Nojoud Ali Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

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Inhaltsangabe zu „Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden“ von Nojoud Ali

Ihre Geschichte sorgte weltweit für Aufsehen: Die zehnjährige Nojoud wird gegen ihren Willen von ihrem Vater mit einem Mann verheiratet, der dreimal so alt ist wie sie. Damit beginnt für das Mädchen aus dem Jemen eine Zeit der Qual – schutzlos ist sie dem Willen ihres Ehemanns ausgeliefert. Doch Nojoud beschließt, sich zu wehren: Auf eigene Faust sucht sie Zuflucht im Gericht und begegnet dort der Anwältin Chadha Nasser. Mit deren Hilfe gelingt ihr das Unvorstellbare: Sie erwirkt die Scheidung ihrer Zwangs-ehe und darf endlich das Haus ihres -Ehemanns verlassen.

Die Geschichte von Nojoud stimmt unglaublich nachdenklich, insbesondere weil die Geschichte so authentisch geschrieben ist.

— Krimifee86

Ein wichtiges Buch - Traditon vs. Menschenrechte. Nojouds Mut sorgt in jedem Fall für Bewegung in Jemen und anderswo...

— parden

Beeindruckendes Mädchen

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Es ist aus Sicht eines Kindes geschrieben. Sehr zurückhaltend und dezent. Wenig Gefühle werden gezeigt. Lückenhafte, einseitige Erzählung.

— Drei-Lockenkoepfe

Seicht. Aus der Sicht einer 10jährigen geschrieben. Zumindest wurde das versucht. Im Zusammenhang mit der Thematik des Buches ein Reinfall.

— pseudoerbse

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  • 7 quotes why: Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden von Nojoud Ali

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    Krimifee86

    27. February 2018 um 20:43

    Vorwort: Ich schreibe Rezensionen, weil es mir Spaß macht, mich auch im Nachhinein noch einmal mit einem Buch zu beschäftigen und zu reflektieren. Allerdings merke ich immer mehr, dass mir das nicht mehr so gelingt, deshalb versuche ich jetzt erst einmal was Neues: Ich möchte meine favorsierten Zitate aus dem Buch aufschreiben. So lese ich aufmerksamer und genauer und ich bin gespannt, wie das mein Lesevergnügen beeinflussen wird. 1. Immer wieder war ich drauf und dran mir den niqab herunterzureißen, durch den ich kaum Luft bekam. Ich fühlte mich klein, zu klein für all das. Für diesen niqab, für diese lange Reise, weit entfernt von meinen Eltern, für dieses neue Leben an der Seite eines Mannes, der mich anwiderte und den ich nicht kannte. [Seite 60]2. Mein Leben nahm auf allmählich eine neue Wendung in dieser Welt der Großen, in der Träume keinen Platz mehr haben, in der alle Gesichter erstarrt sind und kein Mensch sich um mich schert. [Seite 64]3. Nicht nur hatte das Monster mir weh getan, sondern nun verteidigte meine Familie, meine eigene Familie ihn auch noch. Und zwar nur wegen der ... der ... Weswegen noch mal? Wegen der Ehre. Was sollte das eigentlich heißen, dieses Wort, das sie andauernd gebrauchten? [Seite 96]4. Ich versuche, tapfer zu lächeln. Doch innerlich bin ich wie gelähmt. Ich kann mich kaum bewegen, mir ist, als seien meine Füße an den Boden genagelt. Da steht eine große Frage vor mir, die mir Angst macht. Wie geht das überhaupt, Scheidung, was heißt das eigentlich? [Seite 111]5. Für mich ist es alles andere als einfach, solchen Gesprächen zu folgen. Worte, Worte, nichts als Worte. Erst leise Worte, dann harte und immer härtere, wie Steine, die man an eine Mauer wirft, so dass sie zerspringen. [Seite 119]6. Verglichen mit den Träumen, die man hat, kommt einem die Wirklichkeit manchmal sehr grausam vor. Aber sie kann auch schöne Überraschungen bereithalten. [Seite 130]7. Begeistert und mutig wie schon lange nicht mehr, strecke ich die Hand in die Luft, sehr hoch, damit alle mich sehen können. Komisch, diesmal habe ich mir vorher gar nicht überlegt, ob ich mich melden soll oder nicht. Ich habe mich nicht gefragt, was Aba darüber denkt oder was die Leute hinter meinem Rücken tuscheln mögen. Ich, Nojoud, zehn Jahre alt, ich habe mich entschieden, auf eine Frage zu antworten. Und diese Entscheidung hängt von niemand anderem ab. [Seite 172]Fazit: Vorweg: Wenn ich einem Buch drei Punkte gebe, dann ist das absolut in Ordnung. Alles da drüber bedeutet, dass es unglaublich gut war, alles da drunter, dass es eben schlecht war. Nojouds Geschichte hat mich sehr berührt. Insbesondere, weil sie in dieser kindlichen Sprache geschrieben ist. Man fühlt sich selbst wie das junge Mädchen, das nicht glauben kann, was um einen herum passiert. Man ist wütend auf die Männer, die Nojoud und all den anderen Mädchen ein schreckliches Schicksal aufbürden. Und man ist böse auf die Welt, die das zulässt. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen, dass ich bei solchen Büchern auch immer wieder Dankbarkeit empfinde, dafür so anders aufgewachsen zu sein. Und dass es mir hilft, zu realisieren, wie unbedeutend die Dinge doch oftmals sind, die mich in meinem Alltag so bewegen.Kurzmeinung: Die Geschichte von Nojoud stimmt unglaublich nachdenklich, insbesondere weil die Geschichte so authentisch geschrieben ist.Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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  • Ein wichtiges Buch...

