Noah Gordon Der Medicus

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Inhaltsangabe zu „Der Medicus“ von Noah Gordon

Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.

ein Buch das man öfter lesen kann

— banditsandra

Ein toller erste Band.

— Odenwaldwurm

Unterhaltsam, spannend und gut recherchiert - Der Medicus zählt definitiv zu meinen Lieblingsbüchern und kann auch mehrfach gelesen werden!

— Grueffelchen

Ein tolles Buch, man muss sich aber beim Lesen ziemlich darauf konzentrieren.

— FranziBooks

Ein toller Klassiker. Habe ich mit sehr viel Freude gelesen

— Formorian

Interressant v. a. in der Charakterisierung der Religionen.

— AnMich_09

Eines der besten Bücher die ich je gelesen habe.

— kimskilotta

Wunderschöne Geschichte

— cat10367

Ein tolles Buch. Jeder, der sich für Mittelalter und Medizin interessiert sollte es gelesen haben.

— viona

Gut erzählter und lehrreicher historischer Roman. An manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu langatmig

— mareike91

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  • Eine Schatzkiste voller Abenteuer

    Der Medicus

    Giselle74

    11. January 2018 um 12:22

    Nach geschätzt zwanzig Jahren habe ich dieses Buch wieder zur Hand genommen und erneut gelesen. Und es hat nichts an Farbe, Spannung und Deftigkeit verloren. Um 1021 in England. Robert Jeremy Cole, der, in bitterarmen Verhältnissen aufgewachsen, früh seine Eltern verliert, macht eine Lehre bei einem Bader. Zunehmend leidet er unter seinem mangelnden medizinischen Wissen und beschließt, sich in Isfahan unter Avicenna zum Medicus ausbilden zu lassen. Das ist allerdings nicht ganz einfach, denn nicht nur die große Entfernung ist ein Hindernis, sondern auch die Tatsache, dass dort nur Moslems und Juden aufgenommen werden. Im Grunde ist das ganze Buch eine farbenprächtige Abenteuersage. Es kommt alles darin vor, was man dafür braucht: der arme Junge, der den Gral  sucht (in diesem Falle medizinisches Wissen) und die Prinzessin bekommt (Mary Cullen, rothaarige Tochter eines schottischen Schafzüchters) und dafür allerhand Abenteuer und Prüfungen durchleben muss. Es wird geprügelt, gemordet, gehurt; es gibt blutige Vollstreckungen, den Kampf gegen die Pest und einen Sandsturm; aber auch die für einen Europäer des Mittelalters ungewöhnliche Erkenntnis, dass Juden und Moslems Menschen sind, mit denen man sich problemlos bestens verstehen und sogar anfreunden kann; es gibt Hass, Wut und Ungerechtigkeit neben Liebe, Milde und Hilfsbereitschaft, kurz, wir erleben das ganze pralle Leben Coles, so unwahrscheinlich es auch ist, mit all seinen Gerüchen, Geschmäckern und Geräuschen. Dabei ist es völlig uninteressant, ob der Autor sich dabei an historische Gegebenheiten gehalten hat, ob Coles Reise so überhaupt jemals möglich gewesen wäre. Es ist ja das Wesen der Sage Unmögliches möglich zu machen, das Alltägliche zu schmücken bis zur Unkenntlichkeit, es größer, schöner und voller zu machen. Und so haben wir hier einen prachtvollen Bilderbogen mit strahlenden Farben und allen möglichen Ausschmückungen, der uns tief hineinführt in eine Phantasiewelt, die grob dem ähnelt, was wir wissen und kennen, und zu einem Helden, der aus jedem Abenteuer gestärkt hervorgeht und unbeirrt an seinem Traum festhält, über alles hinwegschreitend, was man ihm in den Weg wirft. Und gerade dieses unbekümmert an der Geschichte festhalten, unterscheidet den "Medicus" von anderen historischen Romanen und ihren Autoren, die zwanghaft versuchen ihre Erzählungen in eine bestimmte Zeit zu zwängen, sich vom Machbaren einschränken lassen und akribisch jeden Löffelstiel beschreiben, um ihr historisches Wissen zu belegen. Dazu hat Noah Gordon keine Zeit. Denn er hat eine Geschichte zu erzählen, die zwar in einer bestimmten Zeit spielt, aber im Grunde zeitlos ist. Die von dem kleinen Jungen, der an seinem Traum festhält, den Drachen besiegt und die Prinzessin gewinnt. Wen kümmern da schon Löffelstiele?

