Norman Ollestad Süchtig nach dem Sturm

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Inhaltsangabe zu „Süchtig nach dem Sturm“ von Norman Ollestad

'Am 19. Februar 1979, kurz nach Sonnenaufgang, geriet unsere Cessna in einen Schneesturm und knallte in einen schroff abfallenden 2650 Meter hohen Berg. Mein Vater war 43, seine Freundin Sandra 30 und ich war 11 Jahre alt. Am Ende einer 9-Stündigen Feuerprobe war ich der einzige Überlebende.'

Während andere Kinder Fahrradfahren und Ball spielen, fährt Norman halsbrecherische Skirennen und suft mörderische Wellen. Immer angehalten von seinem Vater, Big Norman, den er gleichzeitig hasst und anbetet. Als er den gefahrvollen Abstieg in Schnee und Eis alleine meistert, dankt er nicht Gott, sondern seinem Vater, der ihn den Umgang mit der Angst gelehrt hat.

Norman Ollestad erzählt geradezu atemlos von seiner Kindheit im Malibu der 70er Jahre und von dem dramatischen Absturz in den Bergen. Vor allem aber erzählt er von der einzigartigen Beziehung zu dem Vater, der das Risiko anzog wie ein Magnet, dessen Willenskraft und unzähmbare Passion ihn immer wieder verzauberten. Eine mitreißende Hommage an das Leben, das immer mehr sein sollte, als nur zu überleben.

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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  • Süchtig nach dem Sturm – Norman Ollestadt

    Süchtig nach dem Sturm

    Herbstrose

    07. May 2013 um 14:25

    Der Elfjährige Norman Ollestad war auf dem Weg zwischen zwei Sportveranstaltungen, als am 19.2.1979 die Cessna im Schneesturm am 2650 Meter hohen Ontario Peak zerschellte. Er überlebt leicht verletzt, sein Vater und der Pilot sind sofort tot, kurz darauf stirbt auch Vaters Lebensgefährtin. Dem Jungen steht ein neunstündiger gefährlicher Abstieg im unzugänglichen, extrem steilen und vereisten Gelände bevor. Dreißig Jahre später erzählt Ollestad die Geschichte dieses Überlebenskampfes und in Rückblenden die besondere Beziehung zu seinem Vater. Dieser hat ihn bereits als Kleinkind zu Höchstleistungen im Surfen und Skifahren angespornt und ihm beigebracht, keine Angst zu zeigen und sich niemals unterkriegen zu lassen. So entwickelte sich zwischen Vater und Sohn eine intensive Beziehung, geprägt von Liebe, Bewunderung und Vertrauen. Dieses Vertrauen in sein Können und seine Fähigkeiten war es dann auch, was ihm letztendlich das Leben rettete. „Süchtig nach dem Sturm“ ist ein Buch, das den Leser sofort gefangen nimmt. Man fiebert mit im eisigen Gebirge, man träumt von den heißen Stränden Mexikos, von hohen Wellen und vom weißen Pulverschnee – und erfährt die Geschichte einer ungewöhnlichen Kindheit und einer ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung. Fazit: Eine spannende Autobiographie, die nicht nur für Freunde des Surfens und Skilaufens interessant ist, sondern jeden Leser berühren wird. Daher empfehlenswert ohne Einschränkungen.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Babscha

