Norbert Horst Splitter im Auge

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Inhaltsangabe zu „Splitter im Auge“ von Norbert Horst

Thomas Adam, 50, genannt Steiger, ist Mitglied des Einsatztrupps der Dortmunder Polizei. Vor kurzem untersuchte er den Sexualmord an einem jungen Mädchen. Der Täter war schnell gefasst und durch eindeutige Spuren überführt. Trotzdem hat Steiger Zweifel. Zum Ärger seiner Dienststelle ermittelt er weiter und stößt auf zwei ähnliche Fälle. Handelt es sich um einen Serienmörder? Und wie kommen die Spuren an die Tatorte, die auf andere Täter hinweisen? Die Wahrheit ist so ungeheuerlich, dass der Fall selbst dem abgebrühten Steiger an die Nieren geht.

fand ich nicht so spannend

— CorneliaP
CorneliaP

Bei Norbert Horst menschelt es wunderbar. Hier liegen Tragik und nüchterne Polizeiarbeit dicht beinander. Klare Empfehlung!

— ChristophHeiden
ChristophHeiden

Vielleicht der beste Krimi, den ich 2011 gelesen habe.

— andbra
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— Karr
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  • Ein schön gestrickter Kriminalfall

    Splitter im Auge
    yesterday

    yesterday

    11. July 2016 um 22:31

    Kommissar Thomas Adam erfüllt Klischees in alle Richtungen – was nicht schlecht sein muss. Er ist manchmal schwierig und er hat nur einen echten Freund, der auch noch ein Kollege von ihm ist. Er trinkt gerne das ein oder andere Bier in einer Dortmunder Kneipe und ermittelt gerne mal auf abwegigen Pfaden und bedient sich auch schon mal inoffizieller Methoden. Aber seine Kollegin fährt aber gerne mit ihm Streife, weil sie seine direkte Art mag. Sie ist es auch, die ihm in diesem Fall lange unterstützt, als sie zufällig erfährt, worum es geht. Adam stößt auf Ungereimtheiten in einem Fall, der gerade abgeschlossen wurde. Der Täter ist verurteilt, die Spurenlage war eindeutig. Doch nach und nach zweifelt der Kommissar immer mehr an der Faktenlage und findet ähnliche Fälle, die Monate und sogar Jahre zurückliegen. Immer wird ein Mädchen aufgefunden, scheinbar vom offensichtlichen Täter missbraucht und ermordet, der Täter kann sich nicht erinnern. Dank seines untrüglichen Spürsinns, der Hilfe seiner Kollegin Jana und einer befreundeten Journalistin, bleibt Adam hartnäckig und gerät dabei – auch ganz nach Klischee – selbst in Gefahr. Doch auch wenn die Grundstory „widerspenstiger Kommissar ermittelt nach seinem Gefühl, behält recht, gerät in Gefahr und löst den Fall“ wenig spektakulär klingt, ist die ganze Geschichte wesentlich vielfältiger und die Auflösung speziell. Mittels eingeflochtenen Rückblicken kann der Leser auch selbst mitermitteln. Dazu kommt noch eine sehe realitätsgetreue Beschreibung des Polizeialltags und der Ermittlungen, ist der Autor doch selbst ehemaliger Kriminalhauptkommissar. Er stattet die Geschichte mit einer guten Mischung an Charakteren und einer detailreichen, realistischen Ermittlung und Auflösung aus, was trotz der intensiven Spannung einen schönes Lesevergnügen bereitet.

