Norbert Sahrhage Der Mordfall Franziska Spiegel

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Inhaltsangabe zu „Der Mordfall Franziska Spiegel“ von Norbert Sahrhage

August 1948: Kriminalinspektor Zöllner schlägt eine alte Akte auf – den Fall der Jüdin Franziska Spiegel, der nie aufgeklärt wurde. Zwei SS-Männer sollen sie wenige Monate vor Kriegsende im Hücker­holz bei Spenge erschossen haben. Er will die Täter finden. Während der Zeit des Nationalsozia­lismus musste Zöllner seinen Beruf als Polizist aufgeben. Nun trifft er überall auf alte Nazis, auch unter seinen neuen Kollegen. Aber Zöllner bleibt hartnäckig und ermittelt weiter. Als noch ein Mord geschieht, weiß Zöllner, dass er auf der richtigen Spur ist. Schließlich dringt er zu den Tätern vor, aber eine Mauer des Schweigens schützt sie. Eindringlich und mit historischer Genauigkeit beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der national­sozialistischen Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit.

Beeindruckender historischer Kriminalroman, der auf einem wahren Fall beruht

— ech
ech

Ein spannender Krimi, der auf einem wahren Fall beruht und einen Eindruck von der Aufarbeitung der Nazizeit nach 1945 gibt

— Smberge
Smberge

Sachlich, aber spannend.

— skurril
skurril

spannender aber auch berührender Krimi nach einer wahren Begebenheit in der Nazi-Zeit

— janaka
janaka

Ein nüchternes und sachliches Buch, dass gerade deshalb berührt!

— Thaliomee
Thaliomee

Unglaublich bewegendes Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht.

— Pucki60
Pucki60

Und am Ende siegt die Gerechtigkeit? Nicht immer!

— camilla1303
camilla1303

Intensiver Roman eines Mordes an einer Jüdin 1944. Hervorragend!

— Annafrieda
Annafrieda

Hervorragend umgesetzter Kriminalroman nach einer wahren und erschütternden Begebenheit in der NS-Zeit

— Julitraum
Julitraum

Ein wichtiges Buch und ein Blick in eine Geschichte, die man nicht vergessen darf

— Bibliomarie
Bibliomarie

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  • Wo bleibt die Gerechtigkeit?

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    22. March 2017 um 16:39

    Im August 1944 wird die Jüdin Franziska Spiegel ermordet. Es sind Zeiten, in denen keiner ein Interesse hat, die Mord an einer Jüdin zu klären. Vier Jahre tritt Gernot Zöllner wieder seinen Dienst an und bekommt den Fall Spiegel auf den Tisch. Er will die Täter ausfindig machen und kniet sich mächtig in die Sache hinein. Aber es gestaltet sich schwierig, denn bei seinen Befragungen trifft er auf altes Nazis, die nicht daran denken, den Mund aufzumachen. Während des Krieges stramm linientreu, geben sie sich jetzt als Opfer. Mit diesen Einstellungen kommt Zöllner gar nicht zurecht, denn seine jüdische Frau ist vor vielen Jahren mit ihren Eltern nach England geflohen. Als er den Tätern näher kommt, geschieht ein Mord. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Schreibstil ist nüchtern und distanziert, was sehr gut zu diesem Fall passt. Die Ermittlungen sind sehr spannend. Es ist bedrückend, wie sich die alten Seilschaften wieder in ihren Positionen breit machen, immer nach dem Motto „wie sollen wir sonst wieder alles ans Laufen kriegen“. Zöllner will den Fall klären, wahrscheinlich weil er auch persönlich betroffen ist. Aber ich denke, dass er schon immer ein guter Ermittler war, dem die Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Alle Personen wurden gut und authentisch beschrieben. Am Ende zweifelt man daran, dass es wirklich gerecht zugeht. Ein empfehlenswertes Buch.

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  • Beeindruckender historischer Kriminalroman, der auf einem wahren Fall beruht