    16. June 2012 um 00:25

    In diesem stimmungsvollen, sehr persönlichen Lebensrückblick zeichnet der Autor noch einmal die wahrhaft turbulenten Erlebnisse seiner frühen Jugendjahre in den 70ern des letzten Jahrhunderts nach und entführt den Leser in die Welt des von allen nur „Little Norm“ genannten Jungen. Er ist Scheidungskind, schlägt sich die Woche über mehr schlecht als recht bei seiner bürgerlich orientierten Mutter und ihrem Lebensgefährten im kalifornischen Topanga Beach durch. Am Wochenende jedoch öffnet ihm sein völlig unkonventioneller Vater, genannt „Big Norm“, die Türen in völlig andere Welten, nämlich die des Extremskifahrens in den Bergen der westlichen USA und des kunstvollen Wellenreitens an kalifornischen und mexikanischen Stränden. Immer auf Achse also, für den kleinen Burschen emotionale Achterbahn im permanenten Zwiespalt zwischen absoluter Begeisterung und Hingabe an den Sport und Angst vor Überforderung und dem ultimativen Unfall. Bis sich dann im Alter von elf Jahren tatsächlich alles verändert. In dichtem Schneetreiben zerschellt das Kleinflugzeug mit ihm, seinem Vater und dessen Freundin an Bord auf dem Weg zu einem Sportevent an einem Berggipfel. Eine unvorstellbare Ausnahmesituation. Und nur der kleine Norman schafft es aufgrund seiner mentalen wie körperlichen Konditionierung, dieser Katastrophe zu entrinnen und den unglaublichen Abstieg vom Berg zu überleben. Der Aufbau des Buches in ständigem Wechsel zwischen Rückblenden auf sein früheres Leben und die Situation unmittelbar am Berg mit einem finalen erzählerischen Sprung drei Jahrzehnte nach vorn in die heutigen Tage ist gut gemacht. Tragende Säule und Kernthema des Buches ist aber die Schilderung der bewegenden und innigen Beziehung zwischen dem ehrgeizigen Vater, dem Freidenker, der nichts mehr will, als seinen Sohn für seinen Sport zu begeistern, damit dieser genau wie er im Steilhang mit Pulverschnee oder im Herzen einer tube „die ganze Scheiße einfach mal ausblenden kann“, und seinem Sohn, dem sich trotz wiederholter innerlicher Rebellion gegen den permanenten Druck und eine Kindheit abseits von Normalität nach und nach die ganze Schönheit und das Einssein mit der Natur erschließen. Und er erkennt später deutlich auch das eigentliche Ziel seines Vaters, nämlich ihn durch das Ausloten und Austesten von Grenzsituationen innerlich stark und selbstbewusst zu machen, was ihm dann ja auch das Leben rettet und ihn nach vielen Jahren der Verzweiflung zuletzt auch den Tod des Vaters verkraften lässt. Wie Ollestad in dem Buch einerseits teils abgeklärt seinen jahrzehntelangen Selbstfindungsprozess beschreibt, um im nächsten Moment sensibel und intensiv in dialogstarke wie stille Momente des Glücks an der Seite seines Vaters abzutauchen, das ist einfach großartig und lesenswert. Ein außergewöhnliches Leben, eine ehrliche und berührende Lektüre. Volle Punktzahl!

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    WinfriedStanzick

    11. April 2012 um 15:11

    Dieses autobiographische Romandebüt des Amerikaners Norman Ollestad mutierte in den USA nach seinem Erscheinen zu einem preisgekrönten Bestseller. Norman Ollestad erzählt darin die wahre Geschichte eines Flugzeugabsturzes, bei dem sein Vater und dessen Lebensgefährtin ums Leben kamen, der damals elfjährige Norman aber den Absturz überlebte. Dreißig Jahre später schreibt er nicht nur die abenteuerliche Geschichte dieses Überlebenskampfes in hohem und unzugänglichem Gebirge auf, sondern er wechselt die Kapitel ab. Nachdem er über zunächst wenige Seiten von der Absturzstelle berichtet, schiebt er, mit dieser Szene abwechselnd, lange Kapitel ein über seine Kindheit bis zu dem verhängnisvollen Tag. Seine Beziehung zu seinen Eltern, insbesondere seinem Vater, Big Norm genannt, der seinen Sohn, den er immerzu "Ollestad" nennt, seit dessen viertem Lebensjahr im Surfen, Skifahren und Eishockeyspielen zu Höchstleistungen treiben will. Der Vater ist ein Lebenskünstler, leicht verrückt, und er möchte seinem Sohn nur eines beibringen: keine Angst zu haben und sich im Leben von nichts und niemandem unterkriegen zu lassen. Die Liebe des Sohnes zu diesem Vater und die Bewunderung scheint auf fast jeder Seite dieses Buches durch, das ich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen gelesen habe. Denn auf solche Weise würde ich meinen Sohn niemals trimmen. Norman Ollestad hat als Junge vieles seinem Vater zu Liebe gemacht, den er als Familienvater schon früh verlor, weil er sich von seiner Mutter trennte. All das, so der Autor, was der Vater ihm beibrachte, hat ihm zwar nach dem Absturz das Leben gerettet, doch es wäre nie zu dem Absturz gekommen und dem Tod des Vaters und seiner Freundin, wenn er nicht rastlos von einem Sportevent zum anderen hätte fliegen müssen. Vielleicht hat Norman Ollestad dieses Buch auch geschrieben, damit er mit seinem heute achtjährigen Sohn nicht das Gleiche tut wie sein Vater mit ihm. Ich kann dem Buch auch literarisch nicht sehr viel abgewinnen.

