Noah Hawley Vor dem Fall

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Inhaltsangabe zu „Vor dem Fall“ von Noah Hawley

An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, greifen immer abstrusere Verschwörungstheorien um sich. Scott versucht verzweifelt, sich den Medien zu entziehen – und gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist.

Spannender Gesellschaftsroman über die Bedeutung der Medien, eine Welt voller Macht und Manipulation!

— DieBuchkolumnistin
DieBuchkolumnistin

Spannung mit Tiefgang, interessant und kurzweilig zu lesen!

— FrolleinJott
FrolleinJott

Tolles Buch mit faszinierenden Protagonisten. Sehr wahr, sehr aktuell, sehr spannend.

— TanyBee
TanyBee

Ein tolles Buch darüber, was die Medien mit den Opfern einer Katastrophe machen. Spannend noch dazu. Hat mich voll mitgerissen!

— anushka
anushka

Der Anfang wirkt holprig und an den Stil muss man sich gewöhnen, wenn man aber einmal drin ist, dann kann man nicht mehr aufhören

— World_of_tears91
World_of_tears91

Eine berührende Geschichte, die realitätsnah wirkt. Spannend erzählt. Lesenswert.

— Patno
Patno

Eine spannende Geschichte über Geld, Macht und Korruption, sehr lesenswert.

— leserattebremen
leserattebremen

Schonungloser Einblick über das, was die Medien aus einem tragischen Unglück machen können

— Cambridge
Cambridge

Hat mir sehr gut hefallen

— vormi
vormi

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  • ...ist nicht mein Fall.

    Vor dem Fall
    happytanny

    happytanny

    12. November 2016 um 10:49

    Ich musste mich durch dieses Buch quälen... Und habe es dann irgendwann ganz in der Ecke liegen lassen. ..Am Anfang fand ich es noch sehr spannend aber ziemlich schnell war dann gar keine Spannung mehr da und die Geschichte dümpelte lediglich vor sich hin. All diese Rückblicke und die vielen Personen haben mich mehr verwirrt als alles andere!Wenn man sich für so ein Thema interessiert, ist das Buch wohl durchaus lesenswert aber zur spannend-fesselnden Unterhaltung ist es nicht empfehlenswert.

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  • Absolute Leseempfehlung

    Vor dem Fall
    jaylinn

    jaylinn

    09. November 2016 um 08:02

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Vor dem Fall ist im September 2016 als gebundenes Buch mit 448 Seiten bei Goldmann erschienen. Autor Noah Hawley ist einigen Serienliebhabern unter euch vielleicht durch die Serie Bones – Die Knochenjägerin ein Begriff. Für diese Serie (und auch noch für einige andere) schrieb er nämlich das Drehbuch. Auf dem Cover des Buches ist ein einzelner, ausgestreckter und dunkel wirkender Engelsflügel abgebildet. In Verbindung mit dem Titel hat mich diese Gestaltung sofort neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht. Inhalt: „An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, greifen immer abstrusere Verschwörungstheorien um sich. Scott versucht verzweifelt, sich den Medien zu entziehen – und gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Vor dem Fall ist ein faszinierendes Buch, das mich in meinen hohen Erwartungen nicht enttäuscht hat. Hawley hat mit dem Mittel des beschriebenen Flugzeugabsturzes eine hochaktuelle Thematik in den Fokus seiner Geschichte gestellt: die Omnipräsenz und Macht der Medien. Es ist nahezu erschreckend, welche Ausmaße die Medienpräsenz in Vor dem Fall einnimmt und welche ominösen Theorien nach der Katastrophe aufgestellt werden. Nur, weil jemand etwas Heldenhaftes getan hat und sich damit nicht rühmen möchte. Es einfach des Lebens wegen getan hat, ohne Hintergedanken. Scheinbar ist so etwas (laut den von Hawley beschriebenen Ereignissen) ein seltener und verdächtiger Umstand. Geld, Korruption und Macht spielen in Vor dem Fall eine große Rolle und verzerren die wahren Geschehnisse. Hawley gelingt es, eine Spannung aufzubauen, die ihresgleichen sucht. Schon nach den ersten Seiten hat er mich völlig gefesselt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.  Er entwirft in seinem als Roman betitelten Thriller ein Bild der heutigen Gesellschaft, das mit Sicherheit an vielen Stellen übertragbar ist, zum Nachdenken anregt und den Leser schlichtweg berührt. Opfer einer Katastrophe werden behandelt, als wenn sie selbst schuldig sind, werden beinahe Opfer einer Hexenjagd. Nur, weil sie überlebt haben. Protagonist Scott Burroughs, der Held der Geschichte, eignet sich perfekt als Fraß für die Medien. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten. Einfach genial, wie Hawley seinen Protagonisten entworfen hat. Durch die Konzeption des Buches erfahren wir aber nicht nur über Scott vieles. Auch alle anderen Charaktere, die sich im Flugzeug befunden haben, spielen eine Rolle. Unterbrochen wird das jeweils durch eine Art Bildbetrachtung, aus der man zu Beginn nicht ganz so schlau wird. Geschickt und spannend gemacht. Zum Glück wirkt dieser Aufbau nicht konstruiert, schürt die Spannung eher noch. Fazit: Absolute Leseempfehlung. Wer Lust auf einen spannenden Roman mit Thrillerelementen hat, der ist hier richtig aufgehoben.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Ein tolles Buch über den Umgang der Medien mit Katastrophenopfern