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    ech

    ech

    21. March 2017 um 11:41

    1944: Die Jüdin Franziska Spiegel wird nach einem Verrat von 2 Männern der SS abgeholt und in einem Waldstück kaltblütig hingerichtet.1948: Der Polizist Gernot Zöllner, selber mit einer Jüdin verheiratet und deshalb von den Nationalsozialisten jahrelang kaltgestellt, tritt seinen Dienst bei der Bielefelder Kriminalpolizei an und wird auf den Fall Spiegel angesetzt. Doch wie soll er den Fall lösen, wenn die alten Seilschaften immer noch bestens funktionieren und seine Arbeit behindern ?Dem Autoren Norbert Sahrhage gelingt hier ein beeindruckener historischer Kriminalroman, der auf einem wahren Fall beruht. In einem betont sachlichen, aber dennoch packenden Schreibstil, der teilweise eher wie eine Reportage und weniger wie ein Roman daherkommt, beschreibt er den einsamen Kampf des Ermittlers, der sich in den Fall förmlich verbeißt und allen Widerständen trotzt. Eine hohe historische Genauigkeit in den Beschreibungen zeugt von der guten und sorgfältigen Recherchearbeit, die hinter diesem Buch steckt. Allerdings geht hinter diesem Schreibstil und dieser Genauigkeit teilweise so ein wenig die Spannung verloren. die zu einem guten Kriminalroman gehört.Dennoch konnte mich dieses Buch unter dem Strich überzeugen und bestens unterhalten. Ein Stoff, der lange nachwirkt und jedem, der Gefallen an historischen Krimis bzw. Romanen findet, absolut zu empfehlen ist.  

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  • Ein wahrer Fall

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Smberge

    Smberge

    21. March 2017 um 11:14

    Inhalt: Die Jüdin Franziska Spiegel führt mit ihrem Mann und ihrem Sohn ein zurückgezogenes Leben in einem abgelegenen Kotten. Sie hat es bisher geschafft bisher, den Naziverfolgern zu entgehen. Am 4. November 1944 wird sie verraten und von 2 Angehörigen der Waffen im nahegelegenen Wald erschossen. Nach dem Krieg, 1948 nimmt sich der Polizist Gernot Zöllner des Falles an. Während der Nazidiktatur musste er aus dem Polizeidienst ausscheiden, da er Sozialdemokrat war und seine Frau als Jüdin aus Deutschland geflohen ist. Bei seinen Ermittlungen stößt Zöllner auf die tatsächlichen Ereignisse und auf eine Mauer des Widerstands gegen seine Ermittlungen. Meine Meinung: Diese Geschichte ist sehr ergreifend, zeigt sie doch deutlich, wie in den Behörden in der Nachkriegszeit gearbeitet wurde. Viele der Polizisten und Kommissare waren auch während der Nazizeit im Polizeidienst und sollten jetzt in einem Fall ermitteln, der einen politischen Hintergrund hatte. Deutlich werden hier auch die Netzwerke der Altnazis, die sich gegenseitig unterstützen und im Notfall die Flucht organisieren. Das Buch ist recht kurz, die Geschichte zeichnet aber ein ziemlich genaues Bild der Verhältnisse in Deutschland in den späten 40er Jahren. Dem Fall wurde von Anfang an keine hohe Priorität beigemessen, da Franziskas Ehemann jedoch keine Ruhe gab, wurden dem Rückkehrer Zöllner dieser Fall zugeteilt, wohl in der Erwartung, dass hier nicht viel passieren wird. Zöllner stürzt sich aber mit vollem Engagement in die Ermittlungen, erkennt er doch die Parallelen zu seinem eigenen Leben. Ein empfehlenswertes Buch, das den Leser anhand dieses kurzen Geschichte beispielhaft vor Augen führt, wie die Stimmung in der Zeit war und wie die Verbindungen im Hintergrund liefen. Die Geschichte hat mich sehr ernüchtert zurückgelassen, aber leider spiegeln sich hier die Zustände in diesen Jahren. .

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  • Der Mordfall Franziska Spiegel

