Spielball des Schicksals

von Nora Berger 
4,0 Sterne bei20 Bewertungen
Spielball des Schicksals
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Vampir989s avatar

toller historischer Roman

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Leider kann "Spielball des Schicksalas" nicht mit den anderen Romanen der Autorin mithalten. Mir war die Geschichte zu konstruiert.

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Inhaltsangabe zu "Spielball des Schicksals"

Das dramatische Schicksal zweier unterschiedlicher Frauen – vereint in einer wunderschönen Geschichte der Erfolgsautorin Nora Berger.
Als Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla findet, ist ihm gleich klar: Das wird die Geschichte für seinen nächsten Roman werden! Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen …
Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9782919801701
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:17.07.2018

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    Katzenmichas avatar
    Katzenmichavor einem Monat
    Die Geschichte zweier Frauen

    Als Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla findet, ist ihm gleich klar: Das wird die Geschichte für seinen nächsten Roman werden! Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen …

    Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft …

    Fazit zum Buch:

    Die Handlung spielt sich in zwei Zeitzonen ab,die Vergangenheit hat dabei etwas mehr Raum und Platz wie die Gegenwart.Man wird in das Jahr 1892 nach Berlin geführt,man lernt Camilla kennen-eine sehr sympatische und liebe Person.Und man lernt die egoistische und selbstsüchtige Tessa kennen.Man erlebt wie die beiden Frauen,die unterschiedlicher nicht sein können ,ihr Leben meistern.Mal mehr,mal weniger gut.Die Autorin Nora Berger  beschreibt Berlin wie es damals war,der Deutsch- Französische Krieg wird gut beschrieben. Während Camilla mit den Folgen des Krieges in der Charitè konfrontiert wird, muss Tessa erleben, dass der Krieg die Unterhaltungskunst in Paris in den Abgrund treibt.

    Die Autorin hat alles so erzählt als wenn  vor meinem inneren Auge,ein Film abläuft.Und ich so das Gefühl hatte als wäre ich mitten dabei.Ich bebe dem Buch 4 Sterne,aber auch nur weil ich Camillas letzte Endscheidung nicht verstehen kann.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Monat
    Kurzmeinung: toller historischer Roman
    toller historischer Roman

    Klapptext:


    Als Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla findet, ist ihm gleich klar: Das wird die Geschichte für seinen nächsten Roman werden! Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen …

    Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft 


    Ich kenne schon einige Bücher der Autorin.Deshalb waren meine Erwartungen sehr groß.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Wieder einmal wurde ich in den Bann gezogen.

    Der Schreibstil ist leicht,locker und sehr flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.


    Die Handlung spielt abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit.Wobei der Teil in der Vergangenheit überwiegt.Dabei wurde ich in das Jahr 1892 nach Berlin entführt.Ich lernte die beiden Frauen Camilla und Tessa kennen und begleitete sie auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen.Dabei erlebte ich interessante und spannende Momente.

    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders Camilla fand ich sehr sympatisch und habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Sie war so liebreizend,nett und herzlich.Tessa dagegen fand ich selbstsüchtig und egoistisch.Aber auch alle anderen Personen waren sehr interessant.Die beiden Frauen waren sehr stark und mutig.Sie haben sich in dieser sehr schweren Zeit versucht durchzusetzen und zu beweisen.Dies haben sie hervorragend gemeistert.Jede auf ihre eigene Art und Weise.Manchmal war Camilla etwas zu naiv und Gutgläubig.Mir hat dies aber sehr gut gefallen und passte irgendwie zu dieser Geschichte.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgefühlt,mitgebangt und mitgebangt.Durch die sehr fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Durch die sehr guten Recherchen der Autorin habe ich auch viele Informationen und Wissenswertes über das Leben der Menschen zu der damaligen Zeit während der Regierung mit Bismark.Die arme Bevölkerung hatte große Ängste,Sorgen und Probleme.Während die obere Schicht in Prunk und Reichtum lebte.Gut gefallen haben mir auch die Einblicke in das Gesundheitswesen.Geschickt hat Nora Berger dies alles in die Handlung eingebaut.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zuerleben.Es gab immer unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch wurde mir zu keiner Zeit langweilig.Auch das Ende fand ich wunderschön und sehr gelungen.

    Das Cover finde ich traumhaft und es macht gleich beim ersten Anblick Lust zum Lesen.Für mich rundet es das Meisterwerk ab.

    Ich hatte viele interessante und emotionale Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.



