Noreena Hertz

 4,8 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf

Noreena Hertz, geboren 1967 in London, ist Professorin für Ökonomie. Mit ihrem Bestseller »Wir lassen uns nicht kaufen« (»The Silent Takeover«, 2001) wurde sie weltweit bekannt. Ihre Artikel erscheinen u. a. in der New York Times, The Guardian, DIE ZEIT, El País. Sie war Key-Note-Speakerin bei Google Zeitgeist, TED und dem Wirtschaftsforum in Davos; ihre Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt. Noreena Hertz gehört zu Großbritanniens bekanntesten Intellektuellen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Noreena Hertz

Neue Rezensionen zu Noreena Hertz

Das Thema Einsamkeit ist derzeit sehr aktuell und gerade zu Corona-Zeiten scheint es auch ein beliebtes Thema bei Büchern zu sein. Dieses Buch gehört dabei eindeutig zu den besseren Sachbüchern, die ich bis jetzt gelesen habe.
Es ist informativ, bietet eine großartige, breitgefächerte Sammlung an Fakten und Beispielen rund um die Welt. Dabei bleibt die Erzählweise nie trocken und schafft es Wissen überzeugend darzustellen. Das Buch hat es auch geschafft an mein Gewissen (mein Herz und mein Kopf) zu appellieren, dass sich was ändern muss, damit das Zeitalter der Einsamkeit bald vorüber ist. Natürlich stimme ich jetzt nicht jedem Punkt in diesem Buch zu, aber ich habe sehr viel neues gelernt und auch viele Zusammenhänge in der Politik, Wirtschaft und Psyche erkannt. Das Buch war z.T. zwar etwas zu ausufernd und detailliert in seiner Ausführung, aber blieb trotzdem weiterhin interessant und war für ein Sachbuch ein Page-Turner. Insgesamt hat mir das Lesen dieses Buchs sehr viel Spaß gemacht und würde es jedem empfehlen, der etwas mehr über Einsamkeit lernen will.

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **

Cover des Buches Das Zeitalter der Einsamkeit – Über die Kraft der Verbindung in einer zerfaserten Welt (ISBN: 9783749901159)
Chrissey22s avatar

Rezension zu "Das Zeitalter der Einsamkeit – Über die Kraft der Verbindung in einer zerfaserten Welt" von Noreena Hertz

Wie einsam ist unsere Gesellschaft wirklich?
Chrissey22vor 3 Jahren

Selten habe ich ein "Sach"-Buch gelesen, aus dem ich so viel an Wissen mitgenommen habe.
Ich war schockiert, überrascht aber auch schockiert über das, wass Frau Hertz hier an Forschung zusammengetragen hat rund um das Thema Einsamkeit.
Besonders der Bezug zur Coronakrise, die uns allen eindrucksvoll gezeigt hat wie wichtig uns doch die soziale Komponente unseres Lebens ist, konnte mich fesseln.
Die Digitalisierung führt seit einigen Jahren dazu, dass unser Leben immer schneller und rasanter wird.
Wir gehen blind durch die Innenstädte, verschließen unsere Augen vor Problemen wie "defensiver Architektur", die Menschen bewusst aus öffentlichen Räumen ausgrenzen soll.
Japan baut Roboter gegen Einsamkeit, die vor allem den Alten Gesellschaft leisten sollen, weil wir uns um unsere alternde Gesellschaft nicht mehr kümmern (wollen). Stattdessen arbeiten wir länger, verschieben unseren Lebensfokus und haben nicht einmal mehr Zeit für Liebe, weshalb das Geschäft mit Sexrobotern boomt.

Besonders gefallen hat mir die wissenschaftliche Auseinandersetzung, die auch für Laien gut verständlich war.
Durch und durch ein spannendes Werk!

Das Zeitalter der Einsamkeit: Über die Kraft der Verbindung in einer zerfaserten Welt

Von Noreena Hertz

 

Nie haben sich Menschen einsamer gefühlt, als während der Corona Krise. Abgeschotten von den sonst täglich meist gern gesehen Kollegen, den Freunden, der Familie, den Besuchen bei Oma im Seniorenheim oder auch dem Plausch mit Nachbarn im Biergarten oder bei einer Sportveranstaltung. Von einem Tag auf den anderen wurden wir zur Einsamkeit verdonnert. Doch den wenigsten ist bewusst, dass dieses Thema schon lange vor der Pandemie Einzug in unseren Alltag hielt, doch bisher nicht so ins Bewusstsein drängte.

Die anonymen Büros, große Wohnkomplexe in denen sich die Nachbarn nicht mehr kennen, schwindende Vereinsaktivitäten bis hin zum Leben online. Warum werden die Menschen immer einsamer und was kann man tun, um dieser tragischen Entwicklung entgegenzuwirken.

Diesem spannend tragischen Thema widmet sich dieses Buch. Es enthält eine Auseinandersetzung zwischen Studien, Interviews mit betroffenen Menschen und  einer Übersicht all der Dinge, die zu dieser Entfremdung der Menschen führen, um sie ins Bewusstsein zu heben.

Beim Lesen stellte ich fest, dass mein Gefühl seit Jahren mich nicht trog, doch wie schlimm es tatsächlich ist, war mir nicht bewusst. Es machte mich fassungslos und traurig, doch wir können gegensteuern. Dieses Buch bietet auch gute Ansätze, diesem Trend entgegenzuwirken.

Es ist gut und sachlich geschrieben, manchmal für meinen Geschmack etwas ausufernd. Dennoch konnte ich gut folgen und habe nicht das Interesse verloren.

Wer sich je einsam gefühlt hat oder Menschen kennt, die dies so empfinden, sollte dieses Buch lesen und den Finger auf die Wunde legen. Denn nur so kann jeder Einzelne seinen Beitrag dazu leisten, zumindest im eigenen Umfeld die Entwicklung zu verändern.

Für mich war dieses Buch eine Warnung und eine Erleuchtung, mein Leben auch für andere etwas zu verändern. Mehr persönliche Präsenz wo immer es geht. Wir alle können daran mitarbeiten.

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