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    parden

    EIN WICHTIGES BUCH... Als ich zehn Jahre alt war - was habe ich da gemacht? Ich war gerade mit meinen Eltern und meinem Bruder in ein neues Haus gezogen, ich ging in die vierte Klasse der Grundschule, hatte Musikunterricht, war im Sportverein und spielte mit meinen Freundinnen, fuhr Rollschuhe, baute Baumhäuser, ging im Sommer schwimmen und liebte die Ferien auf dem Bauernhof meiner Großeltern. Nojouds Kindheit sieht anders aus. Als Kind einfacher Eltern in Jemen, die meist keine Arbeit und nur sehr wenig Geld haben, lebt sie inmitten von zahlreichen Geschwistern. Es gibt kaum Spielsachen, manchmal so wenig zu essen, dass es kaum für alle reicht, Fernsehgeräte oder Radios sind nur vom Hörensagen bekannt. Und doch ist Noujoud eine ganz normale Zehnjährige mit ganz normalen Vorlieben, Träumen und einem großen Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Familie. Doch dann verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum. Nojoud wird gezwungen, die Schule im zweiten Schuljahr abzubrechen, kurz bevor ihr Vater sie einem dreimal so alten Mann zur Ehefrau gibt. In einem abgelegenen Dorf fern ihrer Familie ist sie seinem Willen und dem ihrer Schwiegermutter schutzlos ausgeliefert. Geschlagen, gedemütigt - und vergewaltigt. Trotzdem würde ich mir so sehr wünschen, dass mich jemand an der Hand nimmt, mich mitfühlend ansieht. Dass man mir zuhört, nur das eine Mal! Aber es ist, als sei ich unsichtbar. Keiner sieht mich. Ich bin zu klein für sie. Ich reiche ihnen gerade bis zur Hüfte. Ich bin erst zehn Jahre alt, vielleicht noch nicht mal, wer weiß? Was bleibt Nojoud? Weglaufen ist sinnlos - so abgelegen, wie das Dorf ist, würde man sie rasch wieder einfangen, sie käme nie bis zum Haus ihrer Eltern. Und selbst wenn: schließlich war es ihr Vater, der sie diesem Mann zur Frau gegeben hat. Sicher würde er sie schnellstmöglich wieder zu diesem zurückschicken. Sich umbringen, weil sie es nicht mehr aushält? Nojoud beschließt in ihrer Verzweiflung einen besonderen Weg. Während eines Besuches bei ihren Eltern rennt sie weg, fährt erstmals allein mit einem Bus, schließlich sogar mit einem Taxi, denn plötzlich hat sie ein Ziel: das Gericht. Ich bin ein Mädchen vom Land, das in der Hauptstadt lebt. Ich habe mich immer den Befehlen der Männer aus der Familie gebeugt. Seit jeher habe ich gelernt, zu allem 'Ja' zu sagen. Heute habe ich beschlossen, 'nein' zu sagen. Bei Gericht begegnet Nojoud schließlich der Anwältin Chadha Nasser. Und das Mädchen kann hier nicht nur endich ihre Geschichte erzählen, sondern erfährt tatsächlich Hilfe. Was niemand zu hoffen gewagt hat: Sie erwirkt nach Wochen des Bangens die Scheidung ihrer Zwangsehe und darf endlich das Haus ihres Ehemanns verlassen. Über die Landesgrenzen hinaus wurde ihr Schicksal bekannt, und so wurde durch den Mut der Zehnjährigen vieles in Bewegung gebracht. In Jemen gilt die Zwangsverheiratung kleiner Mädchen als unumstößliche Tradition. Ein jemenitisches Sprichwort besagt: 'Heirate ein Mädchen mit neun, und deine