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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider kann "Spielball des Schicksalas" nicht mit den anderen Romanen der Autorin mithalten. Mir war die Geschichte zu konstruiert.
    Das Schicksal ist zu konstruiert

    Von Nora Berger habe ich bereits einige tolle historische Romane gelesen. Leider konnte mich ihr neuer Roman "Spielball des Lebens" nicht richtig überzeugen.

    Der Roman ist in zwei Zeitebenen geteilt, wobei der Gegenwartsstrang, der die eigentliche Rahmenhandlung bildet, viel zu kurz kommt. Auf der anderen Seite hätte er auch total wegfallen können und die Autorin hätte einen historischen Roman ohne zwei Zeitebenen daraus machen können, was mir wesentlich besser gefallen hätte.
    Mich konnte nämlich der Strang in der Gegenwart überhaupt nicht abholen. Dieser erzählt die Geschichte der Ärztin Vanessa (ihr Nachname blieb im Roman unerwähnt) und Alexander von Waldheim, einem ehemaligen Patienten von ihr. Dieser hat ein Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla gefunden, welches großes Potenzial für einen Roman haben könnte. Eine Person daraus, nämlich die Tänzerin Tessa Taylor, scheint mit Vanessa verwandt zu sein. Alexander kontaktiert daraufhin Vanessa. Er bittet sie seine Entwürfe zu lesen und hofft auch auf weitere Informationen über Tessa von ihr.

    Der Hauptstrang in der Vergangenheit befasst sich mit diesen zwei interessanten Frauen und startet im Jahr 1862. Camilla und ihre kleine Schwester Emily haben erst ihre Mutter verloren, als ihr Vater auf Wunsch seiner neuen Geliebten Tessa, die Kinder ins Kloster steckt. Diesen Abschnitt fand ich sehr bedrückend, aber großartig dargestellt. Ich fühlte mit den beiden Mädchen mit, die vom Vater einfach im Stich gelassen und von den Nonnen alles andere als herzlich behandelt wurden. Als Camilla endlich volljährig ist, verlässt sie das Kloster und beginnt in einem Modehaus zu arbeiten. Dort ist sie nicht nur als Schneiderin tätig, sondern darf auch die schönsten Modelle vorführen. Dabei lernt sie Paul von Waldheim kennen und lieben. Der junge Adelige ist jedoch verlobt und ein notorischer Spieler.
    Auch Camillas Vater ist ein Lebemann und kann nicht mit Geld umgehen. Tessas Traum eine berühmte Tänzerin zu werden scheint immer unmöglicher. Doch die ehrgeizige junge Frau ist das komplette Gegenteil von Camilla. Sie ist egoistisch, pickt sich überall ihren Vorteil heraus, manipuliert die Männer und lebt für den Tanz. Dabei meint es das Schicksal allerdings auch nicht immer gut mit ihr. Obwohl sie mir nicht wirklich sympathisch war, muss man Tessas Mut bewundern. Sie gibt einfach nicht auf...auch wenn sie dabei über Leichen gehen muss...

    Die gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten hat die Autorin gekonnt eingeflochthen. Man trifft auch auf Persönlichkeiten, wie Bismarck oder Rudolf Virchow, dem bekannten Mediziner der Charité. Der deutsch-französische Krieg erhält ebenfalls genug Anteile an der Geschichte.
    Jedoch hat Nora Berger in diesem einen Roman viel zu viele Themen hineingepackt. Ohne den Gegenwartsstrang und einigen Nebenthemen, wäre der Roman wirklich äußerst gelungen. So hingegen wirkt alles etwas zu konstruiert und es spielen mir viel zu viele Zufälle hinein. Nicht nur die etwas verstrickten Verwandtschaftsverhältnisse, sondern auch einige Zusammentreffen und Erbangelegenheiten ließen mich den Kopf schütteln. Noch mehr brachte mich aber Camillas Naivität um das Lesevergnügen. Um ihr komplettes Geld gebracht, lässt sie sich wieder mit denjenigen ein, der ihr alles genommen hat. Dazu kommt noch eine Krimisequenz a la Jack the Ripper. Diese begann sehr spannend, verschwand danach völlig aus dem Geschehen, um am Ende noch schnell den Täter, den ich bereits früh identifiziert hatte, zu präsentieren. Auch hier half Freund Zufall kräftig nach.
    Der Abschnitt in der Charité war wieder sehr interessant, vorallem weil ich auch erst im Juli ein Buch (Die Charité von Ulrike Schweikert - sehr zu empfehlen!) über das berühmte Berliner Krankenhaus gelesen habe.

