Sturmwind über Auprèsmont

von Nora Berger 
4,5 Sterne bei13 Bewertungen
Sturmwind über Auprèsmont
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Wildponys avatar

Familiengeschichte mit Gefühl im Wechsel der Zeiten - hat mir gut gefallen ♥

Nimithils avatar

Spannende Geschichte dreier Geschwister zu Beginn des zweiten Weltkrieges - mit einem Funken Wahrheit.

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Inhaltsangabe zu "Sturmwind über Auprèsmont"

Sophie genießt ihr Studium in Paris. Das Leben ist leicht und der Zweite Weltkrieg weit weg. Noch. Doch plötzlich stirbt ihre Mutter und was vorher sicher schien, wird auf einmal ungewiss.
Was hat ihre Mutter Sophie verschwiegen? Welches Geheimnis liegt über der Familie? Sophie macht sich auf nach München. Auf die Suche nach ihrem eigenen Leben und mitten in die Wirren des bevorstehenden Krieges. Es wird eine Reise, begleitet von Liebe, Tod und Freundschaft. Eine Reise, die Sophies Leben verändert, vor allem als sie den jüdischen Maler David trifft und eine atemberaubende Flucht beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781503940277
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:504 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:13.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Familiengeschichte mit Gefühl im Wechsel der Zeiten - hat mir gut gefallen ♥
    Familiengeschichte im Wandel der Zeiten

    Sturmwind über Auprèsmont  -  Nora Berger

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Sophie genießt ihr Studium in Paris. Das Leben ist leicht und der Zweite Weltkrieg weit weg. Noch. Doch plötzlich stirbt ihre Mutter und was vorher sicher schien, wird auf einmal ungewiss.

    Was hat ihre Mutter Sophie verschwiegen? Welches Geheimnis liegt über der Familie? Sophie macht sich auf nach München. Auf die Suche nach ihrem eigenen Leben und mitten in die Wirren des bevorstehenden Krieges. Es wird eine Reise, begleitet von Liebe, Tod und Freundschaft. Eine Reise, die Sophies Leben verändert, vor allem als sie den jüdischen Maler David trifft und eine atemberaubende Flucht beginnt.

    Mein Leseeindruck:

    Ein ergreifendes Buch über eine Familiengeschichte im Wandel der Zeiten. Aber auch ein Buch in das man ganz abtauchen kann, sich aber dafür Zeit nehmen muss.

    Von der Autorin hatte ich bereits: Der Fluch der Zuckerinsel gelesen und war neugierig auf dieses Buch, das mich bereits mit der Beschreibung sehr neugierig gemacht hat.

    Und wie es kommen sollte.... Ich war begeistert! Das liegt aber nicht nur an diesem Genre, das ich sowieso wahnsinnig gerne lese, sondern auch an der faszinierenden Story und den Schreibstil, der mir dieses Mal noch viel mehr zugesagt hat wie bei dem anderen gelesenen Buch der Autorin.

    Ich konnte in die Vergangenheit eintauchen und die Charaktere waren für mich nicht nur Personen auf dem Papier, sondern tatsächlich greifbar, wie wenn ich direkt daneben gestanden hätte.

    Sophie habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Das geht bei mir sehr schnell wenn die Protagonisten "Herz" haben. Und da das Buch auch super gefühlvoll war und emotional teils eine Achterbahnfahrt war ich fast traurig als ich das Buch am Ende zugeklappt habe.

    Fazit:

    Für Fans von historischen, gefühlvollen Romanen mit Familiengeschichten ein richtiges Highlight.

    Wunderschön ist auch das Cover, das mich sofort angesprochen hat. Denn das ist ein Hingucker.

