Novak Djokovic Siegernahrung

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Inhaltsangabe zu „Siegernahrung“ von Novak Djokovic

Im Jahr 2011 gewann Novak Djokovic 10 Titel, 3 Grand Slams und 43 aufeinanderfolgende Matches und spielte damit die erfolgreichste Saison, die jemals im Tennis absolviert wurde. Aber wie konnte ein Sportler, der zuvor von Atemproblemen und Verletzungen geplagt wurde, plötzlich die Nummer 1 der Weltrangliste werden? Die Antwort ist verblüffend: Er stellte seine Ernährung um. In Siegernahrungbeschreibt Djokovic, wie er den Bombenangriff auf seine Heimatstadt Belgrad überlebte und von einem der Kriegs-Kinder zum Tennisstar wurde. Im Fokus dieses Ratgebers steht jedoch die Diät, die ihn aus der Mittelklasse an die absolute Spitze katapultierte: Djokovic liebte Brot und Pasta, vor allem aber die Pizza aus dem Restaurant seiner Familie unwissend, dass sein Körper Bestandteile des Weizens nicht verarbeiten kann. Erst als er anfing, auf glutenhaltige Nahrung zu verzichten, konnte er sich gleich zwei Kindheitsträume erfüllen: den Wimbledon-Sieg und die Position 1 in der Tennis-Weltrangliste. Dieses Buch verhilft dem Leser mit Wochen-Menüs, Ernährungstips und einfachen Rezepten durch glutenfreie Ernährung zu einem besseren Lebensgefühl.

Ein Buch vom Tennisweltstar Djokovic: was soll da schon anderes darinstehen als seitenweise Aufzählungen, welche Matches er wann gewonnen ha

— joachimweeber
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  • "Nahrungsmittel sabotieren heimlich Körper und Psyche"

    Siegernahrung
    R_Manthey

    R_Manthey

    03. August 2015 um 14:23

    Ende Januar 2010, Australian Open. Novak Djokovic spielt gegen Jo-Wilfried Tsonga im Viertelfinale. Zu Beginn des vierten Satzes rennt er plötzlich in die Kabine und übergibt sich. Er bekommt keine Luft mehr, die Beine werden immer schwerer, und er kann sich kaum noch konzentrieren. Djokovic verliert danach das Match fast ohne Gegenwehr. Und das passiert ihm nicht zum ersten Mal auf genau diese Weise. Seine plötzlichen Leistungsabfälle sind ihm unerklärlich. Mit noch härterem Training hatte er versucht, seiner vermeintlichen körperlichen Schwäche entgegenzutreten. Doch ohne Erfolg. Auf Zypern sah der serbische Ernährungsfachmann Dr. Igor Cetojevic eher zufällig dieses Match im Fernsehen. Er ahnte als Erster, was wirklich geschehen war. Den scheinbaren Asthmaanfall während des Spiels interpretierte Cetojevic als Folge einer offenbar bei Djokovic unentdeckten Nahrungsmittelunverträglichkeit. Später bewiesen zunächst ein simpler Test und eine anschließende Blutuntersuchung, dass Djokovic eine starke Intoleranz gegen Weizen und Milchprodukte besitzt. Danach folgte ein völlig überzeugender Praxistest. Djokovic aß zwei Wochen weder Brot, noch Milchprodukte und auch keine anderen glutenhaltigen Nahrungsmittel. Nach kurzer Zeit waren seine ständige Müdigkeit, sein Konzentrationsmangel und der schlechte Schlaf vergessen. Anschließend musste er nur noch einmal einen Bagel essen. Djokovic schreibt (S.53): "Einen Tag, nachdem ich wieder Gluten gegessen hatte, fühlte ich mich, als hätte ich die Nacht durchgezecht! Ich kam so schwer aus dem Bett, wie ich es als Teenager erlebt hatte. Mir war schwindelig. Die Atemprobleme waren wieder da. Ich hatte das Gefühl, mit einem Kater aufzuwachen." Es bedurfte danach keines weiteren Beweises, was die wirkliche Ursache für die unerklärlichen Zusammenbrüche von Djokovic gewesen war. Nun könnte man meinen, dass dieses Buch nur für Leute geschrieben wurde, die auch unter ähnlichen Problemen leiden. Doch das ist natürlich nicht so. Gluten befindet sich in sehr vielen Nahrungsmitteln. Und es schadet immer. Seine Wirkungen belasten nicht nur das Verdauungssystem, sondern auch das Gehirn. Warum das so ist, wird im Buch zum Teil erklärt. Wer sich für ein tieferes Verständnis interessiert, sollte zum Beispiel das Buch Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht lesen oder noch speziellere Fachartikel, die Djokovic zitiert. Djokovic wurde also letztlich von seinem Körper gezwungen, anders zu leben. Andere Menschen kommen vielleicht nie auf die Idee, was die Ursache für ihre Schlafstörungen oder Schwächeanfälle wirklich ist. Sie kennen es nicht anders und geben möglicherweise zu unrecht ihrem Körper und seiner vermeintlichen Schwäche die Schuld. Dabei versucht der vielleicht einfach nur mit ihnen zu kommunizieren und wird nicht verstanden. In diesem Buch erzählt Djokovic von seiner Reise und den radikalen und sehr erfolgreichen Veränderungen, die er nach der überraschenden Diagnose einleitete. Neben seinem Tagesablauf erklärt er, was und wie er isst. Wenn man sich diese Ernährungsweise im Detail betrachtet, so kann man kaum glauben, wie wenig er als extremer Leistungssportler zu sich nimmt. Ich kann aus eigener Erfahrung aber nur bestätigen, dass das geht, wenn man es so durchzieht wie Djokovic. Ganz nebenbei stellt sich ein völlig neues Körpergefühl ein. Das Buch enthält zahlreiche Rezepte und im Anhang eine Erklärung zu den Lebensmitteln, die der Autor empfiehlt. Sympathisch an Djokovic ist vor allem, dass er nicht missionieren möchte, sondern einfach von sich erzählt. Jeder Körper ist anders. Und deshalb ist sein Ratschlag einfach nur, herauszufinden, was einem gut tut. Vielleicht empfindet der eine oder andere Leser einiges im Text als etwas esoterisch. Doch das ist es natürlich überhaupt nicht. Djokovic zeigt einfach nur, dass er ein sehr bewusster und achtsamer Mensch ist, der gelernt hat, wie er am besten mit seinem Körper umgeht. Dass sein Buch auch eine sehr schöne Erklärung zu einfachen Meditationstechniken enthält, ist nur folgerichtig, denn Tennis ist eine Sportart, bei der es extrem auf mentale Stärke und Konzentrationsfähigkeit ankommt. Dieses hervorragende Buch liest sich nicht nur sehr angenehm, es offenbart auch einen sehr sympathischen und mitfühlenden Menschen.

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