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  • Zu Beginn ein wenig langatmig, danach fesselnd

    Der Medicus

    Jisbon

    05. January 2018 um 23:05

    "Der Medicus" ist ein historischer Roman, der den Werdegang von Rob Jeremy Cole vom Waisenjungen zum Mediziner beschreibt. Die Geschichte beginnt ein wenig langatmig, konnte mich aber nach etwa 100 Seiten fesseln; der Autor schildert die verschiedenen Stationen im Leben des Protagonisten detailliert und insgesamt lebendig, sodass man als Leser voll und ganz in die verschiedenen Kulturen eintaucht. Gerade Robs Zeit in Persien fand ich interessant und ich mochte, dass man nebenbei viel über die historischen Zusammenhänge, das alltägliche Leben in allen Einzelheiten, die Konfliktsituationen und natürlich das medizinische Wissen erfahren hat. Gerade der große Fokus auf letzterem hat mir gut gefallen, zum einen, weil vieles davon für mich neu und der Vergleich zum heutigen Wissensstand spannend war, zum anderen, weil es logisch war, dass ein Mann, der Medicus werden möchte, sich darauf konzentriert. Doch auch andere damalige Sichtweisen wurden überzeugend geschildert und ich mochte vor allem, dass verschiedene religiöse Praktiken vertreten waren.Rob war mir die meiste Zeit sympathisch und ich habe mit ihm gehofft, dass es ihm gelingen würde, seinen Traum zu erreichen, selbst wenn ich nicht immer gut fand, zu welchen Mitteln er gegriffen hat, um voranzukommen. Er macht Fehler und hat Schwächen, doch er ist dadurch ein realistischer Charakter, in den man sich hineinversetzen kann und den man gerne begleitet. Seine Entwicklung war gut dargestellt und am Ende ist es interessant zu sehen, wie er sich verändert und wie seine Erfahrungen ihn geprägt haben. Die Nebenfiguren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und teilweise hätte ich wirklich gerne mehr über sie und ihr Leben erfahren.

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  • Ein interessanter Ausflug in die Medizin des Mittelalters

    Der Medicus

    banditsandra

    29. December 2017 um 19:21

    Ich habe das Buch jetzt glaub ich zum 4. oder 5. Mal gelesen. Und ich fnde es immer noch so toll. Die Geschichte von Rob, dem Kind, dem Badergesellen, dem Bader, dem Reisenden, dem Juden, dem Hakim und dem Medicus. Ich kann immer wieder einiges lernen. Noah Gordon schafft es einen dirket in die Geschichte zu versetzen. Und man muss schon einiges erleiden mit dem Rob. Aber das macht es ja irgendwie auch erst richtig spannend.Eindeutig eine Leseempfehlung, nicht nur für Fans von historischen Romanen.

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  • Ein Junge will heilen können.

    Der Medicus

    Odenwaldwurm

    01. December 2017 um 13:23

    Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.Der Schreibstil ist gut zu lesen, flüssig geschrieben und die Geschichte gefällt mir sehr. Die vielen Charaktere sind auch sehr bildlich dargestellt und man erfahrt viel von anderen Ländern und ihren Glauben und Leute. Ich finde toll das wir Rob schon als kleinen Jungen kennen lernen bis zu den Zeitpunkt als sehr sein Traum verwirklicht hat. Zwar sind manche Szenen in die länge gezogen, aber mir hat es nichts ausgemacht. Besonders die Zeit im Orient gefällt mir sehr gut. Aber auch das Ende ist sehr schön geschrieben.Ich kann das Buch nur empfehlen, man soll sich nur etwas Zeit zu lesen nehmen.

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  • Abenteuer, Reisen und Wissen - Dieser Roman vereint vieles in sich

    Der Medicus

    Grueffelchen

    20. September 2017 um 22:05

    Nicht umsonst ist das Buch so bekannt: Dieser gut recherchierte Roman lässt den Leser in das Europa des 11. Jhd. eintauchen und begibt sich auf eine spannende Reise durch England, Mitteleuropa und den Nahen Osten. Dabei stößt er auch unweigerlich auf verschiedenste Kulturen, deren Sitten und Gebräuche hervorragend von Gordon recherchiert wurden. Ein sehr zu empfehlender Roman für alle, die historische Romane gern haben.

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  • Dieser Roman hat Weltklasseformat!

