Titanic Passage. Tagebücher

von Nora Amelie und Wilhelm Friedel
4,6 Sterne bei14 Bewertungen
Titanic Passage. Tagebücher
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Ein besonderes Tagebuch rund um die Katastrophe. Mit Liebe zu dieser Epoche erzählt aus zweierlei Perspektive.

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Den Untergang der Titanic -statt als Katrastophenthriller- als Aufhänger für den Zeitgeist einer besonderen Epoche, einfühlsam erzählt.

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Inhaltsangabe zu "Titanic Passage. Tagebücher"

Typisch Frau?
Als Pflanzenjägerin Nora ihre erste Reise nach Amerika plant, empfiehlt eine Freundin die TITANIC und schwärmt vom Luxus auf dem größten Dampfer der Welt. Das Schiff gilt als unsinkbar. Nora, der Seereisen Angst einjagen, wähnt sich auf der TITANIC sicher und bucht ihre Passage. Doch kurz vor der Abreise geschieht das Unerwartete. Sie, sonst ganz Dame von Welt, gerät in ein Chaos der Gefühle. Denn sie trifft Wilhelm. Seine Art zu reden, zu lächeln und ihr den Hof zu machen – das könnte endlich der Mann fürs Leben sein! …

Typisch Mann?
Wilhelm ist fasziniert vom Technikboom seiner Zeit. Wenn er könnte, er würde selbst Autos und Fluggeräte entwerfen. Sein Faible treibt ihn durch die europäischen Edelschmieden der Technik bis nach Belfast. An einem Sonntagmorgen begegnet ihm dort eine schöne Unbekannte. Nora. Ihre Zartheit auf der einen, ihr erstaunlicher Idealismus auf der anderen Seite reizen ihn so sehr, dass er plötzlich sein ganzes Leben in Frage stellt …
So verschieden Wilhelm und Nora aufwallende Gefühle füreinander erleben, so verschieden beschreiben sie die Ereignisse des Frühjahrs 1912. Eine zutiefst emotionale, hochdramatische Geschichte vor dem Hintergrund spektakulärer historischer Ereignisse.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B00BM9G28M
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:164 Seiten
Verlag:Selfpublisher
Erscheinungsdatum:26.02.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Beliss avatar
    Belisvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein besonderes Tagebuch rund um die Katastrophe. Mit Liebe zu dieser Epoche erzählt aus zweierlei Perspektive.
    Warum diese Katastrophe heute noch unvergessen ist...


