Der Fluch der Zuckerinsel

von Nora Berger 
4,0 Sterne bei26 Bewertungen
Der Fluch der Zuckerinsel
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
TraeumenVonBuecherns avatar

Eine berührende Liebesgeschichte mit spannendem Hintergrund, die den Leser auf die Zuckerinsel Martinique und nach Paris entführt.

Kritisch (1):
nirak03s avatar

Netter Unterhaltungsroman vor historischer Kulisse, hätte besser sein können

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Inhaltsangabe zu "Der Fluch der Zuckerinsel"

Anfang des 19. Jahrhunderts, Insel Martinique: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und strikt gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt seither als verschollen. Annabelle flieht zu Verwandten nach Paris, wo sie völlig verarmt in einem Nachtclub Arbeit findet. Sie träumt weiter von Leon, aber wird sie ihn je wiedersehen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783937357997
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Bookspot Verlag
Erscheinungsdatum:01.08.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Beliss avatar
    Belisvor 8 Monaten
    Veränderungen und Neuanfänge, eine Frau auf der Suche

    Heimlich  müssen sich Annabelle und Leon treffen, denn ihre verfeindeten Familien streiten seit langem um ein Stück Land. Nach einem tränenreichen Abschied schifft sich Leon nach Paris ein. Doch kein Lebenszeichen zeugt von seiner Ankunft dort. Schweren Herzens geht Annabelle schließlich die Ehe mit dem Sklavenhändler Ramazon ein. Doch ihre Liebe gehört dem Verschwundenen. Gibt es noch Hoffnung auf Glück?

     

    Der Schreibstil war angenehm und konnte mich auf die zauberhafte Insel Martinique mitnehmen. Der gesellschaftliche Wandel zur Zeit Napoleons spiegelt sich im Geschehen wieder. Gute Beschreibungen der Handlungsorte bringen mich im zweiten Teil der Erzählung auch nach Paris mit seinen Licht- und Schattenseiten. Sprachlich finde ich die Erzählung authentisch. Einige historische Fakten wurden eingebracht, könnten meiner Meinung nach noch etwas ausführlicher sein. Der Erzählerstil in miteinander verflochtenen Handlungssträngen zeigt unterschiedliche Perspektiven und ermöglicht dem Leser ein Gesamtbild.

     

    Weniger überzeugen konnte mich die Prota Annabelle. Ihr kindliches Wesen als junge Frau wurde mit für ihr Alter zu erwachsenen Entscheidungen gemischt. Ich hatte teils Schwierigkeiten dies nachzuvollziehen. Auch die Zeitsprünge in der längere Jahre andauernden Erzählung brachten den Lesefluss ins Stocken. Es wäre schön gewesen die Kapitel mit Angaben dazu zu versehen. So wurde ich den Gedanken an eine teils sehr konstruierte Handlung nicht los. Was im Allgemeinen schade für die Geschichte ist. Der Verlauf hatte Spannung, Kämpfe, Liebesgeschichten und historische Fakten zu bieten. Ich würde die Erzählung eher als Abenteuer, Roman über gesellschaftlichen Umbruch denn als Romantik bezeichnen. Dafür überwiegen die Auswirkungen des Fluches mit Ängsten, Tod und Veränderungen zu sehr.

     

    Daher kann ich der historisch zuzuordnenden Erzählung nur 4 Sterne geben. Sie ist lesenswert, konnte mich aber nicht voll überzeugen. Dennoch werde ich gerne weitere Bücher der Autorin zur Hand nehmen.

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Historischer Roman, der mich nicht so überzeugen konnte
    Der Fluch der Zuckerinsel

    Der Fluch der Zuckerinsel  -  Nora Berger

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Insel Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist.
    Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt als verschollen. Annabelle, die nach einem leidenschaftlichen Abschied ein Kind von ihm erwartet, erfährt, dass die elterliche Plantage verschuldet ist. Sie ist gezwungen, den reichen Sklavenhändler Ramazon zu heiraten. Ein böser Fluch scheint über ihr und Léon zu liegen, trotz des schützenden Amuletts ihrer Sklavin Leila, der Tochter einer Mambo-Priesterin.
    Nach einem Brand und der Plünderung der Plantage durch aufständische Sklaven, flieht Annabelle vor ihrem brutalen Ehemann Ramazon zu Verwandten nach Paris. Auf der Überfahrt kommt ihr Sohn Valentin zur Welt.
    In Paris erfährt sie neues Unglück: Ihr Bruder ist während des Russlandfeldzugs Napoleons gefallen und ihrem Onkel kann sie nicht zur Last fallen. Um zu überleben, meldet sie sich als Statistin im frivolen Cabaret „Jolie Femme“. Als ihr Gesangstalent entdeckt wird, beginnt sie ein neues Leben.
    Doch bald droht neues Unheil. Ramazon taucht auf und will seine Rechte geltend machen. Der „Fluch der Zuckerinsel“ scheint sie weiter zu verfolgen.
    Trotz allem kann sie Léon nicht vergessen. Lebt er vielleicht doch noch - werden sie sich wiedersehen?

