Norma Mazer

 3,9 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor*in von Anruf nach acht Jahren, Autumn und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Norma Mazer

Cover des Buches Anruf nach acht Jahren (ISBN: 9783423780100)

Anruf nach acht Jahren

(8)
Erschienen am 01.07.1999
Cover des Buches Autumn (ISBN: 9783794180752)

Autumn

(5)
Erschienen am 14.07.2009
Cover des Buches Eigentlich ist gar nichts passiert (ISBN: 9783551372734)

Eigentlich ist gar nichts passiert

(4)
Erschienen am 23.08.2003
Cover des Buches Meinst du, der Falke hat uns gesehen? (ISBN: 9783423780063)

Meinst du, der Falke hat uns gesehen?

(4)
Erschienen am 01.12.1998
Cover des Buches ein platz irgendwo (ISBN: 9783794180486)

ein platz irgendwo

(1)
Erschienen am 15.01.2006
Cover des Buches Na, Schwesterchen? (ISBN: 9783794129294)

Na, Schwesterchen?

(3)
Erschienen am 01.06.1991

Neue Rezensionen zu Norma Mazer

Cover des Buches Sommerzeit, Liebezeit (ISBN: 9783293210202)
Joennas avatar

Rezension zu "Sommerzeit, Liebezeit" von Norma Mazer

Joenna
Verschiedene Geschichten

Sommerzeit, Liebeszeit von Norma Mazer

Im Buch geht es um eine Strasse und Umgebung in den USA. Jedes Kapitel geht um eine andere Person und ihr Leben in der Strasse. Vom Kind bis zur älteren Frau kommen alle mal zu Wort und wie ihr Leben so aussieht. Es ist eher ein trauriges Buch mit allen Tiefs, die das Leben so bietet. Ich persönlich finde es nicht ein Kinderbuch auch nicht unbedingt ein Jugendbuch, sondern ein Erwachsenen Buch. Die Geschichten gehen unter die Haut. Es ist auch schon etwas älter meines von 1987. Vieleicht hatte man ja da noch eine andere Ansicht vom Erziehen und Regeln einhalten. 

Cover des Buches Eigentlich ist gar nichts passiert (ISBN: 9783551372734)
Anderslesers avatar

Rezension zu "Eigentlich ist gar nichts passiert" von Norma Mazer

Andersleser
Ein gutes Buch, trotz unglaublich unsympathischen Charakteren

Meinung

Das Buch..
Es ist unglaublich. Zwar mochte ich den Schreibstil am Anfang nicht so sehr, aber das war irgendwann völlig egal, denn man konnte es trotzdem sehr gut lesen. Ich war direkt in der Geschichte drin, konnte dem Erzählten folgen, mich in die Geschichte reinversetzen. Es ist ein wirklich gutes Buch, aber das Ende bringt mich um. Es ist so.. offen. Es lässt mich dastehen und mich fragen, "Wie? Das war's? Jetzt ist es zu Ende? Wo sind verdammt noch mal die fehlenden Seiten?!" Ich will nicht, dass das Buch jetzt schon zu Ende ist. Ich will wissen, wie es weitergeht. Ich will ein Ende, was sich für mich auch wie ein Ende von einem Buch anfühlt.
Andererseits passt das Ende so natürlich auch sehr gut, das Leben ist nunmal so, und man kann sich den Rest ja auch selber ausmalen. Trotzdem ist es eine so blöde Stelle, dass es mich regelrecht frustriert - denn das Buch ist gut. Ich mochte das Buch.
Und ich habe so unglaublich viel dazu im Kopf.