    Vor dem Fall
    anushka

    anushka

    04. November 2016 um 12:56

    Der Maler Scott Burroughs erwischt in letzter Sekunde den Privatjet, auf den er von einer jungen, wohlhabenden Mutter eingeladen wurde. Nur Minuten später findet er sich im Atlantik wieder. Ein Kinderweinen reißt ihn aus seiner Panik und mit dem 4-jährigen Sohn JJ des Medienmoguls David Bateman schwimmt er ans Land. Und während die beiden sich von ihrem Martyrium erholen, warten sie verzweifelt auf Neuigkeiten über die anderen Passagiere. Währenddessen kommt bereits die Medienmaschinerie ins Rollen und den Betroffenen und Hinterbliebenen wird auf erschreckende Weise bewusst gemacht: Der Absturz war erst der Anfang.Noah Hawley hat mit "Vor dem Fall" ein absolut fesselndes Buch darüber vorgelegt, wie in der heutigen Zeit mit den Opfern einer Katastrophe umgegangen wird. Innerhalb kürzester Zeit entstehen die abstrusesten Theorien zur Absturzursache und um das Interesse der Öffentlichkeit an der Berichterstattung aufrecht zu erhalten, wird sogar Scotts Heldentat in den Schmutz gezogen. Scott selbst war schon immer ein sehr privater Mensch. In den sozialen Medien ist nichts über ihn zu finden, er lebt eher zurückgezogen und auch jetzt meidet er die Medien, was deren Misstrauen nur noch mehr weckt. Angetrieben von einem hetzenden Nachrichtenkommentatoren entsteht eine regelrecht Hexenjagd.Ich konnte mich dem Sog dieses Buches kaum entziehen. Bereits der Absturz und die Rettung waren spannend, aber richtig beklemmend wurde dann die Hetzjagd der Medien, allen voran eines einzelnen Kommentatoren, der sich zum Rächer seines Vorgesetzten und Freundes David Bateman ernennt. Doch auch die diversen Ermittlungsbehörden machen Scott das Leben nicht leicht und so wird jede vergangene und jede zukünftige Entscheidung Scotts unter die Lupe genommen und auf die Goldwaage gelegt. Doch in einzelnen rückblickenden Kapiteln werden noch ganz andere Dinge aufgedeckt. Auf einmal wird klar, dass die Beziehung zwischen Bateman und dem Kommentatoren keinesfalls mehr die beste war. Und auch die Mitpassagiere und die Besatzung geraten ins Blickfeld und den Fokus der Spekulationen um die Absturzursache. In recht kurzen Rückblicken gelingt es dem Autor, die Leben der unterschiedlichen Mitreisenden plastisch auferstehen zu lassen und Situationen aus ganz unterschiedlichen Wahrnehmungen zu beleuchten. Dabei kommt jede Person jedoch nur einmal "zu Wort" (außer den Überlebenden), sodass jeder entsprechende Abschnitt auch etwas von einem biographischen Abriss hat. Obwohl man bereits weiß, dass nur Scott und JJ überleben, trifft einen der Tod dieser Menschen nach diesen Abschnitten um so härter.Und wie das Flugzeug trudelt auch diese Geschichte unaufhaltsam dem Ende und der Auflösung um die Absturzursache entgegen, welches eine fantastische Verwebung ist zwischen einer Tonaufnahme und einem Fernsehinterview. Fast hat man alles Szenen schon filmgleich vor Augen. Und ich kann mir dieses Buch tatsächlich sehr gut als Verfilmung vorstellen, weil es sich wie eine ebensolche liest. Dabei ist der Schreibstil gehoben, durchaus anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch ansprechend und nicht hinderlich bei einer rasanten Lesegeschwindigkeit. Und obwohl die Geschichte nach der Rettung eigentlich eher gemächlich und ruhig, ohne Actionszenen daherkommt, fühlt sich doch im Nachhinein rasant hat.Mich hat dieses Buch absolut gepackt und unseren Umgang mit Berichterstattung und Opfern von Katastrophen hinterfragen lassen. "Der Vater des Attentäters" von Noah Hawley hatte mich noch nicht so überzeugt, aber "Vor dem Fall" lässt mich definitiv zu weiteren Büchern des Autors greifen.

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  • Rakete mit holprigem Start

    Vor dem Fall
    World_of_tears91

    World_of_tears91

    27. October 2016 um 13:08

    Die Überschrift mag etwas kryptisch klingen, aber ich finde sie fasst doch ganz gut zusammen, was dieses Buch ist. Nach einem zähen Einstieg, bei dem ich nur recht langsam voran gekommen bin, wirft das Buch jede Menge spannende Fragen und Wendungen in den Raum, die einen quasi zum Weiterlesen zwingen.Zur Geschichte wurde genug geschrieben, das möchte ich deshalb außen vor lassen. Sagen wir mal so, der Flugzeugabsturz eines Privatjets, vollbesetzt mit reichen Schnöseln und einem Zufallsgast, der mitten über dem Atlantik aus unerklärlichen Ursachen abstürzt - das bildet eine hervorragende Grundlage für die verschiedensten Arten von Geschichten. Daraus könnte man einen Horrorroman machen, einen Verschwörungsthriller, irgendetwas Fantastisches oder aber einen packenden Kriminalroman wie Noah Hawley es macht. Als Thriller würde ich es nämlich nicht bezeichnen, obwohl die Handlung rasant ist. Man merkt der Handlung und ihrem Aufbau sehr deutlich an, dass der Autor auch als Drehbuchschreiber tätig ist, was der Geschichte absolut zu Gute kommt.Ich will auch gar nicht so viel schreiben, denn hier lauert hinter jeder Ecke ein Spoiler, wenn ich nicht vorsichtig bin. Deshalb mal noch ein paar Worte zum Einstieg. Den fand ich ziemlich zäh. Man lernt erst mal ganz grob den Protagonisten kennen und auch ein paar Hintergründe zu den Personen im Flugzeug. Klar, das ist die Grundlage für einen Roman, der einen dann auch mal "persönlich" packt, denn man entwickelt ja doch seine Meinung zu den verschiedenen Personen. Ich fand auch nicht, dass der Einstieg langweilig war, aber er ist eben doch überhaupt nicht zu vergleichen mit dem, was einem dann im Rest vom Buch erwartet. Daher mein Rat: durch den Einstieg gemütlich lesen, dann wird man mit einem echten Pageturner belohnt.Den angepriesenen Vergleich mit dem "Distelfink" kann ich leider nicht bewerten, da ich das Buch nicht gelesen habe. Für mich als Leserin von harten und temporeichen Thrillern habe ich das Buch nach der Lektüre aber sehr glücklich zugeklappt, auch wenn es langsamer und bedächtiger vorgeht, wie ich das manchmal gewöhnt bin. "Vor dem Fall" ist ein sehr packender Roman, von dessen zähen Einstieg man sich auf keinen Fall abschrecken lassen sollte.