    Ich kann das Buch nur unbedingt weiter empfehlen und vergebe gern von Herzen 5 Sterne *****

    Kommentare: 1
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    Nimithils avatar
    Nimithilvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte dreier Geschwister zu Beginn des zweiten Weltkrieges - mit einem Funken Wahrheit.
    Spannende Geschichte dreier Geschwister zu Beginn des zweiten Weltkrieges -mit einem Funken Wahrheit

    1938 erfahren die Geschwister Sophie, Philippe und Marge, dass ihre Mutter verstorben ist. Durch ihre eigenen Probleme und die aufkommenden Probleme des zweiten Weltkrieges werden die drei vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. 
    Der Schreibstil der Autorin Nora Berger ist flüssig und detailreich, jedoch an manchen Stellen auch langatmig (bzw. fehlte mir die Struktur mit Absätzen, eine ganze Seite nur Text ohne Absatz ist für das Auge einfach nicht schön und erschwert das Lesen). Zu Beginn steigen wir direkt mit in die Geschichte ein und lernen auch die Hauptcharaktere kennen. Diese sind authentisch gestaltet und fügen sich sehr gut in die entsprechende Zeit ein. Auch die weiteren Charaktere sind gut gewählt. Die Erzählung wird abwechselnd aus unterschiedlichen Charakteren geschrieben. Dies sorgt dafür, dass es mehrere Facetten gibt und man die einzelnen Charaktere bessere kennen lernt, bzw. sie aus einer weiteren Sicht erblicken kann. Es gibt einige unsympathische Figuren, welche sich gut in die eher düstere Stimmung des Romanes einfügen. Was mir besonders ins Auge gefallen ist, dass die Recherchen sehr stimmig waren. Meine Oma hatte mir ein wenig über die Zeit berichtet und die Elemente sind teilweise im Buch vorhanden. Großes Lob hierfür. Besonders berührt hat mich, als ich erfahren habe, dass die Geschichte mit dem Doktor auf wahren Begebenheit basiert. Mir ist bewusst, dass einiges schlimmes zu der Zeit stattfand, aber ich finde es immer noch schockierend. Diese Stimmung ist gut in dem Buch festgehalten. 

    Das Buch ist in sich für mich abgeschlossen, wenn es auch für einige andere nach Fortsetzung schreit, da einiges noch offen ist. Ich persönlich mag es, da es bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht so vorhersehbar war. 


    Die 500 Seiten haben mir ein schönes, spannendes, wenn auch zeitweise sehr dramatisches Leserlebnis beschert. Das Buch ist lohnenswert wenn man etwas mehr über die Geschichte erfahren möchte und sich mit einer sehr eigenen Familie auseinandersetzen mag.



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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Jahren
    Eine interessante Familiengeschichte

    Sophie erbt nach dem Tod der Mutter das Familienvermögen, während Sophies Geschwister nur den Pflichtteil bekommen. Natürlich kommt es daraufhin zu Missgunst. Als Sophie in den Sachen ihrer Mutter alte Liebesbriefe findet, will sie wissen, was dahintersteckt und macht sie sich auf nach München, um mehr darüber herauszufinden.

    Doch im Jahr 1938 sind die Verhältnisse in Deutschland sehr bedrückend. Die Juden werden brutal verfolgt und es kommt zur Reichskristallnacht. Sophie sieht das alles mit Angst und Entsetzen. Sie lernt den jüdische Maler David kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch in Deutschland ist eine gemeinsame Zukunft für sie nicht möglich. Also wollen sie nach Aprèsmont in Frankreich, doch es gibt Probleme. Auch Sophies Geschwister flüchten dorthin aus dem zerstörten Paris. Bald darauf wird Aprèsmont von den Deutschen beschlagnahmt und David muss Angst haben, dass er entdeckt wird.

    Dieser Roman hat mich wirklich gefangen genommen. Erschreckend und grauenhaft ist es, was in jener Zeit passiert. Die Schilderungen sind sehr realistisch und schockierend.

    Sophie hatte ein besonders inniges Verhältnis zu ihrer Mutter und wurde daher zur Alleinerbin eingesetzt. Natürlich sind die Geschwister Marguerite und Philippe darüber nicht erfreut. Die unsympathische  Marguerite liebt Alkohol und Tabletten, daher sieht sie bei ihrer Männerwahl wohl nicht immer ganz klar. Auch Philipp ist ein unsympathischer Mensch, der keine Skrupel kennt und geldgierig ist. Auch die Personen sind gut ausgearbeitet und sehr authentisch.