    Mein Leseeindruck:

    Am Anfang habe ich noch begeistert das Buch zur Hand genommen und mich in die Geschichte von Martinique einfühlen können.

    Das das Leben dort kein Zuckerschlecken war und die Sklavenaufstände auch noch dazu beitragen ist vollkommen nachzuvollziehen.

    Jedoch blieben die Protagonisten für mich als Leser ziemlich farblos und ich konnte mich mit keinem wirklich anfreunden. Auch hatte das Buch ab der Mitte ziemliche Längen, die es mir persönlich schwer machten, fließend weiter zu lesen. Daher habe ich auch das Buch erst mal kurz abgebrochen, bevor ich es dann zu Ende gelesen hatte.

    Aber auch der Rest des Buches konnte mich nicht wirklich fesseln und überzeugen. Das ist jedoch meine persönliche Meinung und soll den Wert und den Inhalt des Buches auf keinen Fall mindern.

    Jeder interessierte Leser sollte sich hier ein eigenes Bild machen. Ich lese gern historische Romane, aber dieser hier konnte mich einfach nicht so packen.

    Fazit:

    Leider gibt es deswegen von mir auch nur 3 Sterne.

    Ich werde die Rezension nur hier bei Lovelybooks einstellen, damit ich der Autorin nicht mit meiner Bewertung einen Nachteil verschaffe. Vielleicht war es auch für mich nur ein falscher Lesezeitpunkt.

    Da Lovelybooks von mir auch Rezensionen einfordert für eine Leserunde, die mich nicht so begeistern konnte, nun hier meine Leseeindruck.

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    AmberStClairs avatar
    AmberStClairvor 4 Jahren
    Der Fluch der Zuckerinsel

    Klappentext:

    Insel Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt als verschollen. Annabelle, die nach einem leidenschaftlichen Abschied ein Kind von ihm erwartet, erfährt, dass die elterliche Plantage verschuldet ist. Sie ist gezwungen, den einen reichen Sklavenhändler zu heiraten. Ein böser Fluch scheint über ihr und Léon zu liegen, trotz des schützenden Amuletts einer Mambo-Priesterin. Nach einem Brand und der Plünderung der Plantage durch aufständische Sklaven, flieht Annabelle vor ihrem brutalen Ehemann zu Verwandten nach Paris. Auf der Überfahrt kommt ihr Sohn Valentin zur Welt. Um zu überleben, arbeitet sie im frivolen Cabaret „Jolie Femme“ wo rasch ihr Gesangstalent entdeckt wird. Doch bald droht neues Unheil, der „Fluch der Zuckerinsel“ scheint sie weiter zu verfolgen. Trotz allem kann sie Léon nicht vergessen. Lebt er vielleicht doch noch?



    Meine Meinung:

    Zum ersten mal habe ich ein Buch von Nora Berger gelesen und bin nicht enttäuscht worden. Es ist eine sehr schöne Geschichte von ihr die hier erzählt wird. Sie beginnt auf den Karibischen Insel Martinique und endet in Paris, nach Napoleons Niederlage.


    Das Leben von Annabelle und Leon wird hier abwechselnd erzählt. Mit ihren Höhen und Tiefen. Die ganzen schmerzlichen Erfahrungen die sie überstehen und meisterlich bewältigen. Nur leider fand ich Annabelle manchmal ein bisschen zickig. Ansonsten war alles perfekt und ein wenig wurde der napoleonische Krieg mit in dieser Geschichte eingebracht, sowie auch die Sklavenaufstände von Martinique.


    Man konnte sich sehr gut in allem hineinversetzen und litt mit, oder freute sich auf das wieder gefundene Glück. Der ganze Farbenprächtige Hintergrund der Insel Martinique konnte man mit spüren und sich alles sehr gut vorstellen. Reiche Plantagenbesitzer und arme, bis manchmal aufs Blut missbrauchte Sklaven. Sowie auch die dunklen Ecken von Paris, mit ihrem Elend und Armut, sowie auch den Reichtum der Reichen. Die schillernde Welt der Boulevards, Cabarets und Theatern.