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  • Vor dem Fall

    Vor dem Fall
    Michelangelo

    Michelangelo

    24. October 2016 um 20:26

    Klappentext: „An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, greifen immer abstrusere Verschwörungstheorien um sich. Scott versucht verzweifelt, sich den Medien zu entziehen – und gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist.“ Der Maler Scott Burroughs ist nur durch eine Gefälligkeit an Bord der Unglücksmaschine, er verpasst fast den Abflug, da sein Taxi nicht kommt….ein Wink des Schicksals? Wir bekommen einen kurzen Einblick in die unmittelbare Zeit vor dem Unglück, die Personen, die in der Maschine sind, werden kurz vorgestellt. Nach der herausragenden Leistung von Scott, der in einer unmenschlichen Leistung sich und den kleinen JJ gerettet hat, ist er zunächst der große Held. Die Suche nach dem Wrack und de Leichen beginnt, Ermittlungen über die Unglücksursache beginnen und auch die Medien steigen groß ein. Zwangsläufig tauchen nun auch Fragen auf, was Scott an Bord der Maschine zu suchen hatte. Es wird in den Leben aller vom Unglück Betroffenen rumgestochert und es tauchen schwarze Flecke bei jedem von ihnen auf,da niemand ein ganz normales, ruhigesLeben geführt hat. Wir bekommen einen tollen Einblick in die einzelnen Biographien, da jeder Person ein Kapitel gewidmet ist. Scotts Geschichte bildet den Rahmen um alles. Erschreckend ist dabei, wie es ein Medienmann es schaffen kann, einen unbescholtenen Mann zunächst zum Helden zu glorifizieren, um ihn im Anschluß dann bis hin zum Terroristen zu verunglimpfen. Dieses Buch hat mich fasziniert. Es war spannend, gut und leicht zu lesen. Die Personen waren sehr bildhaft dargestellt. Der Spannungsbogen umfasste das Buch bis zum Ende und ich wäre nie darauf gekommen, wieso das Flugzeug nun wirklich abgestürzt ist. Die Ursache war eine Überraschung, aber die Geschichte ist rund und hat mich zufriedengestellt. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das von mir 4 Sterne erhält.

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  • Zwischen Heldentum und Generalverdacht

    Vor dem Fall
    allegra

    allegra

    23. October 2016 um 16:42

    Der „Fall“ ist in diesem Roman von Noah Hawley ein Fall im wörtlichen Sinne, nämlich ein Flugzeugabsturz einer Privatmaschine. Eine kleine, illustre Gesellschaft von einem Medienmogul, einem Milliardär, der sein Vermögen durch Geldwaschfinanzdienstleistungen verdient hat, deren Frauen mit Kindern und Scott Borroughs, einem ziemlich mittellosen und erfolglosen Maler. Scott und JJ, der vierjährige Sohn des Medienmilliardärs überleben als einzige den Absturz. Durch eine schier unmenschliche Leistung gelingt es Scott mit dem kleinen JJ auf dem Rücken an Land zu schwimmen. Der Roman handelt vor allem von der Aufklärung der Absturzursache, in dem die Vorgeschichte aller beim Absturz beteiligter Figuren beleuchtet. Der Autor legt zahlreiche denkbare Fährten aus und zeigt anhand von Scott, der zwischen Heldenverehrung und möglicher Täterschaft die Folgen des Einflusses der Medien nach dieser Katastrophe über sich ergehen lassen muss. Das Buch setzt sich recht kritisch mit der Sensationsgeilheit der Medien auseinander und wer News ab und zu auf amerikanischen Sendern verfolgt, kann sich in etwa denken, welcher Sender gemeint. Dieser Aspekt fand ich gerade vor dem aktuellen politischen Hintergrund des Wahlkampfendspurts der amerikanischen Wahlen sehr interessant. Wo ist die Grenze zwischen der Wahrheit im Sinne der Wirklichkeit oder Wahrhaftigkeit und der „Reality“ im Sinne einer Herrn Trump? Mein Leseerlebnis bei diesem Buch war etwas durchzogen. In der ersten Hälfte tat ich mich bisweilen recht schwer, wieder zum Buch zu greifen, weil es mich einfach zu wenig gepackt hat. Ich fand zwar die Sprache sehr angenehm, immer gut abgestimmt auf die jeweilige Perspektive bzw. Figur, um die es gerade ging. Auch konnte ich von einigen Figuren eine wirklich gute Vorstellung gewinnen. Dennoch fand ich es insgesamt recht langatmig. In der zweiten Hälfte ging es mir dann wesentlich besser. Die Handlung fokussiert zunehmend auf der Aufklärung der Absturzursache und weniger in der Vergangenheit der Figuren und ich konnte gut mitleiden mit dem kleinen JJ. Teilweise erscheinen einem gewisse Figuren etwas eindimensional, aber leider musste ich schon vermehrt erleben, dass es auch in meinem Umfeld tatsächlich Menschen gibt, die rücksichtslos egoistisch  und schlicht und ergreifend nicht gut sind. Von daher würde ich das sogar als realistisch und für den Roman als positiv einschätzen. Für mich handelt es sich bei diesem vorliegenden Buch nicht um einen Thriller, sondern um einen Roman, der auf den Einfluss der Medien nach Katastrophen sensibilisieren kann. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, da das nicht geht vergebe ich 4 Sterne und eine Empfehlung für Leser, die nicht zwingend atemberaubende Spannung erwarten.  