Nun will ich aber einiges zu den Charakteren los werden.
Die drei Jungs: Einer der drei, Brig, ist absolut ekelhaft, ich kann ihn nicht ausstehen. Er ist der Typ, den man einfach absolut nicht leiden kann. Ein weiterer der Gruppe, Candy, ist zwar auch eher fragwürdig und geht stark in die Richtung des anderen, aber an einer Stelle hat er definitiv einen Pluspunkt gesammelt, indem er mal den Mund aufmachte, ansonsten ist er genau so ein Ekel wie Brig. Bei diesen Jungs kann man wirklich das Brechen kriegen. Nicht nur von dem, was sie mit Valerie gemacht haben, ihr gesamtes Verhalten widert mich an. Ich kann sie absolut nicht ausstehen. Da fragt man sich, wieso liest man denn ein Buch, mit Charakteren, die man nicht mag?
Ganz einfach, es ist ein wichtiges Thema und es geht hier nicht nur um die Charaktere, und ob man sie mag oder nicht.
Kommen wir zum dritten Jungen, der meiner Meinung nach auch der Protagonist ist, und der die Geschichte einleitet. Rollo. Ich frage mich wirklich was er an seinen Freunden finden kann..

Als erstes liest man, wie er seine Geschichte auf Kassette aufnimmt, bevor das Buch, weiter in der Vergangenheit beginnt.
Rollo ist an sich aber eigentlich gar nicht so schlimm, wie seine beiden Freunde. Vielleicht hätte er sich andere suchen sollen, anstatt ausgerechnet diese beiden. Ohne die beiden Idioten wäre er anständig und ein netter Kerl.
Das Problem mit Rollo ist, dass er einfach nicht selbst denken will. Er ist nicht dumm, aber er will sich niemals äußern. Er überlässt anderen das Reden, hält sich hinten und überlässt auch jede Entscheidung anderen. Fragt man ihn nach seiner Meinung, ist es grundsätzlich egal. Er will Frieden zwischen den Menschen um sich herum, er will keine Streiterein, macht einen Sport den er gar nicht mag. Aber er kriegt einfach nicht den Mund auf, wenn er was sagen sollte und er weigert sich selbst Entscheidungen zu treffen, weil ihm das schwer fällt und er sich nicht "auf eine Seite" schlagen will. Er will sich einfach raushalten. Dabei ist er in diesem Buch mittendrin, denn die Situation mit Valerie spitzt sich zu. Und er verhält sich einfach zu oft so wie seine Freunde.

Bei Candy wusste ich nie genau, ob er wirklich so wie Brig denkt oder nur "mitläuft", bei Rollo dagegen ist es ganz klar, dass er ein Mitläufer ist und alles macht, was die anderen beiden tun, sich auch mal hinreißen, oder von ihnen anstecken lässt, ohne wirklich anzufangen darüber nachzudenken was er tut. Ohne die Gesellschaft der beiden anderen, würde er viel weniger Mist machen. Denn auch wenn er mitgemacht hat, er ist der Einzige der drei Jugen, den es nicht mehr los lässt, den es beschäftigt, der es nicht aus dem Kopf bekommt, der weiß, dass es falsch war.
Rollo macht hier allerdings schließlich noch eine gute Entwicklung durch, er lernt aus dem Vorfall und er wächst tatsächlich auch in irgendeiner Art daran. Es ist so schade, dass erst so etwas passieren musste um ihn aufzuwecken und dazu zu bringen nachzudenken.
Denn auch Valerie wird es nicht los lassen, sie hat es schließlich erwischt, sie wurde zum Ziel.
Klar, sie hat ein paar Dinge getan, die Brig gegen sie aufgebracht hat, im Grunde ist das aber völlig egal, denn niemand hat ein Recht dazu, sie so zu behandeln. Niemand! Man darf niemanden gegen seinen willen Anfassen. Niemals.

Der Schulleiter macht mir da übrigens auch noch zu schaffen.
Er ist eine einzige Katastrophe und handelt völlig falsch. Mehr sage ich an dieser Stelle nicht, denn ich will nicht zu viel verraten.

