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Tectum_Verlag

vor 1 Jahr

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Liebe Lovelybooker,
unsere Leserunde beschäftigt sich mit dem Thema Wachstum und verabschiedet sich vom immer weiteren Wachstumsgedanken.
Irgendwann ist genug genug. Warum wir uns vom Wachstumsgedanken verabschieden sollten und was viel mehr Sinn macht, erläutert unser Autor Norbert Nicoll in seinem Buch "Adieu, Wachstum! Das Ende einer Erfolgsgeschichte".
Wir sind gespannt auf eure Meinungen!
Euer Lovelybooks-Team vom Tectum Verlag

Autor: Norbert Nicoll
Buch: Adieu, Wachstum!

wampy

vor 1 Jahr

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Das Thema Wachstum der Wirtschaft interessiert mich sehr. Irgendwie kann es so nicht weitergehen, einige Ressourcen sind schon aufgebraucht oder stehen kurz davor und die Hoffnung, dass es dann wieder was Neues gibt, scheint mir sehr optimistisch zu sein. An einem regen Gedankenaustausch bin ich sehr interessiert. Also rein in den Lostopf.

lucia93

vor 1 Jahr

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Ich finde dieses Thema sehr interessant und vor allem wichtig. Daher würde ich sehr gerne mitlesen.

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lucia93

vor 10 Monaten

Abschnitt 2: S. 49-130
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Ich habe zu dem Thema Recycling noch ein paar Anmerkungen:

Ich habe mir die Frage gestellt, ob es wirklich Sinn macht wenn man den Müll trennt. Ich habe mal irgendwo gehört, dass der Müll sowieso durcheinander gemischt wird. Kann mir das aber nicht so wirklich vorstellen, weil es ja die Mülltrennungsanlagen gibt. Ich habe schon die Hoffnung, dass sich die Mühe den Müll zu trennen lohnt.
Ich finde es aber so krass, dass andere Länder ihren Müll einfach irgendwohin kippen. Bringt es da dann überhaupt viel wenn in Deutschland größtenteils auf richtige Entsorgung geachtet wird?

Die Produkte werden ja extra so gebaut, dass sie schnell kaputt gehen und man somit gezwungen ist, immer neues zu kaufen.
Macht es mehr Sinn eine ältere Waschmaschine, die mehr Energie benötigt als neuere Modelle, aber noch sehr gut funktioniert zu behalten oder diese zu entsorgen und sich ein energiesparenderes Modell zu kaufen?
Weil bei der Entsorgung eben auch Energie benötigt wird und das auch nicht so gut für die Umwelt ist. Und es wäre ja auch Verschwendung, wenn man etwas funktionstüchtiges wegwirft.

lucia93

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46
@norbertnicoll

Vielen Dank für die interessanten Antworten. Tut mir Leid, dass ich erst jetzt so verspätet antworte.

Ich habe zum 2. und 3. Abschnitt gerade noch ein paar Fragen gestellt :)

norbertnicoll

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46

Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Fragen. Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen auf alle Punkte einzugehen.

Ich beginne mit den Fragen zum Thema Recycling.

Es steht außer Frage, dass es sinnvoll ist, auf die richtige Entsorgung zu achten. Im Müll finden sich viele Wertstoffe. Wenn auf die Entsorgung geachtet wird, können viele Wertstoffe zumindest teilweise zurückgewonnen werden.

Grundsätzlich ist Mülltrennung sinnvoll. Wie die Mülltrennung in Ihrer Region gehandhabt wird, kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Klar ist: Nicht alle europäischen Länder/Regionen haben gute Mülltrennungssysteme – Deutschland ist allerdings auf einem relativ guten Stand.

Eine pauschale Antwort ist auch bei der Waschmaschine schwierig. Es kann sinnvoll sein, die alte Waschmaschine zu behalten. Es hängt von vielen Variablen ab. Wie alt ist die alte Maschine? Wie oft wird sie pro Woche genutzt? Klar ist: Für die Herstellung der neuen Waschmaschine gab es einen erheblichen Ressourcen- und Energieverbrauch. Doch wie hoch dieser Verbrauch war, erfährt man nicht. Der Verbrauch kann sich von Modell zu Modell unterscheiden. Die Entscheidung ist also keine leichte ...