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  • Zur falschen Zeit am falschen Ort

    Vor dem Fall
    Patno

    Patno

    09. October 2016 um 12:34

    Nur sehr selten inspiriert mich eine Werbeanzeige. Doch die Vorstellung des neuen Romans "Vor dem Fall" von Noah Hawley weckte sofort mein Leseinteresse. Das Buch ist im September 2016 bei Goldmann erschienen. Noah Hawley ist auch als Drehbuchschreiber und Produzent bekannt, z.B. durch die TV-Serie "Bones-Die Knochenjägerin". Manchmal begegnen uns Menschen, die unser Schicksal prägen! Scott Burroughs ist ein mehr oder weniger erfolgloser Maler und lebt auf Martha's Vineyard. Dort lernt er auch Maggie kennen. Sie ist es, die Scott an diesem verhängnisvollen Tag anbietet, mit ihrer Familie im Privatjet nach New York zu fliegen. In letzter Minute kommt Scott am Flughafen an und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Achtzehn Minuten nach dem Take-off stürzt der Jet ab und Scott kommt plötzlich mitten im Ozean zu sich, umgeben von Wrackteilen. Zunächst scheint es keine Überlebenden zu geben, doch dann hört er Maggie's kleinen Sohn JJ. Scott kämpft gegen die Wellen und rettet sich schließlich mit dem kleinen Jungen ans Ufer. Nun beginnt Scott's eigentliches Trauma. Die Medien stürzen sich auf ihn und er wird von den einen als Held gefeiert und von anderen als Märtyrer verurteilt. Für Scott ist es wie ein böser Traum, ausgesetzt der Sensationslust, und wilder Verschwörungstheorien, die ihn an seine Belastungsgrenze bringen. Wer jetzt auf ein rasantes Thrillerabenteuer rund um einen mysteriösen Flugzeugabsturz spekuliert, den muss ich leider enttäuschen. Dieser Roman ist facettenreicher, fast schon in Richtung Tragödie einzuordnen. Es geht um Geldgier, Macht, Intrigen, aber auch um Liebe und Verrat. Noah Hawley hat eine sehr lebendige und bildhafte Art zu schreiben. Seine Charaktere wirken so authentisch, dass man meint, die Geschichte beruhe auf Tatsachen. Dabei hat mir besonders die Inszenierung des Scott Burroughs gefallen. Seine Gefühle und Gedanken, die Art, wie er sich mit seinen Mitmenschen auseinandersetzt, hat mich wirklich berührt und beeindruckt. Diesem Mann würde ich gern einmal begegnen. In Rückblenden wird das Leben der einzelnen Akteure näher beleuchtet. Die Beschreibungen sind sehr detailliert und als Leser rätselt man, wer wohl als Auslöser für den Flugzeugabsturz infrage kommt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Ausführungen gelegentlich etwas zu sehr von der eigentlichen Handlung abdrifteten und deren Relevanz nicht immer ganz nachvollziehbar war. Bei amerikanischen Autoren wünsche ich es mir oft etwas komprimierter, so auch hier. Trotzdem schmälert dies meinen äußerst positiven Gesamteindruck nur unwesentlich. "Vor dem Fall" ist ein fesselnder Roman, der sehr realitätsnah wirkt und aufzeigt, wie schutzlos der Mensch einer Manipulation von außen ausgesetzt sein kann. Berührend und lesenswert!

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  • Potenzial vorhanden, aber nicht genutzt