    Einfach fantastisch!

    Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Ein flüssiger Schreibstil, die nie Langeweile auf kommen ließ. Eine Erfahrung reicher ist man wenn man dieses Buch gelesen hat.


    Ich kann es empfehlen!


    Danke das ich das Buch lesen durfte!



    Kommentare: 3
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    TraeumenVonBuecherns avatar
    TraeumenVonBuechernvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Liebesgeschichte mit spannendem Hintergrund, die den Leser auf die Zuckerinsel Martinique und nach Paris entführt.
    Von Sklaven, Zuckerrohr und der großen Liebe

    Klappentext: Leon und Annabelle lieben einander. Doch ihre Väter, zwei der wichtigsten Zuckerrohrplantagenbesitzer von Martinique, sind seit Jahren erbitterte Feinde. Eine Hochzeit zwischen den Familien scheint unvorstellbar. Um den Traum von einer gemeinsamen Zukunft dennoch verwirklichen zu können, muss Leon sein Medizinstudium beenden. Schweren Herzens bricht er nach Paris auf und lässt Annabelle zurück. Vergeblich wartet sie auf ein Lebenszeichen von ihrem Geliebten. Als Sklavenaufstände die Insel erschüttern, muss sie selbst fliehen. Für die junge Frau gibt es nur ein Ziel: Die französische Hauptstadt. Sie muss erfahren, was aus Leon geworden ist. Hat er sie vergessen oder ist er womöglich niemals in Paris angekommen?

    Cover: Ich finde, dass Cover zeigt wunderschön die Atmosphäre auf der Insel Martinique. Die Frau auf dem Cover könnte Annabelles Schwester Suzanne sein, die aus Paris kommt und sich gerade die Plantage ihrer Familie ansieht.

    Meine Meinung: Ich habe das Buch bei einer Leserunde gewonnen und am Anfang gedacht, dass es mir nicht so gut gefällt, weil ich eigentlich selten historische Romane lese. Trotzdem habe ich mich beworben, weil ich das Thema interessant fand - und es hat sich gelohnt.
    An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen (in historischen Romanen ist die Sprache ja meist ein bisschen anders als in Büchern, die in der heutigen Zeit spielen), aber das hat nicht lange gedauert.
    Die Idee, einen Roman über das Thema Sklaven zu schreiben, ist sicher nicht neu, aber meiner Meinung nach hat Nora Berger die Zustände auf den Plantagen und die Probleme in dieser Zeit sehr schön beschrieben. Außerdem hat sie geschickt zwei Schauplätze in das Buch eingebaut: Martinique und Paris. So lernt man gleich zwei geschichtliche Situationen auf einmal kennen.
    Annabelle ist eine tapfere junge Frau, die im Verlauf des Buchs mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Am Anfang findet sie die Sklaverei auf den Plantagen noch richtig, doch später versucht sie, den Sklaven zu helfen und freundet sich immer mehr mit ihnen an, weshalb ich sie sehr gerne mag.
    Leon studiert Medizin und muss schon nach den ersten Kapiteln wieder nach Paris, um dort sein Studium zu beenden. Er interessiert sich besonders für alternative Heilmethoden. Das fand ich interessant, da im 19 Jahrhundert noch nicht viel mit solchen Methoden gearbeitet wurde. Leon liebt Annabelle über alles und vermisst sie sehr, als er nach Paris gehen muss. Auch in seiner Familie gibt es einige Probleme, doch er geht trotzdem seinen Weg. 
    Die eigentlichen Hauptfiguren waren meiner Meinung nach aber die Sklaven. Vor allem Mara und Leila habe ich sehr ins Herz geschlossen.
    In der Leserunde und in einigen anderen Rezensionen wurde oft kritisiert, dass im Buch zu viele Menschen sterben. Natürlich war ich auch traurig, wenn eine Figur starb, die ich gerne mochte, aber in dieser Zeit war das eben normal. Wer nicht gut mit dem Thema Tod umgehen kann, sollte sich allerdings überlegen, ob er dieses Buch liest.

    Fazit: "Der Fluch der Zuckerinsel" ist eine Romeo-und-Julia-Geschichte in der Zeit der Sklaverei, in der zwar der Tod eine große Rolle spielt, in der es aber auch sehr viel über Liebe, einen "Fluch" und eine traumhafte Zuckerinsel zu lesen gibt. 5 von 5 Sternen! 