    Der Medicus

    sommerlese

    19. July 2017 um 17:52

    Seinen wohl berühmtesten historische Roman "Der Medicus" schrieb Noah Gordon 1986. Meine Ausgabe ist das erste Taschenbuch und wurde von meiner Familie gelesen und von mir zweimal. Eigentlich hat dieses Buch mir erst das historische Genre schmackhaft gemacht. London 1021: Der Waisenjunge Robert Cole wird mit 9 Jahren von einem Bader als Lehrling aufgenommen und entdeckt so sein Interesse für Heilkunst und die Medizin. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, um im fernen Isfahan, bei Avicenna, dem berühmtesten aller Ärzte zu studieren. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler und nimmt für sein Ziel allerhand auf sich. Dieser Roman hat Weltklasseformat! Noah Gordon führt den Leser in die rauhe Welt des Mittelalters. Dort geht es unter der Beschreibung von Hunger und Pest, Armut und Seuchen hinein in eine mitreißende Handlung, die jeden Leser gefesselt in seinen Bann zieht. Es zeigt sich, wie die Menschen damals mit Vorurteilen und Angst der medizinischen Wissenschaft negativ gegenüber standen. Aber auch vom Klerus gab es die Auffassung, dass das Innere des Menschen gottgegeben und damit nur von ihm allein heilbar sei. Es war die Zeit des blinden Gottesgehorsams und auch die Zeit der Hexenverfolgung.Bei diesem Buch habe ich mit Rob gebangt, gehofft und gelitten, denn ich machte mich gemeinsam mit ihm auf die beschwerliche und gefährliche Reise in das orientalische Persien. Dort war die Wissenschaft der Medizin zu der Zeit schon viel weiter gediehen als in Europa. Rob hat zudem eine besondere Gabe, die ihn gegenüber anderen Menschen auszeichnet, er weiß, ob ein Mensch an seiner Krankheit verstirbt. Eine schwerwiegende und belastende Gabe, die Rob jedoch mit duldsamer Fassung erträgt.Auf seiner Reise gibt er sich als Jude aus, nicht nur seine äußere Verkleidung passt er darauf ab. Er lebt nach jüdischen Gebräuchen und findet Freunde.Noah Gordon versteht es wie kaum ein anderer Schriftsteller, das damalige Leben detailgenau, präzise recherchiert und dennoch äußerst unterhaltsam zu präsentieren. Vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen großartige Bilder vom Alltagsleben und den Problemen der damaligen Zeit. Mir brannten sich eindringlich die Szenen mit den anatomischen Studien ins Gedächtnis.Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt tun! Selbst ausgewiesene Nicht-Historienfans werden davon begeistert sein! Ich kann es nur jedem ans Herz legen.

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    • 3
  • ein hervorragend fundierter Roman

    Der Medicus

    viona

    09. June 2017 um 09:43

    Man muss Noah Gordon einfach lieben. Dieses Buch ist toll geschrieben und man lernt auch noch. ich habe es gelesen, weil es mir meine Mutter vorgeschlagen hat, da sie es selbst bereits gelesen hat. anfangs war ich skeptisch und konnte die Art wie es formuliert war nicht ganz verstehen. doch irgendwann, wenn man sich mal eingelesen hat, will man es gar nicht mehr aus der Hand legen!

  • Der Medicus

    Der Medicus

    mareike91

    02. June 2017 um 22:05

    Inhalt:Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.Meine Meinung:Nachdem mich der Film begeistern konnte, habe ich mich nun auch an das Buch gewagt. Trotz meiner Vorkenntnisse bzgl. des Inhalts empfand ich das Lesen als spannend, interessant und lehrreich. An manchen Stellen hätte aber auch die einige oder andere Seite eingespart werden können. So gab es stellenweise einige Längen, die aber trotzdem gut zu überbrücken waren. Das Buch entführt den Leser ins 11. Jahrhundert, wo es noch Bäder gab, die durch die Gegend reisten und die ärmeren Leute verarzteten. Der damalige Wissensstand in der Medizin ist nicht ansatzweise mit heute zu vergleichen, gerade deshalb fand ich es sehr interessant, etwas über die damalige Heilkunst und allgemein das Leben zu erfahren. Das Buch wirkt gut recherchiert und ist lehrreich, dennoch spielen auch andere Themen als die Medizin eine Rolle. Den Protagonisten Rob habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Nachdem er seine Eltern verloren hat, wird er von seinen Geschwistern getrennt, niemand möchte ihn haben. Erst der Bader nimmt ihn auf und führt ihn in die Heilkunst ein. Rob ist intelligent und mutig und geht seinen Weg, obwohl dieser oftmals steinig ist. Ein toller Charakter! Fazit:Spannender und lehrreicher historischer Roman. Streckenweise etwas zu langatmig, aber dennoch auf jeden Fall lesenswert! 