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    skurril

    skurril

    19. March 2017 um 09:51

    August 1948: Kriminalinspektor Zöllner schlägt eine alte Akte auf - den Fall der Jüdin Franziska Spiegel, der nie aufgeklärt wurde. Zwei SS-Männer sollen sie wenige Monate vor Kriegsende im Hückerholz bei Spenge erschossen haben. Er will die Täter finden. Während der Zeit des Nationalsozialismus musste Zöllner seinen Beruf als Polizist aufgeben. Nun trifft er überall auf alte Nazis, auch unter seinen neuen Kollegen. Aber Zöllner bleibt hartnäckig und ermittelt weiter. Als noch ein Mord geschieht, weiß Zöllner, dass er auf der richtigen Spur ist. Schließlich dringt er zu den Tätern vor, aber eine Mauer des Schweigens schützt sie.Mehr muss man zum Inhalt diese sachlich verfassten Krimis von Norbert Sahrhage, der auf wahren Begebenheiten beruht, auch gar nicht sagen, denn sonst würde alles vorweggenommen.Der Krimi ist in zwei Zeitabschnitte geteilt, zum Einen den des Jahres 1944 und zum Anderen den des Jahres 1948. Innerhalb dieser Abschnitte gliedert der Autor nach Tagen, was mir gut gefällt. Zunächst werden die Tage rund um den Mord an Franziska Spiegel am 04.11.44 beschrieben. Der Leser erfährt, wer Franziska Spiegel als einzige überlebende Jüdin verrät und wie es überhaupt, so kurz vor Kriegsende, noch zu ihrer Ermordung kommt. Es ist grausig lesen zu müssen, wie eine unschuldige Frau noch den Tod finden muss, nur weil manche es so wollen, und alle mitmachen oder wegsehen. Franziskas Mann kann sich jedoch - verständlicherweise - weder 1944, noch 1948 mit ihrem Tod abfinden, denn das Verbrechen ist immernoch ungesühnt und die Mörder laufen frei herum. Zum Glück kommt dann Kriminalinspektor Zöllner, der den Fall mir nichts, dir nichts innerhalb kürzester Zeit durch eine glückliche Verkettung von Zufällen und dank der Hintergrundrecherchen von Franziskas Mann aufklären kann. Auch wenn der Krimi nicht so endet, wie man es sich als Leser wünschen würde, hat er doch ein rundes Ende.Mir hat es gut gefallen, die Ermittlungsarbeit von Zöllner zu begleiten, wobei es mir irgendwie doch so erschien, als wäre es ganz leicht gewesen, den Mordfall aufzuklären. Auch an den sachlichen Schreibstil des Autors musste ich mich erstmal gewöhnen. Hatte ich mich dann erstmal daran gewöhnt, hat es mir sehr gut gefallen und der Stil passte hervorragend zu der schrecklichen Thematik. Danke an den Pendragon Verlag dafür, dass ich den äußerst spannenden Krimi im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.

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  • spannender aber auch berührender Krimi nach einer wahren Begebenheit in der Nazi-Zeit

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    janaka

    janaka

    18. March 2017 um 13:08

    Dieser Krimi beruht auf einer wahren Begebenheit. 1944 wurde die Jüdin Franziska Spiegel ermordet aufgefunden, die Täter konnten oder wollten nicht ermittelt werden. Die Ermittlungen sind dagegen Fiktion.*Inhalt*Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs soll die Jüdin Franziska Spiegel von zwei SS-Männer ermordet worden sein. An einer Aufklärung des Todes war zu dieser Zeit keiner interessiert.1948 bekommt Kriminalinspektor Zöllner zu seinem Dienstantritt diese Akte auf den Tisch. Zöllner durfte während des Krieges seinen Dienst als Polizist nicht ausüben, da er mit einer Jüdin verheiratet ist. Nun will er den Täter ermitteln und trifft überall auf alte Nazis, sogar bei sich auf der Dienststelle. Kann er nach 4 Jahren noch die Täter ermitteln? Dann geschieht ein weiterer Mord, Zöllner scheint die richtige Fährte aufgenommen zu haben…*Meine Meinung*"Machen Sie um die Sache nicht zu viel Aufheben, es handelt sich doch nur um eine Jüdin." (Seite 35)Dieses Zitat verdeutlicht die Haltung einiger Menschen zum Mordfall, echt erschreckend."Das ist doch im Krieg geschehen, sagte er. Wir sollten das Kapitel abschließen." (Seite 166)Nur weil es im Krieg geschehen ist, darf man nicht vergessen, welches Leid einer unschuldigen Frau angetan wurde. Und ich finde es immer wieder erschreckend, dass Nazis nach dem Krieg wieder hohe Posten innehalten. Die Entnazifizierung hat es leider möglich gemacht, dass auch die extremen Nazis wieder in ihre Ursprungsberufe zurückkehren konnten. Wie kann einer von der Gestapo, der unschuldige Menschen nachweislich gequält hat, nun wieder bei der Polizei arbeiten? Für mich unverständlich.Norbert Sahrhage ist es gelungen, ein schwieriges Thema in einen Krimi zu integrieren. Er wendet einen nüchternen und sachlichen Schreibstil an, dabei löst er trotzdem extreme Reaktionen in mir aus, Wut, ganz große Trauer und ich werde zum Nachdenken angeregt. Dieses Nachdenken ist in unserer heutigen Zeit sehr wichtig, andersdenkende Menschen oder anders gläubige Menschen oder Menschen mit anderer Hautfarbe oder Herkunft dürfen nicht einfach vorverurteilt werden, wir müssen den Menschen dahinter sehen.Dieses Buch eignet sich bestimmt hervorragend als Schullektüre.*Fazit*Dieses Buch kann ich nur jedem ans Herz legen, es erzählt spannend aber nicht effekthaschend, eine wahre Geschichte gepaart mit einer fiktiven Ermittlung. 5 Sterne