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: ein wunderschöner Roman der sich von der 1. Seite an sehr gut liest.
    Ein wunderschöner Roman, der sich von der 1. Seite an sehr gut liest

    "Leon und Annabell leiben einander, doch ihre Väter (zwei reiche Zuckerrohpalntagenbesitzer auf Martinique) sind seit Jahren verfeindet. Eine Hochzeit ist somit unvorstellbar. Um den Traum von einer gemeinsamen Zukunft dennoch zu verwirklichen macht sich Leon auf nach Frankreich, um sein Medizinstudium zu beenden. Dort kommt er jedoch vorerst nicht an. Um die Plantage zu retten wird Annabell gezwungen einen reichen, brutalen Sklavenhändler zu heiraten. Als die Sklavenaufstände jedoch die Insel erschüttern gelingt ihr die Flucht nach Frankreich. Dort erwarten sie jedoch weitere Schicksalsschläge."
    Das Buch liest sich von der 1. Seite an sehr gut und flüssig. Der Autorin ist es gelungen die Personen so zu beschreiben das man richtig mit ihnen mitfiebern kann. Der Spannungsaufbau ist vorhanden und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
    Leider gibt es immer wieder Sterbende / Tote in diesem Buch, was sich regelrecht wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Wer dieses nicht mag, dem sei dieses Buch an dieser Stelle nicht empfohlen.
    Fazit: ein rundum gelungener historischer Roman, den man zum Schluß gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

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    leseratte69s avatar
    leseratte69vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider nur 3,5 Sterne von mir.
    Ein wirklich schöner Roman, der leider zu geprägt vom Tode war.

    3,5 Sterne
    Klappentext
    Anfang des 19. Jahrhunderts, Insel : Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und strikt gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt seither als verschollen. Annabelle flieht zu Verwandten nach Paris, wo sie völlig verarmt in einem Nachtclub Arbeit findet. Sie träumt weiter von Leon, aber wird sie ihn je wiedersehen?

    Meine Meinung

    Die Story
    Ich habe dieses Buch gewonnen und in einer Leserunde gelesen. Schon der Klappentext hat mir zugesagt und ich habe mich auf die Geschichte sehr gefreut. Auch wenn der Titel des Buches schon auf einen Fluch, der nichts Gutes mit sich bringt, schließen lässt, war ich dann doch etwas überrascht von der negativen Prägung dieses Romans. Denn die Protagonistin Annabelle muss im Buch durchweg schwere Verluste einstecken. Die Personen um sie herum sterben wie die Fliegen, was sich wie ein roter Faden durchs ganze Buch zieht und diesem meiner Meinung nach, einen negativen Touch gibt. Wiederum hat die Autorin es geschafft, dem Leser die atemberaubende Kulisse Martiniques vor Augen zu führen, was das Kopfkino sehr anregt.

    Der Schreibstil
    Das Buch ist in einem leicht zu lesenden und flüssigen Schreibstil gehalten, der richtig Spaß gemacht hat. Was ich vermisst habe waren Zeitangaben. Man kann sich zwar ausrechnen, zu welcher Zeit das Buch ungefähr handelt, aber dennoch mag ich genaue Zeitangaben in einem Roman.

    Die Charaktere
    Waren sehr schön ausgeschmückt und teilweise auch sehr real. Das ganze Buch über fiebert man mit den Protagonisten Annabelle und Leon und ihrer nicht vergönnten Liebe mit und hofft auf ein Happy End.

    Mein Fazit


    Ein wirklich schöner Roman, der leider zu geprägt vom Tode war, welcher sich wie ein roter Faden durchs Buch zog. Dennoch habe ich es gerne gelesen. Ich vergebe hier 3,5 von fünf Sternen.

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 4 Jahren
    Ein Massengrab vor historischer Kulisse

    Martinique 19. Jh. Annabelle und Leon kommen aus verfeindeten Familien, sind sich aber in Liebe zugetan. Doch diese müssen sie aufgrund der Familienfehde geheim halten. Leon, der in Paris Medizin studiert, möchte erst sein Studium beenden und dann Annabelle ehelichen. Während Leon auf dem Weg nach Frankreich ist, wird Annabelle von ihrer Familie unter Druck gesetzt, einen anderen Mann zu heiraten, um die elterliche Zuckerrohrplantage zu retten. Annabelle ist nicht nur ihrem grausamen Ehemann ausgesetzt, sondern wird auch Zeugin der blutigen Sklavenaufstände auf den Plantagen. Als die Zustände immer unerträglicher werden, flieht Annabelle ohne ihren verhassten Ehemann nach Paris und schlägt sich dort als Sängerin durch. Ob sie Leon dort endlich wiedersehen wird?