    Ruhig, kalt, sternenklar – und doch tödlich. So könnte man die Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 umschreiben.
    Die Tagebucheinträge der fiktiven Personen Fräulein Nora Amelie und Herrn Wilhelm Friedel umfassen den Zeitraum März bis Anfang Mai 1912. Obwohl unabhängig voneinander geschrieben verflechten sich die Einträge durch die Geschehnisse. Jeder Tag ist in mehreren Abschnitten von Nora und Wilhelm abwechselnd geschildert. Durch namentliche Überschriften bin ich schnell im Lesefluss. Der verwendete Schreibstil versetzt mich bereits nach kurzer Zeit in das Jahr 1912.
    Wilhelms Wissbegierde erlaubt Einblicke in die Werft Harland and Wolff  sowie  den Bau der Titanic. Im Laufe der Erzählung trifft der Ingenieur viele interessante Zeitgenossen. Neben den Erbauern der Titanic zählt er unter anderem Bram Stoker, dessen Werk "Dracula" äußerst erfolgreich wird, zu seinen Bekannten. Des weiteren fließen in seine Tagebucheinträge immer wieder Erfindungen und Neuheiten der ersten zwanziger Jahre ein. Durch seine Beschreibungen "sehe" ich mich versetzt ins Belfast 1912, höre den Lärm der  geschäftigen Werft und erlebe den Medienrummel um die Katastrophe hautnah.
    Nora, die Pflanzensammlerin aus gutem Hause, plant eine Reise nach Mexiko. Die bevorstehende Jungfernfahrt der Titanic wäre eine gute Gelegenheit um New York zu erreichen. Durch ihre Sichtweise darf ich die Gärten von Mount Stewart betrachten, sowie  erleben welch ein Aufwand in Bezug auf Mode, gesellschaftliches Auftreten und Expeditionsgegenständen betrieben wurde. Ihre Überfahrt ermöglicht mir einen Blick auf das Treiben an Bord der Titanic. Die aufregenden Tage danach....
    Aufflammende Zuneigung der beiden Protagonisten durchströmt die mit viel Liebe zum Detail recherchierte Katastrophe um die Titanic. Geschilderte Emotionen der Überlebenden, sich überschlagende Zeitungsmeldungen und die Reaktionen darauf lassen die Ereignisse aufleben. Die Tagebucheinträge lesen sich wie ein Zeitzeugnis. Die aufwendige Vorbereitung zeigt sich unter anderem in dem anhängenden Personenregister mit ergänzenden Einzelheiten.
    Um dem Buch einen krönenden Abschluß zu geben hat sich das Autorenpaar zu einem Making of entschlossen. In diesem letzten Abschnitt erfährt der geneigte Leser viele Details zum Entstehen des Projektes.
    Der größte Dampfer damaliger Zeit ist untergegangen. Die Technik Euphorie hat einen Riß bekommen. Mögliche Hintergründe, Emotionen der Gesellschaft und Auswirkungen auf die Medienlandschaft werden versucht darzustellen. Mit Nora und Wilhelm, ihrer beginnenden Liebe und ihren Interessen zeigen die Protagonisten einen Einblick in diese Epoche. Gelungen wie ich finde. Daher vergebe ich verdiente fünf Sterne für dieses besondere Tagebuch.
    Neben dem Buch an sich hat mich die Leserunde sehr begeistert. Die Hintergundinformationen und zusätzlichen Möglichkeiten recherchiertes Material zu betrachten war einfach spitze. Dafür nochmals meinen herzlichen Dank.


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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: toller Einblick in die Zeit von 1913
    Was geschah außer dem Untergang der Titanic 1913 ?

    Das Autorenduo hat sich dafür entschieden, die Ereignisse rund um den Untergang der Titanic in Tagebuchform zu berichten. Da ist zum einem Wilhelm Friedel, ein Technik begeisterter Ingenieur aus Stuttgart. Und dann lässt uns auch Nora Amelie, eine junge Deutsche aus Berlin, die in Belfast lebt, an ihren Gedanken teilhaben. Wilhelm interessiert sich für alle technischen Neuerungen und versucht so viel wie möglich zu lernen. Er möchte nach Amerika, ums ich bei den dortigen Autobauern um zu schauen, nimmt aber im letzten Augenblick Abstand von der Überfahrt mit der Titanic. Nor Amelie ist gut situiert und verkehrt in der besseren Gesellschaft. Sie möchte eine naturkundlich orientierte Studienreise durch Mexico machen die von New York aus starten soll. Wilhelm und Nora Amelie sind sich kurz vor der Abreise der Titanic begegnet und fühlen sich zueinander hingezogen. Als die Katastrophe geschieht, bangt Wilhelm um Nora Amelies leben, hofft er doch auf eine gemeinsame Zukunft. Nora Amelie überlebt traumatisiert das Schiffsunglück und versucht das Erlebte zu verarbeiten.
     Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch die Wahl der beiden Tagebuchschreibern war es möglich, die Geschehnisse auf völlig unterschiedliche Weise zu schildern. Da ist der mehr männliche Blick von Wilhelm, der unsere Aufmerksamkeit auf technische Neuerungen der damaligen Zeit lenkt und sich mit der Bauweise der Titanic beschäftigt. Durch Nora Amelie erfahren wir etwas über das damalige Gesellschaftsleben, Mode und die Stellung der Frau. Der Untergang der Titanic tritt damit etwas in den Hintergrund und wird zum Ankerpunkt, um den ein Bild der damaligen Zeit entworfen wird.
    Mich hat das Ganze fasziniert, weil dadurch die damalige Zeit für mich sehr lebendig wurde.