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  • Großartig !

    Der Medicus

    marpije

    31. May 2017 um 15:46

    Das Buch fesselt von die erste bis zu letzte Seite und obwohl es dick ist liest sich sehr schnell und flüssig, der Schreibstil ist einfach und sehr detailreich .  Noah Gordon benutzt der Wörter wie der Maler benutzt der Pinsel, er malt Bilder und ich als Leser kann ich alles sehen und bewundern. Hier hat auf mich noch ein Überraschung gewartet - ich weiß nicht wie der Autor hat das gemacht, aber er  schreibt über das Essen so lecker dass ich jedes Mal große Appetit auf das gekochte Gericht hab gehabt. A8ch die Bindung zu den Protagonisten ist hier sehr gelungen, die sind mir nah und sympathisch , ich kann die warme Gefühle entwickeln und mit jeder Person aus dieser Geschichte die Emotionen teilen. Die Charakteren sind individuell und mit guten so wie auch schlechten Eigenschaften ausgestattet. Sehr schön finde ich die Beschreibungen von die Orten und Landschaften, die sind reich in Details und stimmig - die Bergen sind kalt und rau, die Städte laut, lebendig und schmutzig - andere Stimmung herrscht in England und ganz andere in Persien , hier ist der Kontrast gut bemerkbar und die bunte, orientalische Atmosphäre gut spürbar. Das Buch bietet fröhliche und traurige Momente , in den traurigen der Protagonist leidet meistens seelisch und ich mit ihm.Das beste , für mich, waren die tiefe Blicke in damalige Medizin, hier habe ich erste Mal das Wort "Bubo " gelesen und erfahren dass das Bezeichnung für Krebs war. Die ausführliche Beschreibungen über die Instrumenten, Operationen oder Behandlungen haben manchmal für Gänsehaut gesorgt - die waren brutal und ohne Schmerzmittel , ich kann nur froh sein , dass ich lebe jetzt wo die Medizin nicht so schmerzhaft ist.Ich kann das Buch nur weiter empfehlen, es bietet gute Unterhaltung und bringt uns die alte Behandlungsmethoden näher.

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  • Ein äußerst unterhaltsames und lehrreiches Abenteuer aus Persien

    Der Medicus

    Insider2199

    29. May 2017 um 22:40

    Ein äußerst unterhaltsames und lehrreiches Abenteuer aus Persien Der am 11. November 1926 in Worcester, Massachusetts geborene Autor studierte Journalismus und englische Sprache an der Boston University, arbeitete danach viele Jahre beim Boston Herald und feierte mit „Der Rabbi“ seinen Durchbruch als Schriftsteller. Der vorliegende Roman ist der Auftakt zu einer Buchserie um die fiktive Mediziner-Dynastie der Familie Cole, erschien 1987 und ist mein erstes Buch des Autors. Zum Inhalt (Klappentext): Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler. Meine Meinung: Vorab kann ich gleich einmal festhalten: von allen historischen Romanen der letzten Zeit rangiert dieses Buch – neben z.B. der Cicero-Reihe von Robert Harris und „Der Kaffeedieb“ von Tom Hillenbrand – für mich unter den Top 3 Büchern. Auf äußerst unterhaltsame, sehr gut recherchierte und v.a. lehrreiche Art wird dem Leser ein Abenteuer aus Persien serviert mit einem sympathischen Helden, aufregenden Locations und spannendem Plot. Der Schluss aus der Sicht des Lesers ein klein wenig enttäuschend, aber durchaus passend zur Geschichte und daher authentisch – der Held war seiner Zeit einfach ein ganz schön großes Stück voraus. Sprachlich ist der Roman auf solidem Unterhaltungsniveau, locker und trotz der Überlänge sehr schnell zu lesen, aber weder seicht noch kitschig. Im Vergleich z.B. zu einer Rebecca Gablé (das kürzlich gelesene „Lächeln der Fortuna“) gibt es hier keine lästigen Wiederholungen oder gar nervende Adjektive. Der einzige erwähnenswerte Wermutstropfen in diesem Buch wäre der Mangel an Konflikten, d.h. tw. ist die Handlung zu glatt und harmonisch, der Held entkommt zu leicht gewissen dramatischen Situationen, aber da die Harmonie im Plot nur tw. besteht, kann man getrost ein Auge zudrücken. Fazit: Ein äußerst unterhaltsamer, sehr gut recherchierter und v.a. lehrreicher historischer Roman aus dem alten Persien, angereichert mit einem sympathischen Helden, aufregenden Locations und spannendem Plot; einzige, jedoch zu vernachlässigende Kritik: tw. etwas konfliktarm. Gerne vergebe ich die vollen 5 Sterne und empfehle es jedem, nicht nur History-Fans.

