Noah Martin

 4.7 Sterne bei 51 Bewertungen

Lebenslauf von Noah Martin

Noah Martin studierte Kunstgeschichte in Berlin und ist seitdem fasziniert von der Zeit der Renaissance und ihren Künstlern. Auf zahlreichen Reisen zu den Schauplätzen der italienischen Geschichte entstand die Idee für einen Roman um den Maler Raffael.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Noah Martin

Cover des Buches Raffael - Das Lächeln der Madonna (ISBN:9783426282298)

Raffael - Das Lächeln der Madonna

 (51)
Erschienen am 02.03.2020

Neue Rezensionen zu Noah Martin

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Rezension zu "Raffael - Das Lächeln der Madonna" von Noah Martin

Beeindruckendes Lebensbild
mabuerelevor 3 Tagen

„...Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel,einmal aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen...“


Mit diesen Worten beginnt ein beeindruckender Roman über den Maler Raffael Sanzio. Wir schreiben das Jahr 1494, als Pater Frau Michele zu Giovanni Sanzio gerufen wird. Es sind die letzten Stunden des Malers. Raffael verliert seinen Vater. Der Onkel aber sorgt dafür, dass die Werkstatt weiter geführt wird.

Fünf Jahre später darf Raffael mit erst 16 Jahren die Werkstatt selbst übernehmen. Die Zeiten sind unruhig. Cesare Borgia führt einen Feldzug, um sein Herrschaftsgebiet zu vergrößern. Auch Urbino, Raffaels Heimatstadt, wird nicht verschont bleiben.

Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Er lässt die Zeit vor meinen Augen lebendig werden und ermöglicht mir per Literatur die Begegnung mit den größten Malern ihre Zeit.

Der Schriftstil ist abwechslungsreich und passt sich den Gegebenheiten an. Er ist überwiegend sachlich, wenn ich sehr detailliert erfahre, wie die Maler damals gearbeitet haben.


„...Vorsichtig goss er mit Wasser verdünntes Eigelb auf die Palette und schüttete mit der Linken langsam Kermes dazu, ein Rot – Pigment, das man aus Schildläusen gewann...“


Bei den Szenen von Krieg und Gewalt schwingt unterschwellig die Unzufriedenheit vieler mit der Selbstherrlichkeit von Cesare Borgia mit. Gekonnt wird das Leben des Malers in die historischen Gegebenheiten eingebettet. Eine weitere Facette entsteht dadurch, dass sein Freund Daniele Geistlicher werden will und dazu nach Rom geht. Durch ihn lerne ich die Intrigen und die Verlogenheit im Vatikan kennen, aber auch die Machtspielchen um die jeweilige Papstnachfolge.


„...Aber euch allen muss klar sein, dass Rom in der Hand meiner Familie ist, und daran wird sich nichts ändern, egal, wer auf dem Papstthron sitzt...“


Das sind die Worte Cesare Borgias. Ob er Recht hat?

Raffael erhält in Florenz Quartier bei einem Kaufmann, der ihn einen Auftrag erteilt hat. Er macht ihn mit Leonardo da Vinci und Michelangelo bekannt. Raffael hat Michelangelos David bewundert, muss aber nun feststellen, dass der Künstler ein äußerst schwieriger und eigenwilliger Charakter ist. Da Vinci wird im Gegensatz dazu für ihn zu einem Lehrer. Von ihm stammt der folgende Ausspruch:


„...Die meisten Fürsten holen uns an ihre Höfe, damit wir sie unterhalten – und das tut etwas Überraschendes allemal besser als das Altbekannte...“


Deutlich wird, wie Raffael seine Fähigkeiten immer mehr verfeinert, sich neue Techniken aneignen und Zuspruch bei den Herrschenden findet. Natürlich erfahre ich auch etliches über sein Privatleben, doch da möchte ich hier bewusst aussparen.

Ab und an werden fast philosophische Gedanken eingeflochten: Vannucci äußert über da Vinci.


