Nora Luttmer

 3.7 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Dunkelkinder, Schwarze Schiffe und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nora Luttmer

Nora LuttmerDunkelkinder
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Dunkelkinder
Dunkelkinder
 (11)
Erschienen am 02.05.2018
Nora LuttmerSchwarze Schiffe
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Schwarze Schiffe
Schwarze Schiffe
 (8)
Erschienen am 21.01.2013
Nora LuttmerTotenkranz
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Totenkranz
Totenkranz
 (5)
Erschienen am 16.11.2015
Nora LuttmerDer letzte Tiger
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Der letzte Tiger
Der letzte Tiger
 (5)
Erschienen am 09.12.2013

Neue Rezensionen zu Nora Luttmer

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eulenmatzs avatar

Rezension zu "Dunkelkinder" von Nora Luttmer

Umsetzung hätte besser sein können
eulenmatzvor 3 Monaten

 INHALT:

Ein Hochbunker in Hamburg, ein junger Mann, der mit einem Nachtsichtgerät auf dem Dach des Bunkers höchst Ungewöhnliches beobachtet, eine kantige Kommissarin, die sich mit einem alten Fall beschäftigen muss und dabei nicht nur im Raakmoor bei Hamburg die Leichen zweier Männer entdeckt, sondern auch ins Kreuzfeuer der Drogen-Mafia gerät.

Bald zwei Jahre ist es her, dass auf einer Lichtung im Raakmoor im Norden Hamburgs die Leiche eines vietnamesischen Jungen entdeckt wurde. Bis heute konnte das Kind nicht identifiziert werden, es ist ein »Geist«, ein "Geisterkind", illegal und ohne Angehörige in Deutschland, nirgendwo gemeldet, von niemandem vermisst. Doch nun werden an derselben Stelle zwei Männerleichen gefunden. Die junge Kommissarin Mia Paulsen setzt alles daran, beide Verbrechen aufzuklären. Die Kommissarin ahnt nicht, dass sie in ein Hornissennest sticht und weitere Kinder in Gefahr bringt, als sie einer Spur zu einem alten, nur scheinbar verlassenen Hochbunker mitten in Hamburg folgt.

MEINUNG:

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil es zum einen in Hamburg spielt, wo ich lebe und es aber auch Berührungspunkte zu Berlin gibt, wo ich ursprünglich herkomme. Vietnamesen und die vietnamesische Kultur gehören einfach zu Berlin. Dennoch habe ich mir da noch nie so richtig Gedanken gemacht, was da hinter den Kulissen ablaufen und welche Einflüsse das hat.

Mia Paulsen fällt für mich in die Kategorie des typischen Ermittlertypens: Ein Fall hat sie so sehr mitgenommen, dass sie in psychologischer Behandlung ist. Aus diesem Grund hat sie sich von Berlin zurück in ihre Heimatstadt Hamburg versetzen lassen. Sie ist eine Frau mit Ecken und Kanten.  An ihrer neuen Arbeitsstelle ist ihr Ex-Freund, Jens Bordasch, mit dem es auch einige fragwürdige Ereignisse in der Vergangenheit gab, ihr neuer Chef. Die Spannungen zwischen den beiden beeinflussen auch die berufliche Beziehung, obwohl sehr viele Jahre vergangen sind. Jens Bordasch verhält sich in meinen Augen absolut unprofessionell gegen über Mia. Mir fiel es schwer, dass manchmal ernst zu nehmen.

Mia wird mit der Bearbeitung von ungeklärten Altfällen, sog. Cold Cases, förmlich abgespeist, da Bordasch sie noch nicht für aktuelle Fälle einsetzen kann auf Grund ihrer Behandlung bei einem Psychologen. So beginnt Mia auf eigene Faust zu ermitteln und versucht eine mögliche Verbindung zu dem Altfall und den aktuellen Morden herzustellen. Auch hier empfand ich es irgendwie unglaubwürdig, dass sie alleine unterwegs ist und sich auch in Gefahr begibt. Heißt es nicht immer bei Ermittlung: Niemals alleine? Stellenweise ging mir Mia auch etwas zu naiv vor und vertraute den falschen Leuten, aber man kann ihr auf jeden Fall nicht nachsagen, dass sie nicht engagiert ist.

Das Buch ist aus relativ vielen Perspektiven geschrieben, deren Verbindungen man schnell erfasst. Das Problem an den vielen Sichten ist, dass auch die Täter dabei sind und man vor Mia weiß, was passiert und wer Opfer und wer Täter ist. Dadurch fehlten mir auch die überraschenden Effekte und leider auch die Spannung, weil für mich der Fall sehr schnell klar war. Der Anfang zog sich auch ein bisschen durch die das Einbringen der vielen Perspektiven. Da das Buch nicht besonders dick ist, wirkte sich das zum Nachteil aus.

FAZIT:

Dunkelkinder ist von der Thematik sehr interessant und es kommen Aspekte ans Licht, die so in der Realität bestimmt genauso stattfinden könnten. Nach der Beendigung des Buches war ich ernüchtert, aber nicht überrascht auf Grund der Erkenntnisse, die ich dann hatte. Leider ist der Aufbau des Buchs nicht klug gewählt, da es mir hier an Überraschung und zum Teil auch Spannung gefehlt hat.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.


