Nora Bossong Rotlicht

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Inhaltsangabe zu „Rotlicht“ von Nora Bossong

Alles begann mit dem altmodischen Plüsch eines Sexshops. Als Kind traute sich Nora Bossong nur, ihn aus den Augenwinkeln zu betrachten. Als junge Frau aber wagt sie sich in jene Geheimzone, in der Lust nackte Arbeit ist und unsere Sexualität und der Kapitalismus frontal aufeinanderprallen. Sie trifft harmlose Studenten bei Dildo-Präsentationen und altersweise Pornoproduzenten. Sie steht in schäbigen Sexkinos und am Salat-Buffet eines Swingerclubs. Mit funkelnder Beobachtungsgabe erzählt Nora Bossong von einer Gesellschaft, die das Verruchte immer abwaschbarer gestaltet. Und sie stellt die Frage, warum das Rotlichtmilieu die echte Wollust nur an den Mann bringen will – und niemals an die Frau.

Gut geschrieben und recherchiert, aber nicht unbedingt etwas Neues

— gretavox

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  • Mutig und Aufklärend

    Rotlicht

    BloggingRenate

    06. September 2017 um 15:19

    Mit einer sehr interessanten Recherche und einer gelungenen Erzählungkunst, führt Nora Bossong den Leser in die Tiefen des Rotlicht Milleus, sowie auch in die der eigenen Gedanken. Als sensible und etablierte Autorin traut sich Nora Bossong, angespornt von ihrer Neugierde, in einen gesellschaftlichen Bereich, der trotz Legalisierung sich noch von archaischen Ordnungen und Regeln leiten lässt. Diese Reportage entwickelt sich zunehmend mit jeder gelesenen Seite zu einer klugen Reflexion über Macht, Abhängigkeit, Freiheit und Geld.Die Autorin beschreibt die heutige Prostitution ausführlich, anschaulich und differenziert. Sie fasst in zehn Reportagen die Welt des Sex zusammen, über die Erotikmesse, den Tabledance, über Swingerclubs und Sexshops bis in die Sauna im Bordell. Nora Bossong hat in alle möglichen Bereiche hineingeschaut und beschäftigt sich mit dem Geschehnissen vor Ort. Aber mehr noch mit dem, was sie selbst und ihre Begleiter fühlen. Dabei schont sie sich selbst nicht, aber auch nicht ihre Leser, was sich als äußerst interessant und tiefsinnig festellen lässt . In einem hervorragenden Schreibstil berichtet die Autorin fast schon in Romanform, doch ihre Stories sind nicht erdichtet oder erfunden, sondern brandaktuell. Stellenweise sehr essayistisch, mutig, einfühlsam, respektvoll und vor allem fesselnd geschrieben, stellt die Autorin den Leser vor eine sozialkritische Expedition. Ihr äußert beachtliches Schreibvermögen, die Gesprächen mit den Prostituierten auf Augenhöhe und der sensible Hinblick auf die Szene des Rotlichts, macht aus der Reportage nicht nur einen aufklärerischen Anstoß, sondern ein außergewöhnliches Schreibprojekt, dem man mit hohen Interesse folgt. Nora Bossong beweist in ihrem Buch nicht nur einen bemerkenswerten gesellschaftspolitischen Anspruch an die Literatur sondern auch das hohe Niveau ihres Schreibens. Man folgt der feinsinnigen Autorin, den Logos und dem Wort, gespannt und gerne in die Welt des Triebes und der Macht.

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  • It's a man's world

    Rotlicht

    gretavox

    06. September 2017 um 09:43

    In „Rotlicht“ unternimmt Nora Bossong  – meist zusammen mit einem schützenden, männlichen Begleiter – einen Streifzug durch die Welt des Rotlichtmilieus. Sie nimmt den Leser mit in eine Tabledance-Bar, ein Sexkino, einen Swingerclub, ein Laufhaus, auf die Erotikmesse Venus und den Straßenstrich.  Sie spricht mit Pornoproduzenten und Prostituierten. Keine Frage: Die Autorin hat einen anspruchsvollen Schreibstil. Sie hat bestens recherchiert und zieht intelligente Schlussfolgerungen, die fast schon ins Philosophische gehen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, bietet eine Menge Eigen-Reflexion und sogar einen Selbstversuch in Form einer Tantra-Massage. Trotz der interessanten Einblicke, berührt das Buch nur bedingt. Es ist schwer zu sagen, woran das liegt. Vielleicht weil es mehr ein Essay über die käufliche Lust ist als eine bloße Reportage mit bisweilen  sehr verkopften Formulierungen wie „eine gesamtgesellschaftlich internalisierte Scham“ (S.119). Und da, wo es wirklich interessant wird und die Neugier des Lesers geweckt ist, hört es leider abrupt auf. Über die Tantra-Massage erfährt man zwar, dass sie als „schön“ empfunden wurde und die Autorin „aufgewühlt“ hat, aber nicht, was konkret passiert ist. Zu viel wollte die Autorin anscheinend doch nicht von sich preisgeben. Manches ist auch nicht unbedingt neu. Die Welt des Sex als Ware ist eindeutig männlich, die weiblichen Bedürfnisse kommen zu kurz. Das ist die vorhersehbare Quintessenz von „Rotlicht“. Anderseits überrascht das Buch mit Denkanstößen, wie z.B. bei der Forderung nach Legalisierung der Prostitution, ein Thema, das man vielleicht noch nicht unter dem vorgestellten Blickwinkel gesehen hat. Am besten gelungen sind Nora Bossong die detaillierten Beschreibungen der Orte und Menschen, die alleine schon das Buch lesenswert machen.

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  • Erotik – nur für Männer

    Rotlicht

    AngiF

    20. May 2017 um 11:48

    Dieses Sachbuch der Autorin Nora Bossong fasst in zehn Reportagen die Welt des Sex zusammen, über die Erotikmesse, dem Tabledance, über die Sauna ins Bordell. Nora Bossong hat in alle möglichen Bereiche hineingeschaut und eines übereinstimmend festgestellt: diese Welt ist männlich, weibliche Bedürfnisse kommen zu kurz oder schlimmer, interessieren hier niemanden. Dabei sind es zumeist weibliche Dienstleisterinnen, doch die geldeinbringende Kundschaft ist nun einmal männlich. In einem hervorragenden Schreibstil berichtet die Autorin fast schon in Romanform, doch ihre Stories sind nicht fiktiv sondern brandaktuell. Wieso geht Sex im Jahre 2017 nur schmuddelig oder höchst steril? Wie kann frau samt ihrer Bedürfnisse sich besser einbringen in dieses Geschäft? Kann käuflicher Sex befriedigen? Fragen, die die Autorin zu beantworten versucht. Gerne vergebe ich diesem Sachbuch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es weiter an Leser, die sich ein Bild machen möchten über die Erotikwelt heute und deren Macher. Ein schwieriges Thema, da häufig ein Tabu, doch umso interessanter und mit spannenden Einblicken gestaltet. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2017/05/rotlicht-von-nora-bossong.html

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