    Vor dem Fall
    kubine

    kubine

    03. October 2016 um 21:20

    Ein Privatjet stürzt auf dem Weg von Martha's Vineyard nach New York ins Meer. An Bord befinden sich David Bateman, Medienmogul, mit Familie, Ben Kipling, Investmentbanker, der sich bei seinen Geschäften am Rande der Legalität bewegt, mit Frau und der erfolglose Maler Scott Burroughs. Er überlebt den Absturz und rettet auch den kleinen JJ, Batemans Sohn, indem er die ganze Nacht 15 Meilen durch den Atlantik schwimmt, bis er Land erreicht. Für die Amerikaner ist er ein Held. Aber schnell werden Verschwörungstheorien laut. War der Absturz wirklich nur ein Unfall? Oder ein Terroranschlag? Welche Rolle spielt der mittellose Maler dabei, dessen neueste Werke allesamt Katastrophenbilder sind?Noah Hawley ist Drehbuchautor und Produzent, unter anderen der erfolgreichen Serie „Bones“. Seit ein paar Jahren veröffentlicht er auch Bücher. „Vor dem Fall“ ist sein neuestes, auf dem deutschen Buchmarkt erhältliches Werk.Die besten Geschichten schreibt das Leben, das weiß auch der Autor. So ist es nicht verwunderlich, dass er Nachrichten, die in den letzten Jahren Schlagzeilen machten, literarisch verwertete. Allerdings ist es hier ein Zu Viel. Der Leser will zwar unterhalten werden, und falsche Fährten gehören dazu, aber nur, wenn diese auch überzeugend gelegt sind. Das ist hier leider nicht der Fall.Nach dem Absturz gehen die Ermittlungen in sämtliche Richtungen. Jeder der erwachsenen Passagiere und Crewmitglieder hatte Probleme und Geheimnisse. FBI, Verkehrssicherheitsbehörden, Luftfahrtaufsicht und die Börsenaufsicht haben jeder ihre eigene Theorie und wollen diese bestätigt wissen. Der einzige, der nicht ganz reinpasst, ist Scott Burroughs. Doch bevor die Black Box nicht gefunden ist, ist er für die Behörden lediglich ein Zeuge. Einzig die Presse, allen voran Bill Cunningham, Anchormann des Senders von David Batemann, schießt sich auf ihn ein. Dazu ist ihm jedes Mittel recht und um sein Ziel zu erreichen setzt er auch illegale Aktionen, die ihn vor dem Absturz fast seien Job gekostet haben, skrupellos ein und webt daraus eine Geschichte, die von der Wahrheit weit entfernt ist. Der Autor leistet hier gute Arbeit und macht deutlich, wie die Presse die öffentliche Meinung beeinflussen kann. Das hätte schon alleine für einen interessanten Roman gesorgt, aber leider belässt der Autor es nicht bei diesem Erzählstrang. Durch die auktoriale Erzählperspektive und die Menge an handelnden, teilweise stereotypischen Figuren bleibt das ganze eher blass. Zumal falsche Fährten nicht wirklich zu Ende ausgeführt sind. Die Erzählstruktur ist zwar interessant – im Laufe der Geschichte werden die Lebensgeschichten aller an Bord befindlichen Personen beleuchtet, Scotts Katastrophenbilder beschrieben und Scotts Leben nach dem Absturz sowie die Ermittlungen zum Absturz abwechselnd beleuchtet, aber meist nicht konsequent zu Ende geführt bzw. zu schnell abgehandelt. Sympathien oder Antipathien für auch nur einen der Protagonisten konnte ich nicht aufbauen. Dazu kommt noch, dass der Roman sich stellenweise wirklich zog. Zwar wollte man schon wissen, was nun wirklich passierte, aber hatte trotzdem das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Eine straffere Handlung und die Fokussierung auf einen Erzählstrang hätte dem Buch sicher besser getan. So war es einfach nur zu viel – zu viel an Ideen, die verarbeitet werden sollten, zu viel an Personen, zu viel von allen. Nur am Ende, nach dem letzten Abschnitt, bleibt man irgendwie unbefriedigt zurück. Zwar ist die Ursache für den Absturz durchaus plausibel, aber Scotts Zukunft wird nicht mal angedeutet. Und das, obwohl der Autor sich Mühe gab, 400 Seiten lang Scotts Leben nicht nur zu beschreiben, sondern auch den Grundstein für sein neues Leben zu legen.Mag sein, dass ich mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, aber so richtig begeistern konnte es mich nicht. Es gibt gute Ansätze, und einige Sachen regen zum Nachdenken an, aber ob das Buch lesenswert ist, sollte jeder für sich entscheiden.

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  • Absturz mit vielen offenen Fragen

    Vor dem Fall
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    02. October 2016 um 12:54

    Scott Burroughs hat sein Leben „neu erfunden“. Vor zwei Jahren, als er 46 Jahre alt war.Bis dahin ein Maler mit Talent, vielleicht, der nicht wirklich bemerkenswertes für die Kunstinteressierten der Welt zustande gebracht hatte. Doch seit diesem Zeitpunkt hat er nicht nur sein Übergewicht in den Griff bekommen und sein tägliches Schwimmtraining aus Jugendzeiten wiederaufgenommen, sondern auch Inspiration erlebt. Der er zwei Jahre lang nachgegangen ist. Und nun stehen entscheidende Termine in New York mit einer Galeristin an, nun könnte es was werden.Da nimmt er gerne die Einladung an, statt mit der Fähre mit einem Privatjet nach New York einzufliegen. Und wird 18 Minuten später froh sein, dass er so gut in Form ist. Was das Schwimmen angeht. Der Jet stürzt ab und Scott schwimmt stundenlang durch den Atlantik zur Küste. Auf dem Rücken den vierjährigen JJ, außer ihm der einzige Überlebende.Ein Unglück, wie es selten passiert, aber passieren kann. Oder gar kein Unglück?Diese, entscheidende, Frage wird lange im Roman offenbleiben. Denn in aller Ruhe geht Hawley abwechselnd den verschiedenen Personen, die an Bord waren, nach. Entwirft kleine Portraits (im Übrigen von fast jedem, der im Roman vorkommt, sei es der Leiter der Rettungsmission, sei es ein Freund Scotts, sei es eine Kunstmäzänin in New York). Und bei einigen der an Bord befindlichen Männern stimmt so einiges nicht im Vorfeld des Absturzes.Bateman, Leiter eines Nachrichtensenders, der durch einen seiner selbstverliebten, investigativen Journalisten massiv Ärger auf sich zukommen sieht. Kipling, der jeden Dollar sauber bekommt, für den Geld nur ein Instrument ist, dessen Quellen ihm in seiner „Geld-Verwertungsfirma“ völlig egal ist. Aber nun in das Fadenkreuz der Finanzbehörden geraten ist. Und schlimmer, in den geschärften Blick mindestens eines der „Investoren“. „Wichtig ist das Geld. Wenn sie ins Gefängnis gehen müssen, gehen sie ins Gefängnis. Und wenn sie das Bedürfnis verspüren, sich aufzuhängen….vielleicht ist das auch keine schlechte Idee“.Oder hat einer der Piloten oder die Flugbegleiterin noch irgendwelche Rechnungen offen?Und wenn dann noch die Worte des Fahrers des Tanklastwagens am Flughafen im Raume schwingen, „ich würde damit nicht fliegen wollen“, dann deutet sich in der ersten Hälfte des Romans an, dass hier andere Hintergründe als ein simples, technisches Versagen Ursache des Absturzes sein könnten. Wofür auch Erinnerungsfetzen in Scotts Kopf sprechen würden. Die aber zusammenhanglos und eher assoziativ in seinem Gedächtnis aufblitzen.Während er zugleich versucht, seine Ambitionen als Maler nicht aus dem Kopf zu verlieren.Direkt und klar erzählt Hawley, ohne viel Federlesen und dabei sehr ausführlich vor allem über sein „Personal“. Das hat eine gewisse Breite, die hier und da in Länge ausartet. Seiten, die man geneigt ist, zu überblättern, um beim roten Faden der durchaus spannend gestalteten Geschichte des Absturzes selbst zu bleiben und nicht eine der Ehefrauen eines der Männer an Bord beim Shoppen zu begleiten.Dennoch, Kleinigkeiten könnten wichtig sein, was einerseits die Aufklärung des Absturzes angeht, was aber andererseits auch die moderne Medien- und Finanzwelt angeht. Denn auch den Medienrummel um Scott als „Helden“, zunächst und die verschiedenen Hintergründe der Geschäfte mancher Passagiere stellt Hawley überaus spannend und unterhaltsam dar. Bis hin dazu, dass der Leser selbst misstrauisch wird im Blick auf diesen Scott und seine Motive. Und gegenüber den Mitteln, mit denen einer der Journalisten im Buch arbeitet. Was ein Vorgang ist, der im 24 Stunden Nachrichten- und Informationszyklus der Gegenwart den Leser deutlich daran erinnert, wie wenig Fakten eigentlich noch zählen und Vermutungen zu Wahrheiten werden können.Unterhaltsam erzählt mit einer intelligent konstruierten Geschichte bildet „Vor dem Fall“ solide und gute Unterhaltung, trotz mancher Längen und teils zu vieler Perspektiven.