„...Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das gleiche Motiv zweimal malt, egal, wie viel sein Auftraggeber zu zahlen bereit wäre. Ich würde sagen so ein Talent ist Fluch und Segen zugleich...“


Im Buch bleibt Raum für die tiefen Gefühle der Protagonisten, sei es Trauer oder Freude, Entsetzen angesichts der Kriegsgräuel oder Begeisterung über ein gelungenes Kunstwerk.

Gut ausgearbeitete Gespräche ermöglichen mir Einblicke in die Gedanken und Lebenseinstellungen der Protagonisten.

Eine Karte in den Umschlagseiten, ein ausführliches Personenregister und ein nachwort ergänzen ie Geschichte.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeugt von der exakten Recherche des Autors.


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E

Rezension zu "Raffael - Das Lächeln der Madonna" von Noah Martin

Stimmungsvolle Reise in die Renaissance
Echovor 4 Tagen

Raffaello Sanzio da Urbino ist einer der bedeutendstens Maler der Renaissance, unter anderem berühmt für die Ausgestaltung des Petersdoms. Seinen 500. Todestag nimmt Noah Martin zum Anlass, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Dabei geht er nicht nur auf Raffaels geheimnisumwittertes Liebesleben und seine Kunst ein, sondern zeichnet auch ein lebendiges Bild der Renaissance in Italien. Er widmet sich auch den politischen Ränkespielen der Zeit und beschreibt die Ausschweifungen des Klerus. So ist ein ganz schön dicker Wälzer entstanden. Man merkt, dass der Autor akribisch recherchiert hat. Auch die Personen sind liebevoll gezeichnet.
Ein stimmungsvoller Roman, mit dem man gerne in vergangene Zeiten eintaucht und dabei auch noch so einiges lernen kann.

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Rezension zu "Raffael - Das Lächeln der Madonna" von Noah Martin

Historie, Spannung, Liebe
sigidsvor 5 Tagen

          Im Alter von acht Jahren verlor Raffael Sanzio (Santi) seine Mutter. Sein Vater, der ihm die erste Malereiausbildung gab, verstarb als er elf Jahre alt war. Um das Jahr 1500 herum ging er nach Perugia und trat als Schüler in die Werkstatt von Pietro Vannuccio (genannt auch Perugino) ein. Schon mit 20 Jahren galt er als aufgehender Stern in der Malereiszene. Er verliebt sich in die junge Bäckerin Margherita Luti. Doch die Zeiten in Italien sind sehr unruhig. Er geht nach Florenz, wo er überwiegend Madonnenbilder malt. Nach seinen Besuchen in Bologna und Urbino wurde er auf eine Empfehlung nach Rom berufen. Viele Berühmtheiten ließen sich von ihm porträtieren. In Rom erhielt er vor allem den Auftrag im Apostolischen Palast die päpstlichen Gemächer auszuschmücken. Er lernt Michelangelo und Leonardo da Vinci kennen und wird in die blutigen Machtkämpfe des Vatikans einbezogen.
Das Buch ist sehr spannend und flüssig geschrieben. Es ist eines der wenigen Historienromane die ich bisher gelesen habe, aber es hat mir sehr gut gefallen. Man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Besonders gut gefallen haben mir die Karte auf den Innenseiten sowie die Aufzählung der historischen Personen in den einzelnen Städten. Auch das Cover ist sehr eindrucksvoll gestaltet und passt sehr gut zu dem Buch.
Alles in allem war es ein schöner Ausflug in die Geschichte und es lohnt sich sehr, dieses Buch zu lesen.


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Raffael - Das Lächeln der Madonna (ISBN:undefined)N

Gemeinsam mit euch möchte ich meinen Roman „Raffael - Das Lächeln der Madonna“ lesen.

Liebe Lovelybookslesende,

in dieser Leserunde möchte ich gemeinsam mit euch meinen neuen Roman „Raffael - Das Lächeln der Madonna“ lesen und freue mich sehr auf eure Anmerkungen, Meinungen und Fragen!

Liebe Grüße,

Noah Martin

187 BeiträgeVerlosung beendet

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