zeigt, wie Gewalt, Manipulation und Machtmissbrauch Menschen prägen. Das zu verdeutlichen geklingt ihr gut, was ich positiv frand!
Insgesamt ist "Wer vom Teufel spricht" für mich ein solides spannendes Buch, jedoch hatte ich aber das Gefühl, dass die Geschichte nicht ganz das Potenzial ausschöpft, das in ihr steckt.
Über die Autorin
Rose Wilding ist eine Krimiautorin aus Newcastle upon Tyne. Sie absolvierte ihr Studium der Kreativen Künste an der University of Manchester. Wenn sie nicht gerade fiktive Figuren ermordet, findet man Rose Wilding meist bei einer Tasse Kaffee, vertieft in feministische Science-Fiction – oder dabei, Bilder ihrer beiden Chihuahuas auf Instagram zu posten. Nach ihrem Debüt Wer vom Teufel spricht ist Wahn. Drei Frauen. Eine lügt. ihr zweiter Thriller.
Q: Verlag / vlb


