Norbert Heckelei Simulierte Demokratie - Band 1

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Inhaltsangabe zu „Simulierte Demokratie - Band 1“ von Norbert Heckelei

Heute die Frage zu stellen, ob wir in einer Demokratie leben, ist auch der Versuch, die Mythen unserer Kindheit zu erforschen. Wir versuchen zu begreifen, warum und wie diese hartnäckige Einbildung einer angeblichen Volksherrschaft in unsere Köpfe gepflanzt wurde. Wie konnte und kann sie sich dort so lange halten? Dabei ist die Frage nach dem „Ob“ schon lange negativ beantwortet. Nur andauernd Hypnotisierte weigern sich beharrlich zu erkennen, dass wir gesellschaftlich erstens im Kapitalismus und zweitens im sogenannten Parlamentarismus leben. Was von einer tatsächlichen Volksherrschaft Lichtjahre entfernt ist. Aber immer noch so genannt wird. Wir leben im Westen in einer Zeit, in der einerseits radikalisierte Erwartungen an Demokratie gestellt und ernsthafte Bürgerbeteiligung gefordert wird, andererseits unsere Desillusionierung und Distanz zur sogenannten Demokratie größer ist als je zuvor. Heute kann jeder nachlesen, wie machtlos der deutsche Bundestag in Berlin, das Europaparlament in Brüssel oder selbst der amerikanische Kongress in Washington ist - und sich selber macht - wenn es zur Sache geht . Da wirkt es eher wirklichkeitsfremd und fast lächerlich, die Frage noch zu diskutieren, ob das Volk in den westlichen Staaten Einfluss auf die Parlamente habe . Selbst wenn, würde es nichts ändern! Denn die mächtigsten Parlamente der Welt agieren ihrerseits schon machtlos. Parlamentarismus hatte nie die Absicht oder Wirkung das Volk tatsächlich herrschen zu lassen, eher wurde funktional sichergestellt, dass es gerade dieses eben nicht vermochte und vermag . Parlamentarismus war und ist immer nur höchstens symbolische, nicht reale Volksherrschaft. Die Machteliten misstrauten immer schon und heute noch ihrem Volk. Die symbolische Repräsentation des Volkes in den Parlamenten funktionierte und funktioniert als Legitimation, also Rechtfertigung für die fast ungestörte Herrschaft der Machteliten. Die uns selbst eingebildete Herrschaft des Volkes wird nur simuliert. Diese Simulation von Demokratie war historisch eine notwendige Voraussetzung der ungestörten Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft. Wirtschaftsbürger mussten sich an die Stelle der alten Machteliten von Adel und Priesterschaft setzen, um den Staat in ihren Griff zu bekommen und ökonomisch vollends handlungsmächtig zu werden. Die Simulation von Demokratie ermöglichte den Sieg der neuen über die alten Eliten und hielt die allgemeine Bürgerschaft, das Volk, bei der Stange indem ihm Beteiligung an der Macht versprochen und wenn nötig ökonomische Zugeständnisse gemacht wurden. Als staatlich gestaltete und parlamentarisch legitimierte Märkte mit Oligopolen, Monopolen und auch freiem Wettbewerb entwickelte sich unser Stoffwechselprozess mit der Natur als Grundlage und Motor der Gesellschaft und des politischen Systems der parlamentarischen Demokratie. Heute ist die Illusion von Freiheit und Gleichheit, also die Simulation von Demokratie, noch notwendig zur Durchsetzung der Gewinnmaximierung, des grenzenlosen Wachstums und Konsumismus . Hinter dem Rücken von uns Bürgern und Konsumenten, dennoch mit unserem still schweigenden Einverständnis und in Komplizenschaft, wurden diese Ziele in den Händen der herrschenden Eliten allmählich zum Selbstzweck des Systems. Daher ist es auch illusionär zu glauben, eine Umverteilung der Macht von den Eliten zu den Bürgern würde in unserem sozial und ökologisch rücksichtslosen Gesellschaftssystem die Lösung aller Probleme darstellen. Wir als Bürger

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