Nora Bossong

 3.5 Sterne bei 34 Bewertungen
Autorin von Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Rotlicht und weiteren Büchern.
Nora Bossong

Lebenslauf von Nora Bossong

Nora Bossong wurde am 9. Januar 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Literatur am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zudem entschied sie sich für ein Studium der Kulturwissenschaft, Philosophie und Komparatistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Universität La Sapienza in Rom. Die Autorin verfasst Lyrik und Prosa, welche in Zeitschriften und Anthologien publiziert werden. Im Jahr 2006 erschien ihr Debütroman "Gegend". Bossong wurde mit verschiedenen Preisen für ihre literarischen Werke ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem den Peter-Huchel-Preis 2012 und den Wolfgang-Weyrauch-Preis im Jahr 2007. Die Autorin lebt zur Zeit in Berlin.

Neue Bücher

Kreuzzug mit Hund
Erscheint am 12.11.2018 als Hardcover bei Suhrkamp.

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Nora BossongGesellschaft mit beschränkter Haftung
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Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
 (14)
Erschienen am 27.08.2012
Nora BossongRotlicht
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Rotlicht
Rotlicht
 (7)
Erschienen am 20.02.2017
Nora Bossong36,9°
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36,9°
36,9°
 (6)
Erschienen am 07.07.2017
Nora BossongWebers Protokoll
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Webers Protokoll
Webers Protokoll
 (2)
Erschienen am 09.05.2011
Nora BossongSommer vor den Mauern
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Sommer vor den Mauern
Sommer vor den Mauern
 (1)
Erschienen am 07.03.2011
Nora BossongNeubuch
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Neubuch
Neubuch
 (1)
Erschienen am 07.10.2008
Nora BossongReglose Jagd
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Reglose Jagd
Reglose Jagd
 (1)
Erschienen am 01.03.2007
Nora BossongWat los, Parzen?
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Wat los, Parzen?
Wat los, Parzen?
 (1)
Erschienen am 01.01.2006

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Neue Rezensionen zu Nora Bossong

Neu

Rezension zu "Rotlicht" von Nora Bossong

Mutig und Aufklärend
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Mit einer sehr interessanten Recherche und einer gelungenen Erzählungkunst, führt Nora Bossong den Leser in die Tiefen des Rotlicht Milleus, sowie auch in die der eigenen Gedanken. Als sensible und etablierte Autorin traut sich Nora Bossong, angespornt von ihrer Neugierde, in einen gesellschaftlichen Bereich, der trotz Legalisierung sich noch von archaischen Ordnungen und Regeln leiten lässt. Diese Reportage entwickelt sich zunehmend mit jeder gelesenen Seite zu einer klugen Reflexion über Macht, Abhängigkeit, Freiheit und Geld.
Die Autorin beschreibt die heutige Prostitution ausführlich, anschaulich und differenziert. Sie fasst in zehn Reportagen die Welt des Sex zusammen, über die Erotikmesse, den Tabledance, über Swingerclubs und Sexshops bis in die Sauna im Bordell. Nora Bossong hat in alle möglichen Bereiche hineingeschaut und beschäftigt sich mit dem Geschehnissen vor Ort. Aber mehr noch mit dem, was sie selbst und ihre Begleiter fühlen. Dabei schont sie sich selbst nicht, aber auch nicht ihre Leser, was sich als äußerst interessant und tiefsinnig festellen lässt . 
In einem hervorragenden Schreibstil berichtet die Autorin fast schon in Romanform, doch ihre Stories sind nicht erdichtet oder erfunden, sondern brandaktuell. Stellenweise sehr essayistisch, mutig, einfühlsam, respektvoll und vor allem fesselnd geschrieben, stellt die Autorin den Leser vor eine sozialkritische Expedition. Ihr äußert beachtliches Schreibvermögen, die Gesprächen mit den Prostituierten auf Augenhöhe und der sensible Hinblick auf die Szene des Rotlichts, macht aus der Reportage nicht nur einen aufklärerischen Anstoß, sondern ein außergewöhnliches Schreibprojekt, dem man mit hohen Interesse folgt. Nora Bossong beweist in ihrem Buch nicht nur einen bemerkenswerten gesellschaftspolitischen Anspruch an die Literatur sondern auch das hohe Niveau ihres Schreibens. Man folgt der feinsinnigen Autorin, den Logos und dem Wort, gespannt und gerne in die Welt des Triebes und der Macht.

