Norbert Blüm

 4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Ehrliche Arbeit, Franka und Nonno und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Aufschrei!

Neu erschienen am 15.10.2018 als Taschenbuch bei Verlag Herder.

Alle Bücher von Norbert Blüm

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Ehrliche Arbeit

Ehrliche Arbeit

 (4)
Erschienen am 15.03.2011
Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

 (1)
Erschienen am 01.03.2008
Vom Weihnachtsmann

Vom Weihnachtsmann

 (0)
Erschienen am 11.08.2015
Einspruch abgelehnt!

Einspruch abgelehnt!

 (0)
Erschienen am 03.06.2019
Reaktion oder Reform

Reaktion oder Reform

 (0)
Erschienen am 22.09.2017
Aufschrei!

Aufschrei!

 (0)
Erschienen am 15.10.2018

Neue Rezensionen zu Norbert Blüm

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Rezension zu "Verändert die Welt, aber zerstört sie nicht" von Norbert Blüm

Dieses Buch sollte man nicht nur einmal gelesen haben
Kinderbuchkistevor 10 Monaten

Einsichten eines Konservativen

Ein Buch was man gelesen haben sollte!!!

Wenn ich schreibe, das es ein Buch ist, das man gelesen haben sollte, würde ich gern noch weiter gehen. Es ist ein Buch, das man nicht nur einmal gelesen haben sollte sondern immer mal wieder aus dem Regal holen sollte!!!

Norbert Blüm hat mein Leben immer irgendwie begleitet. Schon als Jugendliche war ich fasziniert von seiner Sprache.
Es ist einer bei dem man spürt, das er das Herz am rechten Fleck hat.
Ich gehöre keiner Partei an, bin so etwas wie ein Wechselwähler.
Ich betrachte Menschen als Menschen und das tut Norbert Blüm auch.
Es gibt Politiker, die scheinbar unglaublich menschenfreundlich sind. Die Presse baut sie so lange auf, macht einen Hype um sie, das man irgendwann wirklich daran glaubt. Ich selbst habe so etwas erlebt. Ein Jugendfreund meines Mannes ist ein solcher Politiker. Mein Mann hat ihn über viele Jahre begleitet. Sie sind in Urlaub gefahren haben Politik gemacht, sich unglaublich engagiert.  Mein Mann hat noch mehr für diesen Menschen getan, viel mehr. Wenn wir ihn heute sehen tut dieser Mensch gleich immer wahnsinnig freundschaftlich. Doch als es darum ging, eine kulturelle städtische Einrichtung, vor der Schließung zu bewahren und ehrenamtlichem Engagement den Rücken zu stärken war dieser Menschenfreund nicht da, dabei wäre es etwas gewesen das auch seine Wähler ihm gedankt hätten.
Auch als eine Mutter ihn bat sich doch einmal wegen eines Praktikumsplatzes für ihr Kind umzuhören half er nicht, verwies ans Arbeitsamt obwohl er Gott und die Welt kennt und es mit Sicherheit ein leichtes gewesen wäre sich einmal um zu hören.
Nun könnte man sagen, der Mann kann sich nicht um alles kümmern. Ja, sicher aber für "Freunde"?
Nun schließt sich der Bogen zu diesem Buch wieder, denn Norbert Blüm, der hätte geholfen. Hätte es zumindest versucht und wenn es nur darum gegangen wäre jemanden anzurufen der weiter helfen könnte.
Ich bedauere es sehr das sich Norbert Blüm etwas aus dem Geschehen herausgezogen hat. Seine direkte Art fehlt in der politischen Landschaft.
Er liebt die Menschen und das spürt man. Er ist Mensch! Geerdet, den Menschen zugewandt und scheut sich nicht auch mal unbequem zu sein.
In seinem Buch, das ich in einem durch gelesen habe, erzählt er von Dingen die ihn bewegt haben. Von der Zeit als kleiner Junge im Krieg. Von Bombenangriffen, Freundschaften und Familie. Er erzählt von der Ausbildung, von der Zeit als Gewerkschafter und Politiker. Dabei fließen Dinge mit ein, die man leider schon längst vergessen hatte. An einiges erinnert man sich wie z:b. die Zeit des chilenischen Diktators Pinochet doch was damals genau geschah und was Norbert Blüm damit zu tun hatte, daran erinnern sich vermutlich nur noch wenige.Es ist nicht nur sehr interessant sondern auch spannend und etwas was nicht in Vergessenheit geraten sollte.
Doch Norbert Blüm blickt nicht nur weit zurück sondern berichtet auch von sehr nahen Themen. Die Flüchtling Kriese, ein Thema das ihn tief bewegt und wo er Position bezieht. So fährt er als immerhin schon 80 jähriger ( man sieht es ihm nicht an) 2016  in ein Flüchtlingslager nach Idomeni um dort eine Nacht in einem der Zelte, die auch den Flüchtlingen zur Verfügung stehen, zu übernachten.
Sicherlich nimmt man ihn noch als politischen Menschen wahr aber er fährt nicht dort hin um irgend einen Nutzen daraus zu ziehen sondern weil ihm die Menschen am Herzen liegen.
Norbert Blüm ist ein Familienmensch. Er und seine Frau sind ein Gespann, das für alle von uns Vorbild sein kann. Wenn er uns in seinen Büchern berichtet dann weil er möchte, das wir nicht vergessen. Ja, in der Tat, wir vergessen zu schnell. Es passiert so viel in der Welt und immer mehr Informationen strömen täglich auf einen ein. Man verliert manchmal den Überblick und ein Gefühl dafür was wirklich wichtig ist.
Dieser eine Satz "Verändert die Welt, aber zerstört sie nicht" ist nicht nur Warnung sondern ein Satz der wachrüttelt.
Was Norbert Blüm damit meint und wieso er warnt, das wird sehr deutlich wenn man dieses Buch liest.
Es ist ein Buch, ich sagte es ja bereits, das ich in einem durch gelesen habe, weil es so gut und fesselnd geschrieben, erzählt, ist, dass man einfach nicht aufhören mag.
Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen es nur oberflächlich zu lesen.
Jeder Satz, jedes Wort ist wichtig.
Es gibt kein belehren, nur berichten. Jeder muss für sich selbst entscheiden was er davon aufnimmt und mit nimmt.
Ich für meinen Teil muss sagen, ich werde das Buch bestimmt noch viele weitere Male lesen.
Ein Buch gegen das Vergessen! 
 
