Noelle Stevensons Nimona

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Inhaltsangabe zu „Nimona“ von Noelle Stevensons

Ein Königreich, ein strahlender Ritter, ein Edelschurke mit einem dunklen Geheimnis – und High-Tech im Dienste von Heldentum und Recht und Ordnung: Die Welt von »Nimona« ist nicht ganz das, was man etwa von Grimms Märchen erwarten würde. Nimona selbst im Übrigen auch nicht. Die enthusiastische, etwas aufdringliche Teenagerin steht eines Tages unerwartet im Schlupfwinkel von Erzbösewicht Ballister Blackheart, um sich ihm als Sidekick anzudienen. Ihre Begeisterung für seine schurkischen Pläne ist eine Sache, aber was ihn letztlich überzeugt, ist eine andere Eigenschaft von ihr: Sie ist eine Gestaltwandlerin. Das weckt unweigerlich auch das Interesse des Instituts für Recht und Ordnung und Heldentum, und damit geraten alsbald die Verhältnisse im Märchenreich nachhaltig ins Wanken. Die anfangs saubere Unterscheidung von Gut und Böse wird zunehmend unklarer, und was zunächst als heiteres Spiel mit Genre-Stereotypen beginnt, gewinnt stetig an Fahrt und Tiefgang, bis die Story in einer dramatischen Fabel um Freundschaft und Verrat gipfelt, also doch einem klassischen Märchenmotiv. Aber was will man anderes erwarten von einer Erzählung, bei der eine Gestaltwandlerin eine zentrale Rolle spielt? Die Fans von »Nimona« im Internet waren seinerzeit jedenfalls bei der Erstveröffentlichung von Noelle Stevensons Fantasy-Parodie als Web-Comic süchtig nach jeder neuen, unerwarteten Wendung.

Ein humorvoller, abenteuerlicher Comic mit Figuren, die einem ans Herz wachsen und in einer interessanten Mittelalter - High Tech Welt!