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    0_Lavender_0s avatar
    0_Lavender_0vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Fiktive Tagebücher, zart und informativ, zu einer der größten Katastrophen der Schifffahrt.
    Titanic-soft, wenig Sensationsgier, viele interessante Details

    Titanic.Passage_Nora Amelie, Wilhelm Friedel

     

    Zum Cover:

    Das Cover, in dunklen Blautönen gehalten, vermittelt für mich eine friedliche Stimmung, der beschauliche Sternenhimmel, die ruhige See, eine Nacht, wie man sie erträumt. Wenn man allerdings vom Schicksal der Titanic weiß, wirkt diese Ruhe gespenstisch. Das Meer scheint harmlos, vielleicht hat es davor aber schon die Titanic verschlungen?
    Der ramponierte Schriftzug sieht wie auseinanderbrechende Eisschollen aus, was den Eindruck von bevorstehenden oder einer bereits eingetretenen Katastrophe andeuten könnte.

     

    Zum Inhalt:

    Vorweg: Wer hier eine klassische Herz-Schmerz-Geschichte im Stil der allseits bekannten Verfilmung erwartet, ist hier falsch. Wer aber an einer fantasievollen und trotzdem realistisch gehaltenen hochwertigen Lektüre interessiert ist, der sollte dranbleiben.

     

    Das Buch besteht aus zwei großen Teilen. Im vorderen Abschnitt schreiben

    Nora Amelie und Wilhelm Friedel als Alter Ego von zwei Menschen, deren Geschicke sich vor dem Hintergrund der Titanic-Katastrophe verknüpfen. Die zarte, sich anbahnende Liebesgeschichte wird in Form von fiktiven Tagebucheintragungen dezent erzählt – unabhängig voneinander, und zwar so geschickt, dass diese absolut authentisch wirken.

    Während Nora Amelie eine selbstbewusste, selbstständige junge Frau ist, die sich nach Übersee aufmacht, um Pflanzen zu sammeln und zu fotografieren, ist Wilhelm Friedel besonders im technischen Bereich interessiert. Diese unterschiedlichen Interessen bringen geschickt eingebautes Wissen für den Leser, da die Lebensumstände und die Personen, die die beiden kennenlernen, harmonisch in die Story eingefügt wurden.

    Im hinteren Abschnitt kann die Leserschaft das Making-Of mit nachvollziehen. Man erhält Einblick in den Entstehungsprozess. Die akribische Schilderung des Ablaufs, der Ideenfindung, der Umsetzung und des Marketings mit all seinen Schwierigkeiten, war interessant zu lesen, hat mir viele wissenswerte Details vermittelt und hat das Buch um neue Aspekte bereichert.

    Getrennt werden die beiden Teile durch ein Personenregister, das die wesentlichsten Informationen zu allen im Buch auftretenden Charakteren enthält.

    Eine besondere Note erhalten die Tagebucheintragungen nicht nur durch die unterschiedlichen Interessen der Protagonisten, sondern auch dadurch, dass nur Nora Amelie die Fahrt auf der Titanic antritt. So werden beide Sichtweisen – die der unmittelbar Betroffenen und die des ohnmächtig Wartenden – zu einem abwechslungsreichen Lesevergnügen. Dass hier die Katastrophe nicht ausgeschlachtet wurde, sondern der Schwerpunkt auf den Gedanken und Empfindungen von Nora und Wilhelm lag, ist hoch anzurechnen.

    Der Epilog ist äußerst kurz, was irgendwie eigenartig wirkt, aber vermutlich so gewollt war.