    Nora Bergers Roman „Der Fluch der Zuckerinsel“ ist ein unterhaltsamer historischer Roman in einer exotischen Kulisse. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und sehr gut zu lesen. Man wird als Leser bereits zu Beginn in eine andere und fremde Welt entführt. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildhaft dargestellt, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Auch die Sklavenaufstände, die gesellschaftlichen Umstände, das Leben der reichen Plantagenbesitzer sowie die Unterdrückung der Sklaven und der Aberglaube der Einheimischen sind passend in die Handlung eingeflochten. Die Protagonisten sind sehr vielfältig angelegt und wirken dadurch teilweise sehr authentisch. Annabelle ist eine junge Frau aus gutem Hause, die noch sehr naiv ist und sich nach ihrer ersten Liebe Leon verzehrt. Gleichzeitig wirkt sie aber auch wie ein leichtes Mädchen, das sich jedem erstbesten Mann an den Hals wirft. Leon ist ein sehr sympathischer junger Mann, der sich gegen den Willen des Vaters stellt und für seinen Traum, Arzt zu werden, einige Opfer bringt. So muss er auch seine große Liebe Annabelle zurücklassen in der Hoffnung, sie nach Beendigung des Studiums endlich zu heiraten. Doch Leon muss erst einige Hürden nehmen und auch viele schreckliche Erfahrungen machen. Die weiteren Charaktere sind ebenfalls sehr schillernd und bunt beschrieben, so kann man seine Sympathien gleichmäßig verteilen. Aber man sollte sein Herz nicht zu sehr an eine bestimmte Person hängen, über kurz oder lang stirbt in diesem Buch fast jeder.

    Leider kann das Buch in Bezug auf den historischen Hintergrund nicht überzeugen, da die Informationen bezüglich der Sklaverei nicht in die Tiefe gehen. Auch der Konflikt zwischen den beiden Familien wurde nicht thematisiert, aus welchem Grund die Fehde besteht, wurde leider nie aufgeklärt. Zudem sterben in diesem Buch die Menschen immer genau dann, wenn man sie nicht mehr braucht. Vieles war einfach schon vorhersehbar. Leider gibt es in dieser Handlung mehr Tote als in manchem Krieg. Unterhaltsam war das Buch auf jeden Fall, aber es gibt nur eine eingeschränkte Leseempfehlung, da es mit einem gut recherchiertem historischen Roman leider nichts zu tun hat.

     

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor 4 Jahren
    Der Fluch der Zuckerinsel

    Inhalt:
    Anfang des 19. Jahrhunderts, Insel Martinique: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und strikt gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt seither als verschollen. Annabelle flieht zu Verwandten nach Paris, wo sie völlig verarmt in einem Nachtclub Arbeit findet. Sie träumt weiter von Leon, aber wird sie ihn je wiedersehen?

    Meine Meinung:
    Die Geschichte liest sich sehr flüssig, der schreibstil ist sehr angenehm. Ich bin gut in sie hineingekommen. Die Kapitel sind von der Länge her angenehm.
    Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir die Schauplätze und Personen sehr gut vorstellen.

    Die Geschichte spielt in einer interessanten Zeit rund um die Sklavenaufstände und Aberglauben, Vodoo, die Gegensätzen zwischen Arm und Reich. Sie beginnt spannend mit einer Familienfehde. Doch schon bald handelte das Buch nur noch von schweren Schicksalsschlägen und Tod. Ein Unglück jagte das nächste. Das war mir einfach zu viel. Die Ereignisse haben sich überschlagen, alle waren vom Pech und Unglück verfolgt.

    Natürlich habe ich allein schon durch den Titel kein Buch über viele aneinandergereihte Glücksmomente erwartet. Dass es aber derart den Tod theamatisiert, hat dann meien Nerven doch überstrapaziert.
    Die Geschichte entspricht leider nicht meinen Vorstellungen von einem angenehmen Lesevergnügen.

    Fazit:
    Eine Geschichte, die in einer interessanten Zeit spielt, aber die mir durch den allgegenwärtigen Tod leider den Lesespaß genommen hat.