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    • 3
  • ...denn egal, wie gut man als Arzt ist, das Leben der Menschen bleibt immer in Gottes Hand...

    Der Medicus

    papaverorosso

    20. May 2017 um 22:39

    Selten habe ich von einem Roman so viel Spannendes gelernt wie durch dieses Buch. Das Leben im Mittelalter, Medizingeschichte, Religionen, Geschichte und Erkunde, ich sauge alles in mich auf, während ich gebannt Robs Leben vom Kindesalter bis zur Gründung einer eigenen Familie verfolge. Rob, alias Robert Jeremy Cole, ist der älteste Sohn eines Zimmermanns im London des 11. Jahrhunderts. Als Rob noch ein Kind ist, sterben seine beiden Eltern kurz nacheinander. Unter diesen traurigen Umständen spürt Rob zum ersten Mal seine Gabe: Er kann durch eine Berührung vorhersehen, ob ein Kranker bald sterben wird. Von dieser Gabe wird von nun an der Bader profitieren, ein Heiler, bei dem Rob als Lehrling angestellt wird. Zusammen bereisen die beiden ganz England, von Dorf zu Dorf. Vom Bader lernt Rob als Erstes das Jonglieren und Unterhalten von Menschenmengen, dann das Richten von Knochen, das Nähen von Wunden und alles, was ihm der Bader über das Heilen von Krankheiten beibringen kann. Nur reicht dies Rob nicht: Möglich, dass man für kranke Menschen nur so wenig machen kann? Die Begegnung mit einem jüdischen Medikus, der über hervorragende medizinische Fähigkeiten zu verfügen scheint, wird Robs Schicksal besiegeln. Rob verlässt England und begingt sich auf die Reise nach Isfahan, in Persien, wo der berühmteste lebende Medikus eine medizinische Universität leitet: Avicenna, Abū Alī al-Husain ibn Abd Allāh ibn Sīnā. Für eine Ausbildung bei ihm ist Rob bereit, seine Identität aufzugeben und die Frau, die er liebt, zu verlassen. Wird Rob das Wissen, wonach er strebt, in Isfahan finden? Noah Gordon erweist sich als talentierter und gewissenhafter Autor mit einem Auge für Detail, der bei der Recherchearbeit scheinbar nicht sparsam vorgegangen ist. Dank Robs Reise durch die halbe damals bekannte Welt kann er dem Leser viel über christliche, jüdische und muslimische Bräuche vermitteln. Auch erfährt man einiges über die Entwicklung der Medizin. Robs Charakter ist extrem stark und zeigt eine beträchtliche Entwicklung im Laufe der Geschichte. Auch andere Charaktere sind sehr glaubwürdig und tiefgründig gezeichnet. Die erste Hälfte war für mich so interessant und unterhaltsam zugleich, keine Szene kam mir überflüssig vor. Emotional hat mich am meisten eine eher nebensächliche Episode erreicht, die in der Robs Freund Karim im Isfahan ein Wettrennen in Rekordzeit gewinnt und somit sein Traum von Reichtum und Erfolg nach einer traumatischen Kindheit erreicht. Die zweite Hälfte des Buchs ist etwas langsamer, die Handlung weniger spannend, jedoch nie langweilig. Das Ende war für mich überraschend bescheiden und bodenständig, was das Buch weniger heroisch und realistischer in meinen Augen macht. Insgesamt gehört dieses Buch für mich zu den besten historischen Romanen der letzten Jahre. Ich möchte eine klare Leseempfelung aussprechen und werde das Buch zum festen Bestandteil meiner Bibliothek machen.

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    • 3
  • Der Medicus

    Der Medicus

    alanrick

    27. April 2017 um 12:26

    Nur zu empfehlen

  • Der Medicus

    Der Medicus

    butterflyinthesky

    04. April 2017 um 16:38

    Zusammenfassung:Der Waisenjunge Rob findet bei einem Bader Schutz und wird sein gelehriger Schüler. Nach dem Tod seines Meisters bricht er nach Persien auf, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.Meine Meinung:Am Anfang dachte ich echt, dass ich das Buch nie beenden werde. Aber jetzt liebe ich es. Was für ein Epos <3

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  • Absolute Empfehlung !!!