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  • Steiger, der erste Fall

    Splitter im Auge
    ChristophHeiden

    ChristophHeiden

    11. January 2016 um 19:47

    Kurzrezi: Dies ist mein fünfter Norbert Horst. Und er liest sich völlig anders als die Kirchenberg-Krimis. Mir gefällt die Veränderung, auch wenn sie in eine kommerzielle Richtung strebt. Die Sätze sind länger und wirken insgesamt ausgewogener. Die Kapitel sind fast immer um die drei bis vier Seiten lang, was allein vom Aufbau sehr zum Weiterlesen anregt. Auch wenn manche Leser seine neue "Glätte" beklagen, mich überzeugt bei Norbert Horst ohnehin immer das Personal. Und auch hier gibt es sich authentisch, mit menschlichen Schwächen und frei nach Schnauze. Thomas Adam, genannt Steiger, kämpft mit dem Tod seines Vaters. Batto, sein Kollege, hat stets ein offenes Ohr und scheint eine Art Frauenversteher. Jenny, die 13jährige Nachbarin ohne Vater, brüht Steiger genau in den richtigen Momenten Kaffee. Jana Goll, seine russischstämmige Kollegin, spricht beinahe nie russisch. Und weil Steiger eben Steiger ist, muss seine Chefin auch oft genug seine Alleingänge rügen. Nicht zu vergessen ist natürlich Eva Kamp, die in ihrer Privatwohnung anschafft und Steiger emotionale Zuflucht bietet. "Mädchenware", der zweite Steiger, ist schon bestellt. Ich hoffe, in ihm liegen Norbert Horst die Menschen ebenso am Herzen wie in diesem Krimi.

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  • intelligente Spannung....

    Splitter im Auge
    abuelita

    abuelita

    24. May 2013 um 17:14

    Thomas Adam ist ein ziemlich ruppiger Ermittler. Irgendwann ist er durch seine Art auf dem Abstellgleis gelandet und muss jetzt mit 50 eher die ungeliebten Arbeiten machen – ausser es fehlt Personal. So kam er auch dazu, mit der Mordkommission den Sexualmord an einem jungen Mädchen zu untersuchen. Der Täter war schnell gefasst, allerdings hat Steiger Zweifel, weil eine Aussage nicht so recht ins Bild passt….und nun ermittelt er, sehr zum Ärger einer Dienststelle, selber weiter…. Nüchtern, geradlinig, trocken manchmal – so schildert der Autor diesen durchaus spannenden Fall. Man merkt auch, daß Horst im Hauptberuf Kriminalhauptkommissar ist bzw. war – und das macht wohl auch den Reiz des Romas aus. Er kaut dem Leser nicht alles lang und breit vor, sondern schildert einfach auch sehr realistisch den „Alltag“ einer Polizeibehörde.

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    Schneggchen08

    Schneggchen08

    25. September 2012 um 15:49

    Mein erster Krimi - und ich war begeistert. Leichte Kost, aber dennoch super geschrieben und spannend bis zum Ende.

  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    HelgaR

    HelgaR

    21. August 2012 um 22:53

    1.Fall Thomas Adam, genannt "Steiger". Thomas Adam, genannt „Steiger“, ist beim Einsatztrupp der Dortmunder Polizei, allerdings am Abstellgleis, weil er immer sehr eigenwillig handelt. Vor zwei Monaten war er bei der Mordkommission und hatte einen Sexualmord an einem jungen Mädchen zu untersuchen. Durch eindeutige DNS-Spuren war der Mörder rasch gefasst und verurteilt. Steiger hat aber Zweifel, da eine Aussage einer Zeugin nicht hundertprozentig passt, diese ist aber spurlos verschwunden. Durch Zufall sieht Steiger die Zeugin und erfährt neue Details, die ihn in seiner Vermutung bestätigen. Er nimmt wieder die Ermittlungen auf, wird aber von seinen Vorgesetzten sofort gebremst, da der Fall abgeschlossen ist. Er lässt sich aber nicht beirren und forscht weiter. Dabei stößt er auf zwei alte Fälle, die Ähnlichkeiten aufweisen. Irgendetwas ist hier faul. Die Figur des Steigers ist hier detailliert und intensiv dargestellt. Obwohl er sehr eigenwillig handelt, ist er doch sympathisch. Auch die anderen Personen kommen nicht zu kurz und ihre Charaktere sind sehr ausgeprägt. Der Kampf zwischen Steiger und seinen Vorgesetzten wird immer wieder eingeflochten, aber auch seine Kollegen glauben ihm nicht. Die Geschichte ist sehr verzwickt und es gibt mehrere Handlungsstränge, die aber alle gut miteinander verknüpft sind. Die Ermittlungen sind mühsam und vielseitig und ich konnte das Buch daher kaum aus der Hand legen. Da der Autor selbst Kriminalhauptkommissar ist, bekommt die Geschichte noch mehr Gewicht, und als dann die Wahrheit herauskommt, ist sie unvorstellbar. Ich bin jedenfalls schon sehr auf einen neuen Fall mit dem „Steiger“ gespannt.