     

    Zum Stil:

    Die beiden Autoren haben bewusst die Sprache der damaligen Zeit anzupassen, was den Eindruck der Authentizität verstärkt. Die abwechselnden Tagebucheinträge entsprechen auch dem Stil damaliger Schriftsteller, wie z.B. Bram Stoker, dessen Werk „Dracula“ ebenfalls in Tagebuchform geschrieben wurde.

     

    Fazit:

    Die Machart des Buches hat mich überzeugt, der gut recherchierte und klug aufgebaute Inhalt, unaufdringlich und zart sowie das Making-Of, das mir in dieser Form das erste Mal in einem Buch begegnet ist, machen es zu einem wahren Lesevergnügen.

    Ich vergebe mit ruhigem Gewissen 5 von 5 Sternen.

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 5 Monaten
    Der Untergang der TITANIC - dargestellt in Form von bewegenden Tagebucheinträgen

    Dieses Buch erschien 2016 und beinhaltet 260 Seiten.
    Hier wurde das Drama um den Untergang des größten Dampfers der Welt unter neuen Gesichtspunkten betrachtet. Nora und Wilhelm lassen uns an ihren Tagebüchern teilhaben. Sowohl Nora als auch Wihelm zieht es nach Amerika. Nora möchte dort seltene Pflanzen sammeln und Wilhelm möchte Genaueres über die Fließbandproduktion bei Ford wissen. Bei ihrer Überfahrt auf der TITANIC wollen sich die beiden besser kennenlernen. Die Sichtweise auf die Schiffskatastrophe und die die Wochen danach ist überraschend. Man erfährt hier Detalis, die bisher ungeachtet blieben.
    Den Autoren Nora Amelie und Wilhelm Friedel ist hier wirklich ein tolles Buch gelungen. Dazu gehörten sicherlich sehr viele Recherchen über das Unglück dieses Dampfers. Schon das Cover birgt etwas Schauriges in sich... Diese Geschichte ist sehr bewegend, aber auch schockierend zugleich. Man erfährt, wie sich die Menschen nach der Katastrophe gefühlt haben. Vielleicht wäre das Unglück vermeidbar gewesen?
    Ob Nora und Wilhelm zueineinander finden? Das müsst ihr schon selbst lesen. Eine wunderbare Geschichte zweier Menschen, die einander ähnlich sind und doch total unterschiedlicher nicht sein könnten!!!
    Sehr empfehlenswert, ein Leseerlebnis, das einen so schnell nicht wieder los lässt!!!

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Untergang der Titanic - mal ganz anders erzählt!
    Ein spannendes Zeitdokument

    „...Ein Stewart kommt ins Foyer und fordert uns auf, zu den Rettungsbooten zu gehen. Er scheint nicht sonderlich aufgeregt. Ratlos schauen wir einander an. Eine Rettungsübung?...“


    Wir schreiben den 20. März 1912. Nora Amelie trifft sich in London mit ihrer Freundin Orla, die schwanger ist. Nora dagegen freut sich auf ihre erste Reise nach Amerika. Nora ist Botanikerin und möchte dann weiter reisen nach Mexiko.

    Wilhelm Friedel kommt mit einem Dampfer nach Belfast. Er ist Ingenieur und interessiert sich für die Entwicklung in der Firma Harland und Wolff. Beim Anlegen gibt es ein Unglück. Ein Mitglied der Besatzung fällt ins Wasser.

    Die beiden Autoren haben einen spannenden und informativen Tagebuchroman geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen.

    Tag für Tag berichten die beiden Protagonisten über ihr Erleben. So unterschiedlich wie ihre Interessen sind auch ihre Eindrücke.

    Mit Nora erhalte ich einen Einblick in die bessere Gesellschaft in England. Natürlich wird die aktuelle Mode diskutiert und neue Entwicklungen in der Kosmetik vorgestellt. Außerdem lerne ich botanische Gärten kennen und erfahre einiges über das Sammeln und die Kultivierung von Pflanzen. Nora hofft, vom amerikanischen Kontinent Kaffeepflanzen mitbringen und in Europa anpflanzen und züchten zu können.

