Norma Mazer

 3.9 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Anruf nach acht Jahren, Autumn und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Norma Mazer

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Anruf nach acht Jahren

Anruf nach acht Jahren

 (8)
Erschienen am 01.07.1999
Autumn

Autumn

 (5)
Erschienen am 14.07.2009
Meinst du, der Falke hat uns gesehen?

Meinst du, der Falke hat uns gesehen?

 (3)
Erschienen am 01.12.1998
Eigentlich ist gar nichts passiert

Eigentlich ist gar nichts passiert

 (3)
Erschienen am 23.08.2003
ein platz irgendwo

ein platz irgendwo

 (1)
Erschienen am 15.01.2006

Neue Rezensionen zu Norma Mazer

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Ferrantes avatar

Rezension zu "Autumn" von Norma Mazer

Rezension zu "Autumn" von Norma Mazer
Ferrantevor 6 Jahren

Ein dichtgewebter, packender kleiner Thriller ist dieser Roman, eines der letzten Werke der anerkannten Jugendbuchautorin Norma Mazer. Die Herbert-Schwestern sind schon kleine, ausgereifte Persönlichkeiten und leiden alle unter der angespannten Familiensituation, da der Vater der Mädchen aufgrund einer Krankheit zur Zeit nicht arbeiten kann. Die Teenager durchleben alle ihre eigenen kleinen Dramen. Kaum bemerken sie den zurückhaltenden, unauffälligen Mann, der sie auf dem Weg zur Schule beobachtet und zum Beispiel im Park anspricht. Doch dann verschwindet plötzlich Autumn, die Jüngste ...

Das Buch liest sich unheimlich flüssig, auch durch die immer sehr kurzen einzelnen Kapitel, die jeweils aus der Sicht eines der Mädchen oder des Mannes geschrieben sind. Stilistisch und inhaltlich werden sehr gut die verschiedenen Persönlichkeiten der Figuren herausgearbeitet, die sich auch in einer unterschiedlichen Erzählweise ausdrücken. Die alltäglichen Sorgen und Ängste und zum Teil skurrilen Gedanken der Mädchen wirken mitreißend, authentisch wie unterhaltsam. Durch den zunächst undurchsichtigen Mann und seine geheimnisvollen Gedankengänge baut sich auch bald Spannung auf. Als die Anspannung in der Familie ihren Höhepunkt erreicht - Stevie soll zu einer Tante verfrachtet werden, um Geld zu sparen - verschwindet auch Autumn. Ihre nachfolgende Gefangenschaft wird sehr spannend, aber nicht reißerisch geschildert. Überhaupt fand ich an diesem Buch fasznierend, wie sich das Drama aus den alltäglichen, kleinen Ereignissen und Gefühlen zusammensetzt. Ebenso auf einer leisen Tonlage, fast schon lakonisch, klingt der Roman dann aus, wenn auch mit einem guten Ende. Wer ein sehr spannendes, aber nicht reißerisches Jugendbuch lesen will, sollte zugreifen!

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Rezension zu "Eigentlich ist gar nichts passiert" von Norma Mazer

Rezension zu "Eigentlich ist gar nichts passiert" von Norma Mazer
SaraAlcantaravor 7 Jahren

*“Wir alle wissen, dass so etwas vorkommt, aber irgendwie glauben wir, dass es irgendwo anders passiert, immer nur anderen Leuten geschieht. Wir lesen davon in der Zeitung, sehen es im Fernsehen. Nicht hier bei uns, denken wir. Nicht wir. Nicht ich. Das habe ich auch gedacht. Nun ja, ich habe mich geirrt.“*

_Alle waren in der Aula bei der Weihnachtsfeier. Doch Rollo, Candy und Brig, hatten sich aus dem Staub gemacht und das leere Schulgebäude durchstreift. Dabei hatten sie Valerie ganz allein am Fenster stehen sehen. Valerie, die niemanden an sich heranließ und sich immer überlegen gab. Dann hatte es eine kleine Rangelei gegeben und irgendwie waren ihnen auch die Hände unter Valeries Wäsche geraten ... Aber eigentlich war doch gar nichts passiert._

Das Buch beschreibt sehr gut, welche Folgen eine sexuelle Belästigung haben kann, für die Opfer und für die Täter. Da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, erfährt der Leser Valeries Verzweiflung und Angst nach dem Übergriff und wie sie versucht ihn zu verarbeiten. Außerdem werden die Gedanken von einem der drei Täter offen dargelegt, die seine Schuld ausgleichen möchte und für das, was er getan hat, geradestehen möchte. Die anderen beiden Täter verdrängen den Missbrauch lieber und stellen ihn nicht als Tatsache hin. Auch die Reaktion des Schuldirektors, der alles so schnell wie möglich über die Bühne bringen will und damit Valerie des Öfteren verletzt, ist gut beschrieben und lässt mich als Leser mit Valerie mitfühlen.
Insgesamt regt das Buch einen zum Mit- und Nachdenken an; aufgrund der Handlung, die größtenteils in den Gedanken der Protagonisten stattfindet. Und mich lässt das Buch mit den Fragen zurück: Wie verhält man sich mit Opfern sexueller Übergriffe? Was mache ich, wenn mir so etwas passiert? Wie würde ich mich den Tätern gegenüber verhalten?

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mecedoras avatar

Rezension zu "ein platz irgendwo" von Norma Mazer

Rezension zu "ein platz irgendwo" von Norma Mazer
mecedoravor 7 Jahren

Sarabeth und ihre Mutter Jane sind arm, haben aber im Grunde ein schönes Leben. Bis zu dem Tag, an dem Sarabeths Mutter mit nur 29 Jahren an einem Herzinfarkt stirbt und Sarabeth zwischen allen Stühlen sitzt. Wo soll sie hin, so ganz ohne Familie? Zu Leo, dem Ex der Mutter? Oder zu Cynthia, deren bester Freundin? Wo gehört sie hin?

Der Roman erzählt sehr einfühlsam und an einigen Stellen sehr traurig von Sarabeth und ihrem schwierigen Weg zu einem Platz irgendwo, der allmählichen Bewältigung ihrer Trauer, der Beziehung zu ihren Freunden und der Suche nach ihrer Herkunft. Er erzählt von einem Mädchen, das plötzlich aus allem herausgerissen wird und beinah alles verliert, was sie hatte und was ihr Halt gab - ihre Mutter.

In leisen Worten und sehr realistischen Bildern vermittelt "ein platz irgendwo" dem Leser all den Schmerz, die Verwirrung, die Ängste und die Hoffnungen, die Enttäuschungen, die Zurückweisung, die Probleme und die Träume dieses 13-jährigen Mädchens, das plötzlich ohne Platz im Leben ist.

Mich hat das Buch stellenweise sehr berührt, ich mochte die Charaktere (auch die manchmal ein wenig altklugen Freundinnen) und den Schreibstil.

Deshalb von mir 5 Sterne und dem Buch hoffentlich ein paar Leser mehr.

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