    Dieser historische Roman ist interessant, spannend und sehr fesselnd. Das Ende bleibt jedoch so offen, dass jeder sich seine Version denken kann.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Drei Geschwister und ihr Leben im Schatten des aufkeimenden zweite Weltkrieges
    "Dunkle Schatten über uns"



    Sturmwind über Aprèsmont


    Nora Berger   






    -= Inhaltsangabe =-



    Sophie genießt ihr Studium in Paris. Das Leben ist leicht und der Zweite Weltkrieg weit weg. Noch. Doch plötzlich stirbt ihre Mutter und was vorher sicher schien, wird auf einmal ungewiss. Was hat ihre Mutter Sophie verschwiegen? Welches Geheimnis liegt über der Familie? Sophie macht sich auf nach München. Auf die Suche nach ihrem eigenen Leben und mitten in die Wirren des bevorstehenden Krieges. Es wird eine Reise, begleitet von Liebe, Tod und Freundschaft. Eine Reise, die Sophies Leben verändert, vor allem als sie den jüdischen Maler David trifft und eine atemberaubende Flucht beginnt.


    -= Leseeindrücke =-


    Sophies Leben verläuft in ruhigen und geregelten Bahnen . Sie studiert seit einiger Zeit in Paris Journalismus und genießt ihr Leben , ohne Mutter und die zwei älteren Geschwister , Marguerite und Philippe .
    Die drei kommen aus gutem Hause und haben bisher immer gut von den Einkünften der Tuchfabrik leben können .
    Die Nachricht vom Tod der Mutter überrascht sie sehr . Keiner der drei Geschwister hatte damit gerechnet , dass sie von jetzt an alleine für ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen .
    Die Mutter hatte einen Großteil des Lebensunterhalt stillschweigend mitfinanziert . Philippe der Lebemann , kommt  nicht mit seinem Geld zurecht , weil er seinen Partner den berühmten Modeschöpfer von dem Taschengeld noch mit aushält  und auch schon mal zur Aufbesserung der Finanzen in die Firmenkasse der Familieneigenen Tuchfabrik greift. Marguerite die sich mit ihrer Schauspielerei so einigermaßen über Wasser halten kann  , wenn da nicht ihre Medikamenten und Alkoholsucht gewesen wäre. Philippe und Marguerite rechneten fest damit , das sie die Tuchfabrik erben .
    Zur Testamentseröffnung treffen sich die drei Geschwister auf Gut Aprèsmont. Der Notar verkündet , das Sophie alles erbt und während ihre Geschwister nur einen Pflichtteil erhalten . Das wollen Marguerite und Philippe sich natürlich nicht gefallen lassen , denn Sophie ist die jüngste .
    Sophie hatte als einziges Kind ein tiefes und inniges Verhältnis zu ihrer Mutter . während die anderen nur das Geld sahen, das ihnen jeden Monat zukam . Als Sophie die Sachen der verstorbenen Mutter ordnet und sortiert , findet sie in einer alten Kiste ein Bündel handgeschriebener Liebesbriefe an ihre Mutter . Alles deutet darauf hin , dass der Schreiber ihr Vater sein könnte . Sophies Mutter hatte damals eine Liaison mit einem Mann aus Deutschland . Sophies Neugier ist geweckt und so beschließt sie nach München in Deutschland zu reisen und ihren leiblichen Vater zu suchen .
    Doch womit Sophie 1938 in Deutschland konfrontiert wird , versetzt sie in Angst und Schrecken. Das Aufkeimen des Nationalsozialismus, mit seiner brutalen Verfolgung von nicht arischer Bevölkerung, bis hin zur Reichspogromnacht , die sie voller Entsetzen zum Teil miterleben muss .
    Als sich  Sophie und der jüdische Maler David kennenlernen, verlieben sie sich  ineinander . Sie wissen , dass es in Deutschland keine Chance für ihre Liebe ,oder gar  ein Überleben gibt . Es bleibt nur die Flucht zurück nach Aprèsmont in Frankreich , wohin auch Philippe und Marguerite unterwegs aus dem zerstörten Paris sind . Doch Aprèsmont wird kurz nach ďer Ankunft von deutschen Soldaten beschlagnahmt.  David muss wieder einmal  hoffen das er nicht entdeckt wird ,  denn sein Leben ist nichts mehr wert als Jude .