 
 "Krieg, Folter, Ausbeutung, Ungerechtigkeit sind keine Wetterereignisse........
sondern von Menschen geschaffen. Also können sie auch von Menschen abgeschafft werden.
Darum geht es in diesem Buch."
Das schreibt Norbert Blüm, zu finden auf dem Cover dieses Buches


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W

Rezension zu "Ehrliche Arbeit" von Norbert Blüm

Rezension zu "Ehrliche Arbeit" von Norbert Blüm
WinfriedStanzickvor 8 Jahren

Viele haben sich geäußert zur Finanzkrise und zu der unendlichen Gier des Finanzkapitalismus. Viele Milliarden an Steuergeldern sind geflossen, nicht nur in Deutschland, um die durch massive Spekulationen vor dem Konkurs stehenden Banken zu retten. Und was machen sie, kaum sind sie wieder aus dem Schneider? Sie machen gerade so weiter, die regelrecht unmoralischen Gehälter und Boni der Manager und Investmentbanker sind höher als je zuvor. Und auch die Anleger verhalten sich so, als sei nichts geschehen. In einer Rezension im März 2009 schrieb ich zu dem Buch „Der amerikanische Virus“ des FAZ-Journalisten Rainer Hank, damals eine der ersten Veröffentlichungen zum Crash:
„Gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der Investmentbanker und der Hedgefonds war, die die Weltwirtschaft in den Abgrund getrieben hat, formuliert Rainer Hank im vorliegenden Buch eine überfällige Gegenstimme zu jener auf allen Kanälen formulierten Empörungsrhetorik, die immer außer acht lässt, dass es eben auch die sogenannten kleinen Leute waren, die sich mit billigen Krediten gerne verführen ließen, und mit dem Run auf die große Rendite für ihre Spareinlagen zu der Gesamtgier nicht unwesentlich beigetragen haben.“

Norbert Blüm, dem man in der Rezeption auch dieses Buches wieder den uralten Vorwurf machen wird, er habe gesagt, die Renten seien sicher und so Millionen von alten Leuten in die Irre geführt, versucht in „Ehrliche Arbeit“ eine schonungslose Kritik und einen „Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier“ zu formulieren.

Nach einer schon oft so oder anders gelesene Analyse der Lage unter der Überschrift „Geld regiert die Welt“ kommt er in seinem zentralen Teil des Buches, „Ehrliche Arbeit“, zu seinen Kernthesen, indem er den arbeitenden Menschen, seine Bedürfnisse und seine Würde in den Blick nimmt. Dabei identifiziert er die ehrliche Arbeit als ein „Vehikel der Selbsterfahrung des Menschen“, die zu einem sinnvollen Leben dazugehört. „Aus dem Zwiespalt zwischen Elend der Armut und Hybris der Technokratie wird sie uns möglicherweise retten. Denn einerseits bewahrt sie uns durch Existenzsicherung vor dem tierischen Überlebenskampf, andererseits rettet sie und durch ihre existenzielle Schwer davor, und ins unkörperliche Mühelosigkeit aufzulösen.“

Norbert Blüm ist geprägt durch die christliche Soziallehre und hat allen „liberalen“ Moden widerstanden. Hier spricht ein überzeugter Christ und Sozialpolitiker alter Schule und legt eine kluge Analyse der modernen Wirtschaftswelt vor und er wagt auch Prognosen darüber, wie ein tragfähiges Zukunftskonzept aussehen muss. Man muss nicht mit allem übereinstimmen, was er sagt, aber wenn es keine klare, von einer christlichen Position her formulierte Sozialethik auch für die Arbeitswelt mehr gibt, dann hat der Finanzkapitalismus endgültig gesiegt. Auf Kosten der Menschen und ihrer Würde, auf Kosten der Natur und ihrer Zukunft, auf Kosten des Lebens schlechthin

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Rezension zu "Sommerfrische, Regentage inclusive" von Norbert Blüm

Rezension zu "Sommerfrische, Regentage inclusive" von Norbert Blüm
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Es sind einzelne Geschichten, von denen manche unterhaltsam und kurzweilig sind, andere aber ein bisschen durch Schwadronieren wiederum langweilig. Durchwachsen

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