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  • Fesselnder Roman

    Vor dem Fall
    sapadi

    sapadi

    29. September 2016 um 10:20

    Ein Privatflugzeug stürzt ins Meer und nur ein erfolgloser Maler und der kleine Sohn des Millionärs überleben. Der Maler schwimmt Meile um Meile bis ans rettende Ufer und rettet so das vierjährige Kind. Die Katastrophe wird nun von den Medien und den Behörden untersucht und in allen Einzelheiten betrachtet. Warum stürzte das Flugzeug ab? Warum hat der Maler schon vorher Bilder von Katastrophen gemalt, darunter einen Flugzeugabsturz? Warum befand sich ein mittelloser Maler an Bord des Privatflugzeuges?Die Handlung lebt von den o. g. Fragen, welche nach und nach erarbeitet werden. Zudem werden die einzelnen Personen betrachtet und so ein komplettes Bild des Geschehens mit allen Hintergründen verfasst. Langeweile kommt so nicht auf, ab der Mitte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, am Anfang habe ich mir ein wenig schwer getan, aber nach den ersten hundert Seiten ging der Schreibstil in Fleisch und Blut über. Gelungen fand ich die Betrachtungsweise der verschiedenen Personen, teilweise mehrere in einem Kapitel, dadurch muss konzentriert weiter gelesen werden, also einfach so nebenbei am Strand lesen könnte durchaus schwierig werden.Der Protagonist Scott steht im Vordergrund und führt folgerichtig durch die Geschichte. Er wirkt trotz Ecken und Kanten sympathisch und konnte mich vollkommen überzeugen. Die weiteren Protagonisten werden ebenso detailliert dargestellt, es macht richtig Spaß sie kennen zu lernen.Es werden auch die einige Themen kritisch betrachtet, wie zum Beispiel die Medien, was dem Roman ein wenig Tiefe gibt.Fazit: Ein Buch das durch die verschiedenen Handlungsstränge und dem Protagonisten Punkten kann, dafür fünf Sterne von mir.

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  • Vor dem Fall

    Vor dem Fall
    vormi

    vormi

    25. September 2016 um 03:54

    Ein Privatflugzeug, auf dem Rückflug von Martha's Vineyard nach New York.Und an Bord sind 2 der reichsten Männer New Yorks, jeweils mit ihren Ehefrauen und im Fall von Medienmogul David Bateman auch noch seine beiden kleinen Kinder.Der eher unbekannte Maler Scott Burroughs verdankt es einem Zufall, daß er eingeladen wurde mit der Privatmaschine mitzufliegen.Doch besonders der kleine JJ kann froh sein, daß Scott an Bord ist, denn das Flugzeug kommt nie im Big Apple an.Als sich der Maler im kalten Atlantik wiederfindet wird ihm schnell klar, daß ihm nichts anders übrig bleiben wird, als loszuschwimmen.Als er sich noch versucht zu orientieren, wo am wahrscheinlichsten die Ostküste ist, hört er eine Kinderstimme weinen.So hat er nicht nur für sich die Verantwortung, sondern muß sich um den 4jährigen JJ kümmern.Und trotz ausgekugelter Schulter schafft er es mit dem kleinen Jungen das rettende Land zu erreichen.Natürlich sorgt der Flugzeug-Absturz für ganz viel Wirbel, besonders in Anbetracht der beiden erfolgreichen Männer, die abgestürzt sind.Denn dem einen gehört der erfolgreichste Nachrichtensender in den USA. Und dem anderen droht eine Anklage wegen Geldwäsche.Also sind alle Augen auf den Atlantik gerichtet und was sich aus den Hinweisen noch ergeben könnte, ob es ein Unfall oder Mord war.Das Buch ist so intensiv und spannend, es hat mich von der ersten Seite an gefesselt hat.Es gibt immer wieder von den verschiedenen Personen Rückblicke, was sie bisher in ihrem Leben gemacht haben.Und das nicht nur für die 11 Personen, die im Flugzeug saßen, sondern auch für zB die verschiedenen Ermittler oder Mitarbeiter beim Nachrichtensender. Erstaunlicherweise ist es trotzdem nicht verwirrend odermunübersichtlich, sondern es ist total interessant, die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen und sich zu überlegen, wie alles zusammenpasst.Das Buch hat mich gleich auf Anhieb angesprochen. Das Cover ist schlicht und schön und durch den einzelnen Flügel hat es mich auf sich aufmerksam gemacht. Man nimmt es gleich in die Hand und möchte mehr dazu erfahren.Und das kann man dann ja, und der Klappentext hat mich endgültig überzeugt.Ein rundrum stimmiges Buch, daß mir sehr viel Spaß gemacht hat zu lesen.Interessant und voller unerwarteter Entwicklungen. Kein Wunder, hat doch der Autor schon bei Erfolgsserien wie "Bones" mitgewirkt.Schreiben kann er also und er kennt sich definitiv mit einem Spannungsbogen gut aus.Ich kann es nur empfehlen, eine echte Bereicherung. Mal was anderes, auf jeden Fall vom Aufbau her.