    -= Fazit =-


    Die Autorin Nora Berger hat mit “Sturmwind über Aprèsmont” einen gut recherchierten Roman geschrieben , der 1938 seinen Anfang , bis hin  zum  zweiten Weltkrieg hat .
    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die bildhafte und detaillierte Schreibweise lässt mich jederzeit am Geschehen teilhaben.
    Die wechselnden Leseabschnitte sind jeweils einem der Geschwister gewidmet, so dass der Leser abwechselnd mit einem der Protagonisten die Geschichte erlebt .
    Aus Sicht der drei Geschwister , die unterschiedlicher nicht sein können , erlebt man das Leben der drei mit all seinen Facetten , aus den verschiedensten Perspektiven . Die Welt der Mode und der Schauspielerei , welche sich in ihrer eigenen Welt verliert und so gar nichts mit der Realität des aufkeimenden Krieges zu tun hat wirkt teilweise sehr surreal .
    Lediglich Sophie, die mit eigenen Augen die Folgen des Nationalsozialismus gesehen und erlebt hat weiß die Gefahr richtig einzuschätzen und verhält sich dementsprechend erwachsen .
    Der Roman hat Kapitel die waren so spannend für mich , das ich die Seiten verschlungen haben . Dazwischen gab es aber auch so einige Seiten die mich nicht so gefesselt haben , wo mir der persönliche Bezug zur Geschichte fehlte .
    Nichtsdestotrotz habe ich mich mit dem Roman gut unterhalten und angenehme Lesestunden gehabt .

    Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle , die gerne gut belegte ,  historische Romane aus der Zeit des Nationalsozialismus lesen .




    @heidi_59



    Buchdetails :
    Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.09.2016
    Aktuelle Ausgabe : 13.09.2016
    Verlag : Amazon Publishing
    ISBN: 9781503995260
    E-Buch Text 504 Seiten



    Kommentare: 4
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    louella2209s avatar
    louella2209vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein herausragender Roman, grandios recherchiert, über das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Unbedingt lesenswert!
    Einzelschicksale vor historischer Kulisse! Sehr lesenswert!

    Inhalt:

    Sophie genießt ihr sorgenfreies Leben in Paris, bis ihre Mutter stirbt und sie wieder auf ihre beiden Geschwister Marguerite und Phillip trifft. Sophie wird als Alleinerbin eingesetzt und zieht so Missgunst und Neid auf sich.

    Sophie kommt dabei einem Familiengeheimnis auf die Schliche, dessen Spur sie nach München führt. Dort wird sie Zeuge bedrohlicher Ereignisse, die den zweiten Weltkrieg heraufbeschwören. Sie verliebt sich ausgerechnet in den jüdischen Maler David und plant mit ihm eine spektakuläre Flucht vor den Schergen der SS. Doch auch Marguerite und Phillip sind durch die Wirren des Krieges gezwungen, Paris zu verlassen. Als sich die Wege der Geschwister abermals auf Aupresmont kreuzen, überschlagen sich die Geschehnisse.

    Meine Meinung:

    Die Autorin Nora Berger präsentiert, in ihrer Lektüre, einen ausgereiften Schreibstil mit ausdrucksstarker Sprache und eine Erzählkunst von hoher Intensität und lässt dadurch Geschichte und Schicksale lebendig werden.

    Der Roman beinhaltet drei Handlungsstränge, die abwechselnd die Perspektiven der Hauptprotagonisten Sophie, Marguerite und Phillip darbieten. Die Stärke der Autorin besteht eindeutig darin, ihren Figuren vielseitige Facetten zu verpassen und vor allem die negativen Charaktereigenschaften herauszukitzeln. Die drei Geschwister können unterschiedlicher kaum sein.

    Sophie, mit der man bereits zu Beginn sympathisiert, ist liebenswert, loyal, mitfühlend, empathisch, aber auch ein bisschen naiv. Sie verfügt über ein zartes Gemüt, gewinnt jedoch mit Fortlauf der Handlung immer mehr an innerer Stärke.