Ehe wird glücklich sein.' Nach Nojouds Scheidung haben sich nicht nur andere Mädchen getraut, sich gegen ihre Ehemänner zu erheben, sondern es ist ein Tabuthema ans Licht der Öffentlichkeit gebracht worden, das auch viele andere Länder betrifft: Ägypten, Indien, Iran, Mali, Pakistan... In Jemen wurde inzwischen die Gesetzgebung geändert: das Mindestalter für die Eheschließung wurde auf 17 Jahre angehoben. Auch wenn sich die Tradition sicher nicht von heute auf morgen ändern wird, kann dies für die Mädchen als Zeichen der Hoffnung gesehen werden... Vor kurzem starb ein neunjähriges jemenetisches Mädchen, das mit einem Saudi verheiratet war, drei Tage nach der Hochzeit. Die Eltern hätten entsetzt sein müssen! Stattdessen haben sie sich eiligst bei dem Ehemann entschuldigt und ihm als Ersatz die siebenjährige Schwester des Mädchens angeboten, so als hätten sie ihm schlecht Ware geliefert. Dieses Buch erzählt von einer Geschichte, die weltweit für Aufsehen sorgte und Wellen schlug, die bis heute nicht abgeklungen sind. Insofern ist es ein wichtiges Buch. Es ist immer schwer, solche Bücher zu 'bewerten', denn schließlich wird hier ein Schicksal beschrieben. Meist aus der kindlichen Sichtweise Nojouds erzählt, erfährt der Text Ergänzungen durch Delphine Minoui, die als Journalistin als Nah-Ost-Expertin gilt. Sie schlägt den Bogen von der Schilderung des Einzelschicksals hin zu den gesellschaftlich-politischen Auswirkungen von Nojouds Geschichte, wodurch der Leser einen guten Einblick erhält in die Gegebenheiten Jemens. Dies hat das Buch in meinen Augen rund gemacht. Ein sehr eindrückliches Buch über ein Tabuthema, berührend und informativ zugleich. © Parden

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    • 8

    KruemelGizmo

    13. November 2015 um 23:05
  • Thema berührend, Schreibstil mittelmäßig

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    WildRose

    22. June 2014 um 10:25

    Gemeinsam mit der französischen Journalistin Delphine Minou berichtet Nojoud Ali in diesem Buch von ihrer Zwangsheirat mit einem viel älteren Mann, der sie schlug und sexuell missbrauchte. Nojoud ist eine der wenigen, die sich gegen diese Tradition auflehnten. Sie ging mit ihrer Geschichte vor Gericht, ihr Fall erlangte internationale Bekanntheit. Die Thematik ist wirklich berührend und Nojouds traurige Erfahrungen lassen den Leser so schnell nicht mehr los. Einzig der Schreibstil stört. Es ist ja ohnehin davon auszugehen, dass Nojoud Delphine Minou ihre Geschichte erzählte und die erwachsene Frau sie dann für das Mädchen aufschrieb. Daher hätte Minou auch einen etwas anspruchsvolleren, tiefgründigeren Schreibstil wählen können, um das Buch für erwachsene Leser informativer zu gestalten. So aber wirkt dieses Buch fast schon lieblos dahingeschmiert und wird Nojouds tragischer Geschichte nicht wirklich gerecht. Die Autorin des Buches hat sich anscheinend nur oberflächlich mit dem Jemen beschäftigt. Doch wer weiß, vielleicht schreibt Nojoud ja eines Tages ganz alleine ihre Geschichte auf - auf dieses Buch wäre ich sehr gespannt.

