Norbert Klugmann Doctor Boff

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Inhaltsangabe zu „Doctor Boff“ von Norbert Klugmann

Halle 1732. Ein Rasender fällt über den allseits beliebten Stadtphysicus Tänzer her und prügelt wie ein Berserker auf ihn ein. Tänzer wird bewusstlos nach Hause getragen und ringt wochenlang mit dem Tod. Der Angreifer, Roderich Hoppe, ist rasch ergriffen und wartet im städtischen Kerker auf seine Strafe. Dass er Tänzer vorwirft, seine Frau falsch behandelt zu haben, wird ihm nichts nützen.
Doch wer soll sich nun um die Patientinnen des Stadtphysicus kümmern? Zum Glück weilt der weitgereiste Medicus Albrecht Boff gerade in der Stadt an der Saale und ist bereit, Tänzers Aufgaben eine Weile zu versehen. Rasch gelingt es ihm, die misstrauische Hallenser Damenwelt für sich einzunehmen, von der Hausmagd bis zur Fürstin. Dabei helfen ihm Stine, die altgediente Gehilfin des Stadtphysicus, und Hermine, die wunderschöne Hebamme, die zu jedem nett ist, außer zu Boff.
Allerdings sind Boffs Ansichten und Methoden ungewöhnlich. Er nimmt den eigenwilligen jungen Arzt Rohwedder auf, der sich ständig mit Leichen befasst. Und er hat auch keine Scheu, mit den traditionellen Heilern zusammenzuarbeiten. Im Gegensatz zu den Patientinnen beäugen Stadtregierung und Ärzteschaft das Treiben Boffs misstrauisch.
Als Tänzer nach Wochen völlig überraschend die Augen aufschlägt und Hoppe kurz darauf aus dem Gefängnis flieht, löst das einen Strudel städtischer Intrigen und Machtkämpfe aus, der Boff und seine Verbündeten zu verschlingen droht.

Fazit: Ein unterhaltsamer und teilweise sogar sehr spannend erzählter Historischer Roman, der einem einen sehr guten Einblick in die Welt der Medizin und des Heilens im 18. Jahrhundert gibt und zudem mit ausgereiften, authentisch agierenden Charakteren aufwarten kann.

— Bellexr

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  • Doctor Boff - Weiberkrankheiten

    Doctor Boff

    Themistokeles

    11. September 2013 um 11:13

    Was ich an diesem Buch wohl mit am seltsamsten und in gewissem Maße auch irritierend finde, ist einfach der Titel. Er passt zwar irgendwie zu dem Roman, da der Protagonist schließlich ein Arzt für Frauen ist und das auch innerhalb des Buches zwar ein wichtiges Thema ist, aber trotzdem finde ich ihn einfach eher unsympathisch und ich kann mir vorstellen, dass mancher das Buch aufgrund des Titels nicht unbedingt in die Hand nehmen würde. Und das, obwohl die Geschichte eigentlich recht gut ist und sich weniger mit den Krankheiten an sich, als mit der medizinischen Versorgung der Stadt Halle, vor allen Dingen im Bereich auch des Arztes extra für Frauen und der Arztsituation im Allgemeinen beschäftigt. Wobei es durchaus in einigen Punkten auch ziemlich politisch wird. Allgemein ist der Roman eher in einem etwas nüchternen Stil gehalten und beschreibt einfach sehr viel, was nicht jedem gefallen wird, aber einem wird dadurch die Stadt Halle und auch die medizinische Situation diese Zeit näher gebracht. Man lernt einfach verdammt viel, wie Medizin damals von der Bevölkerung gesehen wird, wie auch, wie die Ärzte damals vorgegangen sind. Und dabei hat man immer im Hintergrund noch die Spannung, die rund um das Amt des Stadtphysikus vorhanden ist und vor allen Dingen auch die Frage, was mit Tänzer passieren wird, der im Koma liegt und wie es weitergehen wird, wenn der Stadtphysikus nicht mehr aufwachen wird. Allgemein sind die Charaktere sehr schön und auch zur Zeit sehr passend beschrieben, wobei vor allen Dingen eher bei den Nebencharakteren so manche doch sehr interessante Person auftritt, die ich teils deutlich spannender und interessanter fand, als Boff selbst. Auch wenn er ein sehr angenehmer Protagonist war, auch wenn manchmal auch ein wenig desinteressiert an allem wirkt bzw. wenig mit involviert. Der mir jedoch sympathischste Charakter war Boffs Haushälterin und Kollegin als Hebamme, Hermine. Dieser sehr starke, resolute und doch auch ein wenig angepasste weibliche Charakter hat das Buch, welches doch aufgrund der Zeit, in der es spielt, relativ männlich besetzt war, ziemlich bereichert. Auf jeden Fall mal ein ganz anderes historisches Buch, das mit bekannten Dingen spielt, der historischen Atmosphäre, Intrigen etc. aber durch seinen Stil einfach sehr anders ist. Um das Buch zu mögen, muss man sich erst an den etwas nüchternen Stil gewöhnen, hat man das aber einmal geschafft, dann ist das Buch sogar ehrlich ganz gut.