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    gaby2707

    gaby2707

    05. July 2012 um 21:06

    In Dortmund wird der Sexualmord an einem jungen Mädchen geahndet und ein Ghanaer wird verurteilt. Doch es treten Ungereimtheiten auf, die Thomas Adam von der Dortmunder Polizei, genannt Steiger, auffallen. Und er beginnt auf eigene Faust diesen Fall nochmal zu recherchieren. Er kommt dem wahren Mörder so nahe, dass er sich selbst in direkter Gefahr befindet... Zum einen habe ich hier einen Kriminalroman gelesen, der absolut nachvollziehbar ist und sehr real erscheint. Die Protagonisten sind so beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und kommt meinem Lesever-halten sehr entgegen. Die Spannung wird ebenfalls von Anfang an aufgebaut, lässt nur hier und da etwas nach und steigt dann am Ende auf Höchstniveau. Ein toller Krimi, der auch in die menschliche Psyche blicken lässt, und den ich sehr gerne gelesen habe.

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    HarryF

    HarryF

    25. January 2012 um 20:28

    Steiger, desillusioniert, vom Leben mitgezerrt und deshalb dementsprechend abgeklärt, kaputt in seiner eigenen Art und Weise sucht einen Täter, wo keiner überhaupt einen Kriminalfall vermutet. Der Roman liest sich wie ein Film Noir, die Stimmung ist sehr düster, es gibt kaum Momente der Erheiterung - umso eindringlicher ist die Suche von Steiger. Liest sich am Anfang etwas schleppend, nimmt aber im Laufe der Handlung Fahrt auf und am Schluss wünscht man sich, das Buch hätte noch nicht aufgehört. So soll ein Krimi sein - ich hoffe, mehr von Steiger zu lesen zu bekommen!

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    hebersch

    hebersch

    02. October 2011 um 18:07

    Der "Steiger" genannte desillusionierte Polizist und Mitglied eines Einsatztrupps der Polizei in Dortmund Thomas Adam spürt Unbehagen im Fall eines scheinbar gelösten Mordfalls. Der Täter leugnet zwar, aber alle Indizien belegen die Vergewaltigung und Entführung des jungen, obdachlosen Mädchens. Adam stösst auf vergleichbare Fälle in anderen Ruhrgebietsstädten. Trotz Abmahnung von oben beginnt er zu ermiiteln. Scheinbar in einer Nebenhandlung werden die Ereignisse um 2 Brüder geschildert, die durch eine Hassliebe miteinander verbunden sind. Der kantige Kommissar kommt dem täter gefährlich nahe und muss selbst um sein Leben fürchten. Ein kurzweiliger, spannender Krimi um einen Ermittler mit Macken.

