Norbert Krüger Das Ende der Leichtigkeit

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Inhaltsangabe zu „Das Ende der Leichtigkeit“ von Norbert Krüger

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  • Über die Unfähigkeit, die Gefühle eines Opfers und die eigenen auszuhalten …

    Das Ende der Leichtigkeit
    Leevke

    Leevke

    18. August 2016 um 22:02

    Es gibt Bücher, die wirken nach, die nehmen mich mit in ihre Welt. Das Buch „Das Ende der Leichtigkeit“ von Norbert Krüger ist für mich so ein Buch. Die Personen: Stefan, Suzanne, Larbaud u.a. Die Schauplätze: Paris, Hamburg, Korfu Die Geschichte: Für mich die Geschichte Stefans, der sich auf eine Reise begibt, die so ganz anders sich entwickelt, als er es sich vorgenommen und vorgestellt  hat. Und das kommt so: Sowohl Stefan als auch Suzanne leben ihre Leben mal in Hamburg und  mal in Paris. Stefan lernt Suzanne kennen, als er sie im Auto von Hamburg nach Paris mitnimmt. Schon während dieser Fahrt fällt ihm ihr bisweilen widersprüchliches und unberechenbares Verhalten auf, so reagiert sie ängstlich und misstrauisch, als er - für sie unvermittelt - von der Autobahn auf die Landstraße wechselt und kann aber wenig später völlig selbstbewusst und resolut Stefans Musik ausschalten und dafür Kassetten ihrer gänzlich anderen Musik einlegen. (Kurze Zwischenbemerkung: Es lohnt sich, den Roman nicht nur zu lesen, sondern  sich auch mit der erwähnten Musik zu beschäftigen. Dafür hat Norbert Krüger auf der Homepage des Buches (www.das-Ende-der-Leichtigkeit.de)  eine Seite über die im Buch erwähnte Musik eingerichtet mit Hintergrundinformationen und  Playlist). Dieses – für Stefan nicht verständliche -  Verhalten Suzanns reizt ihn, sie näher kennenlernen zu wollen und veranlasst ihn, nach seiner Rückkehr nach Hamburg, Kontakt zu ihr aufzunehmen und sich mit ihr zu verabreden. Obwohl sie sich mehrmals treffen, ändert sich nichts an ihrem bisweilen schroffen, distanzierten Verhalten ihm gegenüber, bis zu dem Moment, als sie sich öffnet und ihm die Geschichte ihrer Vergewaltigung erzählt, einige Jahre zuvor, während eines Urlaubs auf Korfu.  Mit so einer Geschichte hat er nicht gerechnet. Nach dem ersten Schock entschließt er sich, gegen den Widerstand von Suzanne und trotz des Risikos, die gerade beginnende Freundschaft zu verlieren, nach Korfu zu reisen und den Täter zu stellen.Was für eine Idee! den Vergewaltiger nach 3 Jahren zur Rechenschaft ziehen zu wollen Hat schon jemals ein Mann so eine Idee auch in die Tat umgesetzt? Gedacht? Sicherlich. Gewünscht, phantasiert? Auch. Aber den Rachegedanken und der Wut gefolgt – nach so langer Zeit und nicht direkt Betroffener?   Stefan jedenfalls entscheidet sich für diese eine, von sicherlich mehreren, denkbaren und möglichen, Reaktionen.  Und damit gibt der Autor Norbert Krüger den Lesern die Möglichkeit, Stefan sozusagen die eigenen Gefühle der Hilflosigkeit und der Wut mit auf diese Reise zu geben und zu sehen, was passiert. …. Es passiert einiges: Überraschendes, Naheliegendes und weniger leicht  Nachvollziehbares. Dabei wird Stefan mit sich selbst konfrontiert und begegnet  bisher unbekannten Aspekten und Brüchen seiner Persönlichkeit. Ohne mit Schuldzuweisungen zu arbeiten, erzählt dieser Roman, nicht nur unterschiedliche Umgehensweisen mit einer Vergewaltigung und ihrer Geschichte, so wie sie im Leben eben auch vorkommen können, sondern zeigt auch  die Unfähigkeit vieler Menschen, die Gefühle des Opfers und die eigenen auszuhalten und  zugewandt und angemessen zu reagieren. Und ich als Leser oder Leserin kann, wenn ich möchte, mich in meinen Gedanken tiefgehender mit einzelnen Aspekten beschäftigen und selber Antworten, Einstellung finden. Das Buch liefert keine fertigen Antworten oder gar moralische Wertmaßstäbe. Faszinierend finde ich, mit welcher Leichtigkeit, und dabei ist das gar nicht leicht, Schlichtheit und Selbstverständlichkeit der Autor philosophische Gespräche formuliert. Norbert Krüger ist, wie ich finde, ein schönes Buch gelungen, in einem gefälligen Stil geschrieben,  bisweilen auch mit einer humorvollen Distanz, und es gefällt mir sehr.  

