Noam Shpancer

 3.5 Sterne bei 140 Bewertungen
Autor von Der gute Psychologe, Der glücklose Therapeut und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Noam Shpancer

Der gute Psychologe

Der gute Psychologe

 (79)
Erschienen am 09.06.2014
Der glücklose Therapeut

Der glücklose Therapeut

 (56)
Erschienen am 10.08.2015
Der gute Psychologe (6 CDs)

Der gute Psychologe (6 CDs)

 (4)
Erschienen am 16.09.2011
The Good Psychologist

The Good Psychologist

 (1)
Erschienen am 13.01.2011
The Good Psychologist

The Good Psychologist

 (0)
Erschienen am 17.08.2010

Neue Rezensionen zu Noam Shpancer

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catlys avatar

Rezension zu "Der glücklose Therapeut" von Noam Shpancer

Aus dem Leben eines Psychologen
catlyvor einem Jahr

Inhalt:
David Winter ist Psychologe mit Spezialgebiet Depressionen. Sein aktueller Klient Barry Long setzt ihm zu. Lange ist Dr. Winter mit seinen Gedanken auf der falschen Spur - bis er erkennt, dass dieser Patient schizophren ist. Nun dreht sich das Gedankenkarussel jedoch weiter - Soll er ihn weiter behandeln? Was scheint er ihm noch alles zu verheimlichen?
Auch in Davids Privatleben gibt es die eine oder andere Krise. Seine Frau distanziert sich von ihm und verlässt ihn. Auch zu seiner Tochter hat er kein enges Verhältnis. Sein Schwiegersohn zeigt ebenfalls psychische Auffälligkeiten und weckt in ihm dunkle Assoziationen - Wie soll er sich in diesem Fall verhalten?

Meine Meinung:
Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt eine typische bekannte Szene aus dem Alltag eines Psychologen - einen Patienten/Klienten, der auf der Couch liegt. Da man den Kopf nicht sieht, kann man spekulieren, ob es sich um David selbst, Barry Long oder jemand ganz anderen handelt. Dieser Eyecatcher des Buchcovers weckte jedoch leider falsche Vorfreude.
Wie man bereits in der Inhaltsangabe erkennen kann, besteht ein Großteil der Geschichte aus der Selbstreflexion und den ausschweifenden Gedankenspielen des Protagonisten. Für mich als Leser ohne psychologischen Hintergrund schien dies jedoch nur mäßig interessant. Ich musste mich daher durch manche lange Passagen richtiggehend durchkämpfen.
Dies lag keineswegs am Schreibstil - ganz im Gegenteil! Dieser ist flüssig, gut formuliert und leicht zu lesen. Die Geschichte ist vom Aufbau her gut durchdacht (auch wenn das Ende in manchen Anteilen vorhersehbar war), doch sie hat leider meinen Geschmack nicht ganz getroffen.
In den letzten Seiten kam für mich etwas mehr Spannung auf, als einige Aspekte der Geschichte aufgedeckt und abgeschlossen wurden. Bis dorthin war es jedoch für mich eher ein langweiliges, trübes Durchkämpfen durch einen Text der von Selbstmitleid getränkt ist. In den Dialogen wurde für meinen Geschmack zu wenig auf den Punkt gekommen, sondern eher um den heißen Brei herumgeredet (was ich auch irgendwie mit Psychologen verbinde - von demher hätte es gepasst. Leider nicht mein Fall.).

Fazit:
Ein Buch, das meinen Geschmack nicht treffen konnte. Für Leser mit psychologischer Vorbildung oder tiefergreifendem Interesse in diesem Fachgebiet jedoch denke ich durchaus spannender.

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Maerchenbuchs avatar

Rezension zu "Der gute Psychologe" von Noam Shpancer

kleine Psychologie-Vorlesung
Maerchenbuchvor 2 Jahren

In Noam Shpancers Debütroman begleiten wir einen Psychologen, der sich auf die Behandlung von Angststörungen spezialisiert hat, in drei verschiedenen Lebensbereichen. Der Protagonist bleibt stets namenlos und wird vom Erzähler bloß als „Der Psychologe“ bezeichnet.

Zum einen bekommen wir Einblicke in den Praxisalltag des Therapeuten und in die wöchentlichen Sitzungen mit seiner „16 Uhr-Klientin“ Tiffany. Die junge Nachtclubtänzerin leidet unter Panikattacken und Angststörungen und möchte unter allen Umständen das Sorgerecht für ihre kleine Tochter zurückerobern. Schritt für Schritt begleitet der Psychologe die junge Frau auf ihrem Weg ins unabhängige Leben und als Leser erfährt man einiges über die Vorgehensweise während der Therapie.

Zum anderen erleben wir den Psychologen bei seiner Arbeit als Dozent an der Universität und sind stille Beobachter in seiner Abendvorlesung. Mit seinen ungleichen Studenten bespricht er anhand von vielen Fallbeispielen, die Grundfunktionen der Psychotherapie und gibt Einblicke in therapeutische und psychologische Strukturen und Denkweisen. Er bedient sich vieler passender Metaphern um komplexe Zusammenhänge zu erklären und neben Fachwissen, kann der Leser auch lehrreiche Denkanstöße für sein eigenes Leben mitnehmen.