— Sirene
Sirene

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    Nimona
    liberiarium

    liberiarium

    04. January 2017 um 13:06

    PLOTWas wäre ein Königreich ohne einen Bösewicht, der Angst und Schrecken über das Land bringt? Nichts – findet zumindest Nimona, die unbedingt der Sidekick des Schurken Ballister Blackheart werden will. Die Teenagerin ist stürmisch und voller Tatendrang, Böses zu tun. Anfänglich belächelt Blackheart Nimonas Bemühungen, seiner Organisation beizutreten, doch als er erfährt, dass Nimona auch eine Gestaltwandlerin ist, glaubt er, diese Fähigkeit für seine Pläne nutzen zu können und stellt das Mädchen ein. Gemeinsam hecken sie gar schreckliche Feldzüge aus und geraten auf diese Weise immer mehr in das Fadenkreuz der Ordnungshüter des Landes. Aber Nimona scheint immer gemeinere Pläne zu schmieden, was Blackheart stutzig macht: ist sie vielleicht nicht die, die sie vorgibt zu sein? Und woher kommen überhaupt ihre erstaunlichen Fähigkeiten?MEINUNGIch bin im VERLAGSPROGRAMM von Splitter das erste Mal auf Nimona gestoßen. Das Cover und der Zeichenstil haben mich gleich angesprochen und als ich las, dass es sich um ein Mädchen handelt, das unbedingt Sidekick eines Oberschurken werden will, war ich Feuer und Flamme! Noelle Stevenson ist die Illustratorin der beliebten Lumberjanes-Reihe und hat für Rainbow Rowells Roman Fangirl das Cover gestaltet. Ihr prägnanter Stil kam mir daher bereits bekannt vor. Ihre Strichführung scheint wie aus dem Ärmel geschüttelt, ganz leicht und unbeschwert. Die Figuren sind stark vereinfacht, sodass man die Charaktere hervorragend voneinander unterscheiden kann. Durch die Reduzierung wirkte auf mich alles irgendwie niedlich, was mir alleine schon durch den Kontrast zu der Darstellung der Bösewichte gut gefiel. Die Figuren stehen in Nimona schließlich auch ganz klar im Vordergrund, sodass Hintergründe in den Panels meist eher einfarbig gestaltet sind. In die Figuren kann man sich eigentlich nur verlieben. Nicht nur dank des Zeichenstils, sondern weil die Charaktere alle viel mehr hergeben, als es offensichtlich ist. Sie alle haben eine Hintergrundgeschichte, die beim Lesen erst aufgedeckt wird. So kann sich der Spieß schnell drehen, aus Spaß wird dann Ernst.Die Titelfigur Nimona hat sich von Null auf Hundert gleich in mein Herz geschlichen. Sie ist keck, scheut keinem fiesen Plan und macht das, worauf sie Lust hat. So ändert sich auch ihre punkige Frisur je nach Laune. Eigensinnig und frech nutzt sie ihre Fähigkeit, eine Gestaltwandlerin zu sein, nicht immer zu einem besonderen Zweck. Mal verwandelt sie sich auch einfach in einen Hai, um jemanden zu erschrecken. Nimona nimmt nicht immer alles so ernst, was ihr eine gewisse Leichtigkeit gibt. Trotz alldem wirkt sie nicht naiv, sondern eher geheimnisvoll. Das hängt auch mit ihrer Vergangenheit zusammen, die der Comic näher erläutert.Blackheart ist Nimonas großes Vorbild, weswegen sie sich bei ihm als Sidekick bewirbt. Der Schurke ist im Land in Ungnade gefallen, doch so richtig böse scheint Blackheart eigentlich gar nicht. Im Gegensatz zu seinem Sidekick ist er gewissenhaft und feilt Pläne erst einmal aus, sodass er sich hervorragend zu der stürmischen Nimona ergänzt.Wo die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, steht auch immer ein großes Institut über allem. Das Institut für Strafverfolgung und Heldentum findet es gar nicht witzig, was Blackheart und sein Sidekick anstellen. Mitten im Trubel befindet sich auch Goldenloin, passenderweise ein Held mit goldenem Haar, der einem oft ein wenig verloren und inkonsequent vorkommt. Der Gegenspieler von Blackheart und Nimona kennt den Schurken aus seiner Vergangenheit – und die liefert ebenfalls ein paar Geheimnisse. In Nimona kreuzen sich die Genres. Durch Pferdeturniere, Märkte und Rüstungen bekommt man den Eindruck, es handle sich um einen High Fantasy Titel, doch immer wieder tauchen technische Geräte (beispielsweise große Monitore, brandgefährliche Sicherheitssysteme) auf, sodass die Grenzen von Altertum und Science Fiction überlappen. Genauso verhält es sich mit der Mischung aus Humor und Drama. Der Comic beginnt federleicht: die Kapitel sind kurz und knackig und es gibt viel zu Lachen. Je weiter man in die Geschichte eintaucht, desto tiefgründiger werden die Erzählstränge. Ich war erstaunt, wie ernst die Situation gegen Ende wurde und beeindruckt von dem abwechslungsreichen Spiel der Comedy-Elemente. Mal hielt ich mir den Bauch vor Lachen, mal war ich geschockt von einer unerwarteten Wendung.Auf große Einzelseiten wird daher auch nicht viel Wert gelegt, der Fokus liegt eher auf der Dynamik der Panels. Je weiter man in die Geschichte hineinliest, umso spannender wird sie. Man verfolgt Panel für Panel mit schnellem Auge und ist froh über den illustrierten Minimalismus – da wären kleinste Detailzeichnungen sowieso untergegangen. Es gefiel mir insgesamt sehr gut, dass der Comic komplett koloriert wurde, denn die Farben unterstützen den Handlungsverlauf ungemein! Ich hatte den Eindruck, dass sich das Farbschema immer ganz um Nimonas aktuelle Haarfarbe konzentriert. Das Rot-Orange sticht zu Beginn hervor und wird von erdigen Tönen umgeben. Die Farben sind nie allzu grell, was beim Lesen sehr angenehm für mich war.FAZITNimona ist ein erfrischendes Comic-Spektakel! Ich habe es genossen, wie wunderbar harmonisch sich die Geschichte trotz vieler Gegensätze zusammenfügt. Obwohl mich anfänglich der Humor begeisterte, verschob sich mein Fokus schließlich auf die spannende Handlung. Die dynamischen Illustrationen sorgen dafür, dass man den Comic nicht mehr aus den Händen legen kann. Die niedlichen Figuren wachsen einem ans Herz, ohne dass sie es darauf anlegen. Ich war überrascht, wie gut mir der Titel schließlich gefiel und daher vergebe ich fünf von fünf Sterne für Nimona von Noelle Stevenson. 

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  • Gestaltwandler! Bösewicht! Schwertkämpfe! Mysteriöse Krankheit! Chaos!