    Der Roman hätte wirklich Potential gehabt, doch die Autorin wollte einfach zu viele Themen hineinquetschen. Weniger davon, ohne den Gegenwartsstrang und die vielen Zufälle, und "Spielball des Schicksals" wäre eine wunderbare Geschichte geworden. So wirkte vieles zu konstruiert und unglaubwürdig und ich kann gerade noch mit viel Bauchweh 3 Sterne vergeben.

    Schreibstil:
    Nora Berger kann schreiben...dass weiß ich bereits von ihren anderen Romanen, die ich gelesen habe. Der Schreibstil ist fesselnd, detailliert und sehr bildhaft. Die Charaktere sind lebendig und wecken Gefühle beim Leser.
    Die historischen Fakten werden mit der fiktiven Handlung perfekt verflochten. Abwechselnd wird aus der Sicht von Tessa oder Camilla erzählt, bzw. aus Vanessa's. Dieser Handlungsstrang in der Gegenwart hebt sich vom Vergangenheitsstrang durch kursive Schrift ab.

    Fazit:
    Leider kann "Spielball des Schicksalas" nicht mit den anderen Romanen der Autorin mithalten. Mir war die Geschichte zu konstruiert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Nora Berger zu viele Themen in den Roman quetschen wollte. Das ging leider nach hinten los. Den Gegenwartsstrang fand ich komplett überflüssig. Die Geschichte hätte wirklich großes Potential gehabt. Schade! Trotzdem werde ich auch die zukünftigen Bücher von Nora Berger lesen, da ich weiß, dass sie es kann!

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    P
    Pixibuchvor einem Monat
    Spielball des Schicksals

    Ein Wahnsinnsbuch, ein Genre, das voll auf mich zugeschnitten ist. Das Buch hat mich total fasziniert, großartig. Ich bin total begeistert und wenn ich könnte, würde ich ganze 10 Punkte vergeben. Der Schriftsteller Alexander findet im Nachlaß seiner Eltern Unterlagen seiner Ururahnin. Er ist von deren Leben sehr begeistert und möchte darüber einen Roman schreiben. Auf einer Schiffsreise lernt er die Schiffsärztin Vanessa kennen. Er läßt ihr sein Manuskript lesen und durch Zufall kommen beide darauf, dass Vanessa mit Tessa verwandt ist, die in Camillas Leben eine große Rolle spielte. Und so erhält das Buch zwei Handlungsstränge, einmal von 2016 bis 2018 und einmal von 1862 bis 1871, Die Handlungsorte sind Berlin und Paris. Camilla verbringt Zeit im Kloster, nachdem Tessa, die junge Geliebte ihres Vaters, mit den beiden Mädchen nichts anfangen kann. Als Camilla18 Jahre alt ist, verläßt sie das Kloster und bekommt in einem Textilgeschäft eine Tätigkeit als Schneiderin und Verkäuferin. Später erbt sie selbst ein Geschäft. Nach einer unglücklichen Liebe aber verliert sie ihr gesamtes Hab und Gut und findet eine Stelle im Krankenhaus in Berlin. Tessa verläßt nach einiger Zeit Camillas Vater, um in Paris als Tänzerin eine große Karriere zu machen. Dies gelingt ihr nicht und sie landet in der Gosse, bis sie in junger Adeliger heirartet. Inzwischen tobt der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich, viele Männer fallen oder werden vermißt. Wie aber geht das Leben für Tessa und Camilla weiter? Schon des Spoilen wegens darf ich hier nicht mehr verraten, Der Teil, der in der heutigen Zeit spielt, wird etwas kurz gehalten, aber das tut dem Geschehen und der Interessantheit des Buches keinen Abbruch. Hier wird das Leben im 19. Jahrhundert ganz genau dargestellt. Die sozialen Verhältnisse in Berlin unter Bismarck, die Unterschiede der einzelnen Schichten, dann das Elend in den Krankenhäusern, viele Menschen starben, da die Medizin noch nicht so weit war. Die Autorin beschreibt alles bildhaft, man leidet mit den Protagonisten. Ich habe mich beim Lesen dieses Buches unheimlich wohl gefühlt, zumal es einen in eine Welt führte, wo die Emanzipation noch nicht fortgeschritten war,

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    Lese_gernevor einem Monat
    Spielball des Schicksals - leider nur Durchschnitt

    Der Autor Alexander von Waldheim findet im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla, die als Kind keine schöne Kindheit hatte. Alexander ist fasziniert von ihrer Geschichte und möchte diese gerne als Grundlage für seinen nächsten Roman nehmen. Er taucht in die Vergangenheit in das Jahr 1862 ein, als Camilla in Berlin lebt. Sie kann es einfach nicht verzeihen, dass die Geliebte ihres Vaters, Tessa, dafür gesorgt hat, dass sie und ihre Schwester Emily die Kindheit in einem Kloster verbringen mussten. In Berlin selbst ist Camilla als Erwachsene eine Krankenschwester im Charité und trifft eines Tage Tessa wieder.