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  • Rezension zu "Doctor Boff" von Norbert Klugmann

    Doctor Boff

    AlineWirths

    19. November 2012 um 13:29

    Meine Meinung Auch hier hatte ich teilweise Schwierigkeiten dem Text zu folgen. Sehr füllig, allerdings muss ich sagen, nicht uninteressant. Das Thema hat schon was sehr faszinierendes. Das einzige, was ich hier bemägeln würde, ist die Tatsache, das hier mehr Machtgehabe als Krankheiten auftauchen. Der Krieg, die Intrigen, das alles lässt den Doc kalt, auch wenn hier viel von geschrieben wird. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, allerdings lässt das schnell nach und man kann der Geschichte folgen. Sie plänkert fröhlich vor sich hin und man lernt auch die Stadt Halle sehr gut kennen. Interessant auch die medizinische Versorgung zu dieser Zeit. Soweit ich gehört habe, soll dies der Auftakt zu einer Triologie sein. Das lässt doch sicher noch ein wenig mehr erwarten. Das Buch als solches kann man aber gut als eingenes lesen. Sie hat Anfang, Mittelteil und Schluss und zeigt eine sehr gute Recherche. Die Figuren sind zeitgemäss und interessant. Sie entwickeln sich mit der Story und es macht Spaß dieser zu folgen. Man verliert nicht den Überblick und Nebendarsteller bleiben diese auch. So wird man nicht überschwemmt mit neuen Charas. Erwähnenswert ist auch, das man hier nicht mit Reizüberflutung rechnen muss. Die technischen Details werden gut eingearbeitet. Der Einblick in die Medizin, wie schwer es für die Armen war, in das Stadtleben, wie sehr man in Intrigen verstrickt wird, wenn man nicht so arbeitet, wie sich der rat es sich vielleicht wünscht, die damaligen Begebenheiten, all das macht das Buch aus. Fazit Also für alle Historienfans ein Muss an Lektüre. Ich danke dem Sutton - Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

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  • Rezension zu "Doctor Boff" von Norbert Klugmann

