Norbert Scheuer Flußabwärts

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Inhaltsangabe zu „Flußabwärts“ von Norbert Scheuer

Das Leben in der Provinz – und die Hoffnung auf GlückKall, ein Ort in der Eifel. Leos Eltern sind arm. Sein Vater malocht auf Baustellen, und er selbst bricht die Schule ab, um in einem Zementwerk zu arbeiten. Kaum merklich entwächst er der Kindheit und verbringt bald ebenso viel Zeit auf dem Bolzplatz wie hinter den Müllcontainern, in den Armen einer älteren Frau. Die Gefühle, die Leo für sie hegt, verblassen neben seiner rätselhaften Nähe zu Lia, einem Mädchen aus der Nachbarschaft. Während Lia von einer kaputten Beziehung in die nächste gerät, träumt Leo vom Erfolg. Bis an einem Wintertag ein Unglück geschieht und Lias Hut flussabwärts treibt.»Scheuer ist ein stiller, ein großer Erzähler, er versteht es, die düstere Schönheit der Eifel so zu beschwören, dass schon seine Art des Erzählens Hoffnung aufkommen lässt.« Martin Lüdke, Focus »Der Roman erzählt seine Geschichten hochgradig mittels Landschafts-, Orts- und Raumbeschreibungen, mittels Wetter- und Lichtverhältnissen. Es ist, als ob sich das Universum an diesem einen Ort verdichtet, um die Ereignisse mit Druck aus sich herauszupressen.« Hubert Winkels, Die Zeit

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  • Eifeler Melancholie...

    Flußabwärts
    parden

    parden

    EIFELER MELANCHOLIE... Leos Eltern haben eine Wirtschaft in Kall in der Eifel betrieben, die sich nicht rechnete. Um die Schulden zu bezahlen, arbeitet die Mutter jetzt in einer Kantine am Ort und kellnert im Gasthaus, das ihnen einmal gehörte. Der Vater ist auf Montage. Leo hat die Schule verlassen und arbeitet als Hilfsarbeiter im Zementwerk, er hat ein Verhältnis mit Ingrid, die verheiratet ist und ihn hinter den Müllcontainern liebt. Leo ist ständig müde. Er sieht Lia, die früher in der Wirtschaft der Mutter half. Lia, die er liebt, die mit einem Verkäufer wegging und sich ein Kind machen ließ. Er sieht, wie sie mit der kleinen Clara zurückkommt und Hilbert heiratet, wie diese Ehe scheitert und Lia andere Männer hat, Clara eines Tages etwas zustößt und Lias Hut im Fluss treibt, neben dem die Jungs Fußball spielen. Ein Roman über ganz normale Leute in der Provinz, er spielt in Kall, einem kleinen Ort in der Eifel. Im Mittelpunkt der heranwachsende Leo, der die Schule geschmissen hat und nun im Zementwerk arbeitet und sein Abitur im Abendgymnasium nachholt; seine Mutter Sanny, die sich mit einer stressigen Familie und Gelegenheitsjobs durchschlagen muss; und Lia, Mutter mit Kind und wechselnden Partnern - alle drei voller Lebenssehnsucht und doch ständig mit Hindernissen konfrontiert, die nicht einfach zu bewältigen sind. Scheiternde Liebe, Unglück, Tod - kann man da das Leben lieb behalten? "Ich dachte an Alfons, daß er jetzt in seinem Flugzeug saß und die Welt für ihn gar nicht existierte, es waren nur blinkende Lichter in einer Leere, in der man sich lange aufhalten konnte, eine Leere ohne etwas, das Schmerz zufügt, alles war weit entfernt und viel zu klein und bedeutungslos, um wahrgenommen zu werden. Ich beneidete meinen Bruder darum, so weit weg zu sein." (S. 53) In Rückblenden und in kurzen Kapiteln wird die Geschichte dieser Menschen erzählt, wobei Landschafts- Orts- und Raumbeschreibungen, Wetter- und Lichtverhältnisse die Atmosphäre unglaublich verdichten. Nobert Scheuer ist ein Autor großer Gefühle, aber er rückt dem Leser nicht aufdringlich auf den Pelz. Er erzählt knapp, lakonisch, ohne Pathos, was die emotionale Wirkung noch verstärkt. Er ist ein melancholischer, aber kein sentimentaler Erzähler. Und er hat den wunderbaren Blick für Details, der einen guten Romancier auszeichnet. Nach 'Peehs Liebe', das mich vor einiger Zeit so begeistert hat, konnte mich auch dieser Roman von Norber Scheuer überzeugen. Ich bin mir sicher: es wird nicht mein letztes Buch dieses Autors gewesen sein! © Parden

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  • Rezension zu "Flußabwärts" von Norbert Scheuer

    Flußabwärts
    Gruenente

    Gruenente

    04. September 2010 um 18:08

    Eine Familie wohnt in einem kleinen Ort in der Eifel. Der älteste Sohn mach ine Pilotenausbildung, der nächste arbeitet im Zementwerk und holt das Abitur nach, die Schwestern sind noch kleiner. Vater ist nie da, immer auf Montage, Mutter hat zwei Jobs, da sie Schulden abbezahlen müssen. Dieses unschöne Leben mit andauernden Rückschlägen wir mit anderen lebensgeschichten verwoben und erzählt. Kurzweilig, lässt aber Fragen offen. Deprimierend.

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