Norman Eckert Mauje

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Inhaltsangabe zu „Mauje“ von Norman Eckert

Mauje, klingt doch gleich viel besser als Mark-Jens, denkt sich Mauje. Was ist schon gegen etwas Modifikation einzuwenden? Mauje korrigiert gerne, jede Geschichte kann so und so erzählt werden. Keine Lügen, nein! Eher schon wie Kunst. Und so erzählt sich Mauje durchs Leben, liefert Geschichten für den Hausgebrauch an zahlende Kunden, hat für jeden eine Wahrheit parat. Doch auf einmal läuft es nicht mehr rund: Aus der Wohnung geflogen, von der Freundin verlassen. Mauje will Linda zurück, aber wie? Durch die ungeschminkte Wahrheit etwa? Und wie lautet die überhaupt?

Für mich... ein Lügner...

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    aba

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    Geschichten oder Lügen? Mark Jens Schreiber, besser gekannt als „Mauje Fabel“ ist ein Geschichtenerzähler. Aus seinen Geschichten versucht er, eine Berufung, einen Beruf, eine Lebenseinstellung zu machen. Diese Geschichten dominieren sein Leben, sie nehmen die Überhand in allen Bereichen seiner Existenz. Für jede Situation hat er eine Geschichte parat. Sie retten ihn in brenzlichen Lagen, sie besorgen ihm die richtigen Frauen in dem richtigen Moment. Eines Tages merkt Mauje, dass seine Geschichten nicht mehr die erwünschte Wirkung auf Andere haben… und sein Dasein, seine ganze Existenz gerät ins Wanken. „Mauje“ ist der erste Roman von dem jungen Autor Norman Eckert. Ein Roman über die Geschichte eines Geschichtenerzählers. Sein Leben, wie er es lebt, leichtsinnig und einfach, wenige Ansprüche und trotzdem einigermaßen zufrieden stellend. Bis eines Tages seine eigenen Geschichten ihn verraten, nicht mehr seine besten Verbündeten sind. Auch wenn der Roman in der dritten Person geschrieben wurde, wird Maujes Perspektive dargestellt. Zwischendurch wird die Erzählung durch „Zeugenaussagen“ unterbrochen. Menschen, die Mauje kennen, berichten über seine Person, über ihre Erlebnisse mit ihm, über diese „Geschichten“, die Mauje ständig erzählt. Dieser Perspektivenwechsel ist, meiner Meinung nach, sehr wichtig damit der Leser einen besseren Gesamteindruck über Mauje und seine Geschichten bekommt. So wird der Leser aktiv in die Handlung eingebunden, denn diese „Zeugen“ erzählen in der zweiten Person. Sie sprechen den Leser direkt an, sie möchten ihn in seinem Urteil über Mauje beeinflussen. Dieser regelmäßige Perspektivenwechsel hat mir am Besten gefallen. Sie runden die Erzählung ab, sie sind teilweise erfrischend und sorgen für eine gewisse Abwechslung. Während ich etwas mehr Schwierigkeiten mit der Erzählform in der Haupthandlung hatte. Es hat etwas gedauert, bis ich „den Dreh“ hatte. Aufgefallen ist mir, dass nie das Wort „Lüge“ für diese Geschichten benutzt wird. Für mich waren es aber das: Lügen. Aber… jeder soll selber urteilen, ob diese Geschichten notorische Lügen oder das Produkt einer besonderen Fähigkeit eines Lebenskünstlers sind. Deswegen bekommt dieses Buch von mir eine Empfehlung.

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    SaraAlcantara

    SaraAlcantara

    23. July 2012 um 23:11
  • Leserunde zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Von der Presse bereits vielgelobt, jetzt interessiert uns eure Meinung: Die Leserunde zu MAUJE von Norman Eckert. Mitmachen kann jeder, der Lust auf die Geschichte vom Geschichtenerzähler hat, des Weiteren gibt es 5 Leseexemplare, mehr dazu unter Bewerbung (bis 20.11.2011 möglich).

