Norbert Hummelt

 4,7 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Wie Gedichte entstehen, 1922 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Norbert Hummelt

Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss, lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Zuletzt erschienen Der Atlas der Erinnerung (2018) und der Gedichtband Sonnengesang (2020).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Norbert Hummelt

Cover des Buches Wie Gedichte entstehen (ISBN: 9783630621661)

Wie Gedichte entstehen

 (4)
Erschienen am 01.12.2009
Cover des Buches Die Gedichte (ISBN: 9783630872148)

Die Gedichte

 (3)
Erschienen am 22.09.2005
Cover des Buches 1922 (ISBN: 9783630876542)

1922

 (3)
Erschienen am 28.02.2022
Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783630875217)

Fegefeuer

 (2)
Erschienen am 24.10.2016
Cover des Buches Sonnengesang (ISBN: 9783630876306)

Sonnengesang

 (1)
Erschienen am 24.02.2020
Cover des Buches Stille Quellen (ISBN: 9783641033552)

Stille Quellen

 (1)
Erschienen am 02.10.2009
Cover des Buches Totentanz (ISBN: 9783641016333)

Totentanz

 (1)
Erschienen am 26.01.2009
Cover des Buches Zeichen im Schnee (ISBN: 9783630620053)

Zeichen im Schnee

 (1)
Erschienen am 19.03.2001

Neue Rezensionen zu Norbert Hummelt

Cover des Buches 1922 (ISBN: 9783630876542)
YukBooks avatar

Rezension zu "1922" von Norbert Hummelt

Schlüsseljahr der modernen Literatur
YukBookvor 6 Monaten

Dieses Buch hat mich an eines von Florian Illies erinnert. Diesmal wird jedoch nicht das Jahr 1913, sondern 1922 porträtiert. Der Untertitel macht neugierig. Warum ist es für Norbert Hummelt ein „Wunderjahr der Worte“?

Die Frage beantwortet er uns in zahlreichen Geschichten und Anekdoten, die vor allem um die Entstehung der zwei Werke „Ulysses“ von James Joyce und „The Waste Land" von T.S. Eliot kreisen, aber auch um den Schaffensrausch und Schaffenskrisen weiterer Literaten wie Rainer Maria Rilke, Virginia Woolf, Ezra Pound oder Katherine Mansfield. 

Die Lektüre ist sehr kontrastreich: Alltagsrituale, körperliche Leiden, zufällige Begegnungen und Rivalitäten zwischen den Schriftstellern wechseln sich ab mit einschneidenden politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Schlaglichtern. Eine ungewöhnliche Teemischung, die sich Rilke aufgießt, findet ebenso Erwähnung wie eine Vortragsreihe von Albert Einstein im Fernen Osten.

Bei den vielen Sprüngen und Ortswechseln kann einem schon ein wenig schwindlig werden. Zum Glück lockert Norbert Hummelt mit seinem Humor und Plauderton die Informationsfülle auf und machte mir begreiflich, warum 1922 ein Schlüsseljahr der modernen Literatur war.

Kommentare: 5
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Cover des Buches 1922 (ISBN: 9783630876542)
Ritjas avatar

Rezension zu "1922" von Norbert Hummelt

Lesenswert.
Ritjavor 9 Monaten

Für jeden Geschichts- und Literaturliebhaber könnte dieses Buch eine wahre Freude sein. Meine war es. Ich bin abgetaucht in das 1922. Während meiner Reise durch das Jahr 1922 begegnete ich James Joyce und Virgina Woolf, auch T.S. Eliot war dabei, aber auch die berühmte Sylvia Beach und deren noch bekanntere Buchhandlung Shakespeare & Company.

Ich reiste einmal quer durch Europa, erfuhr von der Schaffung vieler Romane, Geschichten und Gedichten und lernte die Schriftsteller:innen etwas näher kennen. Viele Zusammenhänge und Verknüpfungen waren mir nicht bekannt, so dass ich immer wieder überrascht wurde. Das machte auch das Buch auch so interessant und spannend. Schon damals gab es viele Befindlichkeiten, Eifersüchteleien und Streits unter den Schriftsteller:innen. Nur schrieb man sich noch Briefe und setzte keinen Tweet ab. Immer wieder tauchte das wohl bekannteste Werk von James Joyce auf. "Ulysses". Ich habe den Kampf, um das Lesen des Gesamtwerkes verloren, konnte mich aber dank dieses Buches trösten. Viele bekannte Autor:innen aus dieser Zeit empfanden es als "unlesbar". Die Diskussion um das Buch kannte ich schon aus Sylvia Beachs Buch "Shakespeare & Company", aber der Autor Norbert Hummelt hat sie noch einmal aus verschiedenen Perspektiven aufgegriffen und so das Bild abgerundet.

Für mich war die Reise durch die Geschichte, der Politik und der Literatur aus dem Jahr 1922 eine Freude. Ich habe es gern gelesen. Dank des schönen und gut zu lesenden Schreibstils des Autor konnte man wunderbar abtauchen und die Reise genießen.


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Cover des Buches Stille Quellen (ISBN: 9783630620749)
Magicsunsets avatar

Rezension zu "Stille Quellen" von Norbert Hummelt

Spurensuche in Erinnerung und Gegenwart
Magicsunsetvor 3 Jahren

 „die tropfkerzen brannten gefährlich herunter

du hingst nur da u. drücktest auf repeat

kein blick nach draußen, keine fremdwahrnehmung

für eine weile, die sich endlos zieht“

(Zitat, Ausschnitt aus „entfernte musik ..“, Seite 81)

 

Inhalt

Dieser Gedichtband ist vier übergeordnete Abschnitte gegliedert, und endet mit einem Epilog. Der erste Abschnitt, „stille quellen“ gibt dem Buch den Titel. Die meisten Gedichte dieser Sammlung sind zwischen Dezember 2000 und September 2003 entstanden.

 

Themen und Sprache

Es geht um Erinnerungen, die eigenen Wurzeln, Momentbilder aus der Kindheit, ins Heute versetzt, um Liebe, Einsamkeit, Alter. Es sind besondere Augenblicke, ein Naturerlebnis, ein Alltagsgegenstand, welche die Gedanken auf die Reise schicken, die dann oft ernüchtert wieder in die Situation im Jetzt zurückkehren.

Die besondere Sprache dieser Gedichte malt Bilder, verknüpft Dinge, Eindrücke, Gefühle völlig unerwartet neu, interpretiert mit einem oft überraschenden Schlussgedanken.

 

Fazit

Gedichte in einer modernen lyrischen Sprache, in der nicht die bekannten Vers- und Reimformen zählen, sondern die freie Entfaltung der Worte in einer besonderen Melodie der Sprache. Nachdenklich, mit einer leisen Melancholie, führen diese Gedichte auch in die eigene Erinnerung.

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