Norbert Klugmann Die Adler von Lübeck

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Inhaltsangabe zu „Die Adler von Lübeck“ von Norbert Klugmann

Lübeck 1602. Nach dem mysteriösen Tod des ebenso erfolgreichen wie gehassten Reeders und Werftbesitzers Rosländer rätselt die Stadt, was mit seinem Unternehmen passieren wird. Doch statt die Werft zu verkaufen, plant die Witwe Anna, ein Schiff zu bauen, wie es Lübeck, die Hanse und der Raum um das Baltische Meer noch nicht gesehen haben. Das Schiff soll sogar noch größer werden als die legendäre „Adler von Lübeck“.
Die Lübecker Kaufleute sind empört, sprechen von Größenwahn und fürchten um ihre Geschäfte. Nur die Hebamme Trine Deichmann und ihre Freundinnen stehen auf Annas Seite. Ihre Hilfe kommt zur rechten Zeit, denn auf der Rosländer-Werft geschehen merkwürdige Dinge …

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  • Rezension zu "Die Adler von Lübeck" von Norbert Klugmann

    Die Adler von Lübeck

    Rory Gilmore

    15. February 2010 um 14:42

    Das Buch hat ein sehr ansprechendes Cover, es wirkt richtig historisch. Ein kleines Bild zeigt zwei Frauen, eine schreibt, die andere wirkt, als würde sie aufpassen, dass keiner kommt. Ansonsten ist es ein schwarzes Cover mit grünen Segelbooten drauf, die erst bei genauerem Betrachten auffallen. Anna Rosländer ist die Witwe vom Reeder und Werftbesitzer Rosländer, der durch seinen großen Erfolg und sein oft ungehobeltes Benehmen sehr viel Neid und Hass auf sich gezogen hat. Nach seinem, noch immer ungeklärten, Tod will seine Frau, zu seinem Gedenken, ein Schiff bauen. Ein noch größeres Schiff als die "Adler von Lübeck" Die alten Neider fühlen sich angegriffen und wollen Annas Pläne durchkreuzen. Auf der Werft geschehen merkwürdige Dinge und der Bau des Schiffes gerät in Gefahr. Anna hat zum Glück aber einige Frauen auf ihrer Seite, vor allem die Hebamme Trine Deichmann, die sich durch ihre Umsicht und Scharfsinnigkeit als große Hilfe erweist. Aber auch die anderen Frauen sind als Quelle der Information und als Freundinnen von großem Nutzen. Das erste Kapitel hat mich etwas überrascht. Ich habe erwartet, mich direkt im Lübecker Hafen einzufinden und bin stattdessen in der Wüste gelandet. Das Geheimnis um diesen Einstieg lüftet sich im Laufe des Buches und ist eine sehr schöne Idee, wie ich finde. Die Geschichte hat mich gleich gefangen genommen und direkt ins Jahr 1602 katapultiert. Als Norddeutsche kam da sehr viel Heimatgefühl auf. Anna Rosländer ist ein wahnsinnig beeindruckender Charakter und auch die Einflechtung von Trine Deichmann und den Freundinnen ist sehr gut gelungen. Schön fand ich beim Lesen auch, wie sehr Norbert Klugmann es schafft, mit nur wenigen Worten jemanden wahnsinnig unsympathisch werden zu lassen. Der Autor hat mit Wortwitz und viel Raum für Fantasie die Charaktere lebendig werden lassen. Das Einzige, was mich persönlich gestört hat, ist die Masse an Charakteren. Es werden immer neue Figuren mit in die Geschichte gezogen, bei denen mir im Nachhinein leider der Bezug fehlt. Was mich besonders überrascht hat, war das Ende des Buches. Die Lösung fand ich wirklich genial. Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Geschichte um die Hebamme Trine Deichmann. Den ersten Teil „Die Tochter des Salzhändlers“ habe ich leider noch nicht gelesen, werde es aber auf jeden Fall nachholen.

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