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  • Die Geschichte einer besonderen Freundschaft

    Süchtig nach dem Sturm

    Stefan83

    02. November 2011 um 09:21

    Die Vater-und-Sohn-Thematik ist nicht nur ein sehr beliebtes Motiv in der Literatur, sondern scheint auch unerschöpfliche, neue Möglichkeiten zu bieten, diese prägende Beziehung innerhalb der Familie in den verschiedensten Facetten darzustellen. Zuletzt machte David Gilmour mit „Unser allerbestes Jahr“ auf sich aufmerksam, in welchem der Autor die Geschichte von sich und seinem schulmüden Sohn schildert, den er mittels einfallsreicher DVD-Pädagogik zurück auf den rechten Weg gebracht hat. In der Werbung hoch gepriesen, stellte sich das Werk bei näherer Betrachtung als recht banale Unterhaltungslektüre mit wenig Tiefgang heraus. Vielleicht ein Grund, warum ich eher zögerlich zu Norman Ollestads „Süchtig nach dem Sturm“ gegriffen habe, das, wie Gilmours Buch, auf einer wahren Begebenheit beruht und rückblickend in Ich-Form von einer wahrlich außergewöhnlichen Kindheit in den 70er Jahren erzählt. „Süchtig nach dem Sturm“ ist dabei aber mehr als nur eine autobiographische Erinnerung. Es ist ein Blick zurück in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts, in eine Zeit, in der der Wunsch nach Freiheit das Leben vieler bestimmte und besonders von einer Gruppierung auf den Wogen des Meeres ausgelebt wurde: den Surfern. Einer davon ist auch Norman Ollestads Vater, den alle nur „Big Norm“ nennen und der an den Küsten Kaliforniens stets aufs Neue sportlich an seine körperlichen Grenzen geht. Nur bei waghalsigen Abenteuern und unter halsbrecherischem Risiko findet er die Seligkeit, kann er der Angst ins Gesicht lachen, welche er als einzige Beschränkung in seinem Leben sieht. Diese Erfahrung lehrt der unersättliche Lebemann auch seinen Sohn, den er schon in jungen Jahren zu Höchstleistungen auf Skipisten, Eishockeyfeldern und den Wellen antreibt, dem er alles abverlangt, um ihm dieselbe Freiheit spüren zu lassen. „Big Norm“ braucht das Adrenalin, ist süchtig nach dem Sturm und soll schließlich auch in diesem ums Leben kommen. Während eines Fluges über die winterlich verschneiten San Gabriel Mountains im Jahre 1979 stürzt er aufgrund eines Pilotenfehlers mitsamt seiner Freundin und dem gerade mal 11-jährigen Norman ab. Die beiden Erwachsenen sterben am eisigen Gipfel. Norman meistert als einziger den gefahrvollen Abstieg von der Absturzstelle und überlebt. Überlebt, weil sein Vater ihm gelehrt hat, die Angst zu meistern und er es schafft, weit über seine Grenzen hinauszugehen... Norman Ollestad schildert in zwei parallel laufenden Handlungssträngen seinen Überlebenskampf am Berg und die ungewöhnliche Kindheit im Surfer-Milieu Kaliforniens. Und besonders der letztere Teil der Geschichte ist es, der den Leser zu fesseln und zu rühren vermag. Als Scheidungskind aufgewachsen, sieht Norman seinen Vater stets nur an den Besuchstagen, welche bis auf die letzte Sekunde im Freien ausgenutzt werden. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird das Surfbrett herausgeholt. Und selbst wenn der Sohn keine Lust hat, so empfindet er doch zu viel Respekt und Ehrfurcht davor, seinem Vater etwas abzuschlagen. Dessen leuchtende Augen, dessen Begeisterung. Sie ist ansteckend. Voller Stolz und doch auch ängstlich, versucht er seinem Dad gerecht zu werden. Er taucht in die Tunnel derselben riesigen Wellen ein, nimmt im Winter an den steilsten Ski-Abfahrten teil. Keine Herausforderung ist zu groß, keine Kompromisse werden gemacht. In Abwesenheit seiner Mutter und des alkoholkranken Stiefvaters Nick ist die Freiheit sein Antrieb und das Ziel zugleich. Er ist ein junges Abbild des Vaters, eines Mannes, der eine charismatische Persönlichkeit gewesen sein muss, und in seiner Karriere als FBI-Mann sogar dem allmächtigen Direktor J. Edgar Hoover die Stirn geboten hat. Zu zweit sind Vater und Sohn immer auf der Suche nach der nächsten Welle. So auch während eines Trips nach Mexiko, den sie eigentlich unternehmen, um Normans dort lebenden Großeltern eine Waschmaschine zu bringen. Eigentlich, denn „Big Norm“ muss natürlich auch aus dieser einfachen Reise durch Mexiko ein echtes Abenteuer machen und jeden surffähigen Strand auf dem Weg ansteuern. Es sind besonders die farbenfrohen und facettenreichen Schilderungen Ollestads in diesem Abschnitt, welche mich letztlich für dieses Buch begeistert haben und zudem andeuten, dass der Autor mehr kann, als nur aus der Erinnerung heraus zu erzählen. Musste man sich, wie der junge Ollestad, noch vorher durch die Eiswüste der Berge durchbeißen, kommt hier nun das Lebensgefühl des Vaters voll zum tragen. Man spürt den Freiheitsgeist, diesen Spirit der 70er Jahre, lässt sich von der Sonne, den Stränden und Wellen gleichermaßen mitreißen. Nichts kann uns aufhalten. Wir sind golden. Was Norman Ollestad rückblickend beschreibt und neu zum Leben erweckt, macht die Faszination dieses Buches aus. Für die ältere Generation ist es die Wiedererweckung von Erinnerungen, für die heutige, ein Einblick in eine komplexe, aber auch sehr intensive und liebevolle Vater-Sohn-Beziehung aus den 70er Jahren, welche besonders nochmal im letzten Drittel dem Leser nahe geht und ihn schlucken lässt. Zwar hätte „Süchtig nach dem Sturm“ zweifellos auch ohne diese Dramatik des Flugzeugabsturzes funktioniert. Gerade aber für den Abschluss der Geschichte, in der quasi der Stab an den nächsten Sohn weitergegeben wird, ist sie schließlich enorm wichtig. Insgesamt ist „Süchtig nach dem Sturm“ eine auf jeder Seite energiegeladene Erzählung über eine besondere Freundschaft innerhalb einer Familie. Eine Erzählung, die den Leser geistig auf Reisen nimmt und in eine völlig andere Zeit versetzt. Kein Meisterwerk, aber eine Lektüre, welche man aufgrund ihrer plastischen Lebendigkeit nicht zur Seite legen will.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Karin1970