    Mit Wilhelm verfolge ich die technische Entwicklung. Dazu gehören auch technische Details der TITANIC und ihres Schwesternschiffes. Erste Fakten, die später ausschlaggebend für die hohe Zahl der Toten sind, werden eingeflochten. Automobilindustrie und erste Flugzeuge sind weitere Themen.

    Auf Anraten von Orla kauft sich Nora ein Ticket für dieTITANIC. Eigentlich wollte Orla mitfahren,aber der Arzt rät wegen der Schwangerschaft ab.

    Der Schriftstil den Buches ist gekonnt an die Entwicklung angepasst. Die Zeit vor der Abfahrt des Schiffes ist eine Zeit der Erwartung und des eifrigen Planens. Wilhelm und Nora lernen sich kennen und verspüren Zuneigung zueinander. Wilhelm ist ganz Gentleman.

    Noras Part in den ersten Tagen der Schifffahrt ist es, mich mit dem Luxus auf dem Dampfer, aber auch den eher nichtssagenden und wenig tiefgehende Gesprächen der Passagiere bekannt zum machen.

    Das Eingangszitat stellt einen Wendepunkt im Geschehen dar. Noch glauben alle an die Unsinkbarkeit des Schiffes und halten den Aufruf für eine unnötige Übung.

    Während der Zeit der Katastrophe fehlen logischerweise Tagebucheinträge. Erst als Nora auf der CARPATHIA zur Ruhe kommt, setzt sie ihre Einträge fort. Die Themen der letzten Tage spielen nun keine Rolle mehr. Man ist froh, dass nackte Leben gerettet zu haben. Auf der weiteren Reise bleibt eine unterschwellige Angst und unauslöschliche Erinnerungen, die den Schlaf rauben und zu Alpträumen führen.

    Währenddessen überschlagen sich die Meldungen in der Zeitung. Lüge und Wahrheit sind nicht auseinander zu halten. Sensationslüsterne Journalisten warten auf die Überlebenden.

    Wilhelm bangt um Nora. Gleichzeitig erlebt er die Folgen des Schiffsuntergangs an den Werften in England. Streiks sind an der Tagesordnung. Und er lernt Persönlichkeiten kennen, die bis heute eine Rolle spielen.

    Das Besondere des Buches ist ein umfangreiches Personenregister und die Darlegung, wie es eigentlich zum Projekt und seiner Verwirklichung kam.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es verknüpft die Geschehnisse um die TITANIC mit historischen Entwicklungen der Zeit, bezieht musikalische und literarische Zeitereignisse ein und zeugt von einer umfassenden Recherche der Autoren. Letzteres vor allem gibt der Geschichte ihr Authentizität.

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    Sonnenschein12s avatar
    Sonnenschein12vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: In fiktiven Tagebüchern wird der Untergang der Titanic und der damalige Zeitgeist hervorragend und sehr gut recherchiert beschrieben!
    Fiktive Tagebücher über den Untergang der Titanic