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  • Geschichte, spannend erzählt

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Thaliomee

    Thaliomee

    12. March 2017 um 19:45

    Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, denn Franziska Spiegel wurde tatsächlich 1944 in Hücker-Aschen ermordet. Auch die Tatumstände werden im Buch weitestehend historisch korrekt dargestellt, der Autor hat alle verfügbaren Informationen zusammengetragen und als Grundlage für seinen Krimi verwendet. Franziska Spiegel wurde demnach im November 1944 von drei SS-Männern, die in der Nähe stationiert waren, in ihrem Kotten aufgesucht und gezwungen mit ihnen in einen nahegelegenen Wald zu gehen. Dort wurde später ihre Leiche gefunden - ihr wurde in den Hals geschossen. Sofort gibt es Gerüchte, wer Franziska denunziert hat und auch die Täter können beschrieben werden. Nachbarn hatten sie beobachtet und wurden sogar nach dem Weg gefragt. Im zweiten Teil des Buches beginnt die fiktive Geschichte um Kriminalinspektor Zöllner, der vier Jahre später die Ermittlungen aufnimmt. Auch er war mit einer Jüdin verheiratet, seine Frau konnte aber rechtzeitig nach England auswandern. Er ist in Deutschland geblieben und leider unter dem Verlust. Deshalb setzt er alles daran, den Mord aufzuklären. Anfangs sieht es auch sehr gut aus, denn es gibt Augenzeugen und er findet bald eine junge Frau, die mit einem der SS-Männer eine Beziehung hatte. Aber je näher er den Tätern kommt, desto schwieriger werden die Ermittlungen. Die Männer, die unter Hitler zu den Nazis gehörten, haben immer noch Macht und wollen die Ereignisse unter den Tisch kehren. Der Autor, Norbert Sahrhage, hat dieses schwierige Thema gut aufbereitet und geht sensibel mit der Geschichte um. Die Sprache ist nüchtern und emotionslos, fast wie ein Bericht. Dieser sachliche Stil hat mir das Lesen nicht leicht gemacht, an vielen Stellen hätte ich mir mehr gewünscht - mehr Wut, mehr Trauer, mehr Betroffenheit. Aber auch das muss der Leser hier aushalten und das ist gut so. Ein wichtiges Buch, dass sich vielleicht als Schullektüre eignet. Die vielen Namen und Orte machen es sicher nicht leicht, aber lesenswert ist es für jeden!

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  • Leserunde zu "Der Mordfall Franziska Spiegel" von Norbert Sahrhage

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    PendragonVerlag

    PendragonVerlag

    Ihr Lieben! Wir vom Pendragon Verlag möchten euch gerne zu einer Leserunde einladen. Und zwar zu einem Buch, das uns sehr am Herzen liegt: "Der Mordfall Franziska Spiegel" von Norbert Sahrhage. Der Kriminalroman ist gerade in der 2. Auflage erschienen und wir verlosen 15 Exemplare. Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet einfach kurz folgende Frage: Warum möchtet ihr gerne an der Leserunde teilnehmen/was interessiert euch an dem Kriminalroman besonders? Die Bewerbungsfrist endet am 19.02.2017 und danach losen wir bei mehr als 15 BewerberInnen aus. Die Leserunde wird von mir betreut werden: Ich heiße Fiona, arbeite als Lektorin im Pendragon Verlag und freue mich schon sehr euch kennenzulernen! Ich beantworte euch gerne alle Fragen rund um den Arbeitsprozess an diesem Roman und auch alle weiteren, die ihr vielleicht zu unserem Verlag habt. Nun aber genug der Vorrede. Worum geht es denn eigentlich in "Der Mordfall Franziska Spiegel"?! August 1948: Kriminalinspektor Zöllner schlägt eine alte Akte auf – den Fall der Jüdin Franziska Spiegel, der nie aufgeklärt wurde. Zwei SS-Männer sollen sie wenige Monate vor Kriegsende im Hücker­holz bei Spenge erschossen haben. Er will die Täter finden. Während der Zeit des Nationalsozia­lismus musste Zöllner seinen Beruf als Polizist aufgeben. Nun trifft er überall auf alte Nazis, auch unter seinen neuen Kollegen. Aber Zöllner bleibt hartnäckig und ermittelt weiter. Als noch ein Mord geschieht, weiß Zöllner, dass er auf der richtigen Spur ist. Schließlich dringt er zu den Tätern vor, aber eine Mauer des Schweigens schützt sie. Eindringlich und mit historischer Genauigkeit beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der national­sozialistischen Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit. Ich freue mich auf den Dialog mit euch zu diesem nicht einfachen, aber wichtigen Thema. Nun bin ich gespannt auf eure Bewerbungen. Ganz herzlich Fiona