    Schwester Marguerite ist ein Schatten ihrer selbst. Äußerlich makellos, bewahrt sie den schönen Schein und inszeniert ihr Leben, bis die Fassade zu bröckeln beginnt. Es gelingt ihr nicht, ihren eigenen Erwartungen gerecht zu werden und flüchtet sich in einen Sinnesrausch von Tabletten und Alkohol.

    Bruder Phillip setzt dem zerrütteten Familienverhältnis noch die Krone auf. Arrogant, extrovertiert, und selbstverliebt, immer bedacht seinen Lebensstandard zu erhalten, schreckt er auch vor Korruption und Verbrechen nicht zurück. Die Schlinge um seinen Hals zieht sich immer enger, aber er windet sich jedesmal, wie eine Schlange wieder raus.

    Die Skrupellosigkeit und Ignoranz mancher Akteure erzeugt Gänsehaut. Selten konnte mir eine Autorin, die negativen Figuren, derart nahe bringen wie hier. Es sind vor allem die Einzelschicksale, die einen kraftvollen Sog erzeugen, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Der Gerechtigkeitssinn schlägt Kapriolen, aber man wird von Nora Berger zu keinem Zeitpunkt erlöst und man muss sich den quälenden Empfindungen stellen. Am Ende spitzt sich die Dramatik zu, ohne die Ernsthaftigkeit der Lage außer acht zu lassen.

    Die bedrückende Atmosphäre des bevorstehenden Krieges ist atemberaubend eindringlich eingefangen. Die Reichskristallnacht, die Verfolgung und Enteignung der Juden, überhaupt die Verbrechen an die Menschheit bohren sich wieder ins Gedächtnis und hinterlassen Fassungslosigkeit.

    Ein wahrlich brillant recherchierter Roman, der zeitgeschichtliche Fakten mit fiktivem Geschehen verknüpft, die Gräueltaten der SS schonungslos offenbart und die Rolle Frankreichs in diesem schrecklichen Krieg übermittelt.

    5 Sterne für diesen eindrucksvollen Roman. Unbedingt lesen!

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    Gina1627s avatar
    Gina1627vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Kombination aus Familiengeschichte und historischen Zeitgeschehen
    Lesetipp! Faszinierende und spannende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund.

    Eine faszinierende Geschichte über ein Familiengeheimnis, Geld und Macht, Liebe und Hoffnung , Trauer und Entsetzen!

    Hauptschauplätze dieses sehr unterhaltsamen, spannenden und bedrückenden Romans ist das Schloß Aupresmont  in der Picardie in Frankreich  und  die Städte Paris und  München zu  Zeiten des beginnenden Nationalsozialismus 1938 bis hinein in den 2. Weltkrieg.

    Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter treffen sich die Geschwister Sophie, Marguerite und Philipp zur Testamentseröffnung auf Schloss Aupresmont. Der Kampf um das Erbe und der Neid untereinander entbrennen und bringen für alle eine schicksalshafte Wende ihres Lebens.

    „ Sturmwind über Aupresmont“ ist ein  abwechslungsreicher und geschichtsträchtiger Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Aufbau der Geschichte mit den drei verschiedenen Erzählsträngen, die immer in den spannendsten  Momenten  wechseln, ist gelungen!  

    Sophie, dass Küken in der Familie , ist ein etwas naiver, hilfsbereiter und  sympathischer Charakter. Sie begegnet auf ihrer Suche nach dem Familiengeheimnis ihrer großen Liebe David.

    Marguerite ihre Schwester, ist eine unsichere alkohol- und tablettensüchtige bedauernswerte Frau, die einem auf Anhieb unsympathisch ist und manchmal auch Mitleid bei einem weckt. Sie hat ihr Leben nicht im Griff  und landet fast  immer bei den falschen Männern.

    Philipp, ihr Bruder ist der Schlimmste, ein geldgieriger, skrupeloser  und über seine Verhältnisse lebender Mensch, der einen kostspieligen Partner zu unterhalten hat.

     In den Kriegswirren finden sie sich auf einmal alle wieder auf ihrem Familienschloss zusammen.