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  • Die Macht der Medien

    Vor dem Fall
    leserattebremen

    leserattebremen

    23. September 2016 um 13:14

    Auf dem Flug von Martha’s Vineyard nach New York stürzt ein Privatjet über dem Meer ab. An Bord waren ein Medienmogul und ein Finanzmanager mit ihren Familien und ein unbekannter Maler, Scott Bourroughs. Scott überlebt den Absturz ebenso wie der Junge JJ, den er aus den Fluten rettet und mit ihm an Land schwimmt. Er gilt als Held, der Grund für den Flugzeugabsturz ist jedoch unklar. Die Maschine war gerade gewartet, der Pilot äußerst erfahren. Scott muss feststellen, wie schwer es ist, mit der Aufmerksamkeit aller Menschen und Medien umzugehen und gleichzeitig den Behörden zu vertrauen, dass sie den Fall lösen werden. „Vor dem Fall“ ist eine fesselnde Geschichte, nicht nur über einen Flugzeugabsturz sondern auch darüber, wer heute bestimmt was „wahr“ ist und wie die Welt wahrgenommen wird. Scott findet sich in einem wahren Strudel wieder, Fernsehteams belagern ihn und auch vor dem traumatisierten Jungen machen sie nicht halt. Die Geschichte zeigt, wie weit Medien gehen, um exklusive Informationen zu bekommen und wie schnell die Vorstellung von gerechtfertigtem Verhalten sich wandeln kann, wenn man den eigenen Vorteil sieht. Zwischen der Geschichte, wie sie in der Gegenwart erzählt wird, gibt es immer wieder Rückblenden, in denen die einzelnen Gäste des Flugs in der Zeit vor dem Absturz vorgestellt werden. Schnell wird klar, dass sie alle kein Leben geführt haben, dass man als „normal“ bezeichnen könnte. Sie gehörten zu den Superreichen, Geld spielte keine Rolle und damit hat sich bei Ihnen auch das Gefühl von Recht und Gerechtigkeit verschoben. Ihre Macht schien unbegrenzt, umso härter konnte sie auch fallen. Der Roman „Vor dem Fall“ von Noah Hawley ist unglaublich spannend aufgebaut und fesselt einen als Leser an die Hauptfigur. Scott Borroughs ist einem sehr sympathisch, dennoch kann man bis zum Schluss nicht wissen, wer eigentlich Schuld an diesem Absturz ist. All das macht den Roman zu einer spannenden und unbedingt empfehlenswerten Lektüre. 

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  • Ein Flugzeugabsturz, seine Folgen und wie es dazu kam...

    Vor dem Fall
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    22. September 2016 um 11:19

    "Das Meer um ihn herum ist violett wie ein Bluterguss und blau wie die Mitternacht, und das kalte Weiß der Wellenkämme schimmert im Mondlicht." (Seite 42) Als Scott Burroughs in das Privatflugzeug steigt, ist sein Leben gerade dabei, sich zum Besseren zu wenden. Der große Durchbruch als Künstler scheint endlich, nach so vielen Jahren, zum Greifen nah. Das Flugzeug soll ihn und zehn weitere Passagiere von Martha's Vineyard nach New York bringen - doch da kommt es nie an. Stattdessen stürzt es ins Meer und zerschellt. Bis auf ihn und den vierjährigen Sohn der Familie Bateman - JJ - gibt es keine Überlebenden. Scott weiß nicht wie, aber er schafft es, zusammen mit dem Kind zu schwimmen, bis sie Land erreichen. Sie haben überlebt. Aber wie soll es jetzt weitergehen? Die danach folgende Geschichte wird immer wieder von Rückblenden unterbrochen, die uns einen Einblick in das Leben der (verstorbenen) Passagiere gewährt. Wir lernen viel über Medienmogul David Bateman, über seine Frau Maggie und seine Kinder. Über seine Tochter Rachel, die eine Entführung überstanden hat, nur um dann bei einem Flugzeugabsturz zu sterben. Über Eleanor - Maggies Schwester - die sich nun um JJ kümmern muss und über ihren neuen Freund Doug, der mehr Interesse an dem Erbe als an JJ hat. Und wir lernen, wie Maggie, Scott und JJ versuchen, mit dem Unglück umzugehen und ihr Leben weiterzuleben, trotz Trauer, trotz Ermittlungen, trotz Verschwörungstheorien - trotz fehlender Leichen und Blackbox. Und über allem und jedem schwebt die Frage: Warum ist das Flugzeug abgestürzt? Besonders schön und gleichzeitig auch verstörend fand ich die Kapitel, in denen Scotts Bilder beschrieben werden. Sie alle enthüllen - obwohl auf den ersten Blick faszinierend schön - auf den zweiten oder dritten Blick etwas Schreckliches. Eine nahende Katastrophe oder eine, die sich bereits ereignet hat. Menschen umgeben von Trümmern, Menschen im Angesicht des Todes. Anfangs stehen diese Bilder etwas alleine da, doch nach und nach fügt sich ihr Sinn in die Geschichte ein. Gestört hat mich dagegen die eher maue Recherche, was moderne Jugendbücher und deren Inhalt betrifft und damit irgendwie auch die Glaubhaftigkeit der Figuren selbst. Die 9-jährige Rachel liebt Die Tribute von Panem heiß und innig und Katniss Everdeen ist eine ihrer Heldinnen (welche Eltern lassen ihre 9-jährige Tochter so etwas lesen??). Aber wenn Hermine aus Harry Potter in der Toilette auf einen Troll stößt, muss Rachels Mutter so weit vorblättern, bis die Gefahr vorbei ist und sie Rachel versichern kann, dass Hermine nichts passiert ist. Aha. Weiß Noah Hawley, wie es in Die Tribute von Panem zugeht und was der Kern dieser Geschichte ist? Und ich meine nicht die verharmlosten, kindertauglichen Filme. Ich meine die Bücher in all ihrer tödlichen Brutalität. Vor dem Fall ist kein nervenzerreißender Thriller voller Splattereffekte und Action. Er ist etwas trockener und emotionsloser geschrieben, etwas anspruchsvoller gestaltet als der typische Pageturner. Zwischendurch hat er ziemliche Längen, es fiel mich nicht leicht, mich auf jedes einzelne Schicksal zu konzentrieren. Etwas enttäuscht war ich auch von der Auflösung, wie es letztendlich zu dem Flugzeugabsturz kam, denn sie ist so ... banal. Und trotzdem. Vor dem Fall ging mir unter die Haut.  (c) Books and Biscuit