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    • 204
  • Ein Mordfall, der nie aufgeklärt wurde

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Pucki60

    Pucki60

    12. March 2017 um 17:35

    Der Mordfall Franziska Spiegel besteht aus zwei Teilen. Im ersten wird der Mord an der Jüdin Franziska Spiegel im November 1944 geschildert. Franziska, die mit ihrem deutschen Ehemann und dem Sohn zurückgezogen in einem Kotten lebt, wird bei der SS-Leibstandarte Adolf Hitlers denunziert. Daraufhin wird sie von 2 SS-Angehörigen aus ihrem Haus geholt in einem nahegelegen Wäldchen erschossen. Der Ehemann holt die Leiche in der Nacht ab und beerdigt sie am Waldrand, da die örtliche  Stellen eine Bestattung auf dem Friedhof untersagt haben. Der zweite Teil ist fiktiv, es geht um die Ermittlungen in dem Mordfall, die Kriminalinspektor Zöllner 1948 führt. Er ist selbst mit einer Jüdin verheiratet, die jedoch schon 1938 nach England floh und die er seitdem nicht mehr gesehen hat. Die Verantwortlichen können sich an nichts mehr erinnern und spielen ihre Zugehörigkeit zur NS herunter. Sie haben damit "natürlich" nur am Rande zutun gehabt. Als ein Zeuge plötzlich spurlos verschwindet, gelingt es Zöllner den Fall zu klären, da er aber nichts beweisen kann, wird die Akte geschlossen. Norbert Sahrhage beschreibt den Fall in einer distanzierten, emotionslosen Sprache und diese macht besonders betroffen. Nur aufgrund einer Anklage wird eine unschuldige Frau erschossen, ohne sich verteidigen zu können. Nur wenige Leute stehen in diesem Moment dem Ehemann zur Seite. Im zweiten Teil macht die Gleichgültigkeit der damals beteiligten Personen betroffen. Es hat keiner mit den Nazis zusammengearbeitet, jeder spielt seine Beteiligung herunter und kommt schnell wieder zu Arbeit und Ansehen. Zöllner verzweifelt am deutschen Rechtsstaat und obwohl er das Land liebt, verlässt er es und geht zu seiner Frau nach England. Dieses Buch beschreibt ein Stück Zeitgeschichte, die man nicht vergessen sollte und die sich hoffentlich so nie wiederholt. Jeder Interessierte sollte dieses Buch lesen, ich kann es allen empfehlen.

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    • 3
  • Und am Ende siegt die Gerechtigkeit? Nicht immer!

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    camilla1303

    camilla1303

    11. March 2017 um 11:17

    Der Kriminalroman „Der Mordfall Franziska Spiegel“ von Norbert Sahrhage ist 2016 als zweite Auflage im Pendragon Verlag erschienen. Der Krimi ist gut recherchiert, denn die Tote gab es wirklich, die Ermittlungen hingegen sind Fiktion. Die Jüdin Franziska Spiegel wird wenige Monate vor dem Kriegsende erschossen. Mutmaßliche Täter waren zwei Männer der SS-Division Leibstandarte Adolf Hitler, die die Frau aus dem Kotten abgeholt haben, in dem sie mit ihren Mann und ihrem Sohn lebte. Natürlich wurde der Mordfall vorerst kaum behandelt. Als der Kriminalinspektor Zöllner im August 1948 den Fall noch einmal aufnimmt, trifft er auf ehemalige Nazis und NS-Sympathisanten, die weiterhin über den Mordfall schweigen, immerhin war Franziska Spiegel doch Jüdin. Schnell nimmt Zöllner den Fall persönlich, immerhin ist er selbst mit einer Jüdin verheiratet, die mittlerweile, von den Nazis geflohen, beinahe zehn Jahre im Exil in England lebt. Zöllner schafft es nicht, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, die Gerechtigkeit siegt leider nicht immer und Zöllner kehrt Deutschland den Rücken. Ich habe das Buch gerne gelesen. Norbert Sahrhage hat einen authentischen Schreibstil und regt damit unverschnörkelt zum Nachdenken an. Lasst uns nie wieder wegsehen, wenn Unrecht geschieht! Denn eines ist sicher: Später wollen sie wieder schweigen, um jeden Preis vergessen und keine Schuld haben.