    31. July 2011 um 15:57

    „Das Flugzeug, das in dichtem Nebel in den Bergen oberhalb von LA unterwegs war, stürzte gestern Vormittag ab. Hubschrauber suchten Stundenlang nach dem Wrack und Überlebenden, und wie es sich zeigte gab es nur einen: den elfjährigen Norman Ollestad. Sein Vater und der Pilot kamen bei dem Absturz ums Leben. Eine weitere Person „Sandra Crestman“ starb.“ Parallel erzählt Norman Ollestad aus zwei entscheidenden Jahren seines Lebens. Zum einem das Jahr vor dem Absturz und das Jahr nach dem Absturz. Schon mit zwei Jahren surft Norman auf den Schultern seines Vaters. Dieser treibt ihn immer wieder zu Höchstleistungen an. Aufgewachsen am Strand von Topango ist Surfen das, was ein Junge können muss. Aber auch das Skifahren und Eishockey liegt ihm im Blut. Er hat bei den südkalifornischen Slalommeisterschaften gewonnen, fährt von dort aus zu einem wichtigen Eishockeyspiel und am nächsten Tag sollte es per Flug zur Übergabe des Pokals gehen. Aber das Flugzeug erreicht sein Ziel nicht. Der Pilot verliert die Kontrolle über das Flugzeug und stürzt ab. Norman kann sich und Sandra aus dem Frack retten. Sie hängen in einer Eiswand fest. Der Abstieg ist fast unmöglich, aber Normans Vater hatte ihm alle Angst und Bequemlichkeit abtrainiert. Und ohne es zu wissen auf diesen einen Tag vorbereitet. In diesem Doku-Fiktionalen Roman erzählt uns Norman Ollestad, wie es kam, dass er als einziger diesen Absturz überlebte. Weit 30 Jahre nach dem Absturz verfasst er den Roman „Süchtig nach dem Sturm“. Er nimmt uns mit in die Freiheit der 70er Jahre und zeigt uns seinen Überlebenskampf in den schneebedeckten Bergen. Die Geschichte kommt sehr authentisch rüber. Der Aufbau der Vater-Sohn-Geschichte und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist sehr gut gelöst. Die Details über Surfen und Skifahren halten sich sehr in Grenzen und überfordern den Leser nicht. Ich interessiere mich für beides nicht und konnte dennoch sehr gut mit den Slang umgehen. In diesem Roman geht es auch vielmehr um Verlust und die Verarbeitung dessen. Eine Geschichte die ebenso impulsiv wie leidenschaftlich ist.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Leselounge