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    BuechermonsterBlog

    BuechermonsterBlog

    01. October 2011 um 00:08

    Zum Roman: Der Fall ist wasserdicht: Bakary Yameogo, ein Asylbewerber aus Burkina Faso, ist der Mörder und Vergewaltiger von Caroline Thomas, einem jungen Mädchen von der Straße. Spermaspuren am und im Körper des Opfers, Faserspuren und Gebissabdrücke des Afrikaners an Carolines Arm – an der Schuld Yameogos besteht für Polizei und Gericht nicht der geringste Zweifel. Folglich wird der Angeklagte auch zu lebenslanger Haft verurteilt und der Fall somit abgeschlossen. Doch als Kriminalpolizist Thomas Adam, von allen nur „Steiger“ genannt, bei einem Außeneinsatz einen Messerstecher verhaftet, trifft er dabei zufällig auf eine junge Zeugin, die nicht zum Mordprozess erschienen ist. Nur aus Neugier befragt er das Mädchen zum bereits abgeschlossenen Fall und wird durch die Aussage der Rumtreiberin stutzig. Diese gibt an, das Opfer zu einem Zeitpunkt gesehen zu haben, zu dem die Polizei schon von ihrer Entführung ausgegangen ist. Doch wenn Caroline Thomas erst später verschleppt wurde, hat Bakary Yameogo ein ziemlich wasserdichtes Alibi, schließlich befand er sich an den entsprechenden Tagen in Untersuchungshaft. Außerdem hat die Zeugin noch zwei merkwürdige SMS von der Toten erhalten, die ebenfalls Steigers Neugier wecken. Nun ist Thomas Adam zwar nicht gerade ein Vorzeigepolizist, ganz im Gegenteil: Ein Disziplinarverfahren folgt auf das nächste, Dienstanweisungen werden schon einmal ignoriert und auch vor dem persönlichen Konsum von Betäubungsmitteln schreckt Steiger nicht zurück. Doch Adam hat plötzlich dieses Bauchgefühl, dass an dem Mordfall Thomas irgendwas faul ist. So geht er während seiner Arbeit im örtlichen Einsatztrupp eigenen Nachforschungen nach, was bei Kollegen und Vorgesetzten aber nicht gerade auf Begeisterung stößt. Schließlich ist der Fall abgeschlossen und die Polizei hat genug offene Fälle und daher nicht die Ressourcen für überflüssige Ermittlungen. Steiger lässt aber nicht locker und findet mühsam weitere Ungereimtheiten sowie ähnliche Mordfälle in der Umgebung, welche vergleichbar abgelaufen sind. Auch hier wurden junge Straßenmädchen entführt, missbraucht und ermordet und auch hier wurde schnell ein Täter gefunden und verurteilt. „Splitter im Auge“ ist kein reißerischer Thriller, wie man es von amerikanischen Autoren kennt. Stattdessen trifft hier die Bezeichnung „Kriminalroman“ voll zu. Ein überwiegender Teil der Handlung besteht aus routinemäßiger Polizeiarbeit wie Zeugenbefragungen, Vollstreckung von Haftbefehlen, Streifenfahrten usw. Lediglich von Zeit zu Zeit wird der Einsatztrupp der Dortmunder Polizei auch einmal zu Kapitalverbrechen hinzugezogen. Diese „bodenständige“ Polizeiarbeit macht die Geschichte glaubwürdig, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Autor Norbert Horst im „richtigen“ Leben ebenfalls Polizist ist. Blutrünstige und übertriebene Schilderungen sucht man hier vergeblich. Auch die Charaktere sind solide und realistisch. Der Fokus liegt hier natürlich klar auf Thomas Adams. Der 52-Jährige Dortmunder Polizist muss sich neben seinen Nachforschungen auch noch mit anderen Problemen herumschlagen. Sein Vater, zu dem er kein besonders gutes Verhältnis hatte, ist gerade verstorben und hat ihm in seinem Testament offenbart, dass Steiger noch einen Halbbruder hat. Auf dem Revier steht er unter massiver Beobachtung seiner Vorgesetzten, da Adams schon früher öfter durch Eskapaden aufgefallen ist. Seine einzigen Freunde sind ein Kollege bei der Polizei sowie die Prostituierte Eva. Klar erfindet Norbert Horst das Rad hier nicht neu und so reiht sich Thomas „Steiger“ Adams in die lange Reihe von kaputten Ermittlern mit mehr oder weniger gescheiterten Existenzen ein. Ihm zur Seite steht die aufstrebende Polizistin Jana Goll, die zwar mit den Methoden ihres Partners nicht immer einverstanden ist, ihm aber trotzdem den Rücken freihält. Über mehr als eine Nebenrolle kommt sie aber auch nicht hinaus. Von Zeit zu Zeit wechselt der Autor die Perspektive und schildert das Geschehen aus Sicht eines mysteriösen Mannes, der Jagd auf junge Mädchen macht. Der Leser begleitet ihn bei seinen Erkundungsfahrten, immer auf der Suche nach einem geeigneten „Objekt“ für die Befriedigung seiner dunklen Bedürfnisse. Ebenso springt Horst regelmäßig in die Vergangenheit, zu einem Geschwisterpaar in den 80er-Jahren. Was es damit auf sich hat, wird aber erst zum Schluss aufgelöst, erfahrene Krimileser kommen aber recht schnell dahinter. Insgesamt bietet das Buch nicht viele Überraschungen, es weiß aber durchaus zu unterhalten. Zwar besteht ein Großteil der Handlung aus recht trockener Ermittlungsarbeit und bis zur Hälfte gibt es offiziell eigentlich nicht mal einen richtigen Fall, trotzdem liest sich der Roman flüssig und an der ein oder anderen Stelle darf man auch mal schmunzeln. Leider ist die Motivation der Hauptfigur für mich nicht ganz ersichtlich. Steiger ist weder besonders zuverlässig noch ehrgeizig. Warum gerade er alle Hebel in Bewegung setzen will, um den Mordfall noch einmal aufzurollen, ist mir nicht ganz schlüssig. Dies wird immer wieder mit seinem Bauchgefühl begründet, das reicht mir jedoch nicht wirklich aus. Mein Fazit: „Splitter im Auge“ ist weder besonders kreativ noch übermäßig spannend. Der Kriminalfall ist über weite Strecken eher dröge und nimmt erst im letzten Drittel ordentlich Fahrt auf. Doch trotz dieser Mängel kann man das Buch recht gut „weglesen“ und wird ordentlich unterhalten. Die Charaktere sind größtenteils glaubwürdig und sympathisch, zudem überzeugt das Setting. Schauplätze und Polizeiarbeit wirken authentisch, allerdings hätte man noch ein bisschen mehr „Ruhrpott-Feeling“ schaffen können. Alleine schon die Tatsache, dass Steiger Schalke-Fan unter lauter Dortmundern ist, böte noch mehr Potenzial für die ein oder andere erfrischende Szene. Insgesamt ist „Splitter im Auge“ ein solider Lokalkolorit-Krimi mit einer gelungenen (wenn auch etwas vorhersehbaren) Auflösung. Wer nach einem reißerischen Thriller von Cody McFadyen oder James Patterson mal wieder etwas Bodenständigeres lesen will, darf hier durchaus einen Blick riskieren. Meine Wertung: 7/10