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  • Rezension zu "Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden" von Nojoud Ali

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    Shunya

    30. April 2012 um 16:02

    Nojoud wächst als unbeschwertes und fröhliches Kind mit ihren Geschwistern in einem kleinen Dorf namens Khardji auf. Als sie mit ihrer Familie von dort vertrieben wird, und sie alles zurücklassen müssen, ziehen sie in die Stadt Sanaa. Ihr Vater findet dort keine Arbeit und so müssen die Kinder auf der Straße betteln. Die Töchter werden verheiratet und so können sie sich einigermaßen über Wasser halten. Nojoud geht in Sanaa zur Schule. Es ist ihr Rückzugsort, an dem sie gerne ist. Eines Tages wird aber auch sie verheiratet und so muss sie die Schule abbrechen. Es ist die Entscheidung ihres Vaters, obwohl Nojoud noch nicht einmal weiß, was eine Heirat bedeutet. In ihren Augen ist es nur ein großes Fest, an dem es Geschenke gibt und die Frauen besonders hübsch geschminkt werden. Noch in ihrer ersten Nacht, die sie in ihrem neuen Zuhause verbringt, wird sie von dem Monster (der Name wird nur ein einziges Mal im Buch erwähnt) misshandelt und vergewaltigt, obwohl abgesprochen wurde, dass die Entjungerung erst nach ihrer Geschlechtsreife geschehen sollte, hat das sogenannte Monster sich nicht daran gehalten. Nach wochenlanger Qual, in der sie nur ab und an einige Zeit zu ihrer Familie darf, beschließt Nojoud auf Raten der Zweitfrau ihres Vater zu fliehen und zum Gericht zu gehen. Das Cover ist recht einfach gehalten, mit Nojoud Ali. In der Mitte des Buches gibt es eine kleine Fotoreihe mit ihrer Familie und den Rechtskräften, die ihr bei dem Prozess ihrer Scheidung zur Seite standen. Besonders niedlich finde ich auch noch die drei Zeichnungen, die Nojoud gemalt hat. Das Buch an sich ist recht kurz gehalten. Auf 184 Seiten in 11 Kapiteln wird das Leben und die Verhandlungen am Gericht von Nojoud beschrieben. Im Nachwort gibt es noch ein paar nähere Erklärungen über den Jemen und weitere Hintergründe zu den Personen. Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar der arabischen Bezeichnungen, die im Buch vorkommen. Die Schrift ist recht groß gehalten, so dass man die Biografie schnell durchgelesen hat. Das Buch wird durch die kindliche Sicht von Nojoud erzählt. Es ist so aufgeteilt, dass man in einem Kapitel erfährt, wie es zu ihrem Prozess kommt und im nächsten erfährt man wiederum wie sie aufgewachsen ist und es zu ihrer Heirat kam. Im Wechsel wird also immer aus einer anderen Sicht erzählt, bis Nojoud zum Gericht flieht und ab da ziehen sich alle Erzählstränge zusammen. Nebenbei werden auch Probleme der anderen Geschwister von Nojoud näher erklärt. Zum Beispiel über Fares, der von einen auf den anderen Tag einfach verschwindet. Was die Misshandlungen angeht, wurde natürlich auch darauf eingangen, aber es wurde nicht allzu detailliert beschrieben, worüber ich auch ganz froh war. Trotzdem ist es beklemmend zu lesen. Gerade als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, kam in den Nachrichten ein Bericht, dass in der Türkei eine neue Serie angelaufen ist (Hayat Devam Ediyor – Das Leben geht weiter/Hayat gibt nicht auf, Regisseur: Mahsun Kirmizigül) in der es um die frühzeitige Eheschließung von Kinderbräuten geht und die Menschen aufrütteln und aufklären soll.

