Ich kannte die Geschichte der Medici schon und war trotzdem sofort drin. Mir gefielen die vier Erzählperspektiven: Neben Fioretta Gorini, Giuliano de' Medici und Leonardo da Vinci kommt auch Albiera de' Pazzi zu Wort. Wir steigen stark mit der Verabredung zu dem was später als Pazzi Verschwörung in die Geschichte eingeht. Man sieht dieselben Ereignisse aus ganz verschiedenen Winkeln und versteht Stück für Stück, wer hier eigentlich welches Spiel spielt. Wer die Epoche kennt, weiss zwar, worauf alles hinausläuft, spannend bleibt es trotzdem, weil das Wie so gut erzählt ist.
Besonders gefallen hat mir, wie präsent die Frauen sind. Sie stehen nicht dekorativ am Rand, sondern denken, rechnen und intrigieren kräftig mit. Das gibt dem Roman eine Tiefe, die ich so nicht erwartet hatte.
Die historische Grundlage ist sorgfältig recherchiert, ohne dass es je nach Schulstunde klingt. Nicht nur für Geschichtsinteressierte.
Fazit: Ein vielschichtiger, klug gebauter historischer Roman, der Lust macht, sofort ein Ticket nach Florenz zu buchen.