    • 188
  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    mecedora

    mecedora

    20. December 2011 um 19:17

    "Am Geschichtenerzählen ist nichts Verwerfliches, das sieht man schon an den vielen Romanen. Niemand wird eine Geschichte an ihrem Realitätsgehalt messen .... Es zählt allein, ob der Rezipient fasziniert und eingefangen wird. Gute Erzähler wissen das." (9) Mauje, eigentlich Mark-Jens, ist Geschichtenerzähler, das Erfinden und Erzählen von Geschichten ist seine Art, mit der Welt, der Realität, seinem Umfeld und auftretenden Problemen umzugehen, ja er verdient sogar sein unzureichendes Brot mit dem Erfinden von Geschichten. Nur ist er kein guter Erzähler, seine Hörer ertappen ihn immer wieder bei seinen Unwahrheiten, seinen Realitäts-Modifikationen, Mauje verstrickt sich immer mehr in ein Lügen-Konstrukt und im Verlauf des Buchs holt ihn alles ein, sein Kartenhaus fällt in sich zusammen, seine (ziemlich graue) Seifenblase zerplatzt, alle Fäden, an denen er hängt, werden gekappt und er fällt... Man kann ihm richtig zusehen dabei, wie er den Boden unter den Füßen verliert und zunächst verzweifelt mit seinen "alten" Strategien, die nicht mehr funktionieren, versucht, wieder ans Ufer zu paddeln. Denn Geschichtenerzählen ist im Grunde das Einzige, was er kann. Er beobachtet sich selbst in deinem Tun und in seinem Scheitern und kann doch nicht umhin, auf der Suche nach seinem Weg immer wieder zu seinen alten, erprobten, aber nicht mehr funktionierenden Strategien zu greifen. Eskapismus ist für mich immer noch der passendste Begriff für das, was Mauje mit seinen Geschichten betreibt. Er flieht vor sich selbst, vor der Realität und vor der Notwendigkeit, einen anderen Weg zu finden, um SEINEN Weg zu finden und zu gehen. "Mauje" ist ein kurzer, aber sehr dichter Roman, der mich sehr beschäftigt hat und den ich sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen habe werden. Norman Eckert entwirft mit seinem Protagonisten eine Figur, die zuerst in ihrem Denken und Handeln fremd wirkt, deren beinah pathologisches Lügen den Leser irritiert und vielleicht sogar abstößt, die zumindest mich aber sehr nachdenklich macht und mich einige Identifikationspunkte finden lässt und mich stellenweise schonungslos auf mich selbst zurückwirft und mit meinem eigenen Handeln und Denken konfrontiert. Der Roman ist mit seinen mehreren Perspektiven interessant konstruiert, auch angenehm geschrieben. Einzig die Häufung von Fehlern v.a. im zweiten Teil des Buchs lassen mich einen Stern abziehen: von mir 4 Sterne für diesen kleinen Band intensiver Psychoanalyse und Soziologie, der mich in Gedanken noch lange beschäftigen wird. Und um mit Mauje zu enden, wie ich diese Rezension mit Mauje begonnen habe: "Schluss mit den Geschichten. Irgendwie." (141)

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. December 2011 um 19:04

    Mauje ist ein kleines, ruhiges Büchlein über einen Geschichtenerzähler, der sein Talent zum Beruf macht. In alltäglichen Situationen, wie beispielsweise beim Schwarzfahren, kommt er schließlich auch damit durch. Doch das Erzählen und Lügen fällt ihm zusehends schwerer. Abwechselnd berichten ein Erzähler und mehrere Bekannte über Mauje und dessen Leben. Die Zwischenszenen lassen ein wenig Dokumentationsfeeling aufkommen. Die eigentliche Geschichte wird immer durch Interviewmonologe durchbrochen. An sich eine nette Idee und in dem kurzen Umfang auch leicht zu lesen, sprachlich gefällt es mir aber nicht. Wenn ich über einen Geschichtenerzähler lese, wünsche ich mir eine schöne, malerische Sprache. Aber dies ist wohl Geschmackssache. Ich bedanke mich bei dem Verlag für das Rezensionsexemplar und eine unterhaltende, teilweise auch amüsante Stunde Lesespaß.