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    irismarias avatar
    irismariavor 4 Jahren
    Unglücks- und Todesfälle reihen sich aneinander

     „Der Fluch der Zuckerinsel“ von Nora Berger ist ein historischer Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts auf Martinique und in Paris spielt. Hauptpersonen sind die junge Annabelle und ihr Geliebter Léon, die beide aus reichen Plantagenbesitzerfamilien stammen. Die beiden sind ein Paar, doch weil ihre Familien verfeindet sind, ist die Beziehung nicht gern gesehen. Léon will Arzt werden und reist daher nach Paris. Annabelle will auf ihn warten, doch ihr Vater möchte sie an einen Sklavenhändler verheiraten, bei dem er Schulden hat. Doch auf den beiden und ihren Familien scheint ein Fluch zu liegen…

    Die Geschichte beginnt spannend und hat mit der Familienfehde, den Sklavenaufständen, Napoleons Kriegen und dem Voodoo-Glauben der Sklaven auch einiges thematisch an Potential. Doch leider wurde das Potential nicht ausgeschöpft, sondern die Geschichte blieb an der Oberfläche. Vielmehr kam es mir so vor, als reihten sich in jedem Kapitel nur Unglücks- und Todesfälle aneinander, denen quasi alle Personen ausgeliefert waren.

    Wer das Buch lesen möchte, sollte sich die Kurzbeschreibung nicht anschauen, da sie viel zu viel vom Inhalt verrät.

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    Lese_gernes avatar
    Lese_gernevor 4 Jahren
    Der Fluch der Zuckerinsel - steckt Voodoozauber dahinter?

    Die Insel Martinique am Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Leon sind beide auf benachbarten Zuckerrohrplantagen aufgewachsen. Ihre Familien sind schon seit Ewigkeiten wegen einem Stückchen Land verstritten und gegen eine Liebe zwischen den beiden. Leon möchte sein Arztstudium in Paris beenden und begibt sich auf eine Schiffsreise. Nachdem Annabelle von Leon nichts mehr hört zweifelt sie an seiner Liebe. Was sie nicht weiß, Leon ist in ein Schiffsunglück geraten. Um ihre Familie vor dem Ruin zu retten muss sie den brutalen Sklavenhändler Ramazon heiraten . Leon kann sie aber nie ganz vergessen.


    *****************

    Das Buch besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Der erste Teil handelt auf der Karibikinsel Martinique und der zweite in Paris. Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven oder wer leicht schwermütig wird. Viele Tode und Schicksalsschläge werden sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden ziehen. Aber nicht umsonst ist im Titel das Wort „Fluch“ vorzufinden. „Fluch“ heißt ja nicht gerade „Friede, Freude, Eierkuchen“. Wie ich schon bei der Leserunde erwähnt habe ist das Buch nicht datiert. Man weiß nie wieviel Zeit wirklich zwischen dem Leben auf Martinique und in Paris liegt oder wieviel Zeit zwischen den verschiedenen Kapiteln vergangen ist. Ich persönlich mag es gerne wenn ich mich richtig in die Zeit versetzen kann. Schade ist auch, dass die Sklavenhaltung und der Zauber des Voodoos nur am Rande angeschnitten werden. Gerade von diesen beiden Themen hätte ich mehr Ausführlichkeit erwartet. Ansonsten läßt sich das Buch sehr flüssig lesen. Man lernt viele Menschen und verschiedene Charaktere kennen.

    ********************

    Von Nora Berger sind noch die Bücher „Bratkartoffeln und Rote Beete“, „Königsberger Klopse und Champagner“, Amelié und die Sturmzeit von Valfleur“, Amelié und die Botschaft des Medailions“ und „Tödliches Diner in Paris“ erschienen.

    *********************


    Nora Berger ist in Düsseldorf geboren und lebte einige Jahre in Paris. Da sie Frankreich liebt wählt sie für ihre Romane häufig die französische Geschichte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallo, liebe unbekannte Leser!

    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei der Leserunde  zu "Der Fluch der Zuckerinsel" mitmachen würdet. Gerade in diesen nebelverhangenen kühlen November/Dezembertagen versetzt man sich doch gerne auf eine karibische Insel.

    Ich würde euch gerne eine Frage stellen:

    Wie kam es zu der oft unmenschlichen Sklavenhaltung auf den Kolonien im 19. Jahrhunderts?

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    irismarias avatar
    Ich versuche hier, für unsere Leserunde Unterabschnitte einzurichten.
    Engel1974s avatar
    Letzter Beitrag von  Engel1974vor 4 Jahren
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