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  • Was passierte vor dem Fall?

    Vor dem Fall
    Cambridge

    Cambridge

    09. September 2016 um 01:47

    Ein Privatjet stürzt ab. Die Passagiere sind ein Ehepaar und seine beiden Kinder, ein befreundetes Paar und ein recht mitteloser Maler. Die Besatzung besteht aus Pilot und Copilot und einer Stewardess. Zudem war der Bodyguard des Ehepaares mit an Bord. Bei dem Absturz kommen alle ums Leben bis auf den Maler und der 4jährige Sohn des Ehepaares. Der Maler, Scott, bringt sich und das Kind auf unglaubliche Weise in einem enormen Kraftakt an Land. Er gilt als Held. Aber da er sich der Welt nicht stellen will in Interviews und Talkshows werden schon bald einige Leute misstrauisch. Was hat es auf sich mit ihm und seiner Anwesenheit an Bord? Er ist ein Niemand, aber an Bord starben ein wichtiger TV-Betreiber und ein Geschäftsmann, der eine Anklage wegen Geldwäscherei entgegen sah. Zwei so reiche, so einflussreiche Persönlichkeiten können doch nicht einfach einem Maschinenschaden oder menschlichem Versagen zum Opfer gefallen sein. Da muss doch mehr dahinter stecken. Und Scott malte in letzter Zeit Bilder von Katastrophen. Auch das kann kein Zufall sein, oder? Hatte er ein Verhältnis mit eines der Opfer? Hat er alles eingefädelt? „Vor dem Fall“ ist ein ungewöhnliches Buch. Es ist gut konzipiert und ausgeführt. Nach und nach lernen wir die Opfer der Katastrophe kennen. Wir erfahren so auch immer mehr über den Ablauf des Unglückstages. Aber wir sind auch „nach dem Fall“ dabei, bei Scott, der sein Leben nach dem Unglück wieder auf die Reihe zu bringen versucht. Er fühlt eine Verbindung zu dem Jungen, JJ, den er rettete. Und auch das Kind, traumatisiert wie es ist nach dem Verlust, fühlt sich in seiner Nähe am wohlsten. JJ lebt jetzt bei seiner Tante und ihrem Mann. Das Buch beleuchtet nach und nach jeden der Charaktere. Aber auch das Danach, die Suche nach der Ursache des Unglücks, werden bedacht. Schon bald schießen sich sowohl ein FBI-Agent als auch ein TV-Sprecher auf Scott ein. Seine Rolle in dieser Sache ist das größte Rätsel. Sehr schön zeigt der Autor dabei auf, wie sehr die Wahrheit von den Medien seziert und verdreht wird, um dem persönlichen Interesse und der Medienwirksamkeit zu entsprechen. Aber auch das FBI hat schon schnell eine vorgefertigte Meinung. Auch der extreme Reichtum der Opfer wird aufgezeigt. Die Auflösung ist dann erfrischend banal.Mir hat gefallen, dass hier kein schlichter Thriller erzählt wird sondern das viel mehr in die Tiefe gegangen wird. Das, was passiert ist und zu dem Unglück führte, bleibt bis kurz vor Schluss ein Rätsel und erhält die Spannung. Jede Figur hat ein eigenes Leben, ein Schicksal. Jede Figurenbeschreibung hat enorme Tiefe. Zudem kann man Scott und JJ folgen, wie sie mit dem erlittenen Trauma umgehen. Dadurch, dass zwei einflussreiche Persönlichkeiten bei dem Unglück starben, ist ein großes Medieninteresse vorhanden. Die Spekulationen und Verschwörungstheorien schießen ins uferlose. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es gab nicht die große Enthüllung oder einen Twist. Aber eine solide Erklärung. Banal wie das Leben eben manchmal einfach ist.„Vor dem Fall“ ist ein gut durchkonzipiertes Buch mit einer ungewöhnlichen Story, die stringent und schonungslos erzählt wird. 

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