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    Leela

    Leela

    15. December 2011 um 00:22

    Mauje erzählt für sein Leben gern Geschichten. Da sie einen großen Platz in seinem Leben einnehmen und er es sogar schafft, mit einer Geschichte z.B. beim Schwarzfahren durchzukommen, beschließt er, seine Berufung auch zum Beruf zu machen und damit Geld zu verdienen. Er merkt jedoch zunehmend, dass ihm diese Geschichten immer schwerer fallen und beginnt, seine bisherige Lebenseinstellung infrage zu stellen. Norman Eckert schafft es, auf dem geringen Umfang von ~140 Seiten eine wirklich interessante Geschichte zu erzählen. Aus der Perspektive von Mauje und mehrerer Personen, die ihn kennen, wird die Geschichte abwechselnd erzählt und schlägt dabei, ruhige, zwischendurch beinahe philosophische Töne an, ohne den Leser jedoch zu langweilen. Einige der beschriebenen Szenen, in denen Mauje sich durch eine seiner Geschichten aus der Affäre zieht, sind sogar sehr amüsant - ich hätte glatt noch ein paar Kapitel mehr davon lesen können. Vor allem ist "Mauje" aber ein sehr ungewöhnliches Buch mit einem Protagonisten, dem man so noch in keinem Buch begegnet ist. Wer ein dünnes, ruhigeres Buch sucht, dem es jedoch nicht an einer spannenden Handlung und etwas Witz fehlt, ist hier gut aufgehoben.

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    11. December 2011 um 15:45

    dieses buch empfehle ich gerne weiter, es hat mir sehr gut gefallen, war interessant und auch tiefgründig. es enthält einige lebensweisheiten und ist sehr unterhaltend. ein geschichtenerzähler, der sich durchs leben erzählt und irgandwann dann nicht mehr weiter kann. er sucht einen, seinen weg, um wieder erzählen zu können und andere begleiten ihn dabei. dieses büchlein werde ich definitiv nach einiger zeit nochmal lesen, da es mich berührt und auch begeistert hat.

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    bücherelfe

    bücherelfe

    01. August 2011 um 15:16

    Es ist immer wieder spannend, einen neuen Verlag zu entdecken. Michason & May werde ich nach der Lektüre von "Mauje" auf jeden Fall im Auge behalten. Ich klappe das Buch zu und frage mich, ob das wirklich nur 141 Seiten waren. Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich soeben einen mehrstündigen Dokumentarfilm gesehen. Es scheint also was dran zu sein an Mark-Jens Schreiber, der die Begabung hat, plausible Geschichten zu erfinden „Es war, als versuche man auf einem morschen Steg zu balancieren, das geht nicht lange gut. Man muss mit jedem Schritt Angst haben, einzubrechen, das ist unberechenbar und doch irgendwie vorhersehbar, jede weitere Bewegung kann der Auslöser sein" Aus Mark-Jens Schreiber wird der professionelle Geschichtenerfinder Mauje Fabel. Aus allen Gesellschaftsschichten kommen Menschen zu ihm um sich zeigen zu lassen, wie man sich aus einer Schwierigkeit möglichst elegant herausreden kann. Mauje beschäftigt sich also damit, was andere wollen, was andere denken, wie andere auf Masche X oder Masche Y reagieren könnten und vergisst bei alledem das Allerwichtigste: Sich selbst. Ideen am Fliessband zu produzieren ist nicht so einfach; Musen küssen schliesslich auch nicht auf Knopfdruck und so geschieht das Unvermeidliche: Die Ideen gehen ihm aus. Was dann? Gespickt mit Lebensweisheiten ist dieser nur 141 Seiten dicke Roman eine kleine Perle, die man immer wieder zur Hand nehmen kann und wohl je nach gerade herrschender Stimmung immer wieder Neues entdeckt. Mauji und sein Tun wird seiner Leserschaft von verschiedenen Seiten näher gebracht. Mal ist es ein Kunde, mal seine Ex-Freundin, mal ein unbekannter Erzähler. Jede Stimme hat ihren eigenen Ton, ihre eigene Sprachmelodie. Das wirkt einerseits unruhig, andererseits ist es wie im wahren Leben. Geschichten eben.... Fazit: Vorsicht: Zwischen den Buchdeckeln versteckt sich ein ganzer Dokumentarfilm. Absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Mauje" von Norman Eckert