    **************************************

    Historische Romane mit Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lese ich sehr gerne. Allerdings fand ich, dass bei „Spielball des Schicksals“ der Part der Gegenwart immer sehr kurz gehalten war. Deshalb blieb gerade dieser Teil sehr im Hintergrund und hat den Eindruck erweckt eigentlich überflüssig zu sein. Außerdem wird das Buch von einigen Zufällen bestimmt und manche Szene kommen übertrieben und unreal rüber. Z. B. trifft Alexander rein zufällig eine Schiffsärztin, die auch noch mit Tessa verwandt ist. Oder Camilla erbt plötzlich von einer ihr vor ein paar Wochen noch unbekannten Person gleich ein Geschäft. Ich konnte manchmal auch nicht ganz die Handlungsweise mancher Protagonisten nachvollziehen. Das war mir nicht immer ganz logisch. Ich habe mir auch die Frage gestellt wie das Verwandtschaftsverhältnis von Tessa zu Schiffärztin Vanessa und Camilla zu Alexander passen kann. Vanessa und Alexander sind fast gleich alt. Tessa ist Vanessas Großtante (also ein Geschwisterteil der Großeltern), aber Camilla (die eigentlich auch noch jünger als Tessa ist) Alexanders Ururgroßmutter. Da würden ja zwei Generationen fehlen. Auch das war mir nicht ganz logisch. Meiner Meinung nach wurden auch zu viele Themen im Buch abgehandelt. Ein aufregendes Leben in Paris, die Charité in Berlin und das Buch soll auch noch ein historischer Krimi sein. Meistens ist weniger mehr und diese Themen sollten dann auch gut durchdacht sein. Ich gebe dem Buch *** Sterne, da es sich sonst gut lesen lässt, aber so einiges absolut nicht nachvollziehbar war.

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    Biests avatar
    Biestvor 2 Monaten
    Vielversprechende Story, aber leider Potenzial nicht genutzt

    Klappentext:

    Als Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla findet, ist ihm gleich klar: Das wird die Geschichte für seinen nächsten Roman werden! Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen …
    Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft …

    Meine Meinung:

    Eine spannende Story, die noch mehr Potenzial gehabt hätte. Mir hat die Idee hinter der Geschichte sehr gut gefallen. Ich mag es sehr, über Familiengeheimnisse zu lesen, die nach und nach aufgedeckt werden.
    Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge. Vanessa, die Junge Ärztin bekommt nach und nach Teile von Alexanders Manuskript und taucht so in die Geschichte ihrer Vorfahren ein.
    Tessa war für mich der stärkste Charakter. Auch wenn sie nicht besonders sympathisch rüberkam, so war sie doch realistisch und interessant. Sie hatte kein einfaches Leben und in der damaligen Zeit war es als Frau nicht einfach sich alleine durchzuschlagen. Doch sie hat immer wieder neue Hoffnung geschöpft und nie aufgegeben.
    Camilla war mir einfach zu naiv gezeichnet. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt, damit sie aufwacht und nicht so blauäugig durchs Leben marschiert. Selbst aus Fehlern hat sie nicht gelernt, sondern sie immer wieder gemacht.
    Paul war ebenfalls ziemlich anstrengend. Permanent am knatschen, wenn er nicht als Mann beschrieben worden wäre, hätte ich vermutet das er ein Kleinkind ist. Trotzig, immerzu jammernd und Lügen kamen ihm auch leicht über die Lippen.
    Auch von Vanessa, die nun mal Ärztin ist und somit eine gewisse Intelligenz vorhanden sein muss, hätte ich mehr erwartet.

    Der Schreibstil war angenehm und ließ sich super lesen.
    Das Cover finde ich sehr gelungen, es macht Lust auf dieses Buch und man sieht auf den ersten Blick, dass es sich um einen historischen Roman handelt.

