Nora Gomringer

 3,9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Monster Poems, Sag doch mal was zur Nacht und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nora Gomringer (©Judith Kinitz)

Lebenslauf von Nora Gomringer

Kunst, Musik und Poesie: Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin, geboren 1980 hat nicht nur viele Poetikdozenturen in Koblenz/Landau, Kiel, Sheffield, Wien und Klagenfurt inne, sondern wurde für ihre Werke vielfach mit Preisen, wie den Ingeborg Bachmann-Preis 2015, den Weilheimer Literaturpreis 2015 und mit der Europa-Medaille des Freistaates Bayern 2015 ausgezeichnet. Außerdem ist sie seit 2018 auf Tour und gibt Workshops zur Vertonung von Lyrik, auch an Schulen. 2013 begann sie Poesiefilme zu machen und arbeitet ehrenamtlich in der Offenen Behindertenarbeit. Außerdem ist sie Kuratoriumsmitglied der Universität Bamberg, Stiftungsratmitglied des Buchheim Museum und des Hochschulrates der Akademie Nürnberg. Nora Gomringer lebt in Bamberg und arbeitet als Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia.

Neue Bücher

Cover des Buches (13) Anfänge - und (12) gute Feenwünsche (ISBN: 9783956022388)

(13) Anfänge - und (12) gute Feenwünsche

Neu erschienen am 01.07.2021 als Buch bei CONTE-VERLAG.

Alle Bücher von Nora Gomringer

Cover des Buches Monster Poems (ISBN: 9783863910914)

Monster Poems

 (4)
Erschienen am 08.01.2015
Cover des Buches Klimaforschung (ISBN: 9783938424667)

Klimaforschung

 (2)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Lautstärke ist weiblich (ISBN: 9783944035918)

Lautstärke ist weiblich

 (2)
Erschienen am 25.09.2017
Cover des Buches Moden (ISBN: 9783863911690)

Moden

 (1)
Erschienen am 20.03.2017
Cover des Buches Ich werde etwas mit der Sprache machen (ISBN: 9783863910037)

Ich werde etwas mit der Sprache machen

 (1)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Flüsterndes Licht (ISBN: 9783709972915)

Flüsterndes Licht

 (1)
Erschienen am 02.03.2017
Cover des Buches Recherche (enhanced) (ISBN: 9783863911270)

Recherche (enhanced)

 (1)
Erschienen am 10.07.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Nora Gomringer

Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783150206072)marilovesbooks2020s avatar

Rezension zu "Effi Briest" von Theodor Fontane

Effie Briest
marilovesbooks2020vor 6 Monaten

Geert von Innstetten, ehrgeiziger Adliger, Landrat, und mittleren Alters, wirbt um die 17-jährige Effi von Briest; bald darauf wird auch geheiratet. Nach der Hochzeitsreise nach Italien nimmt Innstetten die junge Dame mit zurück in die pommersche Stadt Kessin, von der aus er die örtliche Verwaltung leitet. Bald wird Tochter Annie geboren. Doch Innstetten will sich beruflich hocharbeiten und lässt seine junge Frau oft alleine daheim zurück. In ihrer Einsamkeit verfällt Effi dem Frauenhelden, Major von Crampas. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die bald ihren Tribut fordert. Effie verliert ihren Frohsinn und verfällt in eine Art Depression. Unter komischen Umständen bekommt Instetten Wind von der Affäre und fordert Crampas heraus – was tödlich endet. Während Effie weiterhin in Einsamkeit dahin fristet, wird sie sowohl seelisch als auch körperlich krank.

 

Meine Meinung:
 Effie Briest hat es leider nicht unter meine Lieblingsklassiker geschafft. Die Geschichte an sich ist gut. Effie ist ein junges Mädchen, das es nicht besser gewusst hat und in eine Situation geriet, die sie, mangels Erfahrung, nicht gut zu beurteilen wusste.

Der Schreibstil ist klar und schwer. Das Lesen der Geschichte fand ich extrem anstrengend, nicht nur wegen der Länge der Sätze, sondern auch, weil in den ersten beiden Dritteln des Buches im Grunde nichts Aufregendes geschieht. Die Geschichte plätschert so dahin, es sind auch viele Begriffe in der Geschichte, die ich nicht kannte und teilweise nachschlagen musste. Erst im letzten Drittel des Buches nimmt die Geschichte an Fahrt auf, welche dann aber schnell abgehandelt wird, und sich für mich unrund anfühlt. Ich weiß bis jetzt nicht, WAS die Affäre war und ich habe keine Seite beim Lesen ausgelassen.

Fontane und ich waren schon in der Schule keine Freunde. Ich tat mir mit seinen Werken immer schwer.

Ich mag Effie Briest als Charakter, auch ihre Eltern und ihren treuen Freund, Gieshübler - auch wenn mich die Geschichte zu Beginn nicht vom Hocker gerissen hat (daher 1 Stern Abzug).

