Nura Habib Omer

 3,4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Weißt du, was ich meine?, Weißt du, was ich meine? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nura Habib Omer

Nura Habib Omer, geboren 1988 in Kuwait, aufgewachsen in Wuppertal, ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Sängerinnen. Mit 18 zog sie nach Berlin, schloss sich dem Berliner Kneipenchor und den Toten Crackhuren im Kofferraum an, einer Berliner Fun-Punk-Band. Sie war Teil des Hip-Hop-Duos SXTN und macht heute als Solo-Künstlerin Musik.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nura Habib Omer

Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783864931390)

Weißt du, was ich meine?

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Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783548065328)

Weißt du, was ich meine?

 (0)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783748402046)

Weißt du, was ich meine?

 (4)
Erschienen am 30.09.2020

Neue Rezensionen zu Nura Habib Omer

Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783864931390)
B

Rezension zu "Weißt du, was ich meine?" von Nura Habib Omer

Einblicke für jedermann: von Flucht über Rassismus bis hin zum Rapbusiness
buecherjaegervor 6 Monaten

Nura Habib Omer ist eine der bekanntesten deutschen Rapperinnen – ihren großen Durchbruch hatte sie wohl zusammen mit der Rapperin Juju als SXTN.

Bevor sie ihren Weg zum Erfolg gehen konnten, gab es einige Stolpersteine erfolgreich zu überwinden: Als kleines Kind mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aus Kuwait nach Deutschland geflüchtet, wohnte sie mal in einem Flüchtlingsheim, mal bei den Großeltern und mal in einer kleinen Wohnung zusammen mit der engsten Familie, bis es sie als Jugendliche in ein Kinderheim verschlug.

Von ihrer Geschichte, die nicht zuletzt von rassistischen Erfahrungen geprägt war, erzählt Nura in ihrer Biografie von knapp 200 Seiten. Sie gibt dabei einen großen Einblick in ihre Erlebnisse von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, verarbeitet die Tode für sie wichtiger Menschen und schildert ihre Sicht auf die Trennung von SXTN. Je weiter sich die Erzählungen von der Kindheit und Jugend entfernen und sich dem Erwachsenenalter nähern, desto detailärmer werden sie. Insbesondere im letzten Drittel des Buches finden immer wieder Zeitsprünge statt, die nicht sofort oder nur schwer erkenntlich sind. Vermutlich hätte es der Geschichte gutgetan, 50 Seiten mehr zur Entfaltung gehabt zu haben. Die Sprache, der sich Nura bedient, ist eine einfache und alltägliche. Bei vielen Biografien wäre das zu bemängeln, aber in diesem Buch wirkt sie authentisch – es wäre sogar eher unpassend, nutzte sie keine Umgangssprache.

Nicht nur, aber vor allem, für Rapbegeisterte ist diese Biografie empfehlenswert. Auch abseits des Rapbusiness erzählt Nura viel Interessantes, und die Geschichten von nach Deutschland Geflüchteten sind derzeit aktueller denn je.

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Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783748402046)
buecherqualles avatar

Rezension zu "Weißt du, was ich meine?" von Nura Habib Omer

Bewegend
buecherquallevor 2 Jahren

Eine spannende Biografie die einfach alles hat. Nura ihre Lebensgeschichte klingt nicht gerade leicht, umso mehr gönne ich ihr das was sie erreicht hat.

Der Schreibstil ist super, die Kapitel haben etwas das man dieses Buch nicht weglegen möchte. Es zieht ein in den Bann..

Eine Story die sehr bewegend ist.

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Cover des Buches Weißt du, was ich meine? (ISBN: 9783864931390)
EvyHearts avatar

Rezension zu "Weißt du, was ich meine?" von Nura Habib Omer

Joggingrunde im Wald
EvyHeartvor 2 Jahren

Ich hatte mich auf das Buch gefreut, weil ich mehr über eine der beiden Sängerinnen von SXTN erfahren wollte und weil mich das Versprechen  "vom Asylheim ins Musikbusiness" geködert hat. Daher habe ich es angefordert. Und der erste Eindruck war positiv. Aber je länger ich las, desto deutlicher wurde, dass die Tiefe fehlte. Der Reihe nach.

Worum geht es?

Das Buch ist eine klassische Autobiografie, begonnen von der Geschichte der Mutter hin zu SXTN und Nuras Solokarriere.

Wie hat es mir gefallen?

Ich habe zuvor autobiografisch gefärbte Bücher von Reyhan Sahin und Senna Gammour gelesen. Beide zeichnet ein kämperischer Stil aus - während sich Sahin nach der Anerkennung als Frau, Wissenschaftlerin, Künstlerin sehnt, plädierte Gammour dafür, sich von Männer nicht alles sagen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Das Buch von Nura ist dagegen positiv, alles wird neutral erzählt. Man merkt, dass sie ihre Familie wertschätzt, besonders ihre Mutter, die sie trotz einiger Differenzen immer als "Mama" betitelt. Ich fand das anfangs sehr erfrischend!

Allerdings tauchten immer mehr Fehlstellen auf - über die Zeit im Asylheim und das Leben in sozialen Brennpunkten berichtet sie positiv, weil der Zusammenhalt da war. Dennoch hatte ich das Gefühl, keinen Eindruck zu bekommen, wie es "wirklich" war. Auch einer der Brüder, bei dem sie andeutet, dass er eine Aufmerksamkeits-Störung hat, wird nur wenig beleuchtet, obwohl das Auswirkungen auf eine Familie haben kann. Sie ist früh von zuhause ausgezogen, was interessant geschildert wird, und später nach Berlin gegangen. Dort erlebte sie eine depressive Phase - aber auch diese wird kaum gezeigt. Manchmal scheint sich der Text zu widersprechen z.B. als sie von einem Konzert von SXTN erzählt, vor dem Juju aufgeregt war, sie eher nicht. Einen Absatz später wirkte es, als ob auch sie Lampenfieber hätte. Der Tenor ist eher "Wenn man aufsteht, schafft man das!" - aber wie es Nura geschafft hat, das bleibt stellenweise vage.

Umso ausführlicher widmet sie sich der Trennung von SXTN und den Differenzen mit Juju. Ich fand es paradox, dass sie Juju als Rapperin anerkennt und nicht viel sagen will - sich aber dann seitenweise darüber auslässt, wie sich das entwickelt hat. Sie wirkt dabei wahrhaftig und nicht manipulativ - aber ich hatte letztlich den Eindruck, dass Juju "schuld" ist, weil sie den Kontakt vermieden hat. Diese Einseitigkeit fand ich nicht gut.

Im letzten Kapitel, ihrer Solokarriere, wird der Tenor "Jeder kann es schaffen!" noch deutlicher, was ich etwas langweilig fand.

Außerdem werden z.B. die Großeltern oft beim Vornamen genannt, aber am Anfang nicht richtig eingeführt - ich habe den Überblick verloren.

Und es gibt ein paar Tippfehler.

Fazit

"Weißt du, was ich meine" hat berührende Stellen und oft einen neutralen Fokus. Ich mochte die Energie. Trotzdem fehlten mir die Tiefen, die Reflexion, der Blick von außen auf das Vergangene. Ich verstehe aber auch, dass der Wunsch der Fans nach einer Biografie da war - und danach klingt es. Ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn man den Text hätte noch ein paar Jahre gären lassen.

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