    Ich glaube, ich lüfte hier kein großes Geheimnis: ja, die Titanic sinkt auch in diesem Buch...
    Aber Nora Amelie und Wilhelm Friedel haben vor dem Hintergrund dieses Ereignisses ein sehr interessantes und lesenswertes Buch geschrieben: die beiden Protagonisten Nora und Wilhelm (anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dass sie ihre Namen "behalten") haben
    sich in das Jahr 1912 "gebeamt". Nora ist Pflanzensammlerin und Wilhelm ein technikbegeisterter Ingenieur, sie lernen sich in Dublin kennen und fühlen sich schnell zueinander "hingezogen". Nora möchte nach Mexiko, um die dortige Flora zu entdecken, während es Wilhelm eher nach Detroit zieht, um bei Ford die Fließbandproduktion zu begutachten. Beide planen, mit der Titanic den Atlantik zu überqueren und freuen sich auf die gemeinsame Reise...
    Die Autoren greifen zu einem besonderen Stilmittel: die Ereignisse werden von Nora und Wilhelm in ihren jeweiligen (fiktiven) Tagebüchern parallel beschrieben ("typisch" weibliche und männliche Ideen, Aspekte, Interessen,Herangehensweisen ?), so dass wir als Leser manchmal beider Sichtweisen zu einer Begebenheit erfahren.
    Doch mehr sei hier nicht verraten...
    Dieses Buch hat mich aus mehreren Gründen fasziniert: zum einen lese ich sehr gern Bücher in Tagebuch-Form (die Personen werden für mich in der Ich-Form authentischer), zum anderen fließen einige wunderbare zeitentsprechende Redewendungen ein (z.B. das Wort "fabulieren"). Last but not least  haben die Autoren ausgiebig und sehr gut recherchiert: natürlich erfahren wir viel Hintergrundwissen über die Titanic, ihre Geschichte, Ungereimtheiten zum Untergang usw., aber auch über den damaligen Zeitgeist, Mode, Fotographie, Persönlichkeiten (z.T. damals noch relativ unbekannt) - und nicht zu vergessen: Skandale und Skandälchen...
    Die Tagebücher sind keineswegs romantisch-verklärt (ich glaube, Wilhelm kann das Wort "schwülstig" nicht mal buchstabieren! Und auch Nora ist eher wissenschaftlich orientiert - na gut, bei Mode gerät sie manchmal ins Schwärmen...), sondern eine eher nüchterne persönliche Auseinandersetzung mit Tatsachen, die damals bekannt waren.
    Ich habe mich von diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt und kann es nur wärmstens weiterempfehlen!

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 5 Monaten
    Eine Fahrt auf dem Todesschiff ...

    Ich möchte gleich zu Anfang erwähnen, dass ich das Riesenglück hatte, dieses wunderbare kleine Buch in einer sehr interaktiven Leserunde genießen zu dürfen. Das engagierte Autorenduo, aber auch meine Mitleserinnen machten die Runde zu einem kleinen Genuss.
    Obwohl die Geschichte zum Untergang der „unsinkbaren“ Titanic hinlänglich bekannt ist, schafften es die Beiden die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Sie wählten ein interessantes Format für ihren Roman, indem sie die beiden Protagonisten jeder für sich Tagebuch schreiben ließen. Durch intensive Recherche vor und während der Buchentstehung fingen sie die Atmosphäre der Zeit ganz wunderbar ein. Wenn Wilhelm mal wieder einen Werftbesuch machte, meinte man die Arbeiter hämmern zu hören. Und wenn sich Nora mal wieder vor dem Spiegel bewunderte, meinte man direkt hinter ihr zu stehen. Geschickt flochten „Gegenwart“ Nora und Wilhelm auch weitere bekannte Personen mit in die Geschichte. So hatte man als Leser auch das Vergnügen z. B. mit Bram Stoker speisen zu dürfen oder mit der Architektin Helen Candee beim Dinner zu plaudern.
    Flüssig geschrieben flogen die Seiten nur so dahin, ich war richtig traurig als es schon zu Ende war. Von mir eine klare Leseempfehlung für dieses Werk. 

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    BuchHasis avatar
    BuchHasivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch über die größte Schiffskatastrophe der Menschheit und zwei Menschen voller Hoffnung und Liebe
    Titanic Passage

    Nora Amelie bucht eine Reise nach Newyork mit der Titanic. Wilhelm Friedel, angetan von der jungen allein stehenden Frau kauft sich ebenfalls ein Ticket, um mit ihr auf der Titanic zu reisen. Voller Vorfreude sehnt sich Nora der Reise entgegen, doch Wilhelm ist am Tag der Abreise nicht auf dem Schiff. 