    INHALT: Eine Biografie die in bildreichen Sätzen von einer Vater-Sohn Beziehung, einem Flugzeugabsturz, einem Überlebenskampf und dem Erwachsenwerden erzählt. Der Autor Norman Ollestad stürzte im Alter von 11 Jahren gemeinsam mit seinem Vater und dessen Freundin in einem Kleinflugzeug über einem amerikanischen Gebirge ab. In atemraubenden detailreichen Wortketten schildert er den Versuch sich an der vereisten Bergwand entlang bis ins Tal zu retten. Dabei springt er immer wieder ein Stück in die Vergangenheit zurück um dem Leser klar zu machen, was ihn zum Durchhalten bewegt. Nämlich das, was sein Vater ihn gelehrt hat: Nicht aufgeben, durchhalten. Die Ehrgeizigkeit mit der sein Vater ihn bereits in sehr jungen Jahren in verschiedenen Sportarten angetrieben hat, lässt Norman jetzt verbissen um sein Leben kämpfen. MEINUNG: Ich hatte stets mit der für mich zu bildhaften Sprache zu kämpfen. Die Szenen, die den Abstieg in Schnee und Eis beschreiben, sowie die Schilderungen bei den Surfaktionen sind mit einigen Fachbegriffen gespickt und so konnten sich beim Lesen oftmals keine Bilder vor meinem inneren Auge zusammensetzen. Dennoch habe ich verstanden, was das Handeln des Vaters für den Sohn letztendlich bedeutete und ich war nach Schließen des Buches sehr bewegt.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Bri

    Wie verkraftet ein Elfjähriger, dass er als einziger bei einem Flugzeugabsturz überlebt? Und wie - um Himmels willen - schafft er es, einen vereisten Berg abzusteigen, auf der Suche nach Rettung? Als ich das erste Mal von "Süchtig nach dem Sturm" las, war ich erschüttert und fasziniert zugleich. Eine spektakuläre Geschichte, die sich da auftat. Autobiographisch und doch in einem Roman verpackt. Nachvollziehen zu können, wie man ein solch traumatisches Erlebnis überstehen und damit leben kann, fand ich äußerst spannend. Die Botschaft von Norman Ollestadts "Süchtig nach dem Sturm" geht viel weiter über das hinaus, was man sich nach den Verlagsangaben erwarten könnte. Nicht nur die Vater-Sohn-Beziehung wird offen und ehrlich aus der Sicht des damals elfjährigen Norman dargestellt. Erstaunlich dabei ist, wie gut sich Ollestadt an Einzelheiten erinnern kann. Und wie gut er diese den Lesern zugänglich macht. Dem einen oder anderen mag der Lesefluss durch die detailgetreue Beschreibung eines Tuberides oder einer Abfahrt auf vereister, steiler Piste ein wenig ins Stocken geraten, ob der verwendeten "Fachsprache". Aber leben wir nicht in einer Informationsgesellschaft, in der wir uns über uns unbekannte Termini einfach und schnell informieren können? Das sollte nicht vor der Lektüre dieses unglaublichen Buches abschrecken. Sicherlich kann man verschiedener Meinung über die "Erziehungsmethoden" von Ollestadts Vater sein. Was aber im Grunde dahintersteckt, ist grenzenloses Vertrauen und eine ebensolche Liebe zu seinem Sohn. Er ist der Antrieb, Ängste zu überwinden und gleichzeitig der Notanker, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Er lehrt ihn, Risiken abschätzen zu können. Situationen kühl und klug zu betrachten. Nicht über das Vergangene zu grübeln, sondern immer im Hier und Jetzt zu sein. Seine Botschaft, ein Risiko, das abzuschätzen ist, immer einzugehen, solange es niemanden anderen gefährdet, nicht zu zaudern, klug und bewusst vorzugehen und das Leben einfach zu leben, OHNE ÄNGSTE, ist seit langem die inspirierendste, die mir untergekommen ist. Zutiefst beeindruckend und lange nachklingend. Denn eigentlich haben wir alle das Zeug dazu "golden" zu sein. Jede/r einzelne von uns - also lasst es uns einfach sein!