 

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M

Rezension zu "Dunkelkinder" von Nora Luttmer

Moderner Sklavenhandel
miriamBvor 4 Monaten

Laut der britischen Tageszeitung The Guardian leben in Großbritannien schätzungsweise dreitausend (!) vietnamesische Kinder und Jugendliche unter sklavenähnlichen Bedingungen. Sie arbeiten unbezahlt, werden eingesperrt, misshandelt und von der Außenwelt isoliert, sie leben hilf- und hoffnungslos.

Die Hamburger Journalistin und Autorin Nora Luttmer nahm diesen Artikel zum Anlass, sich intensiver mit den Themen Menschenhandel und Geisterkinder aus Vietnam zu beschäftigen. Der Thriller „Dunkelkinder“ ist nun ein Resultat dieser Recherchen.

Schauplatz der Handlung ist Hamburg, denn die Vermutung liegt nahe, dass diese moderne Art der Sklaverei in ganz Europa existiert.

Die Kommissarin Mia Paulsen ermittelt in einem Fall von toten vietnamesischen Kind, dessen Identität zwei Jahre lang ungeklärt blieb.  Eher zufällig findet sie noch zwei Ermordete und beginnt mit Ermittlungen ohne zu ahnen, welch machtvoller Gegner sie damit bekommt.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus immer wieder wechselnden Perspektiven. Die einzelnen Protagonisten kommen zu Wort, wodurch die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt und der Leser die Möglichkeit hat, ein klein wenig hinter die einzelnen Fassaden zu blicken. Denn nicht nur die Sicht der Opfer oder der Kommissare wird geschildert, auch die Täter kommen zu Wort. Außerdem erfährt der Leser auch Einzelheiten über Mias Privatleben, ihre konfliktgeladene Beziehung zu ihrem aktuellen Vorgesetzten und über einige dubiose Vorkommnisse in dessen Vergangenheit.

Alles zusammen ergibt einen temporeichen Thriller mit einem realistischen Ende: es werden nicht alle Fragen geklärt, manche Handlungsstränge bleiben offen.

Folglich: ich freue mich auf eine Fortsetzung!

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kessis avatar

Rezension zu "Dunkelkinder" von Nora Luttmer

Wer sind die Geisterkinder?
kessivor 4 Monaten

Mia, eine junge Kommissarin, kehrt in ihre Heimatstadt Hamburg zurück um bei der Mordkommission eine neue Stelle anzutreten.

Gleich an ihrem ersten Arbeitstag muss sie feststellen, dass sie in der Abteilung nicht wirklich willkommen ist. Ausgerechnet ihr Exfreund Jens Bordasch, ist ihr neuer Vorgesetzter, dieser ist alles andere als begeistert, sie nun in seiner Abteilung erdulden zu müssen. Es gibt aus der gemeinsamen Vergangenheit keine guten Erinnerungen, was die ganze Sache nicht erleichtert.

Bei der Durchsicht alter Akten von ungelösten Fällen, erregt eine Akte ihre Aufmerksamkeit. Sie begibt sich auf die Spurensuche und von da an überschlagen sich die Ereignisse. Die Leiche des Jungen von vor zwei Jahren, zwei neu entdeckte Männerleichen und dann noch eine Jungenleiche. Hängen diese Morde zusammen? Mia gibt alles um den Fall zu lösen, obwohl ihr Bordasch immer wieder Steine in den Weg legt. Hinzu kommt, dass sie sich zunehmend immer mehr in Gefahr begibt.

Dann ist da noch Luka, er wohnt gegenüber eines Hochbunkers in Hamburg und macht ungewöhnliche Beobachtungen. Er sieht immer wieder einen Jungen, der sich Nachts auf dem Dach des Bunkers aufhält. Warum steht ab und zu ein Transporter vor dem Bunker, wer ist der Mann mit dem Fahrrad und wieso kommen diese nur im Schutz der Dunkelheit?

Nachdem Luka einen Weg gefunden hat, diesen Jungen kennen zu lernen, ahnt dieser nicht warum Sam ausgerechnet im Bunker lebt und was er dort macht. Doch nach und nach stellt Luka sich immer mehr fragen, warum weicht Sam seinen Fragen immer aus. Feststeht, Sam hat große Angst vor der Polizei. Plötzlich geht alles ganz schnell und die Lage spitzt sich immer weiter zu und auch die Jungs geraten in Gefahr.


Meine Meinung:

Nora Lutmer hat mit ihrem spannenden Krimi ein interessantes Thema aufgegriffen, von dem ich nicht geahnt habe, dass es das in dieser Form gibt. Durch erstklassige Recherchen, die immer wieder mit einfließen, bekommt man den Einblick was es mit diesen Geisterkindern auf sich hat. Woher sie kommen und wer dafür verantwortlich ist.

Durch die verschiedenen Erzählstränge fügt sich nach und nach alles zusammen, wobei die Spannung sich stetig steigert. Beim Schreibstil ist zu merken, mit wieviel Herzblut die Autorin sich dem Thema gewidmet hat. Es hat mich schockiert und betroffen gemacht, wie wenig oder meist gar nicht, diese Geisterkinder wahrgenommen werden. Da sie nicht die Möglichkeit haben ihrem Gefängnis zu entkommen, geschweige denn Hilfe zu bekommen.


Für mich ein spannender Krimi, der eine Leseempfehlung verdient.

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