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  • Dunkel ist die Vergangenheit

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Shanna1512

    Shanna1512

    09. March 2017 um 20:30

    Auszug aus dem Klappentext August 1948: Kriminalinspektor Zöllner schlägt eine alte Akte auf - den Fall der Jüdin Franziska Spiegel, der nie aufgeklärt wurde. Zwei SS-Männer sollen sie wenige Monate vor Kriegsende im Hückerholz bei Spenge erschossen haben. Er will die Täter finden. Als noch ein Mord geschieht, weiß Zöllner, dass er auf der richtigen Spur ist. Schließlich dringt er zu den Tätern vor, aber eine Mauer des Schweigens schützt sie. Der Roman beruht auf eine wahre Begebenheit. Franziska Spiegel wurde 1944 heimtückisch erschossen. Ihr Mann und ihr Sohn haben Jahre lang gehofft, dass der Mord ab Ehefrau und Mutter doch noch gesühnt wird. Leider vergeblich. Die alten Seilschaften des Naziregime waren zu eng verknüpft. Die in diesem Buch beschriebenen Ermittlungen hingegen sind Fiktion. Kriminalinspektor Zöllner kämpft mit aller Macht gegen die Geister der Vergangenheit. Seine Motive sind hierbei auch privater Natur. Auch ihm hat die Naziherrschaft böse mitgespielt. Dem Autor ist es gelungen, ein heikles Thema unserer dunklen Geschichte mit viel Einführungsvermögen und doch emotional ohne Wertung zu erzählen. Der Leser wird zum Denken angeregt und kann viele Parallelen zur Gegenwart ziehen. Wollen wir wirklich wieder, diesen braunen Sumpf? Wollen wir wirklich wieder wegsehen, wenn man Menschen bedroht und angreift, bloß weil sie nicht Deutsch, Christlich, Hetero usw. sind? Ich nicht! Mich hat das Buch betroffen gemacht und es sollte in keinem Schulunterricht fehlen. Danke Norbert Sahrhage für die klaren Worte.

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  • Hervorragende Umsetzung eines immens wichtigen Themas

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Annafrieda

    Annafrieda

    08. March 2017 um 20:08

    Dieser Roman von Norbert Sarhage beleuchtet den Mord an der Jüdin Franziska Spiegel im Jahr 1944, kurz vor Kriegsende. Er beruht also auf einer wahren Begebenheit. Das Besondere daran ist, dass der Autor eine fiktive Geschichte weitererzählt, die 3 Jahre danach spielt.Franziska Spiegel wird noch kurz vor Kriegsende denunziert und sofort von 2 NS-Leuten erschossen. Das alles spielt sich in dem kleinen Ort Spenge mitten in Deutschland ab. Es wird einem klar, dass zu dieser Zeit ein Menschenleben nichts gilt. Alle Leute, die daran beteiligt waren, interessierte das Verbrechen nicht, der Pfarrer wollte sie nicht einmal auf dem Friedhof beerdigen lassen und so wurde sie einfach auf einem Acker verscharrt. Nur eine handvoll Menschen haben ihren Ehemann, der kein Jude war, und den Sohn unterstützt. Das ist die reale Geschichte. Dieser spinnt der Autor weiter, so wie sie hätte weitergehen können. Im Jahr 1948 kommt Gernot Zöllner als Kriminalpolizist in den Ort und rollt das Verbrechen wieder auf. Doch auch weiterhin halten die Beteiligten dicht, alle haben ein neues Leben jenseits der SS begonnen und verschleiern ihre Vergangenheit. Zöllner kommt der Wahrheit schon sehr nah, doch letztendlich erfährt der Familie Spiegel keine Gerechtigkeit. Immer noch sitzen die Nazis auf bedeutenden Posten, keiner stellt sich seiner schrecklichen Taten. Zöllner ist enttäuscht und kehrt Deutschland den Rücken und wandert nach England aus zu seiner Frau, die auch Jüdin ist und schon seit 10 Jahren dort lebt.Dieser Roman berichtet über ein reales Ereignis. Herr Sarhage schreibt in einem sehr sachlichen Stil, der bestens zu diesem unglaublichen und berührendem Thema passt. Es ist so erschreckend am Beispiel dieser einen Frau über die Greueltaten des Nazi-Regimes zu lesen. Über das Allmachtsgefühl bestimmter Menschen und über die Ungerechtigkeit an sich. Es hat mich betroffen gemacht zu sehen, welcher Willkür die Menschen damals ausgesetzt waren. Eine schlimme Zeit! Ich wünsche mir sehr, dass viele Menschen das Buch lesen und es in ihrem Herzen bewegen, damit so etwas nie wieder vorkommt!Von mir also glatte 5 Sterne, unbedingt empfehlenswert!