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Cover des Buches Lautstärke ist weiblich (ISBN: 9783944035918)MrsMonteChristos avatar

Rezension zu "Lautstärke ist weiblich" von Clara Nielsen

Vom schwachen Geschlecht nichts zu finden
MrsMonteChristovor einem Jahr

Eins ist klar, Frauen sind hier nicht das schwache Geschlecht und wer sich diese Anthologie zur Hand nimmt und in 2-3 Texte (insgesamt gibt es über 50 Einzeltexte) rein liest, wird dem schnell zustimmen. Mir gefällt die Idee, endlich einmal nur die weiblichen Poetinnen der Szene zu Wort kommen zu lassen, was ohnehin viel zu selten der Fall ist. Thematisch sind die Texte in verschiedene Kategorien unterteilt, was hilfreich ist, aber hier und der nicht ganz passt. Das ist für die große Themenvielfalt jedoch okay. 

Ein paar wenige Texte, sind für mich qualitativ nicht so hochwertig wie andere. Aber in einer so umfangreichen Zusammenstellung, muss es auch Unterschiede geben. Besonders empfehlen kann ich die Texte von Fatima Moumouni und Fee. Aber im Prinzip sind die Texte ja so kurz, das man gut in alle reinschauen kann. 

Ich will euch das Buch ans Herz legen und auch all die anderen tollen Poetry Slam-Anthologien. Lasst euch diese Leckerbissen der Spoken-Word-Bewegung auch auf dem Papier nicht entgehen!

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Cover des Buches Moden (ISBN: 9783863911690)J

Rezension zu "Moden" von Nora Gomringer

Der Aufstand im Kostüm
jamal_tuschickvor 4 Jahren

Sie wurde schon als Tochter der Konkreten Poesie in die Arena gerufen. Ihr Vater ist der einzige lebende Großmeister eines konstruktivistischen Prüfungsverfahrens. Lautlaminator Eugen Gomringer gründete “über Sprachen hinweg” eine transkontinental pingpongende Poesie. Die Mutter lebt als Ikone in der oberfränkischen Provinz eine Liebe zur extravaganten Benotung textiler Details guerrillaesk aus. Nora Gomringer behauptet, von ihr jenes “schöne Gehirn” zu haben, das Nina Jäckle, gefangen in einem vulkanischen Widerstreit zwischen Bewunderung und Wassollderscheiß, einst im Klassenzimmer beschwor.
“Stil ist völlig unnötig, wenn man (so) eine Mutter hat” - die Bachmann- und Ringelnatzpreisträgerin bespielt die mütterliche Domäne im Zuschluss einer “Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten”. “Moden” folgt “Monster Poems” und “Morbus”. Nora G. durchforstet nun die gepredigte Freiheit in formaler Vollendung. Sie zeichnet die Konfliktlinien eines Aufstands im Kostüm nach. Die Dichterin klärt, was für sie passt. Die Ergebnisse erinnern an das Fazit von Frühstück bei Tiffany. Vielleicht trat Frau Gomringer die Ältere mit einer Tasche, “die keine Form hat” auf Noras Kindheitsschauplatz Wurlitz zu herausgenommen in Erscheinung und untergrub so die Anpassungsanstrengungen der Tochter, die mit der Elastizität eines Gummitwistbandes zwischen Wurlitz und der Welt gespannt war. Selbstverständlich kommt keiner Gomringer eine formlose Tasche in die Tüte, wahrscheinlich braucht man jedoch die New Yorker Perspektive, um das Ding von einem Sack unterscheiden zu können. Nein? Nein! So wird kein Schuh aus dem Gedicht, das mit einer formlosen Handtasche aufmacht. “Clutch” behandelt das Problem, dass in einer zu kleinen Handtasche nichts richtig aufgehoben ist, außer dem “vom letzten Nichtgebrauch” übriggebliebenen Hemmnis aus vulkanisiertem Kautschuk. Die Landschaft und das Wetter fallen flach in Clutch, während sie in “Camouflage” immerhin als Wüste und Nebel ein Eckensteherdasein führen. Die Emanzipation eines Rocks von seiner Nutzerin führt zur Trennung an anderer Stelle. So geht das weiter in rhythmisierten Kurzgeschichten, die man sich am besten agitativ vorliest. Ich schätze, alles ist erlaubt, auch die Kopfstandlektüre als Ideal zwischen aktiv und kontemplativ. In “Moustache et Lunettes” entstehen die Unterschiede zwischen Bart und König, Hipster und Hippopotamus im Auge der Betrachterin als selbstbetrügerische Geringwertigkeiten.

Jedes Gedicht ist illustriert von Reimar Limmer, die Bilder erinnern an Bastelarbeiten in den Little Mags der Sechziger. Alte Mode wieder neu. Wie beim “Dirndl - Das Mieder schließt den Rumpf gleich einer Vase ein/.../die Schürze bindet Männer an die Mädchen”. Das ist 19. Jahrhundert, aber schön. Ein konservativer Zug rauscht durch den Band. Sprachsturm war gestern. Heute geht es um den Schutz der Schließe vor dem Zahn der Zeit.

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Zusätzliche Informationen

Nora Gomringer wurde am 26. Januar 1980 in Neunkirchen, Saar (Deutschland) geboren.

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