    Der Medicus

    JuliaAlina

    07. March 2017 um 10:06


    Persien zu Beginn des 11. Jahrhunderts ...

    Die Geschichte entführt den Leser mühelos in eine längst vergangene Zeit. Ehe man sichs versieht, ist man von der gleichen unstillbaren Wissbegierde erfüllt, die auch Rob vorantreibt und begibt sich mit ihm auf eine gefährliche Reise gen Osten und auf die Spuren der Heilkunst des 11. Jahrhunderts. 

  • London im 11. Jahrhundert.

    Der Medicus

    Nanniswelt

    11. February 2017 um 08:41

    London im 11. Jahrhundert: Robert Jeremy Cole bekommt schon als kleiner Junge die Härte der damaligen Zeit zu spüren: beide Eltern sterben viel zu früh. Glücklicherweise lernt der Junge einen Bader kennen, der mit seinem Wagen und Heilwissen durch die Lande zieht. Er nimmt Robert als Lehrling auf und unterrichtet ihn im Handwerk der Heilkunst. Der junge Cole entdeckt seine Neugierde um das Wissen, anderen Menschen zu helfen und diese von schlimmen Krankheiten zu heilen. Von seiner Gabe, bei Berühren mit den Händen den Tod anderer Menschen zu spüren, erzählt er zunächst nichts. Als auch noch der Bader stirbt, ist Rob erneut auf sich alleine gestellt und fasst einen Plan. In Madrasse, einer Schule für Medizin, soll es den besten Arzt der damaligen Zeit geben. In Isfahan im fernen Orient lehrt der Arzt Ibn Sina auch Avicenna genannt an dieser Akademie das Wissen um die Medizin. Doch als Christ hat Rob keine Chancen diese Schule zu besuchen, da die Kirche die Heilkunst als Ketzerei verteufelt. Seine geniale aber auch gefährliche Idee: sich als Jude auszugeben. Eine lange und anstrengende Reise nach Persien beginnt. Wird Rob seinen Traum verwirklichen können? Wird er es schaffen die lange Reise ohne Katastrophen zu überstehen um am Ende wirklich Arzt zu werden? Eines ist klar: Es wird das größte Abenteuer seines Lebens!Das Leben zur damaligen Zeit war geprägt von der Diktatur der Kirche, von Kriegen und Vorurteilen und dem harten Leben mit Krankheiten wie der Pest auch „schwarzer Tod“ genannt. Noah Gordon beschreibt in diesem Roman deutlich die schwierigen Bedingungen und unhygienischen Zustände, die zu Krankheit und Tod vieler Menschen geführt haben. Der Protagonist Robert Cole wächst einem schnell ans Herz und versetzt den Leser ins London des 11. Jahrhunderts. Mit viel Mut aber auch dem nötigen Köpfchen schlägt sich der Junge durch alle Widerstände. Von Kapitel zu Kapitel möchte man wissen wie es weitergeht. Ich habe mir diesen Roman ausgesucht, weil ich sehr an der damaligen Medizin und Heilkunde interessiert bin und fand es sehr toll beschrieben, welche Methoden angewandt wurden und auch, wie die Kirche zu dem Thema stand wird in dieser Geschichte deutlich. Für alle, die sich für die Anfänge der Medizin interessieren ist dieser historische Roman sehr zu empfehlen. Leider weist die Story auch einige vermeintliche Tatsachen auf, die damals so nicht gewesen sein können, z.B. die Städte, die es teilweise zur damaligen Zeit so noch nicht gab. Auch die Schlösser bzw. Burgen kann es damals noch nicht so gegeben haben und die Örtlichkeiten sind auch oftmals eher fiktiv als historisch korrekt. Auf diese Umstände wird aber am Ende des Buchs durch den Autor Noah Gordon selbst hingewiesen! Etwas mühseelig war für mich die lange Reise nach Persien, die der Hauptprotagonist im Buch durchlebt. Diese war mir einfach zu langatmig, zeigte zwar die damaligen Wanderungen durch viele Länder auf, war mir aber zu viele Seiten lang beschrieben. Auch die anderen Bänder der Reihe "Der Schamane" und "das Erbe des Medicus" habe ich gelesen, da ich die verschiedenen Zeitepochen und Ortswechsel sehr gut fand! 

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