     Die geschichtlichen Aspekte des Buches, wie die Reichskristallnacht und Verfolgung der Juden, sowie die Verwicklung Frankreichs in das Kriegsgeschehen  sind gut recherchiert und haben bei mir eine bedrückende Stimmung hinterlassen.  Besonders schlimm fand ich die Erwähnung und Taten des Dr. Eugene, der die Hoffnung der Menschen, die bei ihm Hilfe suchten, ausgenutzt hat.

    Nora Berger hat mich mit ihrem Buch begeistert und mir viele schöne und spannende Lesemomente geschenkt. Es gibt noch viele offene Fragen und Erzählstränge, die in einem den Wunsch nach einer Fortsetzung des Buches wecken.

    Verdient bekommt das tolle Buch von mir 5 Sterne.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Roman, geschichtlich hervorragend recherchiert, mit sehr lebendigen Schauplätzen und Charakteren.
    Sturmwind über Auprèsmont

    Eingestellt hatte ich mich auf einen Roman rund um ein Familiengeheimnis, doch bekommen habe ich sehr viel mehr!
    Die 504 Seiten sind prall gefüllt mit unvorhersehbaren Ereignissen und überraschenden Wendungen. Erst vor kurzem habe ich in den Roman "Die Nachtigall" von Kristin Hannah gelesen, in dem es auch um die Besetzung Frankreichs und die französische Resistance geht. Auch hier wird dieses Thema aufgegriffen, denn dieser Roman beginnt ebenfalls kurz vor dem Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges und erzählt von den drei Geschwistern Sophie, Philippe und Marguerite.
    Diese sind in Auprèsmont aufgewachsen, einen Landsitz unweit von Paris, und gehören der gehobenen Schicht an. Während Philippe mit einem Mode-Designer in Paris zusammenlebt, versucht sich Marge als Schauspielerin. Beide sind nur in einem erfolgreich: im Geld ausgeben. Nie mussten sie darüber nachdenken, woher es kommt. Doch als die Mutter stirbt und Sophie als Haupterbin eingesetzt wird, sehen die Beiden ihre Geldquelle versiegen und gehen juristische gegen Sophie, der Jüngsten der Geschwister, vor. Diese ist noch Studentin und hatte als Einzige eine sehr tiefe Beziehung zu ihrer Mutter. Neben den Kampf ums Erbe hat Sophie aber noch andere Sorgen. Sie findet eine alte Schachtel mit Liebesbriefen, die an ihre Mutter gerichtet sind. Dessen Inhalt versetzt ihr Leben in Aufruhr und veranlasst sie nach München zu reisen. Dort erhält Sophie bereits einen ersten Eindruck der politischen Lage in Deutschland und der Hetze gegen die Juden. Sie ist entsetzt über die brutalen An- und Übergriffe auf hilflose Menschen. Als sie den jüdischen Maler David kennenlernt und sich in ihn verliebt, spitzt sich auch ihre Situation immer mehr zu. Sie versucht David zur Flucht zu verhelfen....

    Kaum hatte ich angefangen zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sophie, Philippe oder Marguerite erzählt, allerdings in der 3. Person. So erhält man Einblicke in die Gefühlswelt aller drei Hauptprotagonisten, die unterschiedlicher nicht hätte sein könnten. Man lebt in der Welt der Mode, der Kunst und Schauspielerei und als Gegensatz begleitet man Sophie in München. Und hier setzt der Blickwinkel von einer ganz anderen Seite an, denn Sophie kommt ohne Vorurteile nach Deutschland und erlebt hier in rascher Abfolge die Auswirkung des Nationalsozialismus. Es werden historische Vorkommnisse, wie die Reichspogromnacht im November 1938, miteingebunden und sehr real wiedergegeben. Die Autorin hat, wie schon in ihrem letzten Roman, hervorragend recherchiert.
    Der Roman ist atmosphärisch sehr dicht und verfügt über einen hohen Spannungsbogen. Die einzige Kritik, die ich hier anbringen kann, ist das etwas zu abrupte Ende, das einige Fragen offen lässt. Dafür lässt es mich auf eine Fortsetzung hoffen!