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2010 um 11:35

    "Süchtig nach dem Sturm" habe ich in der Neuerscheinungsliste in der Bücherei entdeckt und es mir auch gleich vorbestellt, da mir vorallem der Tiitel des Buches so gut gefallen hat. Als ich das Buch endlich ausleihen konnte, habe ich mich richtig aufs Lesen gefreut. Doch die ersten 100 Seiten kam ich überhaupt nicht ins Buch rein. Mich hat es zum Beispiel gestört, dass bei direkter Rede keine " und " benutzt werden. Da ich aber konsequenterweise kein Ersatzbuch dabei hatte (und mir unterwegs auch kein neues Buch gekauft habe) musste ich also weiterlesen und dann hat es mich auf einmak gepackt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste es in einem Rutsch durch lesen. Norman lebt bei seiner Mutter und ihrem Freund Nick (der ein gewaltiges Alkoholproblem hat) am Strand. Norman geht Nick möglchst aus dem Weg um unnötigen Streit aus dem Weg zu gehen. Durch seinen Vater kommt er, sein Vater zwingt ihn mehr oder weniger, zum Ski fahren und surfen (was ihm später das Leben retten wird). So fährt Norman bereits mit vieren Jahren schwarze Pisten. Die Handlung des Buches wird in zwei Erzählsträngen erzählt, im Wechsel ein Jahr vor dem Flugzeugabsturz (wo Norman der einzige Überlebende bleiben wird) und das Jahr vor dem Fluzeugabsturz). Um mit der ganzen Sache abschließen zu können (seinen Schuldgefühlen gegenüber Sandra an deren Tod er sich mit verantwortlich fühlt) kehrt Norman zur Unglücksstelle zurück um mit einem Freund die ganze Tragödie noch mal aufzuarbeiten zu können (hätte der Absturz vermieden werden können, wer hat Schuld?) Fazit: Nach dem ich endlich Zugang zum Buch gefunden habe, war es ein interessant geschriebens Buch das sehr lesenswert ist. Den im beschriebenen Buch beschriebenen Kamine (auf dem Berg) konnte ich mir zwar nicht richtig vorstellen hat mich aber nicht weiter gestört.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Arthanis

    23. June 2010 um 18:36

    Sicher ein interessantes Thema, aber nicht wirklich gut umgesetzt. Mir gefiel der Erzählstil nicht besonders und der Spannungsfunke sprang nicht wirklich über. Außerdem nervt es mich kolossal, das es scheinbar derzeit in Mode ist, alle Dialoge in indirekter Rede zu verfassen. Normalerweise lege ich solche Bücher sofort zur Seite, aber bei diesem interessierte mich die Geschichte. Leider hielt das Buch nicht, was es versprach.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Parker