    Ein paar Tage später geschieht das größte Schiffsunglück der Menschheitsgeschichte.....

    Cover: Zu sehen ist das ruhige Meer bei sternenklarer Nacht. Es soll die Nacht des Schiffsunglück darstellen. 

    Schreibstil: es ist das erste Buch, was Nora Amelie und Wilhelm Friedel zusammen geschrieben haben. Es ist in Tagebuch-Form verfasst und erzählt so die Perspektiven von Nora und Wilhelm. Die Geschichte ist toll geschrieben. Beide haben es geschafft, den Untergang der Titanic als wichtigen Bestandteil einzubauen aber die Hoffnung und die Liebe der beiden Protagonisten tzd. in den Vordergrund zu stellen. 

    Fazit: Wer gerne historische Romane liest, wird dieses Buch mögen!

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    verruecktnachbuecherns avatar
    verruecktnachbuechernvor 5 Monaten
    Gute Idee

    Nora möchte nach Amerika. Im Jahr 1912 bedeutet dies eine lange Fahrt mit einem Schiff. Auf der Empfehlung einer Freundin hin, bucht Nora einen Platz auf der Titanic. Das Schiff gilt als unsinkbar und nimmt ihr so die Angst vorm reisen. Bevor es losgeht trifft sie auf Wilhelm. Dieser ist Technikbegeistert und möchte eigentlich auch auf der Titanic mitreisen. Die beiden freuen sich auf eine gemeinsame Überfahrt.

    Die Geschichte von Nora und Wilhelm wird mit Hilfe von fiktiven Tagebucheinträgen geschrieben. Der erste Eintrag ist am 20. März.1912 und bis Nora sich endlich an Bord befindet ist fast die Hälfte des Buches vorbei. Beide Protagonisten bringen uns das Leben zu dieser Zeit etwas näher und beide vertrauen ihrem Tagebuch an, dass sie Gefühle für einander haben. Ich finde die Idee sehr interessant, die Geschichte der Titanic mal so zu erzählen.

    Wer hier allerdings Aktion und Drama sucht, ist hier falsch. Vom Untergang selbst wird nicht wirklich was erzählt. Nur das Nora nachher Probleme beim Schlafen hat und sie von Ängsten geplagt wird, ist Gegenstand der weiteren Handlung.

    Mich konnte das Buch nicht wirklich begeistern, denn es passiert nicht viel. Sie lernen sich kenne und erzählen ihrem Tagebuch alles, aber ich fand es nicht wirklich spannend. Auch mit dem Protagonisten bin ich einfach nicht warm geworden und das Ende haut mich auch nicht vom Hocker. Nora ist mir zwar sympathisch, aber ich habe nicht mit ihr mit gefiebert.
    Es gibt einen Extrapunkt von mir, da dieses Buch ein Making of enthält.Die beiden Autoren erzählen ihre Geschichte von der Idee bis zum fertigen Buch. Das war sehr interessant und ich hatte so etwas vorher noch nie gelesen.

    Leider kann ich das Buch nicht weiter empfehlen.

    Ich habe das Buch von lovelybooks bereitgestellt bekommen und bedanke mich bei den Autoren herzlich dafür.

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    anke3006s avatar
    anke3006vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschehnisse rund um den Untergang aus zwei verschiedenen Perspektive, gut gelungen
    Amelie, Wilhelm und die Titanic

    Amelie ist, für die damalige Zeit, sehr emanzipiert. Sie reist durch die Welt und widmet sich mit Vorliebe der Botanik. Wilhelm, ein junger Ingenieur, ist in Irland um sich mit der neusten Technik in der Schiff- und Luftfahrt und der Automobilbranche vertraut zu machen. Auch die neusten Abläufe in Fabriken sind für ihn sehr interessant. Wilhelm und Amelie, zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich und es entsteht eine sehr interessante Beziehung. Die beiden Autoren Nora Amelie und Wilhelm Friedel haben die Geschichte der beiden im Tagebuch-Stil erzählt und man erlebt die Geschichte der Titanic neu. Nicht mit viel Glamour und unglaubwürdigen Rettungen, sondern so wie es wirklich gewesen sein könnte. Der Erzählstil der beiden Autoren hat mir gut gefallen. Auch ohne viel technisches Verständnis oder Botanik-Kenntnisse konnte man den beiden Hauptfiguren gut folgen. Es war ein Buch, das den Leser zum Nachdenken bringt. Mir hat diese Art der Erzählung gut gefallen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NoraAmelies avatar