    Mauje
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2011 um 21:49

    - Seine Worte fielen mir wie Porzellan vor die Füße, unerträglich lärmend, es schnürte mir den Hals zu und ich wusste nicht, was ich tun sollte, außer es aufzukehren. - Als Kind habe ich mir oft Geschichten ausgedacht, um Freunde zu gewinnen. Eigentlich habe ich mir meine eigene Geschichte geformt, aber irgendwann leider den Überblick verloren. Ich wusste selbst nicht mehr wo meine Dichtung angefangen und die Wahrheit aufgehört hatte. Auch Mark Jens Schreiber erging es so. Allerdings entdeckte er irgendwann, dass er mit seiner guten Vorstellungskraft auch Geld verdienen kann. Als Mauje Fabel entwickelt er für andere Menschen Geschichten, die so nachvollziehbar und natürlich wirken, dass sie das reale Leben verändern können. Sein erster Auftraggeber ist mehrfach mit einer Sekretärin fremdgegangen, wollte dies aber vor seiner Frau anders darstellen und sie zurückgewinnen. Mit Maujes Geschichte erreicht er sein Ziel. Doch wer jetzt denkt, dass es sich bei Norman Eckerts Werk um eine bloße Zusammenstellung der Auftragsgeschichten handelt, liegt völlig falsch. Mauje ist ein sehr tiefgründiger Text, der sich mehreren gesellschaftlichen und individuellen Themen widmet und dabei unseren täglichen Umgang miteinander beleuchtet. Mauje steht, zumindest aus meiner Sicht, exemplarisch für einen Menschen, der sich in der Gesellschaft verliert. Die vielen Möglichkeiten, die uns heute gegeben werden, erschweren es zu erkennen, was richtig oder falsch ist. Gleichzeitig verschwindet dadurch ein gewisser Halt, der hin und wieder eine Reflexion der eigenen Person ermöglicht. Mauje weiß genau was andere von ihm erwarten und was er sagen oder machen muss, damit man ihm wohlgesinnt ist. Doch was will er selbst? Wer ist er überhaupt? Darauf hat er noch keine Antwort gefunden. Noch nicht einmal in der Literatur, die er immer wieder zu Rate zieht. Und als dann auch noch die guten Ideen ausbleiben und damit auch die selbst erschaffene Welt zerbricht, verliert er sich vollends. Eckert benutzt auf der einen Seite eine recht einfache und sehr moderne Sprache. Auf der anderen Seite ist der Text gefüllt mit wunderschönen Lebensweisheiten und Bildern. Durch den Erzähler, der in der dritten Person spricht, hat man den Eindruck von oben in ein Becherglas zu schauen, in dem Mauje lebt. Man schüttelt den Kopf, würde ihn am liebsten schütteln und anschreien, ist aber zu weit entfernt. In anderen Momenten bemitleidet man ihn wieder und würde ihn gerne trösten. Diese Betrachtungsweise wird durch kleine Szenen unterbrochen, in denen Freunde des Protagonisten etwas über ihn erzählen. Man sitzt gemütlich zusammen, trinkt einen Kaffee oder raucht eine Zigarette. Die Sprache ist in diesen Abschnitten anders als in der Kerngeschichte. Die Ansprache ist direkter (erste Person) und wirkt eher wie ein Bericht. Man fühlt sich so, als betrachte man eine Dokumentation im Fernseher. Der Wissenschaftler entfernt sich in diesen Momenten von seinem Forschungsobjekt und arbeitet im Freiland. Auf dem Weg zurück in das Labor fragt man sich dann teilweise, ob man wirklich über dieselbe Person gesprochen hat. Fazit: Aus meiner Sicht ist dieses kleine Buch eine wundervolle soziologische Studie, ein unterhaltsames Werk, ein kleines Heft voller Lebensweisheiten und einfach sehr empfehlenswert.

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