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  • Rezension zu "Das Ende der Leichtigkeit: Roman" von Norbert Krüger

    Das Ende der Leichtigkeit
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    21. September 2012 um 19:25

    Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Stephan lernt Suzanne durch eine Mitfahrgelegenheit auf der Fahrt nach Paris kennen. Schon da bemerkt er, dass sie in bestimmten Situationen untypisch reagiert. Durch Zufall treffen sie sich in Paris wieder und Suzanne gibt ihm ihre Nummer von Hamburg. Stephan, kaum nach Hamburg zurückgekehrt, ruft Suzanne an und will sich mit ihr verabreden. Sie treffen sich immer wieder, ein halbes Jahr, ohne jedoch körperlich Kontakt aufzunehmen. Stephan ist das eines Tages nicht mehr genug, so dass sich Suzanne eines Tages aufrafft und ihm eine Geschichte erzählt, die auf Korfu ihr Leben für immer verändert hat. Stephan sieht rot und macht sich auf den Weg nach Korfu, um Suzanne zu rächen ... Mit diesem Buch hat sich Norbert Krüger an ein Thema gewagt, über das nicht so oft geschrieben wird - Vergewaltigung. Er zeigt Aspekte bzw. Situationen auf, in denen ein Mann zum Vergewaltiger werden kann. Ohne sie zu werten, zeigt er, wie es dazu kommen kann. Stephan, der nach Korfu fährt, um dort an Larbaud, dem Vergewaltiger von Suzanne Rache zu nehmen, macht gerade dort seine eigenen Erfahrungen mit einer Vergewaltigung. Sein ganzer Plan platzt, als er Larbaud selbst kennenlernt und die beiden Freunde werden. Diesen Sachverhalt für sich konnte ich so gar nicht nachvollziehen, das erscheint mir persönlich als nicht real. Als Stephan dann selbst fast zum Vergewaltiger wird und die Rede auf Spiro kam, stellte sich mir die Frage, ob denn jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger ist. Mit den Protagonisten bin ich leider gar nicht warm geworden. Stephan selbst verkehrt in Kreisen, die ich nicht nachvollziehen kann und er erscheint mir vom Wesen her zu widersprüchlich. Suzanne ist so in sich gekehrt und auf sich bezogen, so dass ich auch zu ihr keinen wirklichen Zugang finden konnte. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich in die Geschichte hineinfand. Mir wurde anfangs "zuviel geschrieben", ohne dass etwas passierte. Alles was vor Stephans Ankunft in Korfu geschah, ist leider an mir vorbeigeplätschert. Ich habe irgendwo den Vergleich gelesen mit Woody Allen und genau das trifft hier für dieses Buch zu. Woody Allen mag und versteht man oder nicht. Ich für meinen Teil bin kein Fan von Woody Allen. Auch an diesem Buch werden sich meiner Meinung nach die Geister scheiden. Wer das intellektuelle und tiefgründige mag, für den ist das genau das richtige Buch und der wird auch Zugang dazu bekommen.

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