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  • Hervorragend umgesetzter Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit in der NS-Zeit

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Julitraum

    Julitraum

    07. March 2017 um 19:56

    Dieser Kriminalroman beruht auf einer wahren Begebenheit. Es geht um die Jüdin Franziska Spiegel, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland lebte. Zürückgezogen in einem Kotten in Westfalen, in den sie mit Mann und Sohn gezogen war, da Verwandte ihres Mannes in der näheren Umgebung wohnten. Familie Spiegel hoffte hier, in der ländlichen Abgeschiedenheit, die Ehefrau und Mutter Franziska, vom Zugriff der Nazis retten zu können. Denn nur sie war jüdischen Glaubens und ihr Mann nicht, so daß die Familie bisher weitesgehend unauffällig hatte überleben können.Dies war ihr zumindest bis in den Herbst 1944 gelungen. Doch dann wird Franziska Spiegel ermordet, erschossen in einem Waldstück. Zeugen berichen, daß sie von SS-Männern abgeholt wurde. In der Nähe war tatsächlich zufällig eine SS-Division Leibstandarte Adolf Hitler für kurze Zeit stationiert. Gerüchte gibt es einige, doch Mord wird in der damaligen Zeit natürlich nicht ernsthaft weiterverfolgt. Dann ist Kriegsende und es dauert noch 3 Jahre, bis endlich auch duch stetes Drängen von Gottfried Spiegel, dem Ehemann der Toten, Ermittlungen in diesem Mordfall aufgenommen werden. Es ist Kriminalinspektor Zöllner, der sich hier engagiert und dem der Fall nahegeht, auch wenn es unter seinen Kollegen eher wenig Interesse dazu gibt. "Es war ja nur eine Jüdin" und "Das ist doch im Krieg geschehen" sind einige der Sprüche, die Zöllner sich anhören muß. Doch Zöllner lässt sich nicht beirren und verfolgt einige Spuren, auch wenn es schwierig ist, noch wertvolle Zeugen aufzutreiben. Viele schweigen, wollen um jeden Preis vergessen und keine Schuld einräumen. Doch Zöllner gibt nicht auf und gerät den Tätern schließlich gefährlich nahe...Dieser Kriminalroman der Wahrheit und Fiktion perfekt miteinander verwebt hat mir ganz ausgezeichnet gefallen. Der Autor hat einen wirklich äußerst passenden Erzählstil gewählt, der größtenteils recht emotionslos und sachlich daher kommt. Anders kann man auch viele unfassbare Begebenheiten gar nicht in Worte fassen. Der Leser erhält einen kleinen Einblick in die damalige Zeit des Nationalsozialismus, kann den Schrecken nur erahnen, der damals herrschte. Auch die Zeit nach Kriegsende, in der der Protagonist seine Ermittlungen betreibt, lässt uns Leser erschauern, erstaunen, wütend werden oder eben nur an der unbändigen Ohnmacht der Protagonisten teilhaben. Ein wirlich tolles und sehr wichtiges Buch, das ich nur jedem interessierten Leser und auch jungen Lesern ans Herz legen kann.

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  • Ungesühnt

    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    06. March 2017 um 09:29

    Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, eine Jüdin, lebt zurückgezogen mit Mann Gottfried und Sohn Rolf in Westfalen. Es ist der Familie bisher gelungen, die Mutter vor dem Zugriff der Nazis zu beschützen. Bis ein übereifriger Ortsgruppenleiter Franziska bei der SS denunziert und ihr Schicksal besiegelt. Am 4. November 1944 wird sie von SS - Leuten in einem nahegelegenen Waldstück erschossen.Der Dorfpfarrer verweigert dem verzweifelten Witwer eine Beerdigung, mit Hilfe eines Bauern bekommt Franziska ein vorläufiges Grab am Waldrand. Nach Kriegsende versucht Gottfried Spiegel die Mörder zur Verantwortung zu ziehen, allein Kriminalpolizist Zöllner ist an einer echten Aufklärung interessiert, aber er stößt auf eine Mauer des Schweigens und Desinteresse. Zöllner selbst hatte unter dem Regime zu leiden und erst nach dem Krieg wieder als Polizist arbeiten können, er geht allen Spuren nach, auch wenn er von seinen Vorgesetzten ausgebremst wird. Zeugen schweigen, werden eingeschüchtert und verschwinden, die Verantwortlichen leben längst wieder in gesicherten Verhältnissen und haben schon kurz nach der Entnazifizierung ihren Einfluss wieder gewonnen.Man kann dieses Buch, das auf einer wahren, dokumentierten Begebenheit basiert nicht lesen ohne in einen Gefühlsstrudel gezogen zu werden. Entsetzen wechselt sich mit Wut ab. Wütend wurde ich auf die Gleichgültigkeit der amtlichen Stellen, bei denen schon längst wieder die alten Seilschaften der Nazis das Sagen haben. Kaum jemand ist bereit sich der Vergangenheit zu stellen, es wird abgewiegelt und gebremst. Die karge, emotionslose Sprache, die Norbert Sahrhage für diesen wichtigen Roman gewählt hat, macht die Ungeheuerlichkeit der Vorgänge noch schockierender. Die Form bringt mir die Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes und vor allem das willfährige Verhalten der Bevölkerung näher, als es eine trockene Dokumentation oder ein Geschichtsbuch könnte. Ich halte das Buch für eine Pflichtlektüre vor allem auch für jüngere Leser, die keine Gelegenheit mehr haben, mit Augenzeugen oder Betroffenen zu sprechen. Heute steht ein Gedenkstein an der Stelle, wo Franziska Spiegel ermordet wurde und die Gemeinde gedenkt ihr mit einem Straßennamen, eine kleine Geste der jetzigen Generation, wo die vorherige so bitter versagt hat.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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    Der Mordfall Franziska Spiegel
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    01. March 2017 um 18:47