    Charaktere:
    Sowohl die Charaktere, als auch die Schauplätze sind einfach wunderbar beschrieben. Man geht durch die Straßen von Paris, betritt den Landsitz in Auprésmont mit den großartig beschriebenen Räumen, flieht durch die Straße von München oder versteckt sich voller Angst und Schrecken in einem Versteck am Dachboden. Ich war überall mittendrinnen und man fühlt sich "vor Ort"!
    Auch die Charaktere sind so grandios beschrieben, dass man die so unterschiedlichen Personen alle vor Augen hat. Jeder hat seine Macken, wobei eigentlich die unsympathischen Charaktere die Mehrzahl bilden. Normaler Weise färbt dies auch auf mein Leseverhalten ab bzw. habe ich dann öfters Probleme mit dem ganzen Roman. Hier ist das absolut nicht der Fall!

    Schreibstil:
    Nora Berger hat einen sehr bildhaften und lebendigen Schreibstil. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen und wurde historisch sehr gut recherchiert. Auch wenn sich die Kapitel mit den drei Geschwistern abwechseln, kommt man ohne Probleme mit der Geschichte mit und hat immer wieder das Gefühl weiterlesen zu müssen, um mehr zu erfahren. Der Spannungsbogen bleibt hoch und die Autorin hat viele überraschende Wendungen eingebaut.

    Fazit:
    Ich hatte etwas ganz anderes erwartet und bin trotzdem begeistert! Ein toller Roman, geschichtlich hervorragend recherchiert, mit sehr lebendigen Schauplätzen und Charakteren. Einzig das zu abrupte Ende schmälert ein bisschen meine Begeisterung. Leseempfehlung!

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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Geschichte 1938 ++ spannend in Romanform verpackt und mit persönlichen Schicksalen verflochten - empfehlenswert
    Geschichte 1938 ++ in Romanform verpackt

    *********************************************************** Oktober 1938 ------------------ Sophies Mutter stirbt und hinterlässt ihr und ihren Geschwistern das Schloss Auprésmont, Geld und eine Tuchfabrik. Da die Geschwister Phillippe und Margueritte aber nur einen Pflichtteil erhalten und Sophie quasi Alleinerbin wird, ergeben sich daraus Neid und Missgunst. Aber noch verläuft Sophies Leben ruhig seien Gang und sie ist Studentin in Paris. Doch sehr schnell schlagen auch die politischen Ereignisse um und auch das Leben von Sophie wird sich ändern. ********************************************************** Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und die Handlung so interessant und spannend, dass man das Buch fast nicht mehr weglegen möchte. Mehrere Handlungsstränge spielen fast parallel und brechen genau dann ab, wenn man noch mehr wissen möchte. Es verleitet zum Weiterblättern oder Überspringen, macht jedoch auch den Reiz des Romans aus. Die geschichtlichen Ereignisse ab 1938 bis Beginn des 2. Weltkriegs werden in Romanform verpackt und mit dem Leben fiktiver Romanfiguren verquickt. Mich hat der Inhalt angeregt, mich etwas über die geschichtliche Zeit hinaus zu informieren. Allerdings wurde es mir im Roman gegen Ende hin fast zuviel Geschichte. Die Autorin Nora Berger hat gute Recherchearbeit geleistet und bringt dem Leser die Zeit nahe. ********************************************************** Die Figuren sind gut beschrieben und man kann seine Sympathien verteilen und mit ihnen mitfiebern. ********************************************************** Es ist ein Roman der vieles beinhaltet: Liebe, Krimi, Historie! ********************************************************** Mit hat das Lesen Spaß gemacht! Es ist aber kein Wohlfühlbuch, da auch viele unschöne Szenen beschrieben werden.

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 2 Jahren
    Die Schatten des Zweiten Weltkrieges

    1938 in Frankreich: Sophie, Marguerite und Philippe sind drei Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie stehen sich auch nicht sehr nahe, doch der Tod der Mutter führt alle wieder zusammen an den Ort ihrer Kindheit: Schloss Auprèsmont. Dort erwarten sie die Testamentseröffnung, die ganz anders ausfällt als erwartet. Die jüngste der drei Geschwister, Sophie, entdeckt außerdem ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Sie reist nach Deutschland, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, doch die politische Lage wird immer dramatischer und holt alle drei Geschwister bald ein...