    Fazit:

    Eine interessante Story, die mehr Potenzial gehabt hätte. Die Charaktere waren zum Teil ziemlich anstrengend. Daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Wer auf viel Geschnulze steht, dem gefällt dieser Roman ganz sicher. Mein Fall wars leider nicht.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der historische Teil war gut recherchiert und hatte viel Potential!
    Eine junge Frau geht ihren Weg

    „...Ich kann dazu nur sagen, dass ich jede Art von Aufständen und Kriegstreiberei hasse. Immer fallen nur die Unschuldigen.Warum können die Menschen sich nicht einigen und Frieden halten?...“


    Das Buch beginnt 2016. Der Autor Alexander von Waldheim wendet sich wegen einer Blutvergiftung an die Schiffsärztin. Er erzählt ihr, dass er einen Roman über seine Familiengeschichte schreibt. Dabei fällt der Name Tessa Taylor. Der aber gehört in die Ahnenreihe der Ärztin.

    Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1862. Georg ist mit seinen Töchtern Camilla und Emily auf den Weg nach Deutschland. An seiner Seite ist die Tänzerin Tessa Taylor, seine Geliebte. Die Reise gleicht einer Flucht, denn nach dem Tode seiner Frau ging Georgs Fabrik bankrott. Die Schulden kann er nicht bezahlen. Da sich Georg nicht von Tessa trennen will und diese mit den Töchtern nicht zurecht kommt, schickt er Camilla und Emily zur Erziehung ins Kloster.

    Die Autorin hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen. Camilla und Tessa. Sie versuchen ihr Leben allein zu bewältigen, sind dabei aber nicht vor gravierenden Fehlern gefeit.

    Ab und an wird die kursiv geschriebene Rahmenhandlung wieder aufgegriffen. Dann erhält die Ärztin die nächsten Seiten des Manuskripts zum Lesen.

    Der historische Teil hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Hier erfahre ich abwechselt, wie das Leben von Camilla und Tessa verläuft. Gekonnt werden die historischen Ereignisse mit einbezogen. Während Tessa Georg verlässt und nach Paris geht, um ein eigenes Theater zu führen, gelangt Camilla nach ihrer Volljährlichkeit nach Berlin. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater ebenfalls in dieser Stadt lebt.

    Die Personen werden gut charakterisiert. Camilla ist eine begabte Schneiderin. Doch das Leben meint es nicht nur gut mit ihr. Alleinstehend und ohne kompetente Berater fällt sie eine fatale Entscheidung, als sie Paul von Waldheim kennenlernt. Der erste Eindruck des Barons von ihr liest sich so:


    „...Ein Mädchen, das alle seine Sinne ansprach und sein Herz so bewegte, dass ihm der Atem stockte. […] Ein Wesen aus türkisfarbenen Tüll, das nicht aus Fleisch und Blut zu sein schien...“


    Der junge Mann stammt aus wohlhabenden Haus, kann aber nicht mit Geld umgehen. Außerdem nimmt er es mit der Wahrheit nicht sehr genau.

    Camillas Vater ist ein Lebemann. Er tut alles, um wieder zu Geld zu kommen. Recht und Gesetz stören ihn dabei nur.

    Tessa hat einen Traum. Sie möchte eine berühmte Tänzerin werden und ein eigenes Theater betreiben. Sie schreibt eigene Tänze. Dafür ist sie bereit, durch die Tiefen des Lebens zu gehen.

    Gekonnt werden die gesellschaftlichen Verhältnisse in die Geschichte integriert. Zu den stilistischen Höhepunkten gehört für mich das Gespräch von Camilla und Ferdinand Cohen-Blind auf einer Bank im Park. Daraus stammt das Eingangszitat. Es geht um die Pläne Bismarcks gegenüber Österreichs.

    Der Deutsch- Französische Krieg wird gut beschrieben. Während Camilla mit den Folgen des Krieges in der Charitè konfrontiert wird, muss Tessa erleben, dass der Krieg die Unterhaltungskunst in Paris in den Abgrund treibt. Angesichts der Toten und der Niederlagen sind Theater nicht gefragt.

    Gut gefallen hat mir, das historische Persönlichkeiten in den Handlungsverlauf einbezogen werden. Das betrifft zum einen Virchow, den Arzt in der Charitè, zum anderen Bismarck und Napoleon III. Die beiden letzteren werden insbesondere in der öffentlichen Meinung sehr kontrovers diskutiert.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich Camillas letzte Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 2 Monaten
    Spielball des Schicksals

    Ein Tagebuch im Nachlass seiner Eltern bringt den Autor Alexander von Waldheim dazu, der Geschichte nachzugehen und für sein neues Buch zu verwenden.