    Doctor Boff

    Bellexr

    06. September 2012 um 16:37

    Der neue Stadtphysicus von Halle . Halle im Jahr 1732. Der beliebte Stadtphysicus Tänzer wird von einem Unbekannten auf offener Straße schwer verprügelt. Tänzer überlebt den Anschlag nur knapp, fällt allerdings ins Koma, der Angreifer wird geschnappt und in den Kerker gesperrt. Die Ratsherren der Stadt sind ratlos. Wer soll nun die Arbeit des Stadtphysicus übernehmen? Da kommt ihnen der Medicus Albrecht Boff gerade recht, der eigentlich nur auf der Durchreise ist. Boff übernimmt vorübergehend die Aufgaben von Tänzer bis dieser sich wieder erholt hat. Der Arzt für Frauenkrankheiten hat mit seiner aufgeschlossenen, ehrlichen Art bald die komplette Frauenwelt Halles auf seine Seite gezogen, auch die Ratsherren sind mit seiner Arbeit anfangs sehr zufrieden. Doch dann beginnt Boff einige Neuerungen einzuführen mit denen die Stadtregierung nicht einverstanden ist. Es beginnen Intrigen und politische Machtkämpfe und dann wacht Tänzer aus dem Koma auf. . Hier ist der Titel des Buches wirklich Programm. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die medizinische Versorgung einer Stadt Anfang des 18. Jahrhunderts. Zwar legt Norbert Klugmann den Schwerpunkt auf die Behandlung von Frauenkrankheiten, zeigt aber auch auf, wie die medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung zur damaligen Zeit erfolgte. Mit welchen Schwierigkeiten gerade ärmere Menschen zu kämpfen hatten, die sich keinen Besuch bei einem Mediziner leisten konnten und auf die Gunst der Heiler angewiesen waren. Aber auch das Kompetenzgerangel wie auch die Missgunst, welche zwischen Heilern und Medizinern bestand, erzählt der Autor informativ und jederzeit sehr unterhaltsam. . In einem teilweise fast sachlichen, distanzierten, dennoch immer flüssigen und durchaus fesselnden Schreibstil schildert der Autor so die Erlebnisse des Mediziners Albrecht Boff in Halle an der Saale. Durch Erfahrungen, welche Boff auf seinen vielen Reisen gemacht hat, führt er im Verlauf seiner Amtszeit einige Neuerungen in der medizinischen Versorgung der Stadt ein. So engagiert er die schöne Hebamme Hermine, die bald seine rechte Hand wird und eine eigene Praxis in Boffs Haus eröffnet. Und auch den doch sehr eigenwilligen jungen Arzt Rohwedder, der sich am liebsten mit Leichen beschäftigt, nimmt der Stadtphysicus unter seine Fittiche. Auch den nicht gerade angesehenen Heilern gibt er eine Chance, was den Oberen der Stadt wie auch der Ärzteschaft in Halle ein absoluter Dorn im Auge ist. Doch Boff lässt sich nicht beirren: geradlinig, ehrlich und kompromisslos geht er seinen Weg und findet durch seine aufgeschlossene, sensible und hilfsbereite Art schnell das Vertrauen der Frauen des höheren Standes. Was seine Stellung in der Stadt natürlich entscheidend verbessert. Aber auch die ärmere weibliche Bevölkerung bekommt von ihm gleichwertige Beachtung geschenkt und so wird das Ärztehaus von Boff bald zum meistbesuchtem Haus der Stadt, in der ein reger Austausch von Klatsch und Neuigkeiten erfolgt. . Es dauert zwar ein wenig, aber dann hat man sich an den Schreibstil von Norbert Klugmann gewöhnt, denn es gelingt dem Autor problemlos, einem schnell ein Bild von Halle und seinen Einwohnern vor Augen zu führen. Hinzu kommt, dass der Autor seinen Charakteren rasch ein Profil gibt und zudem recht eigenwillige und absolut authentisch agierende Personen geschaffen hat. Stellenweise blitzt immer mal wieder ein wunderbarer Wortwitz auf, vor allem dann, wenn Boff sich einmal mehr auf ein Streitgespräch mit dem jungen Arzt Rohwedder einlässt. Ein gutes Gespür zeigt Norbert Klugmann auch bei der Darstellung der Stadtregierung, die natürlich mithilfe politischer Intrigen immer auf ihren Vorteil bedacht ist und ständig versucht, Boff auf ihre Seite zu ziehen. Doch der hochintelligente Mediziner lässt sich auf keine Intrigen und politischen Machtspiele ein, was ihm allerdings bald zum Verhängnis zu werden droht. . Fazit: Ein unterhaltsamer und teilweise sogar sehr spannend erzählter Historischer Roman, der einem einen sehr guten Einblick in die Welt der Medizin und des Heilens im 18. Jahrhundert gibt und zudem mit ausgereiften, authentisch agierenden Charakteren aufwarten kann.