Ich melde mich in einigen Tagen wieder. Bis dahin wünsche ich allen frohe Weihnachten!

lucia93

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46
@norbertnicoll

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Das beruhigt mich sehr, dass die Mülltrennung in Deutschland tatsächlich Sinn macht.

Ich wünsche allen ebenfalls frohe Weihnachten.

norbertnicoll

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46

Wie versprochen, melde ich mich nach den Feiertagen wieder!

Ich möchte noch einmal kurz die Frage der Mülltrennung aufgreifen.

Dieser Artikel (https://utopia.de/0/ratgeber/das-geruecht-teil-2-muelltrennen-ist-komplett-sinnlos) ergänzt das Geschriebene von Freitag. Der Text beschreibt die Situation der Stadt München.

Zur Minimalismusfrage sei angemerkt: Ich habe auch den Eindruck, dass es einen glücklicher und freier macht, sich von dem ganzen Ballast zu befreien. Immer mehr Menschen leben sehr bewusst und schrauben ihren Konsum herunter. Die große Masse ist das freilich noch nicht. Wichtig ist allerdings, dass Menschen mit einem guten Beispiel vorangehen und zeigen, dass ein anderer Lebensstil funktioniert. Gelebte Praxis ist außerordentlich wichtig.

Dass 95 Prozent aller Bedürfnisse absolute Bedürfnisse sind, steht tatsächlich im Buch. Die Verwirrung rührt, so denke ich, daher, dass im 17. Kapitel verschiedene Perspektiven eröffnet werden, die nicht total kompatibel sind. Thorstein Veblen, dessen Überlegungen kurz umrissen werden, geht von einem höheren Anteil des Geltungskonsums aus. Er würde, wenn er noch am Leben wäre, das Verhältnis zwischen absoluten und relativen Bedürfnissen nicht bei 95:5 ansetzen.

Eine Antwort auf die allgemeine Frage ist wiederum etwas schwierig. Die Feststellung, dass viele Menschen egoistisch sind und nicht an die Umwelt oder andere Menschen denken, mag sicher in vielen Fällen stimmen. Und richtig ist sicher auch die Beobachtung, dass viele Menschen auch etwas tun – also Projekte auf den Weg bringen. Vermutlich wird diese zweite Gruppe immer größer werden. Ob das reicht, kann heute niemand mit Gewissheit sagen. Klar ist, dass wir mittlerweile ein sehr enges Zeitfenster haben. Klar ist aber auch, dass der Mensch ein vernunftbegabtes, kreatives und mitunter auch sehr dynamisches Wesen ist. Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken!

Zu den Unternehmen sei noch angemerkt: Es gibt sicher Unternehmen, die das Ziel der Nachhaltigkeit ernsthaft verfolgen. Bei ganz vielen Unternehmen ist das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit aber nach meiner Beobachtung leider eine Marketingstrategie. Strukturell liegen die Dinge leider oft so, dass zwischen dem Gewinnstreben und dem Ziel echter Nachhaltigkeit ein Zielkonflikt besteht.

lucia93

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46
@norbertnicoll

Vielen Dank für die schnellen und interessanten Antworten. Ich finde das sehr interessant.

Dann hatte ich das tatsächlich falsch aufgefasst in dem Kapitel, aber jetzt ist mir alles klar :)

Ich finde es oft ziemlich schwierig zu entscheiden, welches Unternehmen ich durch meinen Konsum unterstützen sollte und welches nicht. Da ich nie so genau weiß, ob die Nachhaltigkeitsaktionen nur Marketingmaßnahmen sind oder ob die Unternehmen sich wirklich dafür einsetzen.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr :)

norbertnicoll

vor 10 Monaten

Abschnitt 1: S. 9-46

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr 2017!

Ich weiß nicht, ob das ein Trost ist … Aber mir geht es ganz ähnlich. Auch ich habe mit vielen Konsumentscheidungen so meine Schwierigkeiten, weil über die Herstellung vieler Güter kaum Infos vorliegen. Das wird sich so schnell auch nicht ändern, da die Industrie kaum Interesse an besseren Produktinformationen hat.

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