    Das Leben von Camilla und Tessa. Berlin im Jahre 1862. Camilla lebt im Kloster, seit sie von Tessa dahin abgeschoben wurde. Doch sie ist eine starke Frau und gibt nicht auf. Sie nimmt als Krankenschwester die Arbeit in der berühmten Charité auf. Dabei erfährt man viel über die Arbeit dort. Dieser Teil der Geschichte ist besonders beeindruckend. Aber auch Tessa meistert ihr Leben gut, muss aber auch wie Camilla immer wieder Tiefschläge hinnehmen. In beide Charaktere kann man sich gut einfühlen.

    Teile des Buches in der Gegenwart, bei der Entstehung des Buches und ein Großteil in der Vergangenheit. Das passt allerdings gut zusammen und liest sich flüssig und lässt den Leser gut in die damalige Zeit eintauchen.


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    bettinahertzs avatar
    bettinahertzvor 2 Monaten
    Toller historischer Roman

    Spielball des Schicksals Autor: Nora Berger Gegenwart: Alexander von Waldheim findet im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla. Als leidenschaftlicher Autor ist er sofort von der Geschichte seiner Großmutter fasziniert und möchte diese für seinen neuen Roman verwenden. Fasziniert taucht er in die Vergangenheit ein und erfährt so von den turbulenten Leben von Camilla und Tessa, zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in einem nicht enden wollenden Krieg zwischen Liebe, Eifersucht und Tod durchs Leben kämpfen müssen. Berlin, 1862: Camilla schlägt sich alleine durchs Leben. Sie wird es Tessa, der Geliebten Ihres Vaters, nie verzeihen, dass sie ihn dazu gebracht hatte, sie und ihre Schwester in ein Kloster abzuschieben. Doch das Leben muss weitergehen. Als Krankenschwester in der Berliner Charité durchlebt Camilla dramatische Höhen und Tiefen, bis sie eines Tages völlig überraschend wieder auf Tessa trifft … Der neue historische Roman von Nora Berger hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist super flüssig, spannend und bildhaft. Das Buch ist in zwei Zeitebenen gegliedert. Einmal in der Gegenwart – dort findet der Autor Alexander von Waldheim im Nachlass seiner Eltern das Tagebuch seiner Ururgroßmutter Camilla. Und dann in der Vergangenheit und zwar beginnend im Jahr 1862 in Berlin. Der überwiegende Teil des Buches findet in der Vergangenheit statt, was meinen Lesefluss auf keinen Fall geschadet hat. Die Charaktere im historischen Teil, allen voran Camilla und Tessa und viele, viele Nebenfiguren machen diese Geschichte super lebendig. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, doch jede hat ihr Päckchen zu tragen und man lernt sie im Zusammenhang ihrer persönlichen Geschichte kennen und vor allem verstehen. Die Einflechtung der Charité in den Handlungsverlauf hat mir am besten gefallen und mich sehr beeindruckt, unter welchen extremen Bedingungen Ärzte, Pflegepersonal und letztendlich die Patienten ums Überleben kämpften. Die Geschichte um Tessa und Camilla lies mich von Anfang an mitfiebern und die Seiten flogen nur so dahin. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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    buecherGotts avatar
    buecherGottvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch...lesenswert📚
    Spielball des Schicksals

    📚ich kann das Buch jedem empfehlen wenn er gern historisches liest....hier schafft es Nora Berge die Leser mit zu nehmen auf eine Reise ...die Autorin gib es uns Einblicke in das damalige Leben es beginnt alles im jahr 1862....das  uch lässt sich super lesen auch der Schreibstil ist klasse angenehm und leicht sodass man das Buch nicht mehr aus der Seite legen möchte....wer Vergangenheit und historisches mag ist mit dem Buch genau richtig...ich kann es euch nur empfehlen😊

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Ihr Lieben!

    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei meiner Leserunde "Spielball des Schicksals" dabei wärt. Auf eure Meinung zu meinem neuen Roman, der diesmal in Berlin ( teilweise auch wieder in Paris) -  und in der Berliner Charité spielt, bin ich sehr gespannt. Ich hoffe, wir haben zusammen eine schöne Zeit mit interessanten Diskussionen.  Meldet euch, wenn ihr Lust habt, in die Welt von Camilla und Tessa einzutreten und mit ihnen zu lieben und zu kämpfen!
    Eure Nora 


    Steffi1611s avatar
    Letzter Beitrag von  Steffi1611vor einem Monat
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