Norman Ohler Die Quotenmaschine

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Inhaltsangabe zu „Die Quotenmaschine“ von Norman Ohler

"Willkommen zu: Die Quotenmaschine. Willkommen in Manhattan, wo die Quotenmaschinisten frei durch die nächtliche Stadt flottieren, mit Drogen vollgepumpt, in sexueller Ekstase oder sonstwie auf der Flucht vor der Geschichte und den eigenen Biographien." Dies ist die Geschichte von Ray, der als stummer Detektiv Maxx Rutenberg Welt und Cyberwelt vermischt, um der eigenen Identität auf die Spur zu kommen. Als Hypertext bereits teilweise im Internet, gibt es "Die Quotenmaschine" nun auch als Buch. (Quelle:'Fester Einband')

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  • Kunst kann nerven, für weg aber zu schade , so wohin ???

    Die Quotenmaschine
    thursdaynext

    thursdaynext

    10. December 2013 um 14:55

    Eine Gemeinschaftslesung von rallus & thursdaynext Teil 1 "Sie können damit wenig anfangen? ABER - ME-NE-DAMENUND-HER-REN! Das macht doch nichts!" Doch, tut es! Immer wieder blitzen kleine wahrhaftig edelglitzernde Schmucksätze & Satzschätze aus der Quotenmaschine ....... "Kult- Uhr murmelt er, Kult- Uhr in uns drin damit wir richtig ticken. Unnötiger Lärm verboten.“ „Ein Blaulicht wäscht über ihn .....„ „Rays Augen sind gerötet vom Druck des Orgasmus . Gehirn neu formatiert. „ „Curry Atmosphäre die von unten aufsteigt...“ "Humaner als die menschliche Stimme, dachte Maxx. Humaner als Worte, weil Worte zu Anweisungen werden und Anweisungen Leben betondefinieren. ."Max versuchte mit seiner Stirn eine Friedenstaube zu falten , gab exorbitantes Trinkgeld " Fieberhaft, gefesselt liest man sich durch ....... um dann ....den Faden verloren .......im labyrintischen WirrwarChaos entnervt zu überfliegen. Gegen Ende des Schnipselromanversuchs lustlos und frohenttäuscht zuzuklappen. New York, Einsamkeit, Internet , ein Detektiv auf der Suche nach sich selbst, Organhandel, Mord, Freakshows, Liebe, Sex , Trips …………………………. WAS Hätte Dar-AUs entstehen können, wenn , wenn , wenn dem Autor nicht so daran gelegen wäre : S. 245 „ ....daß es darum geht Erwartungen zu täuschen, die unflexiblerweise von einer Entwicklung ausgehen, die aus der unmittelbar vorausgehenden Situation erwächst und nicht aus der Idee des Ganzen. Gute Kunst tut genau jenes: Über das Ganze reflektieren und dogmatisch über lineare Schemata hinweggehen, denn: Die einzige Stabilität heisst Unsicherheit wagen.“ Fazit: Ohlers Anspruch und Hoffnung: Zitat S 245 „ Schaffe mit deinem ersten Satz Neugierde auf den zweiten und mit dem zweiten Neugierde auf den dritten.“ Ist mit mir als Leser nicht geglückt. Die Neugierde erschlaffte nach dem ersten Drittel wie ein über Wochen hängender, übriggebliebener Geburtstagsballon. Scheiterte am wild interpretierenden Verständnisproblem und an meiner Unfähig-, Willigkeit zur Flexibilität, dem immer drängenderen Wunsch auf die Sch.... Kunst zu pfeifen und ordentliche Schreibe abzuliefern. Dies als Warnung und Lockmittel zugleich an potentielle Leser. Macht euch euer ganz individuelles Kopfkino auf. Es lohnt ..... ab & an, oder je nach Eigenkunstverständnis. Teil 2 hier zu finden: http://www.lovelybooks.de/autor/Norman-Ohler/Die-Quotenmaschine-144698840-w/rezension/1070200157/

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  • Kunst versus 'Kann das weg?'

    Die Quotenmaschine
    rallus

    rallus

    10. December 2013 um 14:36

    Eine Gemeinschaftslesung von Thursdaynext und Rallus: Teil 1 (Kunst) [Teil 2 am Ende] 1996 bestand das Internet noch größtenteils aus wenigen losen zusammenhängenden Servern, die heutige Bilder-Video und Musikflut war noch weit entfernt. Internet war Text, Buchstaben, Zeichen und genau dort setzt Norman Ohler an. Ursprünglich als lose Textsammlung in genau diesem Internet veröffentlicht, hat er seine Texte zusammengenommen und ein Buch daraus gemacht. Um zu zeigen dass man das Medium Buch nicht mehr braucht, was die Idee durch die Buchveröffentlichung doch gewissermassen persifliert. Nach heutiger Sicht (und wir sind 'nur' 17 Jahre weiter) haben sich die Unkenrufe bezüglich Bücher nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, der Buchmarkt ist größer denn je. War die Buchveröffentlichung demnach ein Geniestreich? Wenden wir uns dem Roman/Gedankensplitter zu. Eine Inhaltsangabe ist fast unmöglich. Ohlers Roman ist dem Cyperpunk zuzurechnen und dort sind epische fortlaufende Romane nicht zu erwarten. Ganz im Sinne von Neuromancer springt er von einer Idee zur anderen und verbirgt den Haupthelden einen stummen Detektiv/einen Mörder hinter einer undurchdringlichen Maske aus LSD/Persönlichkeitsspaltung. Dazu passt es dass dieser aus dem Leib einer bei einem Unfall toten Frau entsprang - sein Aufwachsen im Mutterleib schon von einer Maschine abhängig. Maxx ist Ray vorher/nachher überwacht/liebt Zara/Ließa, findet Dokumente des toten Vaters in denen er in die Vergangenheit von Zara taucht. Wie im Neuromancer ist dies keine durchgehende Geschichte, Aphorismen/Gedankensplitter: ist durch: die Interpunktion: Anders. Maxx ist stumm weil: "Humaner als die menschliche Stimme, dachte Maxx. Humaner als Worte, weil Worte zu Anweisungen werden und Anweisungen Leben betondefinieren." Ohler spielt mit Verben, Adjektiven: erfindet: neu! Ohlers Text hat seine lichten Momente, er spielt mit dem neuen Medium, manches ist als Vision zu sehen. "Das Gefühl viel zu vergessen, viel mitzubekommen, durch so vieles hindurchzuhasten, ohne jemals zu bleiben." Dieses Gefühl kennt heute jeder der surft und sich im Internet aufhält. Zaras Texte, Vergangenheit loopen, Ohler baut eine Wiederholungsschleife ein, die erst spät sichtbar wird. Sein Computer hat einen Namen: Kitten. "Kitten wartete auf Befehle. Völlig unaufgeregt das Gerät, deshalb überlegen" Am Schluss begibt er sich wieder in die Realität, die aber nicht besser ist als das Netz. Die Quotenmaschine zwingt zum intuitiven Lesen, es ist nicht fortlaufend, sucht das heraus was Euch gefällt, lest es nochmal, findet was anderes. Es ist wie im Netz, Veränderung ist die Beständigkeit. Insgesamt 3 Sterne, manches mal 7 Sterne, manches mal -8 (eben: so wie im Netz) Teil 2 ist hier: http://www.lovelybooks.de/autor/Norman-Ohler/Die-Quotenmaschine-144698840-w/rezension/1070195066/

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