    Mein Leseeindruck:

    Über dieses Buch eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ist alles andere als einfach. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so vollgepackt ist mit Ereignissen wie dieser Roman!

    Alle drei Geschwister sind Hauptprotagonisten. Abwechselnd wird über ihre sehr unterschiedlichen Lebenswege erzählt, die alles andere als langweilig sind. Dabei geht es u.a. um Liebe, Hass, Eifersucht, Macht, Gier, Freundschaft, Leid, Krankheit, Neid und noch so einiges mehr. Es passiert wirklich unglaublich viel in diesem Buch!

    Dabei waren mir gerade Marguerite und Philippe nicht wirklich sympathisch. Sophie als jüngstes Mitglied der Familie war mir noch am liebsten.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen; die Geschichte hat sich gut lesen lassen. Allerdings gab es vereinzelt ein paar Stellen, über die ich im Lesefluss gestolpert bin. Da kamen mir die Handlungen oder Reaktionen der Figuren nicht immer ganz schlüssig vor. Das waren aber nur wenige Szenen.

    Mir hat das Lesen des Buches auf jeden Fall viel Spaß gemacht; ich hatte schöne Lesestunden mit der Lektüre!

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 2 Jahren
    Die Schatten des Zweiten Weltkrieges

    1938 in Frankreich: Sophie, Marguerite und Philippe sind drei Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie stehen sich auch nicht sehr nahe, doch der Tod der Mutter führt alle wieder zusammen an den Ort ihrer Kindheit: Schloss Auprèsmont. Dort erwarten sie die Testamentseröffnung, die ganz anders ausfällt als erwartet. Die jüngste der drei Geschwister, Sophie, entdeckt außerdem ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Sie reist nach Deutschland, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, doch die politische Lage wird immer dramatischer und holt alle drei Geschwister bald ein...

    Mein Leseeindruck:

    Über dieses Buch eine kurze Inhaltsangabe zu schreiben, ist alles andere als einfach. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so vollgepackt ist mit Ereignissen wie dieser Roman!

    Alle drei Geschwister sind Hauptprotagonisten. Abwechselnd wird über ihre sehr unterschiedlichen Lebenswege erzählt, die alles andere als langweilig sind. Dabei geht es u.a. um Liebe, Hass, Eifersucht, Macht, Gier, Freundschaft, Leid, Krankheit, Neid und noch so einiges mehr. Es passiert wirklich unglaublich viel in diesem Buch!

    Dabei waren mir gerade Marguerite und Philippe nicht wirklich sympathisch. Sophie als jüngstes Mitglied der Familie war mir noch am liebsten.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen; die Geschichte hat sich gut lesen lassen. Allerdings gab es vereinzelt ein paar Stellen, über die ich im Lesefluss gestolpert bin. Da kamen mir die Handlungen oder Reaktionen der Figuren nicht immer ganz schlüssig vor. Das waren aber nur wenige Szenen.

    Mir hat das Lesen des Buches auf jeden Fall viel Spaß gemacht; ich hatte schöne Lesestunden mit der Lektüre!

     

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Leserinnen und Leser,

    ich möchte euch heute meinen neuen Roman  vorstellen: Sturmwind über Auprèsmont . Er ist teilweise nach Berichten von Zeitzeugen entstanden, die mich auf die Idee brachten,  das Thema aufzugreifen. "Sturmwind über Auprèsmont".

    Sophie, eine junge Frau, die  bisher vom Leben verwöhnt wurde, gerät nach dem Tod ihrer Mutter in eine völlig neue Situation. Was hat die Mutter ihr verschwiegen? Welches Geheimnis liegt über der Familie? Sophie macht sich auf nach München. Auf die Suche nach ihrem eigenen Leben und mitten in die Wirren des bevorstehenden Krieges. Es wird eine Reise, begleitet von Liebe, Tod und Freundschaft. Eine Reise, die Sophies Leben verändert, vor allem, als sie den jüdischen Maler David trifft und eine atemberaubende Flucht beginnt.  

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