Besonders interessant fand ich allerdings den dritten Erzählstrang, denn er bringt uns das Privatleben des namenlosen Psychologen näher, das durch eine unerfüllte Liebe und die stille Sehnsucht nach einer eigenen Familie geprägt ist. Wir lesen über seine Beziehung zu Nina, seine Kollegin und ehemalige Geliebte, mit der ihn weit mehr verbindet als eine bloße Freundschaft. Der Leser kann miterleben, wie die Therapiestunden mit Tiffany das Denken und Fühlen des Psychologen beeinflussen und wie die Grenze zwischen Privatleben und Professionalität auf gefährliche Art verschwimmen kann. Auch der Psychologe ist nicht gefeit vor Ängsten und wird durch Tiffanys Geschichte an seine eigenen schwierigen Lebensumstände erinnert. Diese Tatsache lässt den Psychologen sehr sympathisch und menschlich erscheinen.

Kapitelweise wechselt der Autor zwischen den drei Wirkungskreisen und erschafft so eine fesselnde Dynamik. Obwohl „Der gute Psychologe“ für mich eher ein Sachbuch in Romanform oder einen literarischen Ratgeber darstellt, konnte Noam Shpancer einen schönen Spannungsbogen erzeugen und meine Neugierde stets aufrechterhalten. Da der Autor selbst als Professor für klinische Psychologie an einer amerikanische Universität lehrt, beschreibt er sehr authentisch und seine Erklärungen und Erläuterungen sind glaubhaft und nachvollziehbar. Seine Sprache ist anspruchsvoll aber dennoch verständlich und die Diskussionen mit seinen Studenten sind erfrischend und sehr aufschlussreich.

Wer Psychotherapie ablehnt, wird vermutlich keine Freude mit dieser Lektüre haben, denn die eigentliche Handlung ist ruhig und unspektakulär. Wer allerdings Einblicke in psychologische Denkweisen erhalten möchte und neue Blickwinkel aufgezeigt bekommen möchte, der kann getrost zu diesem Buch greifen und obendrein noch einiges lernen.

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S

Rezension zu "Der gute Psychologe" von Noam Shpancer

Roman und Psychotherapiesitzung in Einem
Sabine-Svor 3 Jahren

Wer mit Psychologie (bzw. Philosophie) nichts am Hut hat, wird sich meiner Meinung nach mit dem Buch nur schwer anfreunden können, und es ist auch keine leichte Lektüre. Die sehr unterschiedlich ausfallenden Rezensionen erkläre ich mir auch dahingehend, dass viele einen Roman erwarten, der es aber eigentlich gar nicht ist. Der Inhalt ist komplex und es bietet sich an, das Buch immer wieder kurz zur Seite zu legen, um über die Zwischentöne darin nachzudenken. Viele Zeilen habe ich mehrmals gelesen und mir sogar markiert.
Der Inhalt ist in drei Themen aufgeteilt, zwischen denen der Autor hin und her switcht: der Psychologe als Privatmensch, als Universitätsprofessor und als Psychotherapeut in seiner Praxis.
Und letztendlich wird klar, dass auch ein Psychologe nur ein Mensch mit Schwächen ist.
Das Werk ist nicht unbedingt als spannend zu bezeichnen, sondern als interessant und vielschichtig. Mir hat es unwahrscheinlich gut gefallen, und ich finde es teilweise erhellender als manch psychologisches Fachbuch.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar
Nach Noam Shpancers großartigem Erfolg "Der gute Psychologe" erscheint nun sein neuer Roman "Der glücklose Therapeut" im Knaus Verlag. Hat uns der Autor in seinem letzten Buch in die Welt der Psychotherapie entführt, bringt es uns auch jetzt wieder dem Thema näher. Mit seinem unterhaltsamen und kurzweiligen Schreibstil gibt er uns einen wunderbaren Einblick in die Arbeit und die Psyche eines Psychologen.

Mehr zum Inhalt:
Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erhoffen sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle - und begeht eine therapeutische Todsünde.

--> Leseprobe

Seid ihr neugierig geworden auf die Geschichte rund um David Winter, seinen Job und die Inneneinsichten auf einen Psychologen? Dann habt ihr hier die Möglichkeit Testleser zu werden und selbst herauszufinden, ob sich Therapeuten eigentlich manchmal auch irren können! Zusammen mit dem Knaus Verlag suchen wir 30 Testleser für "Der glücklose Therapeut" - davon sind 10 Exemplare exklusiv für Blogger gedacht. Bitte postet in eurer Bewerbung auch den Link zu eurem Blog, wenn ihr einen habt.

Für die Chance auf ein Buch* müsst ihr nun nur noch die folgende Frage bis zum 22. September 2013 beantworten:

Welche Qualitäten muss für euch ein guter Psychologe auf jeden Fall besitzen?

* Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Abschnitten der Leserunde sowie das Verfassen einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu.
Zur Leserunde

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