    25. February 2010 um 20:41

    Der Amerikaner Norman Ollestad hat einen wunderbaren Roman über seine Kindheit und Jugend geschrieben. ---"Mein Vater sehnte sich nach schwerelosem Gleiten. Er jagte Hurricans und Schneestürmen hinterher, um die Seligkeit zu spüren, mächtige Wellen zu reiten oder tiefen Pulverschnee zu durchpflügen. Er war ein unersättlicher Geist, er war süchtig nach dem Sturm. Und das rettete mir das Leben."--- Norman Ollestad erzählt von seinem Aufwachsen an den Stränden Malibus. Seine Eltern, kalifornische Lebenskünstler, haben sich früh nach seiner Geburt getrennt, und so lebt er mit seiner Mutter und deren wechselnden Partnern zusammen. Das freundschaftliche Verhältnis zu seinem Vater wird oft durch sportlichen Leistungsdruck belastet. Während eines Fluges zwischen zwei Wettkämpfen stürzt die Maschine mit den beiden ab und sein Vater kommt ums Leben. Norman ist elf Jahre alt. Und er wird dieses Unglück als einziger überleben. Die vielen Herausforderungen vor die ihn sein Vater immer wieder stellte haben seinen Charakter geformt und ihn die Angst beim Abstieg vom Berg besiegen lassen. Norman überlebt und sein Vater lebt in ihm weiter. Dieses Buch bietet eine tolle Mischung aus Schnee, Sand, Sonne und eiskaltem Pazifikwasser. Und dazu ist es eine der besten Vater-Sohn Geschichten die ich je gelesen habe. 350 Seiten gedrucktes Leben. Supi-Buch.

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  • Rezension zu "Süchtig nach dem Sturm" von Norman Ollestad

    Süchtig nach dem Sturm

    Alexandra-Supertramp

    23. February 2010 um 15:16

    Norman Ollestad erzählt in "Süchtig nach dem Sturm" im Grunde zwei Geschichten parallel. Er springt immer hin und her zwischen den Ereignissen des Flugzeugabsturzes, den er als Elfjähriger als Einziger überlebt hat und den Erinnerungen an seine Kindheit. Durch die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Handlungsebenen erzeugt Ollestad enorm viel Spannung und "Süchtig nach dem Sturm" entwickelt schon annähernd Page-Turner-Qualitäten. Was er dazwischen skizziert ist zum einen das Bild einer ungewöhnlichen und für sich schon spannenden Kindheit und zum anderen die Geschichte einer komplizierten aber auch stets sehr intensiven und besonderen Vater-Sohn-Beziehung. Norman empfindet viel Respekt für seinen Vater, bestaunt das Leuchten in dessen Augen beim Eintauchen in tiefen Pulverschnee oder beim Erzählen von großartigen Tuberides. Die Zeit, in der Big Norm seinem Sohn die Welt auf Skiern und Surfbrett zeigt, war noch eine ganz andere als die heutige. Man spürt den Pioniergeist, mit dem vor allem Normans Vater bei der Sache ist. Big Norm muss eine enorm charismatische Persönlichkeit gewesen sein, der andere mit seiner charmanten Art, seinem Gitarrenspiel und seinen Surfskills um den kleinen Finger wickeln konnte. Für Norman ist all dies gleichzeitig faszinierend und beängstigend. Immer wieder muss er an seine Grenzen gehen – was ihn oft genug verzweifeln lässt, ihm aber ebenso immer wieder großartige Erlebnisse beschert. Die ganze verzwickte Komplexität dieser Vater-Sohn-Beziehung verdeutlicht Ollestad vor allem anhand einer Reise der Beiden durch Mexiko – eigentlich angetreten, um Normans in Mexiko lebenden Großeltern eine neue Waschmaschine zu bringen. Aber Big Norm wäre nicht Big Norm, wenn das Ganze nicht zu einer ereignisreichen Surfreise entlang der mexikanischen Küste verlaufen würde. Ollestad erzählt von all diesen Erlebnissen so farbenfroh und facettenreich, dass das Buch sicherlich auch ohne die Dramatik des Flugzeugabsturzes höchst angenehme Lektüre wäre. FAZIT: "Süchtig nach dem Sturm" nimmt den Leser gefangen, lässt ihn mitfiebern und mitträumen von mexikanischen Stränden und feinstem Pulverschnee. Alles in allem hat Norman Ollestad ein höchst lesenswertes Buch abgeliefert, das gleichzeitig Chronik einer ungewöhnlichen Kindheit und die Skizzierung eines ebenso komplizierten wie intensiven Vater-Sohn-Verhältnisses ist. Ein Buch, das nicht nur denen, die sich Surfbrett und Skiern verbunden fühlen, nahe gehen dürfte, sondern eigentlich niemand kalt lassen kann und daher uneingeschränkt empfehlenswert ist.

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