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  • Rezension zu "Splitter im Auge" von Norbert Horst

    Splitter im Auge
    Karr

    Karr

    07. September 2011 um 15:58

    Wieder besticht Norbert Horst mit einer dichten Prosa, mit viel Polizeiatmosphäre und einem perfekt entworfenen, spannenden Geschichte. Er ist eindeutig einer der besten deutschen Krimi-Autoren. Norbert Horst war und ist der shooting star der deutschen Krimi-Szene. Der Kriminalbeamte aus Bielefeld hat mit seinen ersten vier Kriminalromanen (seit 2003) wirkliche Klassiker geschaffen – mit dem hektisch erzählenden Kommissar Konstantin Kirchenberg, mit Fällen, die aus dem alltäglichen Alltag der Polizeiarbeit gegrifffen zu sein schienen und denen man gar nicht anmerkte, mit welchem Talent sie hier von einem Autor verdichtet und erzählt wurden. Jetzt – mit seinem fünften Roman – hat sich Norbert Horst von seinem Helden der ersten Bücher verabschiedet. Und er wagt was Neues. Auftritt Adam, genannt Steiger – weil sein Vater im Bergbau gearbeitet hat. Der Schauplatz ist Dortmund. Dort arbeitet der Steiger in der Einsatzgruppe / das sind quasi die Mädchen für alles bei der Truppe. Und als ob er im normalen Dienst nicht schon genug zu tun hätte - und als ob er nicht auch mit dem Tod seines Vaters, den er zu verarbeiten hat nicht genug persönliche Probleme hätte - verbeißt sich der Steiger in einen Fall, der schon längst geschlossen ist, der Täter ist verurteit: ein Afrikaner, der für den Sex-Mord an einer Minderjährigen im Knast sitzt. Aber war wirklich alles so, wie es angeklagt wurde? Der Steiger findet schnell heraus, dass einiges nicht so gewesen ist, wie es in der Anklageschrift stand. Aber was ist dann wirklich geschehen in derr Nacht, als die Minderjährige verschwnad und ermordet wurde? Das klingt jetzt vom Plot her ein bisschen nach dem Krimi der Woche aus dem ARD-Programm. Dass hinter der scheinbar so oberflächlich, so beiläufig daherkommend erzählten Geschichte etwas anderes, tiefergehendes steckt, ahnen wir spätestens, wenn wir immer wieder den Steiger verlassen und die Geschichte zweier Jungen aus dem Jahr 1980 erzählt bekommen - die natürlich im Zusammenhang mit dem Fall des Jahres 2011 steht. Wieder besticht Norbert Horst mit einer dichten Prosa, mit viel Polizeiatmosphäre und einem perfekt entworfenen, spannenden Geschichte. Er ist eindeutig einer der besten deutschen Krimi-Autoren.

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