    Dieser Krimi beruht auf einer wahren Geschichte, dem Mord an Franziska Spiegel, geborene Goldschmidt, (06.05.1905 - 04.11.1944).Eindringlich und mit penibel recherchiert beschreibt Norbert Sahrhage den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit.Gernot Zöllner, ein Kriminalbeamter, der während des NS-Regimes Berufsverbot hatte, wird wieder in den Dienst gestellt. Sein erster Fall ist der unaufgeklärte Mord an Franziska Spiegel. Gottfried Spiegel, der Witwer will endlich wissen, was damals im November 1944 wirklich passiert ist.Zöllner geht den kleinsten Hinweisen nach, er ermittelt akribisch und scheitert. Obwohl er herausfindet, wer an der Ermordung von Franziska Spiegel beteiligt war, gelingt es ihm nicht, die Täter zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Jedes Mal, wenn er glaubt, endlich am Ziel zu sein, entschlüpfen ihm die Täter. Entweder, weil sie selbst ermordet werden oder außer Landes gebracht werden. Den Drahtzieher, einen ehemaligen SS-Mann, der nun als Arbeitgeber in der Region großes Ansehen genießt, kann er nur ohrfeigen. Zu seiner und Spiegels Enttäuschung wird der Fall 1949 endgültig ad acta gelegt. Gottfried Spiegel und sein Sohn verlieren verständlicherweise den Glauben an Deutschlands Justiz.Meine Meinung:Geschickt verknüpft der Autor einen echten Kriminalfall mit einem fiktiven Ermittler. Die Menschen und ihre Lebensumstände werden authentisch vermittelt. Der Schreibstil ist bewusst karg, ja man könnte ihn als emotionslos empfinden. Die Gefühle sind eher unter der Oberfläche angesiedelt. Ich habe sehr wohl Anteilnahme am Schicksal Franziskas zwischen den Zeilen und durch Handlungen erlebt, siehe das Verhalten von Heinrich Bentrup und Giesbert Ahrens. Allerdings auch Gleichgültigkeit (der Dorfpfarrer, der die Beisetzung verweigert) oder die diffuse Angst, die grundsätzlich herrschte, wenn man nicht gerade ein strammer Nazi war. Bei der Lektüre dieses Buches ist mir wieder die Wut hochgekommen. Es ist schier unglaublich, wie die alten Nazis nach einem, an eine Farce gemahnenden, Entnazifizierungsverfahren wieder in ihre ursprünglichen Berufe und Leben eintauchen können, ohne dass sie für die Gräueltaten belangt werden.Einige ausgewählte Zitate zeigen die Geisteshaltung der Menschen:„Machen Sie um die Sache nicht zu viel Aufhebens, es handelt sich doch nur um eine Jüdin.“ (S. 35)„Das ist doch im Krieg geschehen, sagte er. Wir sollten das Kapitel abschließen.“ (S. 166)"Rechtsstaat heißt nicht, dass immer und überall das Recht obsiegt." (S.223) Zöllners Vorgesetzter sieht die Ungerechtigkeit, ist aber nicht willens, um der Gerechtigkeit wegen, einen Verstoß gegen den Rechtsstaat zu dulden.Fazit:Ein anspruchsvoller Krimi jenseits des Mainstreams, der von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung erhält.

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