    Dies ist kein romantisch verklärtes TITANIC-Märchen. Und Vergleiche zum berühmten Blockbuster sind fehl am Platze. Es geht um die Geschichte von Nora und Wilhelm. Im Frühling 1912 verlieben sie sich ineinander und lassen uns in ihren Tagebüchern daran teilhaben. Beide zieht es nach Amerika. Nora, um seltene Pflanzen zu sammeln. Wilhelm wegen der Fließbandproduktion bei Ford. Bei der Überfahrt auf der TITANIC wollen sie sich besser kennenlernen. Ihre Sichtweise auf die Schiffskatastrophe und die Wochen danach ist überraschend. Sie erzählen, was bisher unbeachtet blieb …

    Liebe LovelyBooker, liebe Freunde anspruchsvoller historischer Romane – wir versprechen euch eine abenteuerliche Reise in die Belle Epoque oder, wie die Briten sagen, in die Edwardian Era. Mit wahren Geschichten über VIP's und Ereignisse jener Zeit, die manchmal längst nicht so berühmt waren, wie sie es heute sind. Dafür haben wir nicht nur ausgiebig und akribisch recherchiert, sondern sind auch direkt vor Ort in Irland gewesen.

    Seid also herzlich eingeladen zur neuen Leserunde mit Nora Amelie. Diesmal gibt es einen Überraschungsgast. Mein Co-Autor Wilhelm Friedel, mit dem ich diesen Tagebuchroman gemeinsam geschrieben habe, wird in dieser Runde dabei sein.

    Gewinnt eines von 7 Taschenbüchern und 10 eBooks im Wunschformat und diskutiert mit uns über den ersten großen Medienhype der Geschichte.


    Autoren oder Titel-Cover

    LESER ÜBER DIESEN ROMAN:

    … äußerst gelungenes Sittengemälde des frühen zwanzigsten Jahrhunderts ... GR

    … authentisches Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse, vortreffliche Recherchearbeit ... Bianca Flier

    … enthält teilweise bisher nicht bekannte Details zur Tragödie ... reichel83

    Für mich eins der besten Bücher zum Titanic Desaster ... brauchich



    Zum Einstimmen auf den Roman hier die Leseprobe.


    EURE BEWERBUNG
    Beantwortet bitte die Frage: Schreibt ihr selbst Tagebuch? Lasst ihr andere darin lesen?

    Notiert zu eurer Bewerbung bitte unbedingt, ob ihr alternativ zum TB auch eBooks lesen könnt. Die Zahl der Printbücher ist beschränkt!
    Euer Profil sollte neben einem Bild mindestens drei aktuelle Rezensionen aufweisen. Bitte beachtet grundsätzlich die Richtlinien für Leserunden!


    Bewerbungsschluss: 6. April 2018. Seid also schnell!


    Am 7. April geben wir die Gewinner bekannt und versenden die Bücher. Start der Leserunde direkt im Anschluss.


    Während der Leserunde sind Wilhelm und ich täglich dabei, um auf eure Fragen und Kommentare zu antworten. Unter allen aktiven Leserunden-Teilnehmern und Rezensenten unseres Romans verlosen wir am Ende ein von uns beiden signiertes Taschenbuch der TITANIC PASSAGE. Wir freuen uns auf euch!

    F
    Letzter Beitrag von  familybooksvor 4 Monaten
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