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  • Rezension zu "Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden" von Nojoud Ali

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    Kerry

    29. March 2011 um 19:55

    nojoud war etwa 10 (ihr genaues alter weiß niemand, denn ihre geburt wurde amtlich nicht vermerkt), lange vor dem beginn ihrer pubertät, als ihr vater verkündete, sie würde heiraten. gemäß den traditionen lehnte sie sich nicht auf. auch die schule, die sie gerade im zweiten jahr besuchte, musste sie verlassen. ihr vater sicherte ihrer mutter zu, dass der zukünftige ehemann zugesagt hätte, sie erst ein jahr nach eintritt in die pubertät anzufassen. auch ihrer schwester versprach er es. woraufhin der protest der frauen im keim erstickt wurde. dieses versprechen brach er gleich in der ersten nacht und darauf in jeder weiteren. nojoud wurde über zwei monate lang von ihrem ehemann missbraucht, gedemütigt, geschlagen. bei ihrer familie fand sie keinen trost, es hieß nur, so sei die welt der frauen und sie solle die ehre der familie nicht verletzen. erst die zweite frau ihres vaters gab ihr den rat, zum gericht zu gehen und die scheidung zu verlagen. im gericht fand sie verbündete, die mit ihr den kampf aufnahmen. wer kennt sie nicht, die geschichte von nojoud. 2008 ging ihr fall um die welt, ein 10-jähriges mädchen, dass sich scheiden lassen will. in diesem sehr bemerkenswerten buch, erzählt sie mit aller offenheit ihre geschichte. sie hat es geschafft, sie erreichte die scheidung, doch ihre peiniger blieben unbestraft. noch heute dient sie vielen jungen mädchen als vorbild, die in einer zwangsehe gefangen sind. zwei beispiele wurden genannt; auch die 9-jährige arwa und die 12-jährige rym verlangten vor gericht ihre scheidungen. FAKT: im jemen ist das mindestalter für eine heirat 15 jahre, doch kann eine ehe vorher geschlossen werden, wenn der mann zusagt, dass er wartet, bis seine frau die körperliche reife für eine ehe hat. FAKT: die wenigsten halten sich daran. dieses buch behandelt ein sehr sensibles, aber darum nicht weniger wichtiges thema. nojoud hat gekämpft - und hat gewonnen. sie geht wieder zur schule und möchte später anwältin werden - um für kleine mädchen wie sie eines war zu kämpfen und um das mindestalter für eine heirat zu erhöhen. sie ist heute ca. 13 jahre alt!

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  • Rezension zu "Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden" von Nojoud Ali

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    Bluueemchen

    10. February 2011 um 07:45

    Als ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mir immer vorgestellt, dass das in einer ganz früheren Zeit passiert ist. Aber an jedem Kapitel-Beginn steht ein Datum mit Jahreszahl - 2008 !! Und spätestens da hat es mich wieder geschockt. Es ist Wahnsinn, dass heuzutage in solchen Ländern so etwas noch Wirklichkeit ist. Frauen sind Nichts und wenn sie sich wehren werden sie von ihren Männern misshandelt. Wegen Armmut verkaufen Väter ihre Töchter als Ehefrau für irgendwelche dahergelaufenen Männern die viel Geld bieten. Alle jemenitischen Männer wissen genau, was mit diesen Mädchen passiert. Klasse, dass Nojoud diesen sagenhaften Mut hatte und zum Gericht gegangen ist, gekämpft hat für ihre Freiheit und nun wieder zur Schule gehen kann, wie ein normales Mädchen.

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  • Rezension zu "Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden" von Nojoud Ali

    Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

    Steffili

    05. February 2010 um 11:03

    Nojoud ist geschätzte zehn Jahre alt und hat in ihrer Heimat im Jemen bereits die Hölle durchlebt. Sie wurde von ihrem Vater verheiratet und von ihrem Ehemann misshandelt. Doch sie findet den Mut, die Scheidung zu verlangen. In diesem Buch erzählt Nojoud, von den Umständen ihrer Hochzeit, ihrer Flucht, ihrer Scheidung und dem Leben danach, in dem sie endlich wieder Kind sein darf. Eine sehr bewegende Geschichte, die zeigt, wie das Leben im Jemen ist und sehr nachdenklich stimmt.

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