    Nimona
    Janinasmind

    Janinasmind

    14. December 2016 um 20:31

    NIMONA ist meine allererste Graphic Novel! Da ich krank im Bett liege, wollte ich etwas lesen, das mich ein bisschen aufmuntert! Da-da-dum. Daraus wurde nichts. WER HAT DIESES BUCH ALS GLÜCKLICH BESCHRIEBEN? Zwischenzeitlich hat mich die Hintergrundgeschichte von Nimona so traurig gemacht, dass ich eine kleine Pause brauchte. Das heißt jedoch nicht, dass es nur traurig ist.NIMONA ist außerdem: urkomisch, Pro-Freundschaft, Pro-Antihero und voll mit wunderschönen Zeichnungen. Der Zeichnungsstil hat mich vollkommen überzeugt, die jeweilige Farbwahl in den verschiedenen Szenen hat unheimlich mit mir resoniert. Visuell fand ich es super! Die Handlung war zwar voller Klischees, aber das war irgendwie der Charme der Geschichte. Die Geschichte hat sich nicht zu ernst genommen und das war eindeutig ein Plus. Humorvoll waren die Interaktionen von Ballister und Nimona auf jeden Fall. Ich bin mir zu 100% sicher, dass NIMONA  eine unglaublich gute Anime-Serie werden könnte. Ich meine, du kannst dir schon durch die illustrierten Szenen genau vorstellen, wie toll es erst in Bewegung aussehen würde.  Nimona selbst war witzig, liebevoll, mysteriös und temperamentvoll. Sie hatte eine fiese Ader. Mehr noch als Ballister Blackheart, der eigentliche Bösewicht, den sie unterstützen wollte. Kein Wunder, da Ballister früher zum Helden ausgebildet wurde und dann durch einen Unfall eher in das Bösewicht-Sein hineingerutscht ist. Seine Nemesis ist Sir Goldenloin (idiotischer Name) mit dem ihm eine Art Hass-Liebe verbindet. Manchmal neigen sie eher zum Hass, oft aber eher zur Liebe. Am Ende gibt es ganz viel Chaos! Drache! Katze! Krankheit! Geheime Experimente! Kampf! Feuer! Böse! Gut! Verletzungen! Tode! Und dann ist es auch schon vorbei. 

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  • Humorvoll. Magisch. Genial!

    Nimona
    Sirene

    Sirene

    01. December 2016 um 21:08

    Inhalt: Die Welt von »Nimona« ist nicht ganz das, was man etwa von Grimms Märchen erwarten würde. Nimona selbst im Übrigen auch nicht. Die enthusiastische, etwas aufdringliche Teenagerin steht eines Tages unerwartet im Schlupfwinkel von Erzbösewicht Ballister Blackheart, um sich ihm als Sidekick anzudienen. Ihre Begeisterung für seine schurkischen Pläne ist eine Sache, aber was ihn letztlich überzeugt, ist eine andere Eigenschaft von ihr: Sie ist eine Gestaltwandlerin. Das weckt unweigerlich auch das Interesse des Instituts für Recht und Ordnung und Heldentum, und damit geraten alsbald die Verhältnisse im Märchenreich nachhaltig ins Wanken.Der Comic war der reinste Spaß und es ist irgendwie schade, dass es ein Einzelband ist. Ich habe gelacht, geweint und mein Herz an Nimona am Ende verloren.Hier werden neben Stereotypen auch Klischees auf die Schippe genommen und der Stil ist modern und angenehm farbig, nicht direkt bunt.Nimona war zuerst ein Webcomic gewesen, bevor es als ein komplettes Buch erschien, daher ist die Geschichte in kurze Kapitel eingeteilt.Nimona ist eine der tragenden Rollen in diesem Comic und wir sehen sie auf dem Cover in der Mitte stehen und um sie herum Ballister Blackheart mit den schwarzen Haaren, etwas dunkleren Farben und kampfbereit ein Schwert in der Hand. Auf der anderen Seite sehen wir seinen Gegenpart Goldenloin, ein stattlicher Ritter mit wehenden Haaren und goldener Rüstung. Es war ein atemberaubendes, lustiges Abenteuer gewesen mit vielen Überraschungen und ich fühlte mich mittendrin in der Geschichte, zusammen mit Nimona und Blackheart. Ihre Dialoge brachten mich immer wieder zum schmunzeln und die Beiden geben ein wunderbares Team ab.Nimona selbst ist ein sehr interessanter, amüsanter und blutdurstiger Charakter. Außerdem ist es mal schön einen weiblichen Protagonisten zu haben ohne modelmaße. Sie hat mich immer wieder erstaunt und zum Schluss nahm die Geschichte eine Wendung mit ihr, die ich nicht kommen sah, aber genau das Richtige für diesen Graphic Novel war.Ballister Blackheart und Goldenloin haben eine gemeinsame Vergangenheit und ihre Fehde gibt der Geschichte eine gewisse Tiefe und Spannung.Die Autorin spielt bewusst mit Stereotypen und Klischees, was einen immer wieder zum lachen bringt. Besonders die Stelle, als Nimona fragt ob sie jetzt wirklich eine "Sad Back Story" machen sollen um ihre Vergangenheit zu erzählen.Am Anfang lesen sich die Kapitel noch sehr leicht und humorvoll, doch schnell wird die Geschichte komplexer und überraschenderweise bekommt sie auch einen ernsteren Ton. Schwarz und Weiß wird vermischt, das Tempo wird stetig angezogen und dann kommt dieses überraschende Ende, das ich euch nicht vorweg nehmen möchte.Ein einzigartiger Comic gefühlt mit Abenteuer, Humor, Magie und Freundschaft. Für jeden, der auf der Suche nach etwas Lustigen und Unterhaltsamen ist. Die Charaktere haben viel Herz und die Welt ist ein beeindruckender Mix aus Mittelalter, Ritter, Magie und High Tech. 

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