Norman Mailer Die Nackten und die Toten

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Inhaltsangabe zu „Die Nackten und die Toten“ von Norman Mailer

Das berühmteste Antikriegsbuch: Ein Meisterwerk der amerikanischen Literatur Mit seinem Debütroman „Die Nackten und die Toten” wurde der 25-jährige Norman Mailer über Nacht weltberühmt. 1944 meldete er sich freiwillig als Soldat und kämpfte auf amerikanischer Seite im Pazifik. Als Augenzeuge beschreibt er im Stile einer Reportage den Alltag an der Front mit all seinen Schrecken. Vielmehr aber beschäftigt sich Mailer mit den Beschreibungen seiner Kameraden, mit ihren Gefühlen, ihrer Angst und ihrem Leidensdruck. Dadurch werden sie aus ihrer Anonymität sichtbar und lebendig gemacht. Neben der persönlichen Geschichte steht immer die Frage im Vordergrund: Was geht in einem Menschen vor, der auf Befehl sogar in den Tod geht? Ein Buch, das auch nach Jahrzehnten noch hochaktuell ist und die ganze Absurdität eines Krieges zum Ausdruck bringt. Ein Meilenstein der Literatur, überwältigend, erregend und klug.
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  • Rezension zu "Die Nackten und die Toten" von Norman Mailer

    Die Nackten und die Toten

    rebeccabuch

    05. July 2012 um 18:06

    Mailer ist unbestritten einer der größten Dramatiker Amerikas. Dass er allerdings mit diesem Buch nur einen sehr eingeschränkten Leserkreis begeistern konnte liegt auf der Hand. Kritik an der Army in den 1950ern war in den USA verpönt - damit hatte er sich seinen "größten Absatzmarkt" selbst verbaut. Das vermag allerdings nichts daran zu ändern, dass ihm hier ein ganz großer Wurf gelungen ist.

  • Rezension zu "Die Nackten und die Toten" von Norman Mailer

    Die Nackten und die Toten

    Thaila

    20. March 2010 um 16:33

    Norman Mailer gehört zu den großen amerikanischen Autoren, die den Zweiten Weltkrieg beschrieben und mit dem Mythos dieses Krieges als guten und gerechten Krieg gebrochen haben. Der Autor beschreibt eine Kampagne auf einer fiktiven Pazifikinsel. Der Kampf der US-Army ist in der Tat wenig heroisch und die Soldaten keine Helden. Ihre Gedanken sind eher von der Lust auf Frauen und Alkohol und dem Überlebenstrieb geprägt, als von heldenmütiger Kriegsbegeisterung. Kämpfe werden in dem Roman kaum beschrieben, der Alltag der Männer besteht eher aus Langeweile, Streitigkeiten und Machtkämpfen untereinander und harter Arbeit. Norman Mailer ist mal als der Autor beschrieben worden, der am besten in der Lage sei, vollkommene körperliche und seelische Erschöpfung zu beschreiben. Dem kann ich nur zustimmen, über Seiten und Seiten. Dementsprechen anstrengend ist das Lesen manchmal auch. Dazu trägt auch, dass nur wenige Charaktere im Buch sympathisch sind Obwohl Mailer sich eines psychologischen Realismus bedient, ausführlich auf die Gefühle und Gedanken der Protagonisten eingeht und ihr Leben vor dem Krieg beleuchtet, bleiben einem die Charaktere seltsam fern. Am eindrücklichsten fand ich, wie Mailer das Funktionieren der Armee beschreibt. Er unschreibt dies mit der Metapher "Angstleiter", die die Soldaten dazu zwingt, Dinge zu tun, die ihnen vollkommen fremd sind. Und das ist nicht unbedingt das Töten, denn viele Charaktere finden darin eine beängstigende Befriedigung. Es ist vor allem die Fähigkeit den eigenen Körper über jede Grenze hinaus zu zwingen. Die grundsätzliche Botschaft von Mailers Text mag seinerzeit neu und schockierend gewesen sein, nämlich, dass Krieg nicht gut sein kann und das die Umstände des Krieges zwangsläufig das Schlechteste im Menschen hervorbringt. Mittlerweile ist dies ein Allgemeinplatz. Trotzdem lohnt sich die Lektüre von Mailers Buch, wenig Autoren ist es gelungen, Krieg so nüchtern dazustellen und das Funktionieren einer Armee wie mit einem Seziermesser auseinander zu nehmen.

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  • Rezension zu "Die Nackten und die Toten" von Norman Mailer

    Die Nackten und die Toten

    Loki

    15. April 2008 um 09:56

    Das Gesicht des Krieges. Kein falsches Heldentum, keine patriotischen Phrasen.

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