Kurz und Knapp

Es ist einfach unfassbar, was manche Menschen sich herausnehmen und es ist schlimm, was passiert ist. Viele würden es runterspielen, es ist ja "nichts passiert" und "sie wurde ja nur angefasst, es ist ja nicht so als ob..." aber das ist Schlimm. Man macht es nicht, es ist sogar gegen das Gesetz, man hat niemanden ungebeten zu begrapschen und fertig. Jeder Mensch hat einen Bereich, ab dem es nicht mehr okay ist, ab dem man einem zu nahe tritt und man hat sich angemessen zu verhalten. Menschen sind nicht einfach irgendwelche Dinge die man sich nehmen kann wenn man will.
Valerie wird in diesem Buch von drei Jungen bedrängt und ich kann das Gefühl der Angst sehr gut nachvollziehen. Ich kenne dieses Gefühl, wenn man eingekreist ist, wenn man sich nicht wehren kann und Hilflos dabei ist, denn ob man nun ein Junge oder ein Mädchen ist, es kann jeden treffen.

Dieses Buch ist ein wirklich gutes Buch, und das, obwohl ich anfangs nicht mochte wie es geschrieben ist, obwohl ich zwei der drei Jungen einfach nur ekelhaft finde und nicht ausstehen kann. Obwohl auch der dritte, der eigentliche Protagonist mir genau so unsympathisch war, bis er begann sich langsam zu entwickeln. Er ist der einzige der sich wirklich ändert, den die Ereignisse ändern, neben Valerie - die es natürlich sowieso verändert.
Es zeigt aber auch auf, dass man gern mal denkt, dass es einen selbst nicht treffen kann.
Mir hat das Buch gefallen - aber das Ende frustriert mich einfach nur - wo sind nur die fehlenden Seiten!?

An dieser Stelle höre ich auf, sonst würde ich vermutlich einen Roman zum Roman schreiben.

Cover des Buches Autumn (ISBN: 9783794180752)
Ferrantes avatar

Rezension zu "Autumn" von Norma Mazer

Ferrante
Rezension zu "Autumn" von Norma Mazer

Ein dichtgewebter, packender kleiner Thriller ist dieser Roman, eines der letzten Werke der anerkannten Jugendbuchautorin Norma Mazer. Die Herbert-Schwestern sind schon kleine, ausgereifte Persönlichkeiten und leiden alle unter der angespannten Familiensituation, da der Vater der Mädchen aufgrund einer Krankheit zur Zeit nicht arbeiten kann. Die Teenager durchleben alle ihre eigenen kleinen Dramen. Kaum bemerken sie den zurückhaltenden, unauffälligen Mann, der sie auf dem Weg zur Schule beobachtet und zum Beispiel im Park anspricht. Doch dann verschwindet plötzlich Autumn, die Jüngste ...

Das Buch liest sich unheimlich flüssig, auch durch die immer sehr kurzen einzelnen Kapitel, die jeweils aus der Sicht eines der Mädchen oder des Mannes geschrieben sind. Stilistisch und inhaltlich werden sehr gut die verschiedenen Persönlichkeiten der Figuren herausgearbeitet, die sich auch in einer unterschiedlichen Erzählweise ausdrücken. Die alltäglichen Sorgen und Ängste und zum Teil skurrilen Gedanken der Mädchen wirken mitreißend, authentisch wie unterhaltsam. Durch den zunächst undurchsichtigen Mann und seine geheimnisvollen Gedankengänge baut sich auch bald Spannung auf. Als die Anspannung in der Familie ihren Höhepunkt erreicht - Stevie soll zu einer Tante verfrachtet werden, um Geld zu sparen - verschwindet auch Autumn. Ihre nachfolgende Gefangenschaft wird sehr spannend, aber nicht reißerisch geschildert. Überhaupt fand ich an diesem Buch fasznierend, wie sich das Drama aus den alltäglichen, kleinen Ereignissen und Gefühlen zusammensetzt. Ebenso auf einer leisen Tonlage, fast schon lakonisch, klingt der Roman dann aus, wenn auch mit einem guten Ende. Wer ein sehr spannendes, aber nicht reißerisches Jugendbuch lesen will, sollte zugreifen!

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