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gretavoxs avatar

Rezension zu "Rotlicht" von Nora Bossong

It's a man's world
gretavoxvor einem Jahr

In „Rotlicht“ unternimmt Nora Bossong  – meist zusammen mit einem schützenden, männlichen Begleiter – einen Streifzug durch die Welt des Rotlichtmilieus. Sie nimmt den Leser mit in eine Tabledance-Bar, ein Sexkino, einen Swingerclub, ein Laufhaus, auf die Erotikmesse Venus und den Straßenstrich.  Sie spricht mit Pornoproduzenten und Prostituierten.

Keine Frage: Die Autorin hat einen anspruchsvollen Schreibstil. Sie hat bestens recherchiert und zieht intelligente Schlussfolgerungen, die fast schon ins Philosophische gehen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, bietet eine Menge Eigen-Reflexion und sogar einen Selbstversuch in Form einer Tantra-Massage.

Trotz der interessanten Einblicke, berührt das Buch nur bedingt. Es ist schwer zu sagen, woran das liegt. Vielleicht weil es mehr ein Essay über die käufliche Lust ist als eine bloße Reportage mit bisweilen  sehr verkopften Formulierungen wie „eine gesamtgesellschaftlich internalisierte Scham“ (S.119).

Und da, wo es wirklich interessant wird und die Neugier des Lesers geweckt ist, hört es leider abrupt auf. Über die Tantra-Massage erfährt man zwar, dass sie als „schön“ empfunden wurde und die Autorin „aufgewühlt“ hat, aber nicht, was konkret passiert ist. Zu viel wollte die Autorin anscheinend doch nicht von sich preisgeben.

Manches ist auch nicht unbedingt neu. Die Welt des Sex als Ware ist eindeutig männlich, die weiblichen Bedürfnisse kommen zu kurz. Das ist die vorhersehbare Quintessenz von „Rotlicht“.

Anderseits überrascht das Buch mit Denkanstößen, wie z.B. bei der Forderung nach Legalisierung der Prostitution, ein Thema, das man vielleicht noch nicht unter dem vorgestellten Blickwinkel gesehen hat. Am besten gelungen sind Nora Bossong die detaillierten Beschreibungen der Orte und Menschen, die alleine schon das Buch lesenswert machen.

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AngiFs avatar

Rezension zu "Rotlicht" von Nora Bossong

Erotik – nur für Männer
AngiFvor einem Jahr

Dieses Sachbuch der Autorin Nora Bossong fasst in zehn Reportagen die Welt des Sex zusammen, über die Erotikmesse, dem Tabledance, über die Sauna ins Bordell. Nora Bossong hat in alle möglichen Bereiche hineingeschaut und eines übereinstimmend festgestellt: diese Welt ist männlich, weibliche Bedürfnisse kommen zu kurz oder schlimmer, interessieren hier niemanden. Dabei sind es zumeist weibliche Dienstleisterinnen, doch die geldeinbringende Kundschaft ist nun einmal männlich. In einem hervorragenden Schreibstil berichtet die Autorin fast schon in Romanform, doch ihre Stories sind nicht fiktiv sondern brandaktuell. Wieso geht Sex im Jahre 2017 nur schmuddelig oder höchst steril? Wie kann frau samt ihrer Bedürfnisse sich besser einbringen in dieses Geschäft? Kann käuflicher Sex befriedigen? Fragen, die die Autorin zu beantworten versucht.


Gerne vergebe ich diesem Sachbuch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es weiter an Leser, die sich ein Bild machen möchten über die Erotikwelt heute und deren Macher. Ein schwieriges Thema, da häufig ein Tabu, doch umso interessanter und mit spannenden Einblicken gestaltet.

http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2017/05/rotlicht-von-nora-bossong.html

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Nora Bossong wurde am 07. Januar 1982 in Bremen (Deutschland) geboren.

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