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  • Rezension zu "Doctor Boff" von Norbert Klugmann

    Doctor Boff

    Girdie

    31. August 2012 um 17:33

    Der historische Roman „Doctor Boff - Weiberkranckheiten“ von Norbert Klugmann ist im Sutton Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 282 Seiten mit 52 Kapiteln. Die Erzählung spielt im Jahr 1732 in Halle an der Saale. Dementsprechend zeigt das Cover eine Darstellung der Untersuchung einer Frau zu eben jener Zeit. Im Hintergrund befindet sich die stilisierte Kulisse des Marktplatzes von Halle mit Kirche und Rotem Turm. Der Stadtphysicus Tänzer betreibt eine gutgehende Praxis am Marktplatz in Halle. Er ist Spezialist für Frauenkrankheiten. Eines Tages wird er angegriffen von einem Mann, der ihm die Fehlbehandlung seiner Frau vorwirft. Tänzer fällt aufgrund der Verletzungen ins Koma. Die Stadt sucht nun dringend nach Ersatz für den Physicus. Ihre Wahl fällt auf den weitgereisten und zurzeit in Halle anwesenden Doctor Boff. Er soll vorübergehend die Praxis und die Aufgaben des Stadtphysicus übernehmen. Nach einigen Einwendungen willigt er ein. Dabei beschäftigt er die langjährige Praxishilfe seines Vorgängers Stine weiter, die für den guten Organisationsablauf der Praxis zuständig ist. Zusätzlich engagiert er die ihm bekannte Hebamme Hermine, die ihm während der Untersuchungen als seine rechte Hand dient, da zu dieser Zeit natürlich kein Mann eine Frau abtasten durfte schon gar nicht unter der Kleidung. Einige Frauen schicken auch ihre Männer, die dann Berichten und aufgrund deren Schilderung dann die Behandlung festgesetzt wird. Doctor Boff findet aufgrund seiner Behandlungsmethoden schnell das Vertrauen der Frauen auch höheren Standes, die nach ihm schicken lassen. Als Stadtphysicus gehört es zu seinen Aufgaben sich auch um die in der Stadt weilenden Zahnreißer und Heiler zu kümmern. Er akzeptiert diese und ihre Behandlungsmethoden und gerät dadurch in Gegensatz zur allgemeinen Meinung der Doktoren und Stadtmitarbeiter. So beginnt ein Intrigenspiel gegen ihn. Turbulent wird es, als Tänzer aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Der Roman ist in einem ganz eigenen Stil geschrieben mit stellenweise feinem, hintergründigem Witz. Die Geschichte liest sich flüssig. Etwas verwirrt hat mich, dass es einige Handlungssprünge gibt, bei denen zunächst eine Veränderung beschrieben wird und erst später der Handlungshergang. Der Autor beschreibt treffend wie Boff sich den Erwartungen der Stadt entzieht und seine ganz eigene Art einzubringen vermag. Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, jedoch sieht sich Boff mit seiner Einstellung nicht nur den Mitarbeitern der Stadt sondern letztlich auch der gesamten Ärzteschaft von Halle gegenüber. Norbert Klugmann schafft mit Doctor Boff einen starken Charakter, dessen Vergangenheit zwar nicht vollständig zur Neugier des Lesers aufgedeckt wird, der jedoch Sympathien aufgrund seiner Haltung für sich zu gewinnen weiß. Auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft Anfang des 18. Jahrhunderts in der ihr der Zugang zur Universität und so auch beispielsweise einer Tätigkeit als Ärztin verschlossen bleibt bringt der Autor anhand der Schilderung starker Frauencharaktere in die Geschehnisse mit ein. Da ist z.B. die Frau des Rektors, die aufgrund dieser Eigenschaft Vorlesungen besucht oder Hermine, die wie alle Hebammen dieser Zeit unabhängig praktizieren darf. Mir hat der Roman gut gefallen und ich empfehle ihn allen Lesern des Genres uneingeschränkt weiter.

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